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Sahra Wagenknechts Rückzug: Die Zäsur
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Sahra Wagenknecht zieht sich zurück - erst aus der "Aufstehen"-Bewegung, bald auch von der Fraktionsspitze. Ihre Gegner könnten sich freuen. Aber für die Linke birgt der Abschied Risiken.

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Schartin Mulz 12.03.2019, 22:41
100. Ich frage mich dann nur,

Zitat von Deep Thought
Ich schätze Frau Wagenknecht extrem. Niemand in der deutschen Politik kann ihr intellektuell das Wasser reichen. Niemand ausser ihr und Gysi haben den ungeheuren Mut gehabt, sauber und sachlich auch auf unangenehme Wahrheiten hinzuweisen. Die hohe Sachkompetenz Wagenknechts gerade auf dem Gebiet der Wirtschaft hat sonst niemand in der dt. Politik. Eine aufrechte Person wurde von den Medien zum politischen Tod gejagt, die Hasstiraden und üblen Intrigen haben ihren gesundheitlichen Zustand ins Eanken gebracht. Wer wissen will, wer von den verantwortungslos Agierenden dafür verantwortlich ist, solllte sich einmal auf youtube anschauen, wie bspw Herr Lanz mit seinem „Intellekt“ versucht hat, Frau Wagenknecht in seine4 Talkshow auf allerbilligstecArt fertigzumachen, indem er sie nicht einen einzigen Satz antworten ließ, ohne sie zu unterbrechen. Ganz im Gegensatz zu seinen Folgen, welche zu legendären „Dauerwerbebesendungen“ für den Wichtigtuer Lindner umfunktioniert wurden oder - wie neulich - für Frau Beer, ebenfalls aus Lanz´ Lieblingspartei FDP... Auch der Spiegel hat die Jagd mitgemacht, stets auf niedrigem Niveau und auf die Person zielend. Deutschland verliert eine Person, die man sich gut als kompetente Kanzlerin wünschen könnte. Ich wünsche ihr, daß sie sich wieder erholt - sie hat uns noch viel zu sagen, gerne auch erst einmal ausserparlamentarisch als brilliante Buchautorin. Die Meute um Kipping und den Quotenmann an der Spitze wird sich noch wundern, welch grandiosen Absturz die Partei nun nehmen wird, die bei der nächsten Wahl unter den 5% liegen wird. Bartsch und die anderen verbliebenen Aufrechten in der Linken haben mein Mitgefühl - aber mein Kreuz bekommt die Linke erst wieder, wenn Kipping Geschichte ist und Wagenknecht nicht gemobbt, sondern voll unterstützt wird. Und so wie ich denken sehr, sehr, sehr viele....
wen ich immer lese, warum irgendwer nicht mehr gewählt wird, wo man denn stattdessen sein Kreuzchen macht.
Welche Alternative hat man denn als Linker?

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Frida_Gold 13.03.2019, 07:43
101.

Zitat von Knossos
Wenn Sie meinen, man könne "wirklich etwas verändern", in dem man sich mit etablierten Parteien zusammentut, müssen sich Ihnen entscheidende Grundlagen aus der Lebenswirklichkeit permanent entzogen haben.
Wenn Sie meinen, man könnte aus der Daueropposition raus wirklich etwas verändert, mssen sich Ihnen entscheidende Grundlagen aus der Lebenwirklichkeit permanent entzogen haben ...

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friedrich_eckard 13.03.2019, 07:50
102.

Zitat von Schartin Mulz
Ich frage mich dann nur, wen ich immer lese, warum irgendwer nicht mehr gewählt wird, wo man denn stattdessen sein Kreuzchen macht. Welche Alternative hat man denn als Linker?
Bei den EU-Wahlen kann unsereins natürlich bei der "Liste Varoufakis" einstweilen Zuflucht finden, und ich werde die wohl auch nutzen - auch deshalb, weil ich diesen hochbegabten Querkopf gerne im nächsten EU-Parlament sehen würde. Abgesehen davon wird man derzeit einfach abwarten müssen. In mindestens drei Parteien gärt es derzeit heftig, da dürfte schon vor den Landtagswahlen im Herbst noch einiges in Bewegung geraten, und die Nachrufe auf Sahra Wagenknecht scheinen mir ohnehin verfrüht. Sie hat ja deutlich gemacht, dass sie sich keineswegs aus der Politik zurückziehen will, und dazu, dass ihre öffentlichen Aussagen die gebührende Beachtung finden, braucht sie keine Funktion.

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Schartin Mulz 13.03.2019, 11:59
103. Das beantwortet die Frage nicht

Zitat von friedrich_eckard
Bei den EU-Wahlen kann unsereins natürlich bei der "Liste Varoufakis" einstweilen Zuflucht finden, und ich werde die wohl auch nutzen - auch deshalb, weil ich diesen hochbegabten Querkopf gerne im nächsten EU-Parlament sehen würde. Abgesehen davon wird man derzeit einfach abwarten müssen. In mindestens drei Parteien gärt es derzeit heftig, da dürfte schon vor den Landtagswahlen im Herbst noch einiges in Bewegung geraten, und die Nachrufe auf Sahra Wagenknecht scheinen mir ohnehin verfrüht. Sie hat ja deutlich gemacht, dass sie sich keineswegs aus der Politik zurückziehen will, und dazu, dass ihre öffentlichen Aussagen die gebührende Beachtung finden, braucht sie keine Funktion.
Wenn behauptet wird, das man die Linken jetzt nicht mehr wählen könne, muss man ja eine Alternative haben. Nicht nur für die Europawahl.
Und wenn man SPD und Grünen wegen deren Agendapolitik den Rüpcken gekehrt und stattdessen die Linken gewählt hat, wohin wechselt man dann jetzt, wenn man die Linken auch für unwählbar hält?

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robert_schleif 13.03.2019, 16:20
104. new born SPD

Nach dem erfolgreichen Rausekeln von Sahra Wagenknecht gibt es keine Linke mehr.
Was übrig bleibt, ist eine stinkfüßige Neo-SPD. Keine Radikalabkehr von Hartz IV hin zum bedingungslosen Grundeinkommen.
Keine Kontraposition zur Oligarchen-EU. Sozialökologische Visionen waren schon immer Fehlanzeige.
Und dass ungebremste Massenmigration ein linkes Anliegen ist, habe ich ohnehin nie begriffen.

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