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Sahra Wagenknechts Rückzug: Die Zäsur
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Sahra Wagenknecht zieht sich zurück - erst aus der "Aufstehen"-Bewegung, bald auch von der Fraktionsspitze. Ihre Gegner könnten sich freuen. Aber für die Linke birgt der Abschied Risiken.

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stevens-82 12.03.2019, 13:44
50.

Eine Zäsur ist es tatsächlich. Mit Wagenknecht, Gysi und Lafontaine hat die Linke in relativ kurzer Zeit ihre stärksten Zugpferde verloren. Was noch bleibt sind Leute wie K. Kipping die in ihrer Weltfremdheit und ideologischen Borniertheit sicher ganz hervorragend zu den Grünen passen würden. Allerdings glaube ich nicht das Wähler da mitspielt, vielleicht profitiert die SPD etwas weil eher realpolitisch orientierte Wähler jetzt vielleicht zu den Sozialdemokraten wechseln. Unterm Strich bleibt das aber ein Nullsummenspiel - bestenfalls. Mit etwas Glück landet die Linke unter der 5% Hürde und das rrg Schreckgespenst hätte sich erledigt. Deutschland wäre es zu wünschen.

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Knossos 12.03.2019, 13:45
51. Wie gehabt

Zitat aus Artikel: ||Wagenknechts Rückzug ist für die Linke zugleich Chance und Risiko. Die ständigen Streitereien zwischen ihr und der Parteispitze trugen nicht dazu bei, das öffentliche Bild der Partei zu verbessern. ...
Allerdings glaubte sie, dies könnte gelingen, indem sie eine populistischere Tonart anschlug und das Nationale mehr betonte, um so Wähler zurückzuholen.||

Diese Interpretation verrät das Weltbild auf Linie gebürsteter Autoren.

Aus anderer Sicht, wie der meinen, verhält es sich hingegen so, daß Oberflächlichkeit, Geistlosigkeit und Karrieregeilheit derer von Kipping & Co. wieder einmal obsiegen.

Ganz so wie seinerzeit bei den Grünen, als Meinung der Herrschenden, V-Männer und Wasserträger Initiatoren und Erneuerer mit leeren Signifikanten sabotierten, ermüdeten und aus der Partei mobbten, um sich dann am Tafelsilber beteiligen zu dürfen.

Ein höchst banaler, schäbiger und Gemeinnutz untergabender Vorgang.
In Anbetracht waltender Macht, die weiß, wie sie sich ihrer Widersacher entledigt, nicht anders zu erwarten.

Das war es dann mit der Option analytischer Linken. Ein paar Villen, Staatskarossen mit Chauffeur und Quellen für geruhsamen Lebensabend von Mitläufern, mehr an Köder braucht es nicht, um parlamentarischen Bewegungen umzupolen und ihnen die Zähne zu ziehen.

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Freidenker10 12.03.2019, 13:45
52.

Wäre sehr schade wenn sie der Politik verloren gehen würde! Mir gefallen zwar ein paar linke Themen, aber das Spitzenpersonal bis auf Frau Wagenknecht eben nicht. Und das Frau Wagenknecht die Flüchtlingspolitik populistisch kritisiert hat sehe ich nicht, eher REALISTISCH!

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sonnemond 12.03.2019, 13:47
53. Es als populistisch zu bezeichnen . . .

. . . . wenn jemand für die sozial Schwachen im Land eintritt, ist völlig daneben. Wir haben ein 16-Millionen-Prekariat im Lande, welches durch das Sozial-Dumping weiterer Zuwanderung immer mehr geschwächt wird. Im übrigen fehlen uns einfach Wohnungen. Das Land leidet.

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ossimann 12.03.2019, 13:48
54. Schade liebe Sahra .

Eine Stimme der realen linken Hoffnung geht von der Bühne . Damit haben neoliberale Partein ein leichtes Spiel . Wer nur als linke Politik das Einladen der ganzen Welt als Lösung der menschlichen Probleme sieht und die Realität ausblendet das unter den Ansturm das gesellschaftliche System zusammenbrechen würde ist ein Utopist . Von denen wimmelt es unter den LINKEN massenhaft . Diese werden aber gebraucht , als Wahlstimme um einer Minderheit ein gutes Leben in die Parlamente zu gewähren . Diese bleiben aber einsame Rufer in der real existierenden zunehmend spaltender Gesellschaft .Wer soll sich mit solch Ideen anfreunden welche schon Frau Merkel seit 2015 zunehmend Gegenwind beschehrt und der AfD Wähler zutreibt . Nach dem Wegfall von Gysi ist mit Sarah Wagenknecht das letzte Aushängeschild der LINKEN abgetreten . Die LINKE wird nie politische Änderungen bewirken , selbst ein Herr Ramelow in Thüringen regiert nach den Regeln der kapitalistischen Wirtschaft das seine Parteiangehörigkeit in keiner Weise im Politikalltag zum Tragen kommt . Im selbst dürfte es ordentliche Pensionspunkte einbringen , so ist wenigsten einer im "Sozialismus" angekommen .

