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Sarrazin-Debatte: Die Gegenwut

Wegen seiner polemischen Muslim-Schelte steht Thilo Sarrazin am Pranger, aber eines begreifen seine Kritiker offenbar nicht. Der Provokateur verkörpert etwas, das sich nicht ausgrenzen lässt: die Wut*von Leuten,*die es satt haben, für ihre Integrationsangebote beschimpft zu werden.

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Irek 11.09.2010, 09:22
1680. Dummheit verbindet

Viel wird zurzeit über die Unterschiede in der Intelligenz zwischen den Menschen mit unterschiedlicher Abstammung diskutiert. Im Fordergrund steht eine These, dass die Deutschen Intelligenter sind als die Türken oder generell Araber, im Hintergrund aber, dass sie natürlich Intelligenter sind als alle anderen.
Soziopsychologisch ist dieser Selbstbetrug verständlich, mit Wirklichkeit hat dass aber nichts zu tun.
Das die Eliten (die angeblich besonders intelligent sind) dieser Selbsttäuschung unterliegen zeigt schon eindeutig, dass diese These grundsätzlich falsch sein muss.
Man muss schon echt dumm sein um solche Thesen zu verbreiten, weil die Geschichte der Menschen zeigt, dass die Intelligenz kein evolutionäres Kriterium war.

Die Art Homo sapiens, existiert seit etwa 200 000 Jahren und zwar in einer Form die uns gleich ist. Seit 200000 Jahren sind die Voraussetzungen für Intelligenz schon da. Die Zivilisation ist aber höchsten 10000 Jahre alt und wurde von Menschen entwickelt die bestimmt mehr Gemeinsamkeiten mit Arabern haben als mit Germanen.
Warum entstand also große Gehirn und Intelligenz bei Menschen?
Es war ein Zufallsprodukt der bei Optimierung der Wärmehaushalt von unsere Gehirn entstanden ist. Die Oberfläche des Gehirns wurde durch die Faltung vergrößert und ähnelt dadurch einem Wärmetauscher, einige Zusätzliche Schichten aus Grauenzellen (insgesamt 6 bis 7 Schichten) wurden morphologisch so Optimiert, dass die Leitung von Wärme nach Außen leichter wird und die Isolierung von der Wärme von Außen besser wurde.
Das wurde notwendig als die ersten Hominiden durch Klimaänderung und Entstehung von Graslandschaft der Savanne zu Änderung der ökologischen Nische gezwungen wurden.
Fleisch wurde für sie immer wichtiger als Nahrung und um den Bedarf zu decken begannen sie die Tiere zu jagen. Für die ersten Jäger gab es keine andere Alternative als die Beute so lange zu hetzen bis sie von Erschöpfung eingegangen ist.
So eine Jagdmethode verlangt aber die Hochleistung von Organismus im Bezug auf die Kühlung. Und der schwächste Punkt war eben das Gehirn.
Es gibt zwei Wege das zu erreichen. Entweder vergrößert sich Gehirn so weit, dass die Reserven so groß sind, dass der Ausfall von einem Teil der Zellen auf Grund der Überhitzung kompensiert sein konnte, oder die Kühlvermögen sich entsprechend optimiert Bei Menschen hat die Natur gleich die beiden Wege genutzt. Deswegen haben die Menschen größere Gehirne und mehr graue Zellen. Dass diese Zellen nicht nur mechanische Funktionen erfühlen, sondern auch geistige Fähigkeiten entwickelten ist nur ein Nebenprodukt.
Ich werde behaupten es gab in der Geschichte der Menschheit keine Selektion wo Intelligenz ein Kriterium darstellte, weil der Potenzial immer viel größer war als die Menschen es nutzen konnten. Deswegen gibt es auch keine Unterschiede bei der Intelligenz zwischen den Menschen mit unterschiedlichen Migrationshintergrund.

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iii.tempel 11.09.2010, 11:29
1681. In dem Bereich...

Zitat von SIBO
So, so, das ist also so? Hätten Sie darüber vielleicht offizielle Zahlen? Oder könnten Sie eventuell mit einer Schätzung aufwarten? Wieviele Bedarfsgemeinschaften betrifft das? Das würde mich wirklcih einmal sehr interessieren.
..in dem ich tätig bin, habe ich mir gestern mal die Mühe gemacht und gezählt. Bereich 4 Häuser á 88 Wohnungen (32 á 3 Zimmer, 16 á 2 Zimmer, 40 á 1 Zimmer). Allerdings muß man sagen, dies ist ein sozialer Brennpunkt und nicht repräsentativ, die Übersicht leidet auch unter häufigem Wohnungswechsel.

