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Sachsen: Ärger in der AfD wegen Schulterschluss mit Pegida
DPA

Für den "Schweigemarsch" dreier AfD-Landesverbände in Chemnitz mobilisierte auch Pegida, obwohl die Partei sich per Beschluss von der Gruppe abgegrenzt hat. Wie nah sind sich beide wirklich?

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yoda56 05.09.2018, 10:27
10. Hoffentlich...

...nutzen die demokratischen Parteien jetzt ihre Chance, der AfD die Wähler und Unterstützer, die keine Nazis sind, konsequent wieder abzunehmen. Und hoffentlich hat die CSU auch endlich still begriffen, dass sie und niemand sonst die Büchse der Pandora seinerzeit geöffnet und Rassismus (hoffentlich nur vorübergehend) in die Mitte unserer Gesellschaft getragen hat.

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Zeitwesen 05.09.2018, 10:35
11. Afd=pegida

Das Einzige was die AFD davon abhält mit PEGIDA zu kooperieren ist Lutz Bachmann und nicht deren Inhalte oder die restlichen Teilnehmer die sonst größtenteils in der rechtsradikalen Szene zuhause sind.
Wobei es schon irgenwie lustig ist (wenn es nicht so traurig wär), dass ein Berufskrimineller wie Bachmann vor kriminellen Ausländern warnt.

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srinivasa.r.aiyangar 05.09.2018, 10:52
12. Es wächst zusammen, was zusammengehört

Zitat von Zeitwesen
Das Einzige was die AFD davon abhält mit PEGIDA zu kooperieren ist Lutz Bachmann und nicht deren Inhalte oder die restlichen Teilnehmer die sonst größtenteils in der rechtsradikalen Szene zuhause sind. Wobei es schon irgenwie lustig ist (wenn es nicht so traurig wär), dass ein Berufskrimineller wie Bachmann vor kriminellen Ausländern warnt.
Bachmann ist doch bei diesem verlogenen "Trauermarsch" Seit' an Seit' mit Höcke und anderen AfD-Repräsentanten in der ersten Reihe marschiert. Am perfidesten fand ich übrigens die weißen Rosen, welche diese Heuchler am Revers getragen haben. Die Geschwister Scholl würden sich im Grabe umdrehen.

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Spr. 05.09.2018, 10:59
13. Ein brauner Sumpf!

Ob AfD, Pegida, sonstwas-gida, Hooligans, Identitäre, alle kommen aus dem gleichen braunen Sumpf! Noch deutlicher können diese Nazi-Schergen kaum machen, wohin ihr Weg führen soll: zur Machtübernahme und Gründung des viertes Reichs!

Ja, es gibt ein paar Karrieristen in der AfD, insbesondere frühere Unions-Mitglieder, denen es einfach um erzkonservative, vorgestrige Politik geht. Und ja, nahezu alle davon sind in den alten Bundesländern zu finden. Aber deren Macht bei den Braunen schwindet zusehends.

Immer mächtiger werden dagegen die rechtextremen Nazis, die sich hinter Björn Höcke sammeln! Deren dunkelbraune Gesinnnung ist so überdeutlich, dass niemand behaupten kann, es würde sich einfach nur um besorgte Bürger handeln! Wer sich mit diesen Nazis gemein macht, kann von sich ebenfalls nicht mehr behaupten, doch nur ein besorgter Bürger zu sein. Sieht aus wie ein Ei, riecht wie ein Ei, schmeckt wie ein Ei - ist ein Ei!

Erschreckend sind die Überlegungen der ostdeutschen Landesverbände der CDU, nach den dortigen Landeswahlen im nächsten Jahr auch die Nazis als mögliche Koalitionspartner zu sehen. Haben die aus den Fehlern der Vorgängerparteien wie der Zentrums-Partei denn wirklich absolut nichts gelernt?

Das mag in diesen Ländern vielleicht ankommen, wird die Union in den alten Bundesländern und damit auch im Bund aber marginalisieren. Es ist davon auszugehen, dass die Union aufgrund einer Zusammenarbeit mit den Nazis im Osten mindestens die Hälfte ihrer Wähler verliert, vermutlich deutlich mehr. Völlig zurecht!

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Ein_denkender_Querulant 05.09.2018, 11:01
14. 2m Abstand

Zitat von Zeitwesen
Das Einzige was die AFD davon abhält mit PEGIDA zu kooperieren ist Lutz Bachmann...
Bachmann ist auf dem Foto deutlich zu erkennen und er läuft 2m neben Höcke. Zurecht heißt es im Volksmund, "Mitgefangen, mitgehangen". Wer sich in dieser Art und Weise solidarisiert, gehört zusammen.

Wenn ich auf Demonstrationen bin, in denen verfassungsfeindliche Transparente gezeigt werden oder Steine fliegen, dann gehe ich. Aber ich demonstriere nicht mit diesen Menschen, die weit jenseits meiner Ziele agieren. Wenn Höcke, der weiterhin anerkanntes AfD Aushängeschild ist, mit Pediga paktiert, ist es offensichtlich und eindeutig, worum es geht.

Um Trauer ging es diesen Scheinheiligen Schweinepriestern nie. Die weisse Rose ist eine Ohrzeige und demonstriert übelste Verachtung für Antifaschistischen Kampf. Aber nichts anderes ist von der AfD zu erwarten. Warum 18% der Deutschen diese Partei wählen, wird sich mir nie erschließen, aber so ist Demokratie.

