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Sammellager in Nordafrika: Juncker warnt vor "Neokolonialismus"
AFP

Die EU berät über Sammellager für Migranten außerhalb Europas, doch viele nordafrikanische Länder sind dagegen. Kommissionspräsident Juncker will den Eindruck einer Bevormundung vermeiden.

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geradsteller 28.06.2018, 19:44
1. Kann man nicht höflich bleiben

Einfach den nordafrikanischen Ländern nett sagen: „...dann lasst nicht so viel Migration raus, oder wir fahren Sie einfach zu euch zurück. Es ist Zuviel.“ Es ist keine Kolonie, wenn Menschen dortbleiben, wo sie zuhause sind.

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jun26128 28.06.2018, 19:45
2.

Man muss den Ländern halt Geld dafür zahlen, dann sind sie nicht mehr dagegen.
Das kommt sicherlich günstiger als eine Vollversorgung der Wirtschaftsmigranten hierzulande.

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Proggy 28.06.2018, 19:46
3. Marokko ziert sich nur

Marokko wolle nicht "die Rolle der Polizei für Europa" spielen, heißt es aus Regierungskreisen. Das Königreich könnte aber einer Vereinbarung zustimmen, "wenn die Umstände passend sind".
.....was übersetzt bedeutet, "wenn ihr ausreichen dafür bezahlt".
Das ist doch schon was - bei Erdogan hat es ja auch funktioniert (mehr oder weniger).

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tomlex27 28.06.2018, 19:51
4. Lieber Herr Juncker!

Wie gut kann ich mich noch daran erinnern, als Sie, bzw. Ihr Außenminister mit Herrn Schulz ca. 24 Flüchtlinge nach Luxemburg geholt haben. Welch eine Integrationsleistung, wenn das mit Abstand reichste Land Europas, übrigens dank Ihrer hervorragenden Vorarbeit als Magic - Steuerschlupflochfinder - zum - Nachteil - anderer- europäischer- Staaten, gerade mal drei Hände voll Flüchtlinge aufgenommen hatten. Vielleicht sind es jetzt ein paar mehr, aber an Lauscheppern, Steuerbetrügern und Vorteilsnehmern wie Ihnen scheitert das Projekt Europa. Die Bürger wissen schon längst, was man Leuten wie Ihnen zu halten haben. Es wäre besser Sie hielten einfach die Klappe. Jedes weitere Wort von Ihnen ist Wasser auf die Mühlen von Rechten.

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maier2206 28.06.2018, 19:54
5. Irgenwie habe ich "Kolonialismus" anders in Erinnerung!

Kolonialismus ist auf Erwerb und Ausbau von Kolonien gerichtete Politik unter dem Gesichtspunkt des wirtschaftlichen, militärischen und machtpolitischen Nutzens für das Mutterland bei gleichzeitiger politischer Unterdrückung und wirtschaftlicher Ausbeutung der abhängigen Völker und Kolonialismus ist auf keinen Fall die Einwanderung von Millionen von Menschen zu unterbinden.
Und wenn dann noch z.B. der türkische Ministerpräsident ganz öffentlich seine Leute in Deutschland auffordert anstatt drei Kinder fünf Kinder zu zeugen, um das zu besetzende Land schneller unter Kontrolle zu bringen, sehe ich dies als eigentlichen Kolonialismus in seiner puren Ausprägung!

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wrkffm 28.06.2018, 19:55
6. Lösung ?

Für alle abgehängten Mitmenschen der Globalisierung und dem rücksichtslosen Turbokapitalismus, ein dem ihren Land entsprechenden Grundeinkommen zu einem würdevollen Überleben garantieren. Das verhindert Flucht und Völkerwanderungen durch Perspektivlosigkeit und Armut. Die Weltwirtschaft könnte diese Kosten locker stemmen und bereitstellen. Somit wären ja dadurch nur diejenigen auf der Flucht, die durch Krieg und Verfolgung um ihr Leben bangen müssen.

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nordlys 28.06.2018, 19:57
7. Bevormundung

Juncker will also den Eindruck einer Bevormundung vermeiden. Das dürfte schwierig werden, ist dies doch schließlich das erklärte Ziel der Brüsseler Eurokratur, wie er ja selbst schon offen zugegeben hat in dem berühmten Interview, in dem er beschreibt, wie die Bürger systematisch hinters Licht geführt werden "...bis es kein Zurück mehr gibt". Wie Politiker des Kleinstaates Luxemburg so viel Einfluss in der EU bekommen konnten, ist mir ein Rätsel.

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Rainer Carstens 28.06.2018, 19:57
8. Heuchlerer Juncker

Hähnchenteile nach Afrika exportieren und den Bauern dort die Lebensgrundlage.entziehen und dann den Spruch. Der Juncker muß noch dringender weg wie Merkel. Im Übrigen bin ich kein Freund ungeregelter Migration aber was recht ist muß recht bleiben. Doppelmoral der EU Bonzen. Widerlich!

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Epsola 28.06.2018, 20:02
9.

Zitat von geradsteller
Einfach den nordafrikanischen Ländern nett sagen: „...dann lasst nicht so viel Migration raus, oder wir fahren Sie einfach zu euch zurück. Es ist Zuviel.“ Es ist keine Kolonie, wenn Menschen dortbleiben, wo sie zuhause sind.
Nein, das kann man nicht. Die Lager in Libyen beschreibt das Auswärtige amt als Zitat "KZ-ähnlich". Und das ist überhaupt der Knackpunkt in der Causa. Man kann doch nicht ernsthaft über afrikanische Sammellager nachdenken, ohne den Status Quo, die eigene Praxis, die schwersten Menschenrechtsbruch subventioniert und proaktiv fördert, in Ordnung zu bringen. Wenn man sich (zurecht!) über Menschenrechtsbruch durch Trump beklagt und zeitgleich die eigenen wesentlichen gravierenden Verfehlungen totschweigt, dann ist das zynische Heuchelei auf dem Niveau der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts.

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