Forum: Politik
Sanktionen gegen Nordkorea: Lehrstunde für Donald Trump
AFP

Die neuen Uno-Sanktionen gegen Nordkorea sind ein Erfolg für China und Russland - sie zeigen dem US-Präsidenten die Grenzen seiner Macht auf.

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so_nicht 12.09.2017, 11:15
60. Diplomatie funktioniert nicht mit Schwerstverbrechern

Man sollte nicht vergessen, dass die nordkoreanische Regierung Geld mit Falschmünzerei, Rauschgifthandel, Computer-Hacking und Zwangs- bzw. Sklavenarbeit verdient, dass sie ihre Bevölkerung zu Millionen verhungern läßt, dass sie kleine Mädchen aus Kindergärten reisst und in einem 15-jährigen Programm zu Sexsklaven der Elite abrichtet, dass sie brutalste Konzentrationslager unterhält und seit der Staatsgründung 1948 ihre Nachbarn einschließlich China, Russland und Südkorea angelogen und betrogen oder sogar überfallen hat. Wer glaubt, wie unsere Kanzlerin oder Naivlinge in diesem Forum, dass hier mit Diplomatie etwas auszurichten ist, träumt, träumt vielleicht von Friedensnobelpreisen zur Karrierekrönung, hat aber nicht das Wohl der Menschen im Sinn. Trump ist in einer höchst schwierigen Lage, aus der auch seine Vorgänger keinen Ausweg gefunden haben oder für die sie sogar die Mitverantwortung tragen. Die Dauerfehde gegen Trump wird gerade in diesem Kontext zur Karikatur ihrer selbst. Er würde Unterstützung von allen Seiten verdienen und wird vielleicht scheitern, weil sich Wichtigtuer und Wichtituerinnen nicht für die richtige Seite entscheiden können.

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mark e. ting 12.09.2017, 11:25
61. das ist keine Niederlage - oh Schokoladenkuchen

Als Niederlage wird er das sicherlich nicht wahrnehmen, im Gegenteil, sollten die neuen Sanktionen erfolgreich sein, wird er es als seinen und nur seinen Erfolg verbuchen. Sollte es in die Hose gehen, wird er es ignorieren. Wenn man ihn darauf anspricht, dass er hier eine Niedrlage erlitten hat, wird er das verneinen und dann einen Monolog halten, der mit "I already achieved more than any president ever has achieved, we do great things, huge tremendous things" und endet in "what a beautiful piece of chocolate cake, I like chocolate cake"... und damit hat sichs. Vielleicht legt er dann die Kuchengabel auf die Seite und drückt auf den Atomknopf.

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w.diverso 12.09.2017, 11:25
62. Trump sollte doch schon am Schulhof gelernt haben,

dass Drohungen nur wirksam sind wenn man sie auch prompt umsetzen kann. Wobei in seinem Fall noch viel wirksamer gewesen wäre, dass er freundlich geredet hätte, und wenn das nicht wirkt entsprechend reagiert wird. Da aber eine echte Reaktion nur ein militärischer Einsatz gewesen wäre, von dem auf Trump begriffen hat, dass der einen Weltkrieg auslösen könnte, waren es nur leere Worte. Willkommen in der Realität. Man kann nur diversen Göttern danken, dass es scheinbar in seinem Umfeld immer noch einige vernünftige Menschen gibt, die ihn von den größten Dummheiten abhalten.

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ssissirou 12.09.2017, 11:28
63.

Zitat von Sokrates II
Ich hatte mich letzte Woche in Korea aufgehalten und dabei gelernt, dass die Situation vor Ort wesentlich komplizierter ist. Nordkorea ist innenpolitisch wesentlich stabiler als dies bei uns dargestellt wird, Jahrzehnte lange ideologische Gehirnwaesche, weitgehende Abschottung von der Aussenwelt und....
Nein, leicht würde es bestimmt nicht, aber das war die deutsche Wiedervereinigung auch nicht. Zu der ökonomischen Seite, da könnte der sogenannte Westen, Südkorea und China, in geringerem Masse vielleicht Russland, helfen durch Investitionen. Da leben ja keine 25 Millionen Idioten mit 2 linken Händen.
Mit der ideologischen Gehirnwäsche dürfte das schon schwieriger sein. Man sieht es an den aus Nordkorea Geflohenen. Anscheinend schliessen sich viele irgendwelchen fundamentalistischen christlichen Sekten an, so als bräuchten sie eine Art ideologisches Korsett. Da müsste man dann vorsichtig in der Schule bei Kindern und Jugendlichen anfangen. Wenn dann die wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Voraussetzungen einigermassen angeglichen sind, könnte man zur Wiedervereinigung ubergehen. Der Wunsch dazu ist ja durchaus vorhanden, auf beiden Seiten.
Das wichtigste wäre meiner Meinung nach zunächst das Einstellen der gegenseitigen Provokationen und endlich die Aufnahme echter Friedensverhandlungen. Auch den Fall der Berliner Mauer oder Mandela als Präsident Südafrikas konnten wir uns vor Jahren nicht vorstellen.