Wie Adenauer schon sagte, "man muss mit den Menschen klar kommen, die man hat, andere gibt es nicht".

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brandmauerwest77 05.09.2018, 11:07
15. Man sollte

nicht den Fehler machen ,die Rechten und Faschisten zu unterschätzen, indem man sagt,
dass Sie sich von selbst zerlegen. Sie haben zwar jede Menge Hohlköpfe , Kriminelle und
Gewalttäter in Ihren Reihen, aber die Leute, die versuchen, das ganze aus dem Hintergrund
zu lenken und zusammenzuführen, sind brandgefährlich und haben eine Strategie, zumal
Ihnen entgegenkommt, dass der Staat auf dem rechten Auge wesentlich blinder ist als auf
dem linken. Und ein wesentlicher Faktor ist, Sie haben Zeit und die Geduld. Sie warten auf
die Fehler, die die Regierung in der Migrations- u. Integrationspolitik macht, und diese Fehler
wurden und werden ganz offensichtlich immer noch gemacht , ob gewollt oder ungewollt.
Die Lage ist inzwischen brandgefährlich und wenn diese Lawine mal ins Rollen kommt, weil
die bürgerliche Mitte immer mehr nach rechts abwandert, ist sie irgendwann mal nicht mehr
zu stoppen. Das sollte sich jeder vor Augen halten, der denkt, das das ganze Problem schon
von selbst wieder verschwindet.

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lawlord 05.09.2018, 11:16
16. AfD ist ganz weit rechts

Man muss nur das Buch AfD-Inside der "Aussteigerin" Franziska Schreiber lesen, und weiß, dass die AfD mittlerweile keine liberalen Elemente mehr enthält, sondern eine NPD im bürgerlichen Gewand ist. Das trifft nicht auf die Wähler zu, aber auf die meisten Funktionäre und viele Mitglieder.

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hdwinkel 05.09.2018, 11:19
17. Was ist faschistische Politik?

Zitat von Ein_denkender_Querulant
Nach außen gibt sich der Wolf im Schaffell uznd faselt etwas von Mitte und demokratisch. In Wirklichkeit geht es genau darum, faschistische Politik zu machen. Bleibt nur die Frage, warum Menschen die AfD wählen. Es bleiben Dummheit, da kann niemand etwas für, oder der Wunsch nach Faschismus.
Zunächst einmal haben wir es mit dem Phänomen zu tun, daß die allermeisten AfD Wähler sich selbst überhaupt nicht als rechtsradikal und faschistisch sehen. In den Interviews die ich gelesen habe, distanzieren sich die AfD Mitläufer i.d.R. auch gegen Gewalt gegen Ausländer/Flüchtlinge. Eines muß klar sein: Das GG verbietet keineswegs rechte Parteien, im Sinne solcher Begriffe wie national, Volk, konservativ, usw. bei deren Nennung es mir persönlich zwar kalt den Rücken runterläuft, aber trotzdem eher politische Begriffe sind, mit denen man sich politisch auseinandersetzen muß.
Wo also ist die Grenze? Was macht Ihrer Meinung nach die AfD zu einer faschistischen Partei?
Ist es nicht eher ein Kampfbegriff, um einem ungeliebten, politischen Streit aus dem Wege zu gehen?

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hdwinkel 05.09.2018, 11:22
18. Wie umgehen mit der AfD?

Im Focus hat ein Autor den Absturz der SPD bei gleichzeitigem Aufstieg der AfD untersucht.
Einer der Kernsätze ist: "der SPD-Stammwähler sagt dauernd Flüchtling, die SPD versteht unentwegt Rente"
https://www.focus.de/politik/experte...d_9533001.html
Ich meine, daß der Umgang mit der AfD nicht plakativ sein darf und indem man sich vor den schwierigen Themen drückt. Es ist defacto so, daß für die Mehrheit der Bevölkerung das Thema Migration nicht an erster Stelle steht, aber für eine große menge Menschen sehr wohl.
Ich glaube, hier hilft ein wenig mehr Sachlichkeit: Die moderne Zivilgesellschaft muß ganz klar sagen, wo die roten Linien tatsächlich verlaufen, ohne selbst in Extrema zu verfallen.
Also z.B.: Die Gesellschaft hat sehr wohl ein Recht zu bestimmen, wer einwandern darf und wer nicht. Die rote Linie verläuft an anderer Stelle: Persönliche Merkmale wie Hautfarbe, Herkunft, Religion, Geschlecht usw. dürfen keine Auswahlkriterien sein.
Es muß transparenter werden, warum Gefährder, die es ja tatsächlich gibt, nicht abgeschoben werden können. Sind es organisatorische Gründe (z.B. Herkunftsländer verweigern die Aufnahme), sind es humanitäre Gründe, oder was auch immer.
Welche rote Linie wird z.B. mit den Ankerzentren überschritten, ist es eine menschenrechtliche oder eine politische? Antworten gibt es dazu bisher nicht.
Angst vor der AfD ist aber keine Politik, sondern die Abwesenheit der Politik.

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lord-crumb 05.09.2018, 11:24
19. ist mir alles unklar

AfD und Pegida rennen in Chemnitz einem mehrfach Vorbestraften hinterher um gegen Kriminalität zu protestieren. Es fehlt nur noch der Slogan, dass Verbrechen an Deutschen nur durch Deutsche verübt werden dürfen. Tolle neue AfD und Pegidawelt.

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