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Sahra Wagenknechts Rückzug: Die Zäsur
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Sahra Wagenknecht zieht sich zurück - erst aus der "Aufstehen"-Bewegung, bald auch von der Fraktionsspitze. Ihre Gegner könnten sich freuen. Aber für die Linke birgt der Abschied Risiken.

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Braveheart Jr. 12.03.2019, 14:28
70. Ich war nicht immer ...

... mit Frau Wagenknecht einer Meinung, aber sie hat immer auf einem Niveau argumentiert, nach dem sich die Frontleute der CDU und SPD nur vergeblich strecken konnten. Es ist schade, daß sie ihre Energie in ein Projekt gesteckt hat, welches von vorneherein zum Scheitern verurteilt war. Die Linke entstand aus dem Verrat der SPD
an ihrer Stammwählerschaft. "Genosse der Bosse" ist ein Oxymoron. Unsoziale Sozialpolitik ist die Folge. Beides hat Frau Wagenknecht zu Recht gegeißelt. Ich werde sie vermissen ...

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rosenrot367 12.03.2019, 14:32
71. Super

Zitat von tinnytim
Ich komme nicht umhin, mich bei diesem Sturm des Lobes für Wagenknecht zu fragen, was sie denn je geleistet hat.
Die Aktion mit der gelben Weste vor dem Kanzleramt war doch eine tolle Leistung! Das kann man doch nicht vergessen.

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NoBrainNoPain 12.03.2019, 14:35
72. Wieso soll ausgerechnet ohne

Sarah Wagenknecht die Linke aufeinmal koaltionsfähig sein??? Das Gegenteil ist der Fall, und damit auch nur eine kleine Hoffnung für eine visionäre und soziale Politik hinfällig. Ich hoffe Frau Wagenknecht besinnt sich und gründet eine neue Partei, sonst bleibt auf dem Wahlzettel nichts mehr übrig.

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conr0y 12.03.2019, 14:51
73.

Sehr, sehr schade. Aber Gesundheit geht vor.
Demnächst gibt's wohl für mich keinen Grund mehr die Linke zu wählen. Der LV Sachsen ist sowieso seit einiger Zeit komplett "realo" - also liberal - und vertritt dementsprechend zum Beispiel radikal liberale Positionen bei der Zuwanderungsproblematik, die sich kein Arbeiter, Angestellter, Arbeitsloser und kleiner Selbständiger mit Verstand zu eigen machen kann. Wenn sich kein Ersatz für Sahra in der Parteispitze findet ist die "Linke" ohne marxistischem Korrektiv nur noch eine rosafarbene Klientelpartei für liberale Großstadthipster und für mich deswegen auch nicht mehr "mit Bauchschmerzen" wählbar. Doch auch die SPD bleibt vorerst höchstens auf kommunaler Ebene eine Option, denn es ist weit und breit kein Jeremy Corbyn in Sicht, der Seeheimer und Netzwerker kaltstellen oder gleich aus der SOZIALdemokratischen Partei rausekeln würde (und könnte). Und selbst dann müßte die SPD erstmal liefern um wieder glaubwürdig und attraktiv zu werden. Denn das, was sie sich zuletzt mit Leuten wie Schröder, Hartz, Clement, Sarrazin & Co. geleistet hat wird bei potentiellen Wählern nicht so schnell vergessen.

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Fuxx2000 12.03.2019, 14:53
74. Und immer nochmal drauf

Obwohl sie aus gesundheitlichen Gründen geht, wird nochmal mit der Populismus-Keule auf sie draufgehauen. Als ob sie eine Spinne wäre und man wirklich sicher gehen möchte, dass sie auch tot ist. Das ist so armselig, mir fehlen die Worte.

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tinnytim 12.03.2019, 14:56
75.

Zitat von Schartin Mulz
den politische Gegner immer absondern. Immer diese persönlichen Angriffe: "Ihr ging es nur um persönliche Profilierung". Das können Sie jedem Politiker vorwerfen, man kann es ja nicht widerlegen. Sehr billig. Und die Linken haben immer die Bereitschaft zu Koalitionen signalisiert. Es waren immer SPD und Grüne, die die Zusammenarbeit abgelehnt haben. Bitte stricken Sie keine Legenden.
Welche "Die Linken" waren das denn, die Bereitschaft für eine Koalition signalisiert haben? Sicher, dass es aus dem Wagenknecht-Laffontaine-Flügel kam? Was sagten Alexander Neu oder Herr Dehm dazu? Die Linkspartei hat doch schon lange keine einheitliche Parteilinie mehr. Oder wieso ist Herr Gysi so schlecht auf Frau Wagenknecht zu sprechen? Und nein, das ist bei den Grünen mit den Realos und Fundis nicht genauso, weil man dort seltsamerweise progressive Kompromisslösungen finden kann. Die SPD schafft auch gerade langsam die Abkehr von der elenden Seeheimerlinie, muss nun nur noch Gabriel endgültig kalt stellen. Überall tut sich was, nur von links kommt wenig, außer Fundamentalopposition, die schon lange dem politisch linken Lager schadet und umgekehrt dem rechten Lager sehr gelegen kommt.

