Forum: Politik
Sammellager in Nordafrika: Juncker warnt vor "Neokolonialismus"
AFP

Die EU berät über Sammellager für Migranten außerhalb Europas, doch viele nordafrikanische Länder sind dagegen. Kommissionspräsident Juncker will den Eindruck einer Bevormundung vermeiden.

Seite 5 von 7
jo125 28.06.2018, 21:33
40. Richtig

Zitat von danduin
Wieso ist Afrika so abgehängt vom Rest der Welt? Hat bestimmt auch mit unfairer Handelspraxis zu tun. Aber es muss soweit kommen, dass die Afrikaner Ihre Heim aufbauen. Die Forschung und Infrastruktur in Nordafrika voran bekommen. Duale Bildungssysteme aufbauen, usw.
Ist aber anstrengend. Und: Man muss es wollen. Das Interesse zumindest der dortigen Führung scheint eher überschaubar.

Beitrag melden
krassper 28.06.2018, 21:37
41. Was sollen die Lager bringen?

Ich verstehe die Idee ja, könnte es moralisch (solange die nicht ausarten wie die Auffanglager) auch noch so ganz knapp nachvollziehen. Aber nunja, die, deren Asyl durchkommt, kommen dann nach Europa, und was ist mit denen die abgelehnt werden? Die werden nach wie vor versuchen nach Europa zu kommen und in einem der Länder Asyl zu beantragen. Das Einzige was nachhaltig was bringt und zugleich noch humanitär zumutbar ist: Verhinderung der Fluchtgründe. Sprich, keine Waffenexporte mehr in Kriesenherde (gleichzeitige Kontrollen um andere Wege dafür zu schließen). Die Optimierung der Entwicklungshilfe u.v.m..

Beitrag melden
jo125 28.06.2018, 21:39
42. Ach ja, Geschichtswissen

Zitat von quetzel
Jetzt wollen sie auch noch Auffanglager in anderen Ländern wie Albanien Lybien, Tunesien und Marokko schaffen. Sieht so die Beseitigung von Fluchtursachen aus? Dieses Wort wird ja oft genug von diesen Politikern in den Mund genommen, vor allem auch von Merkel. Mehr fällt ihnen nicht ein? Sie haben die Fähigkeit verloren in die Vergangenheit zurückzuschauen, von der Zukunft gar nicht erst zu sprechen. Was sind denn die Fluchtursachen? Haben wir vergessen, dass Afrika über 400 Jahre Kolonie, insbesondere europäischer Mächte war?
Die Kolonialzeit ist längst vorbei. Die afrikanischen Länder haben seither kaum was bewegt, ihre Führer verkaufen Schürf- und andere Rechte an den Meistbietenden und verteilen den Gewinn unter der Familie, nur nicht an die "Untertanen". Von dem eingenommenen Geld werden auch gerne "Toys" gekauft: Raketenwerfer, Panzer usw.
Was ist so falsch daran, Auffanglager in dem Kontinent einzurichten, aus dem die Flüchtlinge kommen? Sie haben bei uns eh keine Chance. Und haben will sie auch keiner. Trotz Geschichte.

Beitrag melden
C.Rainers 28.06.2018, 21:40
43. Zu #32 Keksen

Natürlich muß man das vereinfachen und sagen für das und das Verhalten gibt es diese Konsequenz. Und wenn ich nur das mir gerade einfallende Hähnchenteile Beispiel parat habe...; das ist hier ein Forum . Manche Foristen erwarten wohl einen wissenschaftlich recherchierten Forumsbeitrag. Also Ihr Oberlehrer, trägt doch mal selbst konstruktiv was bei anstatt Euer weniges Spezialwissen anzuwenden und anderen auf die Nerven zu gehen.

