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Sahra Wagenknechts Rückzug: Die Zäsur
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Sahra Wagenknecht zieht sich zurück - erst aus der "Aufstehen"-Bewegung, bald auch von der Fraktionsspitze. Ihre Gegner könnten sich freuen. Aber für die Linke birgt der Abschied Risiken.

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juppi-o 12.03.2019, 12:01
10. Man muss nicht immer ihrer Meinung sein,

aber es gibt wenige Politiker/innen, die ihren Aussagen so kurz und prägnant auf den Punkt bringen können und nicht stundenlang darum schwafeln müssen.

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elop 12.03.2019, 12:11
11. Na dann kann sich die Linke auch auflösen.

und aus dem Politischen Lager verabschieden.
Schade das die Sozialisten sich immer selber entzaubern und zerstreiten müssen wo sie eigentlich zusammen stehen müssten um etwas zu verändern.

Wenn 4 große Unternehmen die Pressevielfalt in diesem Land bestimmen, Bertelsmann, Springer, Burda , Funke ist es als politische Linke schon schwer genug , Kapitalismus hat halt gewonnen die 4 Großen Verlagshäuser plus angestellte Journalisten haben im Sinne der 4 Informationsmedien Unternehmen auf ganzer Linie top arbeit geleistet, immer im Sinne der Wirtschaft jeder Skandal und jede Maßlosigkeit aus dem Wirtschafs und Finanzsektor wird klein geschrieben, vernünftige Steuer, Renten usw Politik von seiten der Linken zerissen.

Beim Spiegel fing es damit an das plötzlich ein Bild Polterer im Hause Springer sich dem ehemaligen Lieblingsblatt der politischen Linken annehmen durfte.

Ob es am ende nicht ein falscher Sieg ist wird sich zeigen.

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lesheinen 12.03.2019, 12:12
12.

Ihr reicht es? Mir hat sie seit langem gereicht! In meinen Augen eine Egomanin, die, wenn sie sich nicht durchsetzen kann (in der Linken und mit "Aufstehen"), alles beleidigt hinwirft und von dannen rauscht. Ihr Vorbild: Lafontaine 1999. Stress und Überlastung haben sie nie gestört, solange sie das Ruder hielt. Jetzt springt sie "ehrenhaft" von Bord angesichts einer vermutlichen Niederlage bei der nächsten Wahl des (der) Fraktionsvorsitzenden im Herbst.

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graf koks 12.03.2019, 12:18
13. Sorry,

Zitat von enforca
Wagenknechts Rückzug ist eine Katastrophe. Ich werde höchstwahrscheinlich mangels Alternative weiter die Linke wählen, aber Kipping und Co stehe ich eher ablehnend gegenüber...
aber beim Kreuzchen für Kipping würde mir der Bleistift vor Scham verglühen.

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vetris_molaud 12.03.2019, 12:20
14.

Karl Marx kann liegen bleiben und beruhigt weiterschlafen.
Er wird weiterhin von der ruhmreichen Zukunft des Sozialismus träumen, die 1982 ihren Höhepunkt hatte ...

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svensationell 12.03.2019, 12:22
15. Sehr schade

damit verkommt die Partei zu einer gesichtslosen Gruppierung, die ich dann auch nicht mehr wählen werde.
Schade, denn weder von irgendwelchen Rechten, noch von den sonstigen "Etablierten" (warum eigentlich diese Bezeichnung für Parteien, die sich meiner Meinung nach schon lange nicht mehr etablieren) ist für mich auch keine wählbar. Muss ich wohl oder übel auf irgendwelche no-name-Parteien ausweichen, um meine Stimme nicht zu verschenken. Und daß die SPD ihr "Profil verschärft" hat mich herzlich lachen lassen. Es bleibt so lange nur heiße Luft, bis den Worten Taten folgen. Ich glaube daran schon lange nicht mehr

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DukeofSoutherland 12.03.2019, 12:24
16. Auf den Punkt gebracht

