Forum: Politik
"Sandy" und der US-Wahlkampf: Krisengewinnler Obama
DPA

Kurz vor der Präsidentschaftswahl verzichtet Barack Obama ganz auf Wahlkampf. Er gibt den Sturm-Manager der Nation und setzt Herausforderer Mitt Romney unter Druck. Der US-Präsident gewinnt dabei ungewöhnliche Partner.

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collapsar 31.10.2012, 09:08
30. Verhältnismäßigkeit

Zitat von geronimo49
der aussergewoehnlichenh Naturkastrophe, die Menschenleben kostete und Schaeden in 2-stelliger Milliardenhoehe verursachte an Geschmackslosigkeit nicht mehr zu unterbieten. BILD unten ueberholt, wer haette das vom SPIEGEL mal gedacht. Da fragt man sich wer sich solchen Schwachsinn nur um ein wenig Quote zu machen ausdenkt.
Den Opfern und ihren Angehörigen gebührt das volle Mitgefühl.

alle anderen weltläufte braucht man deshalb nicht aus den Augen zu verlieren. Die anstehenden Wahlen entscheiden über leben und Tod bzw. die lebensumstände von ungleich mehr Menschen, in und außerhalb der USA. Vergleichbares gilt für die Zukunft der us-Wirtschaft.

Da darf man über die folgen eines sog. jahrhundertsturms hinausblicken, der in einer der beiden Bevölkerungsreichsten us-Regionen mit 50+x Millionen Einwohnern und rund 2.5 Billionen us-Dollar inlandsprodukt vergleichsweise überschaubare folgen zeitigte.

Geschmacklos scheint mir eher, daß bei der Betroffenheit über die us-Toten die Opfer in der Karibik schon wieder vergessen sind und sich ein Kandidat als barmherziger Samariter aufspielt, der routinemäßig Menschen ohne prozeß zum abschuß freigibt, während sein Konkurrent, sollte er an die macht gelangen, Anstrengungen unternehmen wird, einen weiteren Krieg vom Zaun mit schäden und opferzahlen vom zaun zu brechen, die vorhersehbar ganz andere Größenordnungen erreichen werden, als das ostküstendesaster.

MfG, Carsten

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Midurisun 31.10.2012, 09:16
31. Richtig

Zitat von geronimo49
der aussergewoehnlichenh Naturkastrophe, die Menschenleben kostete und Schaeden in 2-stelliger Milliardenhoehe verursachte an Geschmackslosigkeit nicht mehr zu unterbieten. BILD unten ueberholt, wer haette das vom SPIEGEL mal gedacht. Da fragt man sich wer sich solchen Schwachsinn nur um ein wenig Quote zu machen ausdenkt. Bei diesen Ereignissen an Gewinner und Verlierer zu denken ist eine Armutszeugniss. Bei solchen Katastrophen gibt es nur Verlierer und derjenige der dann zufaellig in der Verantwortung steht macht schlicht seinen Job. Manchmal waere es wohl besser etwas nachzudenken, bevor man die Tastatur benutzt. Die betroffenen Menschen duerften wohl zuletzt daran denken werden anlaesslich dieser Katastrophe "Gewinner" oder 'Verlierer" ist. Der Schreiberling sollte sich mal vorstellen wie man sich fuehlt wenn man gerade mit seiner Familie ueberlebt hat und ohne Strom und Heizung vor den Truemmern seines Zuhauses steht.
Ich kann ihrer Aussage nichts mehr hinzufügen. Es ist schon Wiederlich und Geschmacklos wie dieser Schreiberling diese Katastrophe darzustellen versucht. Ich bekomme eine Gänzehaut bei solcher Darstellung.

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der_rookie 31.10.2012, 09:25
32.

