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Sarrazin-Debatte: Die Gegenwut

Wegen seiner polemischen Muslim-Schelte steht Thilo Sarrazin am Pranger, aber eines begreifen seine Kritiker offenbar nicht. Der Provokateur verkörpert etwas, das sich nicht ausgrenzen lässt: die Wut*von Leuten,*die es satt haben, für ihre Integrationsangebote beschimpft zu werden.

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mariusclaudius 06.09.2010, 17:40
190. Endlich endlich

Vielen Dank, es besteht doch noch Hoffnung, dass wir endlich die überfällige Diskussion zu den u.a. von Herrn Sarrazin aufgeworfenen brennenden Fragen führen dürfen. Jetzt müssen wir dran bleiben und zu Entscheidungen kommen, die Veränderungen zur Folge haben...

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dongiovanni25 06.09.2010, 17:41
191. Sarrazins Worte, aber wo er Recht hat, hat er Recht

Zitat von froh-locke
Ein hervorragender Artikel! Mir sind in meinem tagelang anhaltenden Frust-Zorn fast Tränen der Erleichterung gekommen. Bezeichnend auch die zu Recht lobende Hervorhebung des Gast-Kommentars von Klaus von Dohnanyi in SZ-Online. Ein nobler Herr mit Differenzierungsvermögen, common sense und fundamentalem Gerechtigkeitsgefühl. Wie Millionen meiner Mitbürger habe ich es satt, von der medialen Tyrannei der multikultibesoffenen Gutmenschen- bataillone bevormundet und diskreditiert zu werden. Rechts ? Nix da ! Eure Verunglimpfungskeulen, werte Salonislamophile, die sind entlarvt.
So isses, und endlich wachen einige auf - dazu gehörend auch sehr, sehr viele der 3. und 4. Ausländergeneration, die es in der Tat so sehen, dass die Integrationsprogramme die Deutschland auflegt, ins Leere laufen (manchmal), weil sich einige Ausländegruppen, darunter eben sehr viele Türken (weil auch in der Mehrheit), dagegen aussprechen und sich bewusst abkapseln- diesen Trend nehme ich, nicht nur beruflich, seit fast 10 Jahren wahr...
Und noch einmal, normalerweise sage ich, Jeder nach seiner religiösen facon, wenn ich aber miterlebe, wie kontraproduktiv die moslemischen oder türkischen Verbände, eine nicht zu unterschätzende Lobby, hier agieren, werde ich wütend - denn im Enddefekt stärken sie ihren Leuten auch dort den Rücken, wo eigentlich intern "Tacheles" gefragt wäre... unter Seinesgleichen muss es doch möglich sein, zu kritisieren, wenn schon W I R es anscheinend nicht dürfen, weil sonst gleich die "Nazi-Rassismus"-Schublade aufgeht- Für SPD und Grüne ist es schon Integration, wenn in einer Straße drei Dönerbuden stehen, man selbst einmal die Woche dort einkehrt, beim Italiener Spaghette und Ruccola fehlerfrei bestellt, statt anzuhören, wie Italiener und Türken Deutsch parlieren und vor allem: Was die wirklich von uns halten und über uns denken...
in der Tat enstehen mehr und mehr Parallelwelten, auch bei den so genannten EU-Bürgern, doch das ist ein anderes Fass, das ich hier nicht öffnen mag!! Anmerkung, Sarrazin hätte vielleicht andere Worte und Metaphern wählen können, doch hätten wir dann diese hitizige Debatte?

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DrNo 06.09.2010, 17:42
192. Ein Genpool hat länger Bestand als die letzten 100 Jahre