Zitat von isar56
zur praktizierten Migrationspolitik der Regierung kann und konnte ich bei Frau Wagenknecht nicht erkennen. Eher realistische. Unabhängig davon schlug sie mehrfach u.a. eine gesündere Sozialpolitik vor, die m.E. durchaus machbar wäre. Eine Linke mit Kipping und Riexinger erhält von mir keine Stimme mehr.
Mit Sarah Wagenknecht verlieret die Linke ihr Alleinstellungsmerkmal:
die einzige Person, die wie ein Leuchtturm aus dem ganzen unerträglichen gegenwärtigen Politikergeschwafel herausragt. Und das Ganze zum Entsetzen der selbsternannten Politikerelite ( Elite von was eigentlich??) auch noch mit einer Sachkenntnis und Expertise in den Gebieten Ökonomie und Sozialpolitik, die m.E. niemand aus der ganzen neoliberalen Mischpoke auch nur im Ansatz erreicht. Bestes Beispiel dafür - der amtierende Wirtschaftsminister; jemand, der, wie seine Einlassungen seit einem Jahr überdeutlich zeigen, von jeglicher Sachkenntnis unbeleckt sein Ministerium zu führen. Im Gegensatz zu Sarah, die mit Sicherheit Adam Smith verinnerlicht hat, ist bei Herrn A. nur ein völliges Unverständnis zu attestieren.
Die beste Kämpferin gegen den neoliberalen Sumpf und Zeitgeist zu verlieren, ist für die deutsche Politik und Gesellschaft ein herber Verlust. Damit wird auch für mich DieLinke nicht mehr wählbar.

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Sysyphos unkaputtbar 12.03.2019, 12:24
17. Die ist schon lange mausetot

Zitat von sh.stefan.heitmann
Risiken??? Die Linke ist damit tot.
Es regiert der Kapitalismus und Imperialismus und über 95% der deutschen Bevölkerung finden das toll, ohne Aussicht auf Veränderung. Schade um alle Idealisten, die glauben das ändern zu können. Sie eröffnen zwar eine Perspektive auf eine andere Weltordnung, aber es gibt keine Aussicht auf Erfolg. Natürlich kommen jetzt wieder die Krakeeler mit den gescheiterten Versuchen hervor und verwechseln das charakterliche Versagen der Menschen mit den Chancen, die ein Systemwechsel bieten könnte. Bei Kritik, bitte zuerst die Kriege der letzten Jahrzehnte aufzählen und bewerten.

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rainer-rau 12.03.2019, 12:24
18.

Zitat von franz.v.trotta
Frau Wagenknecht ist eine herausragende Persönlichkeit des deutschen Parlaments. Die Reden, die sie hielt, ließen die komplette Regierungsbank verblassen. Schade, dass sie sich zurückzieht.
Sogar SEHR schade, aber verständlich. Wenn Regierung und Medien größtenteils auf der Kapitalseite stehen, erkennt man irgendwann einmal, dass es zwecklos ist

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kayakclc 12.03.2019, 12:27
19. Demokratie

Frau Wagenknecht ist lange genug im Politbetrieb. Demokratie heist immer Herrschaft auf Zeit. Es ist immer eine gute Sache, wenn bei allen Parteien neue junge Kluge Köpfe in die erste Reihe Nachrücken. Leute, die zu lange im Politbetrieb bleiben, leben oft in ihrer eigenen Welt und verlieren die Bodenhaftung. Bei Frau W. gab es seit langen eine Diskrepanz zwischen eigenem Anspruch, persönlicher Profilierung und eben den Leuten, die sie vorgibt vertreten zu wollen. Sie hat wahrscheinlich schwer damit zu kämpfen gehabt, dass ihre Positionen nicht mehrheitsfähig sind, und innerhalb der Minderheit der Linken noch ein Minderheit darstellt. Da aber die eigene Position per Default korrekt ist bleibt nur der Rückzug, weil eine Korrektur der Positionen nicht in Frage kommt.

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