Forum: Politik
Sammellager in Nordafrika: Juncker warnt vor "Neokolonialismus"
AFP

Die EU berät über Sammellager für Migranten außerhalb Europas, doch viele nordafrikanische Länder sind dagegen. Kommissionspräsident Juncker will den Eindruck einer Bevormundung vermeiden.

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stegganosaurus 28.06.2018, 20:53
30. Ich warne hier mal vor Schlagzeilen

Ich bin nun wahrlich kein großer Freund von Junker, aber hier sollte man doch lieber mal lesen was er wirklich gesagt hat, und es mit der Schlagzeile vergleichen. Und dann sieht man das er etwas ganz Anderes im Sinne hatte als das was Spon ihm gerne in den Mund legen würde. Man kann nämlich in keiner Weise aus seiner Aussage herauslesen, dass er gegen diese Lager in Nordafrika ist, er möchte nur den Eindruck vermeiden das die EU diese mit Gewalt durchdrückt. Gegen einen Deal hat er scheinbar nichts, also Scheckbuch statt Handelssanktionen, damit das Gesicht gewahrt bleibt.

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allessuper 28.06.2018, 20:58
31. Duale Bildungssysteme?

Zitat von danduin
Wieso ist Afrika so abgehängt vom Rest der Welt? Hat bestimmt auch mit unfairer Handelspraxis zu tun. Aber es muss soweit kommen, dass die Afrikaner Ihre Heim aufbauen. Die Forschung und Infrastruktur in Nordafrika voran bekommen. Duale Bildungssysteme aufbauen, usw.
Das, wofür die ganze Welt Deutschland wirklich bewundert hat, waren genau diese dualen Systeme. Und was ist? hier hier alles nun marode, abgebaut, kaputtgemacht. Anstatt in Bildung zu investieren und diese gut funktionierenden Konzepte zu exportieren, hat man sich darauf konzentriert, Konzerne walten zu lassen und das bis heute. Steuerfrei auf Kosten des Mittelstands, der seinen Erfolg nicht zuletzt solchen dualen Ausbildungen verdankt. Und nun? Was sagt uns das? Unternehmer aus dem Mittelstans, die die FDP oder rechts davon wählen, sind offenbar nicht intelligent genug um zu verstehen, dass man sie ordentlich ver.. hat. Und wer brachte diese Analyse? Ausgerechnet Dr. Gregor Gysi. Welche Partei? Die Linke. Wenn es nicht so tragisch wäre, müsste man schallend lachen.
Unfaire Handelspraxis? Nein. Brutaler Neokolonialismus vom Feinsten. Ach, man hatte keine Wahl weil die afrikanischen Häuptlinge alle korrupt sind? So ein großes Feigenblatt kann doch gar nicht gefunden werden, das die Hinterhältigkeit dieses weit verbreiteten Argumentes verdecken könnte. Nur noch zu toppen von "Wenn wir das nicht tun, tut es jemand anders".

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keksen 28.06.2018, 21:06
32.

Zitat von Rainer Carstens
Hähnchenteile nach Afrika exportieren und den Bauern dort die Lebensgrundlage.entziehen und dann den Spruch. Der Juncker muß noch dringender weg wie Merkel. Im Übrigen bin ich kein Freund ungeregelter Migration aber was recht ist muß recht bleiben. Doppelmoral der EU Bonzen. Widerlich!
Zu einer sachlichen Diskussion, die zu einer vernünftigen Lösung führen soll, gehört auch, dass man Themen nicht vereinfacht und z.B. auf den Export von Hähnchenteilen und den Spruch "Juncker/Merkel muss weg" herunterbricht. Seinen Gegenüber zu respektieren gehört im Übrigen auch dazu.
Um Ihren folgenden Satz zu verstehen fehlt es an Informationen. Die Aussage klingt irgendwie konfus.

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keksen 28.06.2018, 21:11
33.

Zitat von theodtiger
Ob vom obigen Foristen außer Beschimpfungen (z.B.: "Lauschlepper, Steuerbetrüger ", Klappe halten) des vom Europaparlament gewählten Kommissionspräsidenten auch noch sachliche Kommentare zum Thema des Artikels: Sicherung der Außengrenzen und Auffanglager kommen werden? Das Thema ist sensibel - auch im Hinblick auf potentielle Standorte für Aufffanglager außerhalb der EU und da ist die Mahnung von Herrn Juncker zur (verbalen) Zurückhaltung in Bezug auf diese Länder durchaus angebracht.
Zum Glück sind die meisten Foristen wahrscheinlich nicht in der Politik aktiv. Bei deren Stil und Ausdrucksweise wäre schon alles vor die Hunde gegangen. ;-)

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espet3 28.06.2018, 21:13
34.

