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Sanktionen gegen Iran: Olaf Scholz will Ausnahmen für deutsche Unternehmen
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Finanzminister Scholz will bei den USA Sonderregelungen für deutsche Betriebe aushandeln, die von den amerikanischen Sanktionen gegen Iran betroffenen sind. Er hat dafür mit seinem US-Amtskollegen telefoniert.

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mullertomas989 11.05.2018, 21:17
1. Versuchen kann man es ja...

... und überhaupt sollte Europa hier alles Mögliche versuchen, sich nicht in die Entscheidung der USA hineinziehen zu lassen. Weil das Nein Trumps zum Iran-Abkommen mehr Risiken als Chancen verursacht!

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jla.owl 11.05.2018, 21:18
2. Bitte nicht betteln

Ist das schon einknicken? Harte Linie gegen Trump ist notwendig! Dann eben Lieferung über Drittländer. Wer ist denn Europa, sich von einem möchtegern Weltdiktator vorschreiben zu lassen, mit wem Handel getrieben wird. Er will dadurch nicht nur Iran treffen, sondern vor allem auch Europa...

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M. Vikings 11.05.2018, 21:27
3. Die EU scheint ein Trümmerhaufen.

Warum handelt die EU nicht gemeinsam?

War nicht ein Argument für den Zusammenschluss
der europäischen Staaten zur EU,
sich gegenüber derartigen Erpressungsversuchen
größerer und wirtschaftlich stärkerer Staaten
besser positionieren und wehren zu können?

Mit der Aktion stellt Scholz der EU ein Armutszeugnis aus.

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wolfgangwe 11.05.2018, 21:41
4. Warum

einen Deutschen Alleingang versuchen? Das wird vermutlich nicht gut ausgehen. Besser waere es, den "Kollegen" mit einer gemeinsamen Forderung zu konfrontieren hinter der die EU gemeinschaftlich steht: die USA koennen sanktionieren wie sie wollen, aber nicht in unserem Namen und nicht auf unsere Kosten, es sei denn, wir haben zugestimmt. Was in diesem Fall offensichtlich nicht zutrifft.

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ollifast 11.05.2018, 21:54
5. wirksame Hebelchen

Es gibt da schon einige Möglichkeiten, wie Deutschland Firmen beistehen kann, die von Liefersanktionen bedroht sind. Lieferst Du nicht, liefere ich auch nicht, Z.B. können die Amis die Geräte für den kritischsten Schritt der Belichtung von Halbleitern - Waferstepper - nicht selber bauen, da ist deutsche Optik gefragt. Und ohne Fertigung kein moderner Mikroprozessor. Mit Bearbeitungszentren schaut es auch mau aus, dto. viel Chemie. Man könnte auch mal das Patentrecht hart durchsetzen, dann hat da jedenfalls ein US Prozessorhersteller ein massives Problem. Details gerne. Man könnte auch gezielt hier bestimmte Geschäftsfelder fördern, angesichts der Sanktionsdrohungen werden die internationalen Kunden gerne auf EU Produkte schwenken. Wenn ein Trump-eltier im Porzellanladen nicht verstehen will, dass es so international nicht geht und Verlässlichkeit im Geschäft und in der Politik ein absolutes Muss ist, dann werden die Leute dort es auf die harte Tour lernen müssen. Ich finde es jedenfalls gut, dass die Regierung ein klares "so nicht" ausspricht, denn sonst findet das kein Ende. Als nächstes sanktioniert der Herr völlig willkürlich unsere Industrie, weil sie ja zu viel Exportüberschuss macht. Vorher sollte man ihm die Möglichkeit nehmen, wehret den Anfängen!

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geraldwinkeler 11.05.2018, 22:04
6. Servilität statt kräftiger Tritte

Die pflaumenweichen bis servilen Reaktionen der Bundesregierung darauf, dass Donald Trump die westliche Wertegemeinschaft faktisch aufkündigt, machen mich fassungslos. Angela Merkel und viele andere Koalitionspolitiker haben sich das Desaster der Präsidentschaft Trumps von Anfang an schöngeredet und wollen davon nicht lassen. Ihr ganzes Agieren wirkt hilf- und planlos. Selbst wenn mit Trump politisch noch eine echte Zusammenarbeit geht, was höchst zweifelhaft ist, dann nur nach vorherigen kräftigen wirtschaftlichen und politischen Tritten gegen dessen Schienenbein. Und diese Tritte müsste Europa, angeführt von Frankreich und Deutschland, austeilen. Angela Merkel scheint die psychologie eines Rabauken wie Trump nicht begriffen zu haben oder nicht begreifen zu wollen. Wer sich ihm mit einem "peep, peep, peep, wir haben uns alle lieb" anbiedert, hat schon verloren. Und wer, wie augenscheinlich Frau Merkel, für ein Zehntelprozent Wirtschaftsleistung alle Grundsätze über Bord zu werfen bereit ist,
der kann außenpolitisch nichts reißen.

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Das Pferd 11.05.2018, 22:06
7.

Zitat von jla.owl
Ist das schon einknicken? Harte Linie gegen Trump ist notwendig! Dann eben Lieferung über Drittländer. ........
das ist leider Unfug.
Es ist rechtlich, in D,
gar kein problem an den Iran zu liefern. Aber das sieht in den USA anders aus.

Egal ob über drittländer oder sonstwie, die amerikanische Niederlassung ist in jedem Fall das Faustpfand.
Und nun suchen Sie die deutsche Firma, bei der das USA-Geschäft gegenüber dem mit nit dem Iran vernachlässigbar wäre.

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unky 11.05.2018, 22:26
8. Deutscher Minister schon wieder auf Betteltour bei Trump

Scholz sollte gemeinsam mit allen anderen europäischen Regierungskollegen handeln und nicht vor Trump einknicken, weil das sowieso nichts bringt. Nur ein geschlossen und stark auftretendes Europa kann die Konsequenzen aus Trumps unverantwortlicher Politik abfedern und das Chaos in der Welt nicht noch vergrößern.

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rasenderReporter 11.05.2018, 22:42
9. Wie bitte ...

Die mächtige Kanzlerin und der nassforsche Macron haben in Washihgton gar nichts erreicht. Wie auf SPON nachzulesen ist, tendiert der Einfluß von Europa in Washington gegen Null. Bei den Zöllen blei bleibt Trump ebenfalls halt. Und was tut Scholz? Er macht brav Männchen, zieht den Schwanz ein und krächzt; "Bitte, Bitte tut uns nichts." - Der Scholz wird in Washington ausgelacht. Er hat die Anweisungen von Grenell zu befolgen, merh nicht. - Man kann es einfach nicht fassen, wie rückgratlos und unterwürfig unsere Politiker sind. Ehrlich, man kann nur noch mit dem Kopf schütteln. Da ist jedes Kind an der Quengelecke besser!.

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