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dr.Ö 12.03.2019, 13:49
55. Und Tschüss

Schade drum. Aber der ständige parteiinterne Steit hat die Linke blockiert.
Die Linke ist weit mehr als der Überbleibsel der PDS!
Ich hoffe sehr, dass es nach Wagenknecht andere schaffen linke Wirtschaftspolitik realistisch zu betreiben bzw. zu vertreten. Denn das hat Wagenknecht ausgezeichnet, auch wenn sie ihre Fehler hat.

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Schartin Mulz 12.03.2019, 13:49
56. Warum eigentlich

wird jede Kritik an der Flüchtlingspolitik Merkels als "populistisch" abgetan.
Das ist doch kein objektive Berichterstattung, das ist Propaganda.
Ich war ja so froh, als endlciha uch jemand aus dem linken Spektrum den Mund aufgemacht hat, weil ich die Chance sah, das Thema von den Rechten zurückzuholen.
Aber die Reaktionen der Medien und auch in der eigenen Partei waren ernüchternd.
Das Thema darf offensichtlich nicht konträr diekutiert werden. Obwohl selbst die CDU heute sagt, 2015 dürfe sich nicht wiederholen.

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stevens-82 12.03.2019, 13:51
57.

Zitat von juppi-o
aber es gibt wenige Politiker/innen, die ihren Aussagen so kurz und prägnant auf den Punkt bringen können und nicht stundenlang darum schwafeln müssen.
Da haben Sie sicherlich recht. Allerdings kam ihr auch der linke Zeitgeist in den Medien entgegen und auch das Aufkommen der AfD. Bis dahin war die PDS/Linkspartei oder wie sich sich gerade auch nannte, der Partei gewordene Leibhaftige auf den praktisch alle Medien ein prügelten. Heute heißt der gemeinsame Feind AfD.

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betonklotz 12.03.2019, 13:54
58. Wie gehts weier?

Nun,wie es mit der Linken weier geht ist klar, abwärts. Aber wie es mit Frau Wagenknecht weitergeht ist die Frage. Ich kann mir nicht vorstellen, daß sie sich einfach so zurückzieht. Vielleicht kümmert sie sich jetzt mal darum, aus #Aufstehen mehr zu machen als einen toten Briefkasten. Denn mehr als das ist diese "Bewegung" nach allem was ich davon gehört habe im Moment nicht. Ich weiss, daß sie sich aus der Spitze von #Aufstehen zurückgezogen hat, offiziell zumindest. Aber für die von mir angesprochene Aufgabe ist ein Posten als oberstes Sprachrohr auch gar nicht der richtige, da geht es mehr um die operative Leitung. Bei der Gelegenheit würde sich dann auch mal klären, ob sie nicht nur analytische Intelligenz besitzt (was unbestritten der Fall ist) sondern auch Organisationstalent. Die erforderliche Tatkraft traue ich ihr auf jeden Fall zu, den Grips und das Charisma auch. Ich bin allerdings skeptisch was ihre Teamfähigkeit angeht.

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tinnytim 12.03.2019, 13:57
59. Wagenknechts Leistungen

Ich komme nicht umhin, mich bei diesem Sturm des Lobes für Wagenknecht zu fragen, was sie denn je geleistet hat. Klar, als Fraktionsvorsitzende erarbeitet man keine kleinen Anfragen oder stellt Anträge, dafür gibts genügend Hinterbänkler.
Dennoch: Außer große Reden zu schwingen, wie man es denn besser machen könnte, kam doch nur höchst selten ein gangbarer Kompromissvorschlag von ihr oder der von ihr geführten Fraktion im Bundestag. Auch kann ich mich nicht erinnern, dass Wagenknecht und ihr engster Kreis jemals aktiv auf Grüne oder SPD zugegangen sind. Sehr gut erinnere ich mich aber an Beißreflexe gegenüber Abgeordneten dieser Parteien bei diversen öffentlichen Auftritten.
Für Wagenknecht ging es immer nur um persönliche Profilierung und egozentrische Machtspielchen.

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