Zitat von danduin
Fakt ist aber wir brauchen ein wirtschaftlich stabiles Nordafrika, dass Arbeitsplatz und Perspektiven gibt. Dass ist die einzige Möglichkeit ein stabiles Europa zu haben. Gießt die Rückführung in Kombination mit einer Wirtschaftshilfe und Bildungsprogrammen.
Wie wollen Sie das bewerkstelligen, wenn in den südlichen Ländern der EU fast die Hälfte der Jugendlichen auf der Straße steht?
Bereits vor über 50 Jahren wurde an der Uni von Bildung der Afrikaner gefaselt, um vor allem durch Aufklärung der Frauen die dortige Bevölkerungsexplosion zu stoppen. Nichts oder kaum etwas hat sich seit dieser Zeit getan und wir sollen es gerade jetzt richten?

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espet3 28.06.2018, 21:16
35.

Wie soll denn Afrika geholfen werden, wenn in den südlichen Ländern der EU fast die Hälfte der Jugendlichen auf der Straße steht?
Bereits vor über 50 Jahren wurde an der Uni von Bildung der Afrikaner gefaselt, um vor allem durch Aufklärung der Frauen die dortige Bevölkerungsexplosion zu stoppen. Nichts oder kaum etwas hat sich seit dieser Zeit getan und wir sollen es gerade jetzt richten?

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jo125 28.06.2018, 21:17
36. Noch ganz dicht?

Zitat von paulz+
Diese Denkweise macht schon in Deutschland aus der recht einfachen Aufgabe, ein paar Leute einzugliedern, eine gewaltige Staatskrise.
Ein paar Leute? Eingliedern? Vielleicht leben Sie auf dem Land. In der Stadt (etwa hier in Hamburg) sieht das aber ganz anders aus! Und ja, eingegliedert haben sich die jungen Afrikaner - als Drogendealer! Ansonsten: Keine Chance. Keine (Aus-) Bildung, keine Sprachkenntnisse. Mann, was für ein naiver Unsinn

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helianthe 28.06.2018, 21:24
37. JanPiotr

die Leute wollen an ein normales Leben glauben? meinen Sie so jeden Morgen um 6 raus, 8 Stunden usw.usf ? Das kennen die doch gar nicht! Deswegen kommen die nicht nach Deutschland!

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jo125 28.06.2018, 21:26
38. Ja, aber nicht in Europa!

Zitat von JanPiotr
Geht es um eine lebenslange, hoffnungslose Aufbewahrung von Immigranten oder um eine Integrierung zur selbständiger Existenz? Die Leute möchten an ein normales Leben glauben.
Um hier ein nach unseren Maßstäben normales Leben zu führen, muss man verschiedene Voraussetzungen erfüllen. Bildung, Ausbildung, die Bereitschaft, sich kulturell und mental anzupassen. Deshalb gibt es aus gutem Grund in den klassischen Einwanderungsländern Regeln dafür. Unsere Politiker in Deutschland waren dazu bislang nicht in der Lage. So kriegen wir einen Menge Leute, die auf dem Asylticket eine vermeintlich bessere Zukunft suchen - sie hier aber nur in Form von Transferleistungen finden werden. Mal sehen, wie lange das gut geht - auf beiden Seiten.

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jo125 28.06.2018, 21:31
39. Ach ja?

Zitat von allessuper
Konflikte schüren, im Hintergrund agieren, und Geld verdienen. An jedem Konflikt. An jedem Krieg. Krieg gehört zum Kapitalismus wie der Regen zur Wolke. Und nun wenden Sie das Prinzip bitte an. Griechenland, Afrika usw. Geopolitisches Denken hilft. Es sei denn, Sie sind ein Bot.
Das letzte Mal, als ich nachschaute (gestern in Athen) war da kein Krieg. Krise ja, aber die - das weiß man in GR - ist selbstgemacht. Also so schlicht, wie Sie die Welt beschreiben und in gut und böse einteilen, ist es denn nicht. Auch Afrika hat gewaltige eigene Fehler gemacht und macht sie noch. Von wegen geopolitisches Denken, Scheint mir hier eher ideologisches Denken zu sein.

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