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Sadiq Khan: Londons Bürgermeister fordert weiteres Brexit-Referendum
REUTERS

Die Befürworter eines neuen Brexit-Referendums haben einen weiteren Fürsprecher: Sadiq Khan. In einem Gastbeitrag warnt Londons Bürgermeister vor einem schlechten Deal - und kritisiert die Regierung massiv.

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HerrPeterlein 16.09.2018, 10:05
1. Die einzige Lösung

Eine erneute Abstimmung mit dem Ergebnis das GB in der EU bleibt, wäre die einzige funktionierende Lösung. Wird aber bei der Stimmung in GB nicht kommen.

May wird jetzt zum Sündenbock, sie hatte aber von Anfang keine Chance. Welche Argumente hat sie den, auf die die EU eingehen könnte? So gut wie gar keine. Da hatte Griechenland bessere Argumente vor einigen Jahren, und die waren nicht gut.

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Kurt2.1 16.09.2018, 10:17
2. .

Text: …...für ein erneutes Referendum ausgesprochen, sollte das britische Parlament das Ergebnis der Austrittsverhandlungen mit Brüssel ablehnen.
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Auch hier noch Rosinenpickerei.
Der Austritt GB's wird wohl auch Nachteile für die EU haben, aber mit der ständigen Belastung durch diese Querulanten ist weitaus schwerer umzugehen. Ich hoffe, es bleibt dabei, dass GB endlich die EU verlässt.

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pausenfueller 16.09.2018, 10:20
3. Was spricht denn *gegen* ein zweites Referendum?

Mal ganz ehrlich, welches Argument dagegen wird denn da in's Feld geführt? Geht es nur darum dass man sich nicht eingestehen möchte einen schrecklichen Fehler gemacht zu haben? Es ist doch nicht undemokratisch wenn wenn denselben Leuten eine zweite Möglichkeit gibt nochmal im Licht der neuen Erkenntnisse abzustimmen?! Wenn man dann zum selben Ergebnis kommt, bitteschön. Zumindest könnte dann jetzt keiner mehr sagen er hätte nicht gewusst worum es geht.

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mkummer 16.09.2018, 10:20
4. Immerhin bemerkenswert

dass die Politik in GB noch irrsinniger ist als in Deutschland. Wie man sehenden Auges einen solchen Nonsens durchziehen kann, bleibt eines der ewigen Rätsel der Geschichte. Adenauer und de Gaulle hatten seinerzeit schon recht mit ihren massiven Vorbehalten gegen eine britische Mitgliedschaft im gemeinsamen Markt (EWG), der damals auch verhindert werden konnte. Lediglich mit der Einschätzung Italiens lagen sie etwas daneben.

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Atheist_Crusader 16.09.2018, 10:29
5.

Das Referendum war ganz einfach schlechte Demokratie. Aufgebaut auf Lügen, unnötigerweise bindend gemacht und dann auch noch für eine so wichtige Entschidung mit einer hauchdünnen Mehrheit gewinnbar gemacht... Das heißt aber nicht automatisch, dass ein zweites Referendum alles besser machen würde.

Allerdings: So neu wäre die Idee nicht. Man erinnere sich an die irischen Referenden zum Vertrag von Lissabon. Da wurde beim ersten Mal negativ abgestimmt - beim zweiten Mal stand dann eine andere Version des Vertrages zur Abstimmung, die auf spezielle irische Bedenken Rücksicht nahm. Die wurde dann angenommen (Diese Ereignisse werden übrigens von Uninformierten gerne als Beweis für eine angebliche "Abstimmen bis das Ergebnis passt"-Haltung der EU aufgeführt. Wobei komplett unterschlagen wird, dass es eben zwei unterschiedliche Versionen das Abkommens waren über die da abgestimmt wurde.)
Es wäre also nicht komplett irrsinnig, erst zu fragen "Wollt ihr, dass wir das machen?" und später dann "Wollt ihr das unter den von uns ausgearbeiteten Bedingungen auch durchziehen?".