41 der Bewohner (in der Regel männlich) von 1 Zimmer-Wohnungen lebten mehr oder weniger offen mit Bewohnerinnen von Mehrraumwohnungen zusammen. Hier wie gesagt im gleichen Block. Das sind also fast genau 25%. Die örtliche ARGE weiß das auch, kann aber nichts unternehmen, weil der Beweis fast nicht anzutreten ist.

Hier denke ich, ist auch einer der wenigen Fälle, wo das austricksen der Behörden, gerechtfertigt, ja fast schon notwendig ist, weil die kpl. Regelung an der Wirklichkeit vorbei geht. (Ach übrigens, die Mehrzahl der so "betrügenden" Hartz-IV-Empfänger hat KEINEN Migrationshintergrund

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iii.tempel 11.09.2010, 11:31
1682. Wow...

Zitat von rkinfo
Hymne singen ... aber sich nicht kommunal und ehrenamtlich irgendwo einbringen. Und morgens soll Ali von der Müllabfuhr natürlich zuverlässig die Drecksarbeit leisten ... aber bitte mit perfekten Deutsch am Kübel. Und im Urlaub 'all incl' zum Dumpingpreis und willige Ausländer als stets bereiete Arbeitssklaven. Nichts selbst machen für Deutschland aber Ausländer diffamieren. Wobei jene zzgl. Migranten in Bundeslige bis Fußball-Nationalmannschaft beachtliches leisten. Da ist aber 'deutsch lernen' bei Schlake und Bayern nie Thema gewesen.
..ich bin begeistert, so eine stumpfsinnige stereotype habe ich ja lange nicht mehr gelesen! Danke, vielen Dank!

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iii.tempel 11.09.2010, 11:42
1683. Entschuldigung..

Zitat von SIBO
Sie sagen es zu wenige. Und ich setze jetzt dagegen, dass von denen, die ich kenne, es keine einzigen gibt, die das so handhaben. Die hätten in der Mehrzahl gerne Arbeitsplätze, die so entlohnt werden, dass sie ihre Familien davon vollumfänglich versorgen können, bittere Realität hier im Land, und hört man nicht so gerne, ich weiß. Bei uns ist das ähnlich, wir sind Aufstocker. Ich käme niemals auf die Idee meine Familie im Stich zu lassen. Haben Sie jemals Erfahrungen mit dem Behördenapparat gemacht? Falls nicht, sollten Sie sich einmal erkundigen. So locker flockig, wie Sie das hier beschreiben, ist das nämlich ganz und gar nicht. Wir haben ständig irgendwelchen Ärger mit denen, Falschberechnugnen sind sozusagen an der Tagesordnung, und da der Bearbeitung von Widersprüchen gewisse Fristen gesetzt sind, die natürlich immer voll ausgenutzt werden, ist man dann immer wieder damit konfrontiert, dass man nahezu in der finanziellen Handlungsunfähigkeit landet. Von daher, kann ich jeden verstehen, der mit allen möglichen und unmöglichen Tricks versucht sich da durch zu lavieren.
..ich habe Ihre erste Frage beantwortet, bevor ich diesen Beitrag gelesen habe. Aber wenn Sie selber Erfahrungen mit einer ARGE gemacht haben, und sich selber auf ein gewisses "Notwehrrecht" berufen, können Sie bestimmt auch nachvollziehen, daß es so wie von mir beschrieben auch tatsächlich abläuft.

Das was Sie beschreiben (Falschberechnungen, Unterstellungen, unberechtigte Kürzungen, schlecht ausgebildete Mitarbeiter (oder schlicht Ignoranz), Überforderung etc.) erlebe ich bei meiner Arbeit jeden Tag und komme zu dem selben Schluß wie Sie. Gedacht, wie das Pilotprojekt in Köln, war es schon gut. Leider hat es dann eine Monsterbehörde in die Finger bekommen und was dabei herausgekommen ist: Eine Behörde verwaltet sich selbst und das Elend.

Für alle Foristen, die nichts mit dem Thema zu tun haben ein kleiner Tipp: Gehen sie mal auf die Seite der Bundesagentur für Arbeit, Bereich SGBII, Formulare für BürgerInnen. Schauen sie sich mal an was da ausgefüllt werden muß. Das ist Satire pur.

Gruß aus der Mitte der Republik!

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