Zitat von emdemuc
Was ich als Agnostiker interessant finde, ist dass Zugehörigkeit zu einer Religionsgemeinschaft und genetische Disposition immer wieder verknüpft werden. Während ich (im Rahmen meiner Bildung, Erziehung und Umgebung) frei eintscheiden kann, einer Religion "beizutreten" - ich könnte ja morgen zum Judentum konvertieren, wenn ich denn wollte oder plötzlich eine Gotteserkenntnis hätte - ist meine genetische Disposition doch seit der Verschmelzung der elterlichen Keimzellen festgelegt, ohne dass ich daran durch Zugehörigkeit zu einer Religionsgemeinschaft etwas ändern könnte.
Mich wundert vielmehr, dass heute sich viele wundern, dass gerade bei den Juden am ehesten ein Volk und eine Religion eine Einheit waren (vor 2000 - 4000 Jahren). Und auch nach dem das jüdische oder isrealitische Königreich untergegangen war und sich nach der Zerstörung des Tempels in Jerusalem das jüdische Volk über die Welt verstreute, blieben die Juden (ob selbst gewählt oder durch Antisemitismus notgedrungenermaßen) unter sich. Da haben sich dann in der relativ eingegrenzten Population Eigenheiten im Genpool herausgebildet oder bewahrt.
Eine Vermischung der Volksgruppen gab es früher viel seltener als heute. Die Globalisierung und die Möglichkeit einfach und schnell weit zu Reisen gab es früher nicht. Eine Durchmischung von Volksgruppen kam dadurch seltener vor.
Was viele auch vergessen ist, dass es das Recht auf Religionsfreiheit erst seit relativ kurzer Zeit gibt. Je nachdem, in welcher Familie man früher aufwuchs oder welcher Religon (z.B. Grafschaft, Königreich) der Landesherr angehörte, wurde einem die Religionszugehörigkeit vererbt. Das war auch bei den evangelischen oder katholischen oder orthodoxen Christen so.
Erst heute kann man so nach Lust und Laune die Religion wechseln wie von einem Mantel zum anderen. Früher war die Religionszugehörigkeit fest mit der Familie und dem Volk, dem man zugehörte, verknüpft.

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trifox 06.09.2010, 17:42
193. danke und ideen

so, muss jetzt auch mal was schreiben, eine moeglichkeit die "islamischen immigranten" zu "verändern" wäre einfach mal ihre weltanschauung mit unserer zu vergleichen, etwa "schwächere frauen schlagen" geht mal garnicht, in berlin etwa sieht man durchaus vor allen dingen schreiende ehemänner die ihre frauen respektlos behandeln, aber vor allen dingen auch auf oeffentlicher strasse mit ihrem schlüssel schlagen, also, "gewalt gegen frauen machen nur schwächlinge oder so", dann zum thema "missionieren in islamischen ländern ist verboten"
da fällt mir nur zu ein, sind die denn soo wankelmütig ? dass sie angst haben ihren glauben direkt beim hoeren einer anderen religion abzulegen ? ja, und das gute thema verschleierung ist auch sehr schoen, da es doch impliziert das sie ihre eigenen gefühle nicht gezähmt kriegen.Gleichberechtigung von frauen brauche ich wohl nicht zu erwähnen wenn man hoert das in saudi arabien frauen kein auto fahren dürfen oder ihr heim "alleine" verlassen dürfen, das sind alles ideologien, die von unseren geliebten immigranten hier bei uns gelebt werden. Ein weiterer
punkt den ich mich immer wieder frage ist was sie für eine religion haben in der gewalt und drogen dealen kein problem ist, ich kenne nur wenige gewaltbereite drogendealenden türstehende bekennende christen. noch kurz was zum begriff der ehre, wie kann bitteschoen die ehre einer familie hergestellt werden wenn der arbeitslose drogenabhängige bruder seine schwester umbringt ? da geht einem doch der hut hoch ist im islam die ehre nicht auch definiert durch fleiss, lernen und hilfsbereitschaft ? im mittelalter waren islamische länder vorreiter in allen wissenschaftlichen bereichen, was ist da schief gelaufen das dies nicht mehr so ist ? meines erachtens ist der islam für männer nur die bequemste religion die
man wählen kann da sie einem alles erlaubt aber nix verbietet, etwa lügen, stehelen, gewalt oder gar mord.

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herr minister 06.09.2010, 17:43
194. dumpf national

Zitat von sysop
Wegen seiner polemischen Muslim-Schelte steht Thilo Sarrazin am Pranger, aber eines begreifen seine Kritiker offenbar nicht. Der Provokateur verkörpert etwas, das sich nicht ausgrenzen lässt: die Wut*von Leuten,*die es satt haben, für ihre Integrationsangebote beschimpft zu werden.
Von den Migranten mehr Engagement zu fordern und in einer offenen Gesellschaft Freiheit, Gleichberechtigung etc nicht mehr wegen der sog. religiösen Gefühle einschränken zu lassen - alles ok und wichtig das endlich zu thematisieren.
Aber dieses ewige dumpf-nationale Spießer-Geheule über die armen braven Deutschen, die alle bald aussterben werden und sich vom bösen und dummen Ausländer überrennen lassen -
DAS KANN ICH SO LANGSAM ECHT NICHT MEHR HÖREN!
Es sollten halt endlich die geltenden Rechtsgrundsätze auch angewendet werden, dazu müssten vielleicht auch mal die deutschen Gutverdiener zur Kasse gebeten werden, damit ein überforderter Komunalbeamter Unterstützung bekommt und eben nicht nur das Häkchen an den Harz4 Antrag macht.