Beitrag melden
jo125 28.06.2018, 21:48
44. Na, das ist ja mal ein Unsinn

Zitat von allessuper
Das, wofür die ganze Welt Deutschland wirklich bewundert hat, waren genau diese dualen Systeme. Und was ist? hier hier alles nun marode, abgebaut, kaputtgemacht. Anstatt in Bildung zu investieren und diese gut funktionierenden Konzepte zu exportieren, hat man sich darauf konzentriert, Konzerne walten zu lassen und das bis heute. Steuerfrei auf Kosten des Mittelstands, der seinen Erfolg nicht zuletzt solchen dualen Ausbildungen verdankt. (…) Und wer brachte diese Analyse? Ausgerechnet Dr. Gregor Gysi. Welche Partei? Die Linke. Wenn es nicht so tragisch wäre, müsste man schallend lachen. Unfaire Handelspraxis? Nein. Brutaler Neokolonialismus vom Feinsten. Ach, man hatte keine Wahl weil die afrikanischen Häuptlinge alle korrupt sind?
Die Weisheit ausgerechnet der Linken, wer hätte das gedacht. Alles marode abgebaut, kaputt gemacht? Klingt nach DDR vor 1989. Unser duales Bildungssystem steht und wurde durch das duale Studium sogar noch erweitert. Diese Konzepte exportieren? Wie denn? Souveräne Staaten entscheiden selbst über ihr Bildungssystem, Kolonialismus ist vorbei. Und gerade Gysi und die Linke als Zeugen heranzuziehen, na, dass war wirklich wie Kabarett. Zum Thema Korruption in Afrika: Nööööö, gibt es da gar nicht. Versuchen Sie mal, da ein Geschäft zu machen, ohne Bakschisch. Mal die Chinesen fragen, die kennen sich aus. Von wegen Schürfrechte und so. Mann, wie weltfremd.

Beitrag melden
g.raymond 28.06.2018, 21:59
45. Besser als Sammellager ist ein Marshall-Plan

Unter einem Marshall-Plan verstehe ich Investitionen in Dörfer, Städte oder Landstriche in Afrika, in Wohngebiete, Schulen, Landwirtschaft oder Kleinbetriebe, um Wirtschaftsflüchtlingen oder Flüchtlingen aus Notstandsgebieten eine Alternative zu bieten, und sei es nur eine Subsistent- Wirtschaft. Das ist allemal besser als Lager. Für Europa ist das auch finanziell wahrscheinlich günstiger.

Beitrag melden
theodtiger 28.06.2018, 22:13
46. "schwarz-weiß denken"

Zitat von allessuper
Nur schade, dass die meisten nur noch schwarz-weiß denken und nicht in der Lage sind zu verstehen, wie dreist, hinterhältig und verlogen die Strategie von Herrn KlunkerJuncker ist. Sich plötzlich als Schutzpatron hinzustellen, nachdem seine Politik das alles verursacht hat ist wirklich infam. Auf eines kann er sich aber verlassen: Er kann es nicht so dumm treiben, dass es einer merkt. So auch Sie nicht.
Sie lassen uns wissen, "wie dreist, hinterhältig und verlogen die Strategie von Herrn KlunkerJuncker ist" und stellen die Probleme Afrikas so dar, als ob die Politik von Herrn Juncker "das alles verursacht hat". Damit zeigen Sie ein Musterbeispiel an differenzierendem Denken und der Überwindung von "schwarz-weiß denken", das Sie bei anderen so beklagen. Und das alles ohne ein sachliches Argument zum Thema Auffanglager außerhalb der EU. Klasse Beitrag plus Belehrung an meinesgleichen (von wegen nichts merken). So macht das Lesen Ihrer Forum Beiträge richtig Spass.

Beitrag melden
keksen 28.06.2018, 22:16
47.

Zitat von C.Rainers
Natürlich muß man das vereinfachen und sagen für das und das Verhalten gibt es diese Konsequenz. Und wenn ich nur das mir gerade einfallende Hähnchenteile Beispiel parat habe...; das ist hier ein Forum . Manche Foristen erwarten wohl einen wissenschaftlich recherchierten Forumsbeitrag. Also Ihr Oberlehrer, trägt doch mal selbst konstruktiv was bei anstatt Euer weniges Spezialwissen anzuwenden und anderen auf die Nerven zu gehen.
Also einen wissenschaftlichen Beitrag erwartet natürlich keiner. Aber es kann nicht schaden, wenn man seine Meinung etwas ausführlicher darstellt.
Ich nehme mal an, dass sich Ihre Kritik v.a. auf die Handelsabkommen zw. der EU und den afrikanischen Staaten bezieht und damit haben Sie ja auch recht. Wir setzen unsere Interessen zu häufig mit dem Recht des Stärkeren durch und das geht dann auf Kosten der Afrikaner. Dahinter stecken aber allerlei Gründe: Zölle, Subventionen, mächtige Lobbyistenverbände, usw. und nicht zuletzt auch wir Konsumenten durch unser Verhalten.