Zitat von stefankwittlin
Man wünscht es keinem! Erleben zu müssen, wie ein Sturm das ganze Hab und Gut wegschwemmt und regelrecht alles vernichtet. Millionen von Amerikaner benötigen nun überlebenswichtige Hilfe. :::
Ich stimme Ihnen zu, dass man dies keinem wünscht. Dennoch bezweifel ich massiv die Aussage, dass _Millionen_ Amerikaner _überlebens_wichtige Hilfe benötigen. Bei 99,9% Ihrer _Millionen_ Amerikanern dürfte es sich maximal um eine Einschränkung im gewohnten Komfortniveau handeln. Aber mal ernsthaft: Der Normalbürger überlebt auch ein paar Tage ohne Strom oder U-Bahn.

Mit einer Aussage "Millionen brauchen überlebensnotwendige Hilfe" relativieren Sie den Bedarf der deutlich weniger Menschen, bei denen es echt ums Überleben geht. Und auch diese gibt es. Und wenn man diesen einen Tag früher echt helfen kann, dann müssen meinetwegen Millionen einen Tag länger ohne TV auskommen.

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alpenkraut 31.10.2012, 09:36
33.

Zitat von mc6206
Vielleicht löst dieses Drama eine US Debatte um Klimawechsel und die Notwendigkeit gemeinschaftlichen Handelns aus, sowie eine Sinndebatte warum man Steuern braucht für gemeinschaftliche Aufgaben, die sich nicht individuell lösen lassen.
Glaube ich nicht.
Dazu bedarf es ganz anderer Katastrophen.

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maniac_2k 31.10.2012, 09:36
34. Ein schönes Walhkampfgeschenk von Petrus

Wenn sich Obama jetzt nicht völlig dämlich anstellt, dann ist die Wahl zu seinem Gunsten gelaufen. Er ist zwar nicht so ein Strahlemann wie Romney, aber beim Sandy-Krisenmanagement kann er genau das machen was er richtig gut kann: ohne großes Tamtam effizient ein Problem anpacken und abarbeiten. Die Wähler wird das vermutlich beeindrucken. Wie hier im Forum schon bemerkt, bei uns lief es 2002 auch so. Und so Wirbelsturm ist was anderes als so ein mickriges Elbhochwasser.

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gapun 31.10.2012, 09:43
35.

Zitat von texas_star
ich wage jetzt einmal zu behaupten, dass fuer die 500 millionen $ die Obama bei dem imsolventen solar-hersteller solyndra auf nimmer wiedersehen versenkt hat - man das gesamte ubahn netz von New York haette "sturmfest" machen koennen. das problem ist doch, dass "big government" schon da ist... einfach mal einen blick in den haushalt werfen... also... woher das ganze geld nehmen wenn nicht stehlen? uebrigens: FEMA hat heute schon ein jahresbudget von rund 7 MILLIARDEN $. es ist bei weitem nicht so, dass es budget maessig an allen ecken und enden fehlt...
Kritisieren Sie ihn jetzt dafür das er nicht das gemacht hat, von dem Sie meinen das es nicht seine Aufgabe sein soll?



Er versuchte Firmen und Arbeitsplätze und Zukunftstechnologie zu retten.
Was hätten die Amerikaner gemacht, wenn er ein Privatbetrieb, welcher nicht in Notlage ist, auf kosten der Steuerzahler saniert hätte?

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cheechago 31.10.2012, 09:49
36. Obama muss genau das Gegenteil machen was Bush damals bei "Katrina" gemacht hat

...das völlige versagen Bushs (erst 4 Tage später im Katastrophengebiet des Hurricanes Katrina in New Orleans), und die zögerliche Evakuierung der Latinos und Schwarzen hängen ihm an.

Zumal hat Romney in seinem Wahlkampf u.a. auch die Kürzungen bei der US-Heimatschutzbehörde verlangt, deren Mittel Obama aber aufgestockt hat. Diese wird jetzt natürlich gebraucht.

Sandy könnte Romney also weggepustet haben.

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josseff 31.10.2012, 09:50
37. Woher das Geld nehmen, wenn nicht drucken?