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mephistofeles12 12.03.2019, 15:00
76. Der Linke ist des Linken Feind.

Wieso bekämpft in Deutschland eigentlich schon immer der Linke lieber den Linken als den politischen Gegner? Warum fällt es den Linken so schwer, sich auf ein gemeinsames Ziel zu einigen, ohne sich in Detailfragen und Eifersüchteleien zu zerfleddern? Ein Jammer!
Wo soll eigentlich die vom Autor beschriebene "populistischere Tonart" Wagenknechts gewesen sein? Ist es populistisch, wenn man auf eine Selbstverständlichkeit wie die Grenze der Aufnahmekapazität für Flüchtlinge hinweist? Was hat der Rest der Linken eigentlich zum Flüchtlingsthema beigetragen außer Schuldzuschreibungen zu machen und "Bekämpfung der Fluchtursachen" zu schreien? Nach dem Abgang von Wagenknecht stellt sich wirklich die Frage: Was soll man bloß wählen?

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Horst Scharrn 12.03.2019, 15:01
77.

Frau Wagenknecht ist eine sehr intelligente und charismatische Politikerin mit starker argumentativer Überzeugungskraft die sich für das Wohl der Menschen in Deutschland - also das der unteren 80% - eingesetzt hat. Daher war doch klar, dass sie weg musste.
Bald wird die Linke dann von den Medien und den Reichen als "Regierungs- und Koalitionsfähig" erklärt, sobald alle linken aus der Partei gemobbt wurden (hat bei der SPD ja auchschon funktioniert) und kann dann zusammen mit der CDU Deutschland an die Wand fahren.

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linkausdd 12.03.2019, 15:04
78. Ein Pyrrhus-Sieg für die Polit-Zwergin Kipping und Polit-Amateur Riexi

Das Mobbing gegen die wirkmächtigste Politikerin der LINKEN durch Kipping und Co. hatte System und Methode: Sahra Wagenknecht wurde – in entlarvender „Einheitsfront“ von Springer-Presse, TAZ, SPIEGEL und selbst eigenen „Genossen“ in der LINKS-Fraktion – so lange diffamiert und bekämpft bis sie – klugerweise – nun die Reißleine gezogen hat.
Das TRIUMPF-GEHEUL der kleingeistigen WADENBEISSER vom Schlage der Kipping, Riexinger und Breitenbach kommt allerdings zu früh – es ist für diese POLIT-ZWERGE - aber schlimmer noch: für die LINKSPARTEI – ein PYRRHUS-SIEG!
DIESE Partei ist für mich keine LINKE mehr. Wie viele andere, werde ich DIESE Kipping-2.0.GRÜNEN ums Verrecken nicht mehr wählen.
Eine NEUE LINKE muss her, damit unsere Stimmen nicht verloren gehen.

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Schartin Mulz 12.03.2019, 15:07
79. ICh weiß nicht,

Zitat von tinnytim
Welche "Die Linken" waren das denn, die Bereitschaft für eine Koalition signalisiert haben? Sicher, dass es aus dem Wagenknecht-Laffontaine-Flügel kam? Was sagten Alexander Neu oder Herr Dehm dazu? Die Linkspartei hat doch schon lange keine einheitliche Parteilinie mehr. Oder wieso ist Herr Gysi so schlecht auf Frau Wagenknecht zu sprechen? Und nein, das ist bei den Grünen mit den Realos und Fundis nicht genauso, weil man dort seltsamerweise progressive Kompromisslösungen finden kann. Die SPD schafft auch gerade langsam die Abkehr von der elenden Seeheimerlinie, muss nun nur noch Gabriel endgültig kalt stellen. Überall tut sich was, nur von links kommt wenig, außer Fundamentalopposition, die schon lange dem politisch linken Lager schadet und umgekehrt dem rechten Lager sehr gelegen kommt.
warum Sie die Grünen da anführen. Dei Grünen sind aktuell bereit, mit jedem, außer AfD uind Linken zu koalieren. Dei haben sich soagr der CSU angeboten. Dei hätten auich Kamaika mit Liondner gemacht, der Umweltschutz für ein Investitionshindernis hält.
Das sollten Sie bitte nicht als positives Beispiel anführen.
Und dass bisherige RRG-Koalitionen in Berlin immer von SPD und Grünen ausgeschlossen wurden, dürften Sie doch auch mitbekomemn haben, oder?
Hier in NRW ist vor ein paar Jahren eine RRG-Koalition an der Bewertung der DDR gescheitert. Die SPD forderte von den Linken NRW (!) eine öffentliche Erklärung, dss es sich bei der DDR um einen Unrechtsstaat handelte.
Daraufhin gab es eine SPD-Minderheitsregierung, die von den Linken gestützt wurde. Soweit zur Verweigerungshaltung der Linken.
Und noch eins: Ohne die Linken gäbe es die vorsichtige Abwendung der SPD von Agenda und Hartz nicht.

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