Die kleptokratischen Eliten dieser Staaten, die grassierende Korruption und mangelhafte/r gesellschaftliche/r Solidarität und Zusammenhalt verhindert auf der anderen Seite allerdings auch den Aufbau funktionierender Strukturen. Die Fluchtursachen werden unter diesen Umständen niemals effektiv bekämpft werden können.

Wären die Antworten so einfach, so hätte man schon längst Lösungen gefunden. Leider haben wir aber alle nicht die Weisheit mit dem Löffel gefressen, auch wenn einige das voller Überzeugung meinen. Gerade diese Leute bekriegen sich dann voller Inbrunst und ohne Kompromisse. Am Ende steht dann: Nix.

Ihren letzten Satz haben Sie allerdings immer noch nicht erklärt.

Beitrag melden
thinkof-it 28.06.2018, 22:26
48. Wie funktionierte der Marshall-Plan wirklich

Zitat von g.raymond
Unter einem Marshall-Plan verstehe ich Investitionen in Dörfer, Städte oder Landstriche in Afrika, in Wohngebiete, Schulen, Landwirtschaft oder Kleinbetriebe, um Wirtschaftsflüchtlingen oder Flüchtlingen aus Notstandsgebieten eine Alternative zu bieten, und sei es nur eine Subsistent- Wirtschaft. Das ist allemal besser als Lager. Für Europa ist das auch finanziell wahrscheinlich günstiger.
Vor nicht allzu langer Zeit konnte man eine interessante Dokumentation über die Funktionsweise, die Konstruktion des Marschall-Plans im ÖR sehe.
Fazit:
Die Deutschen BRD haben sich das Wirtschaftswunder selbst beschert.

Die Voraussetzung für die ökonomische Entwicklung liegt im wesentlichen in der Ausbildung und Bildung der Bevölkerung.
In Deutschland waren nach dem 2. Weltkrieg in dieser Hinsicht substantiell andere Bedingungen gegeben als sie heute in den meisten afrikanischen Staaten bestehen.

Die Aussage von Jean Claude Junker ist klug.

Natürlich geht es den Europäern nicht um Neokolonialismus.
Niemand in der Welt, der die Debatten der Europäer beobachtet,
kann sich in dieser Hinsicht berührt fühlen.

Es handelt sich um die Begrenzung ungesteuerter Migration nach Europa,
zum Nutzen der Afrikaner, da sie sonst ihre jungen tatkräftigen Männer verlieren würden, die besser damit beschäftigt sind,
in Afrika vor Ort ihre Familien zu versorgen und für Prosperität vor Ort zu sorgen.

Beitrag melden
Kommentator123456 28.06.2018, 22:40
49. Die wichtigsten Fluchtursachen werden verschwiegen

Warum redet kaum mehr einer über die großen und offensichtlichen Probleme:
1. Bevölkerungsexplosion - Z.B. 700% Bevölkerungswachstum in vielen afrikanischen Staatewn in den letzten 50 Jahren. Da wird in absehbarer Zeit auch alle westliche Hilfe nichts mehr nutzen, wenn das nicht aufhört. Hat nichtsa mit unserem Reichtum im Westen zu tun - höchstens mit unserer Bereitschaft den Hungernden durch Technologfie zu helfen.

2. Die finanziellen Anreize, die wir durch unsere Sozialsysteme bieten, müssen abgestellt werden.

Pass halt nicht in die politische Agenda. Deshalb werden andere Gründe von vielen Lesern, wie Waffenlieferungen und Leerfischen der Gewässer etc immer wieder angebracht, die einen weit geringeren Einfluss als die Bevölkerungsexplosion haben.

Beitrag melden
Seite 5 von 7
Diskussion geschlossen - lesen Sie die Beiträge!