Zitat von texas_star
"Denn "Sandy" hat nicht zuletzt offenbart, wohin es führt, wenn ein Staat allein auf das freie Spiel der Marktkräfte setzt: Wegen fehlender öffentlicher Investitionen ist die US-Infrastruktur derart fragil, dass noch tagelang Millionen ohne Strom sein werden; etliche Straßen und Schienen haben dem Sturm nicht standhalten können; Kommunikationsnetze sind zusammengebrochen; ein Uralt-Atomkraftwerk kommt mit dem gestiegenen Wasserpegel nicht zurecht, anderswo müssen Meiler heruntergefahren werden. Die "New York Times" kommentiert: "Ein schwerer Sturm erfordert Big Government."" ich wage jetzt einmal zu behaupten, dass fuer die 500 millionen $ die Obama bei dem imsolventen solar-hersteller solyndra auf nimmer wiedersehen versenkt hat - man das gesamte ubahn netz von New York haette "sturmfest" machen koennen. das problem ist doch, dass "big government" schon da ist... einfach mal einen blick in den haushalt werfen... also... woher das ganze geld nehmen wenn nicht stehlen? uebrigens: FEMA hat heute schon ein jahresbudget von rund 7 MILLIARDEN $. es ist bei weitem nicht so, dass es budget maessig an allen ecken und enden fehlt...
Stehlen ist schon kriminell, GeLd drucken noch viel mehr!

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gapun 31.10.2012, 09:58
38.

Zitat von geronimo49
der aussergewoehnlichenh Naturkastrophe, die Menschenleben kostete und Schaeden in 2-stelliger Milliardenhoehe verursachte an Geschmackslosigkeit nicht mehr zu unterbieten. BILD unten ueberholt, wer haette das vom SPIEGEL mal gedacht. Da fragt man sich wer sich solchen Schwachsinn nur um ein wenig Quote zu machen ausdenkt. Bei diesen Ereignissen an Gewinner und Verlierer zu denken ist eine Armutszeugniss. Bei solchen Katastrophen gibt es nur Verlierer und derjenige der dann zufaellig in der Verantwortung steht macht schlicht seinen Job. Manchmal waere es wohl besser etwas nachzudenken, bevor man die Tastatur benutzt. Die betroffenen Menschen duerften wohl zuletzt daran denken werden anlaesslich dieser Katastrophe "Gewinner" oder 'Verlierer" ist. Der Schreiberling sollte sich mal vorstellen wie man sich fuehlt wenn man gerade mit seiner Familie ueberlebt hat und ohne Strom und Heizung vor den Truemmern seines Zuhauses steht.
Wenn man bedenk wie unter G.W. unter Katrina "verloren" wurde, kann man doch froh sein das der jetzige Inhaber des Amtes "seinen Job macht".
Scheint ja keine Selbstverständlichkeit zu sein... jedenfalls nicht für Republikaner... wenn man das mal vergleichen darf.
Aber das darf man wohl nicht. Objektive Sichtweisen gelten wohl als Kommunistisch, Sozialistisch oder schlimmeres... gibt es schlimmeres für einen Amerikaner?

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derandersdenkende 31.10.2012, 09:59
39. Ich erinnere mich

Zitat von knieselstein
2002 wurde die Wahl in Gummistiefeln auf dem Elbdeich gewonnen ;-)
auch an den Gegenkandidaten Stoiber, der jeden Deich besuchte, auf den eine Kamera gerichtet schien und trotzdem keine Chance hatte.
Da zählt nun mal der Amtsinhaberbonus, den man geschickt nutzen oder wie damals G.W. Bush jämmerlich an die Wand fahren kann.
Der Schröder Amerikas hat hoffentlich etwas mehr Charakter als sein deutsches "Vorbild".
Sonst entständen in Amerika auch noch die gleichen negativen Synergien aus der Katastrophe wie in Deutschland.
Denn wer Katastrophen und ihre Opfer für seine politische Karriere instrumentalisiert, ist kein guter Regierungschef, wie sich in Deutschland nachdrücklich zeigte.

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