Ich allerdings sehe das eher aus der europäischen Perspektive - und aus dieser müssen die Briten dringend gehen. Jede Abkehr vom Brexit würde den EU-Hassern (nicht nur in Großbritannien) ihre ganz eigene Dolchstoßlegende liefern, wie sie die demokratische Abstimmung gewonnen hätten und dann am Ende doch noch verraten wurden. Und selbstverständlich wäre Brüssel an allem Schuld. Gründe... findet man schon irgendwie. Notfalls wird dann May rückwirkend zur EU-Marionette stilisiert, die sich hat kaufen lassen um ihrer Heimat die Unabhängigkeit zu ruinieren oder irgendsoein Käse.
Auch der wirtschaftliche Aspekt des EU-Austritts würde nicht entzaubert und als das wirtschaftliche Desaster bewiesen das jeder mit ein bisschen Grundwissen in Ökonomie voraussehen kann. Stattdessen könnte man weiterhin lauthals behaupten, dass ja in kürzester Zeit alles besser würde als zuvor und das Commonwealth sich neu erheben würde und blablubb.
Die UKIP - die nach dem erfolgten Referendum als ein-Thema-Partei so ziemlich abgehakt war - würde neuen Aufwind erleben (speziell nachdem ein Votum zum Verbleib die Tories schwer treffen würde) und würden ihren Ausstoß an widerlichen nationalistischer Hetze und antieuropäischer Propaganda nur noch erhöhen. Dieses Gift würde die EU noch auf lange Zeit schädigen. Gar nicht zu reden davon, dass wir künftig jedes Mal pünktlich zum britischen Wahlkampfauftakt mit weiteren Austrittsdrohungen rechnen müssten.

Auch wenn ich den Remainers wünsche, dass sie bleiben dürfen - um der EU Willen bin ich dafür dass die Briten gehen. Zurückkommen dürfen sie irgendwann, aber momentan würde ein Verbleiben mehr schaden als nützen

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ihawk 16.09.2018, 10:32
6. Schuldentilgung

Was passiert eigentlich bei einem harten BREXIT mit den doch erstaunlich hohen Schulden Englands gegenüber der EU?

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hileute 16.09.2018, 10:35
7. Ich hab kein bock mehr dieses geheule zu lesen

sie haben für raus gewählt und das heißt raus und nicht drin, nur ohne zu zahlen. Punkt.

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MtSchiara 16.09.2018, 10:35
8. Natürlich, aber ...

... ein etwas anderes Referendum. Man hätte direkt nach dem ersten Referendum und vor dem Austrittsantrag der Briten ein zweites Referendum durchführen müssen - und zwar deswegen, weil das erste Referendum nicht hinreichend das Ziel zur Abstimmung gestellt hat.

Anstatt einfach nur Drinnen oder Draußen hätte ein Referendum die Frage stellen müssen, wo denn die Reise hingehen soll:
- Modell Norwegen
- Modell Schweiz
- Modell Grönland
- Modell Kanada
- Modell Japan
- harter Austritt
- eigenes Modell
- doch kein Austritt

Die Abstimmenden hätten dann die Modelle ihrer Präferenz nach anordnen können von 1 bis 8, und mit einem mathematischen Verfahren hätte man dann bei der Auszählung das insgesamt in der Bevölkerung bevorzugte Modell errechnen können. Dadurch hätte die Regierung einen klaren Handlungs- und Verhandlungsauftrag mit der EU erhalten, den sie in zwei Jahren wirklich in der EU hätte umsetzen können.

Ich bin ein überzeugter Anhänger der Plebiszitären Demokratie, aber man sollte sie schon so anwenden, daß das Ergebnis dann wirklich auch ist, daß die Bevölkerung das bekommt, das sie haben will.

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karlhans 16.09.2018, 10:37
9. Das ist das Ergebnis von Populismus!

Der Brexit wird kommen und er wird hart, für beide Seiten. Aber es hat auch eine gute Seite. Es zeigt ein für allemal auf was passiert wenn man Populisten folgt. Die Brexit Befürworter hatten Goldene Zeiten Probezeit ohne einen Plan zu haben wie das funktionieren soll. Und wenn sie dann in der Verantwortung stehen sollen kneifen sie den Schwanz ein.

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