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Hans_Suppengrün 12.09.2017, 11:38
64.

Zitat von surfaxel
1) Schon komisch, dass sich alle freuen, wie machtlos Trump ist, aber wer löst dann das Problem? 2) Die UN kann es offensichtlich nicht. Herrschte nicht mal Einigkeit, das Appeasement bei Diktatoren nichts bringt? 3) Dann bin ich bei den schadenfrohen Foristen mal gespannt, welche Lösungsmöglichkeiten sie vorschlagen, weiterreden wie die letzten 10 Jahre? Das das nichts bringt, zeigen die letzten 10 Jahre...
1)
Wie hätte Trump denn das Problem gelöst? Wären "fire and fury" eine so tolle Lösung?

2)
Nein, die Einigkeit bestand nie!
Appeasement wird sowieso ausschließlich als negativ besetztes Synonym verwendet. Und zwar dann, wenn es einer Gruppe von Leuten zu anstrengend wird, über langfristige Diplomatie und Verhandlung zu einer Lösung zu kommen. Die sagen dann "Das ist doch alles bloß Appeasement. Nutzt nichts. Bombe drauf und feddich!". Weil Irak, Syrien und Afghanistan dadurch ja zu solch wunderschönen, schlaraffenlandigen Vorzeigestaaten geworden sind...

3)
Wieso hat die Diplomatie in den letzten 10 Jahren nichts gebracht? Hat es denn einen Atomkrieg gegeben? Erinnere ich mich gar nicht dran, aber so etwas vergisst man aber auch so leicht...

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Teigkonaut 12.09.2017, 11:46
65. kein Grund für Triumphgefühle

Nordkorea kann von seinem Kurs nur dann abgebracht werden, wenn die Sanktionen richtig weh tun. Diese Resolution erhöht das Risiko eines Militärschlags.

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darthmax 12.09.2017, 12:00
66. Sanktionen

Immerhin sind weitere verhängt worden, wenn sich die Chinesen daran halten, was bezweifelt werden darf.
Was ist denn nun mit Kaesong, der Sonderwirtschaftszone, mit den Sklavenarbeitern in Polen,
Herr Trump ist nicht an allem Schuld und kann auch nicht Wunder vollbringen.

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Medienkritiker 12.09.2017, 12:25
67. Hätte?

Zitat von Hans_Suppengrün
1) Wie hätte Trump denn das Problem gelöst? Wären "fire and fury" eine so tolle Lösung?
Die Frage ist eher wann es dazu kommt. Und dass eine Eskalation mit Kim unvermeidlich ist, dürfte auch jedem Trump-Basher klar sein. Insofern ist es schon niedlich zu behaupten, dass Trump in seine Grenzen verwiesen wurde, denn letztlich wird nur die militärische Macht der USA dem Treiben ein Ende setzen...

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Sokrates II 12.09.2017, 12:25
68. Im Prinzip ein guter Ansatz

Zitat von ssissirou
Nein, leicht würde es bestimmt nicht, aber das war die deutsche Wiedervereinigung auch nicht. Zu der ökonomischen Seite, da könnte der sogenannte Westen, Südkorea und China, in geringerem Masse vielleicht Russland, helfen durch Investitionen. Da leben ja keine 25 Millionen Idioten mit 2 linken Händen. Mit der ideologischen Gehirnwäsche dürfte das schon schwieriger sein. Man sieht es an den aus Nordkorea Geflohenen. Anscheinend schliessen sich viele irgendwelchen fundamentalistischen christlichen Sekten an, so als bräuchten sie eine Art ideologisches Korsett. Da müsste man dann vorsichtig in der Schule bei Kindern und Jugendlichen anfangen. Wenn dann die wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Voraussetzungen einigermassen angeglichen sind, könnte man zur Wiedervereinigung ubergehen. Der Wunsch dazu ist ja durchaus vorhanden, auf beiden Seiten. Das wichtigste wäre meiner Meinung nach zunächst das Einstellen der gegenseitigen Provokationen und endlich die Aufnahme echter Friedensverhandlungen. Auch den Fall der Berliner Mauer oder Mandela als Präsident Südafrikas konnten wir uns vor Jahren nicht vorstellen.
allerdings stehen da geopolitische Erwaegungen vor allem in China im Wege. Man wird keine Grenze mit einem Korea akzeptieren, welches den USA zu nahe steht. Nordkorea dient hier als Puffer, was wohl auch trotz Differenzen der Grund fuer die Unterstuetzung von NK sein duerfte

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krautrockfreak 12.09.2017, 12:29
69. Nichts ist gefährlicher als ein mit dem Rücken zur Wand stehender..

Despot! Denn er hat nichts mehr zu verlieren und riskiert dann bewusst Kriege mit anderen Nationen, um von seinen Schwächen abzulenken. Beispiele gibt es zuhauf in der Geschichte und wenn man mal so schaut, wer wo grade an der Macht ist, dann kann einem Angst und Bange werden. Viele dumme, großmäulige Typen mit viel Macht in der Hinterhand...

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