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vater-gottes 06.09.2010, 17:43
195. meilenstein?

die nun losgetretene debatte, sollte tunlichst nicht im sand verlaufen. gleichwohl es wasser auf den mühlen der extremen rechten sein mag, so ist es doch hoch an der zeit das sich jene die sich als migranten definieren, dies auch durch taten erkennbar werden lassen

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zynik 06.09.2010, 17:43
196. fähnchen im wind

Zitat von sysop
Es sind diese Passagen in Sarrazins Buch, die mir die interessantesten scheinen. In ihnen spricht sich die Melancholie darüber aus, dass die Deutschen nicht nur demografisch an ihrem Verschwinden arbeiten, sondern sich auch von ihren Bildungshorizonten verabschieden. Wer das rassistisch nennt, hat nichts kapiert.
Absehbar, dass Matussek, von Dohnanyi und Konsorten jetzt eiligst ihr Fähnchen in den angebräunten Wind hängen.

Jetzt muss eben ideologische Schützenhilfe geleistet werden, um die gesellschaftliche Spaltung weiter voran zu treiben. Sloterdjik hats vorgemacht...

"Die Bildungshorizonte" verabschieden sich schon länger aus dieser Republik, Herr Matussek. Und es ist nichts anderes als ein intellektueller Scheinmanöver die Verantwortung dafür bei ein paar Migranten oder am besten der neu geschaffenen "Unterschicht" insgesamt abladen zu wollen.
Im diesem Sinne funktioniert die Sarrazin-Debatte wie eine selbsterfüllende Prophezeiung.

Ich hoffe sie und ihre hochgeistigen Kollegen erinnern sich an ihre wohlfeilen Worte, wenn einige Falschversteher diese Worte demnächst in radikale Taten unmsetzen.

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urgestein43 06.09.2010, 17:44
197. Anreize...

Zitat von N.Elias
Aber auch die Gastarbeiter-Kinder können Akademiker werden. Das sieht man in allen europäischen Ländern, aber nur in Deutschland in zaghaften Ansätzen. Warum nicht? Fragen Sie mal die OSZE!
Diese Frage könnten Sie eigentlich selbst selbst beantworten.

Denken Sie an Sprachen- und Eignungstest vor der Einreise...
und vor allen Dingen an Sozialleistungen die nicht in jedem Staat so freizügig von den dortigen Verantwortlichen verteilt werden.

Ist da der Druck, seinen Lebensunterhalt SELBST verdienen zu müssen,

vielleicht der Anreiz für Bildung und Fortkommen im Beruf?

Na, Frage beantwortet ohne die OSZE zu kontaktieren???

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liebegüte 06.09.2010, 17:44
198. @ Jolanda, danke!

Danke Jolanda! Erfreulicher Beitrag. Die Horde der "endlich spricht es einer mal aus" Beiträge stimmt mich ratlos.
Ich wohne und arbeite in einer Migrantengegend und sehe viele Probleme. Aber ich habe die Ahnung, dass viele hier die insgeheime Hoffnung haben, diese Türken mögen doch bitte endlich mal einfach deutsch werden!
Problem:
Kann man wünschen, aber nicht verlangen.

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honk zwo 06.09.2010, 17:44
199. Verlogene Debatte

Die Debatte um die heilige Sarrazinsche Meinungsfreiheit ist an Verlogenheit kaum zu übertreffen.

Hätte er sich auf Integration und deren offensichtliche und unbestreitbare Mängel beschränkt, wäre das Buch zurecht offen und konstruktiv Diskutiert worden. Er ist doch nicht der erste der diese Problematik anspricht!
Was aber mach Sarrazin? Schmeißt mit Genen, Intelligenz, unzähligen Kopftuchmädchen und Juden um sich und die halbe Republik schreit auf, weil zu Recht ein latenter Rassismus diagnostiziert wird.

Jedes größere Fußballforum hat inzwischen einen Sarrazin-Thread in dem jener bejubelt wird. Und zwar dafür, dass sich endlich mal jemand traut, unnützen Ausländern ordentlich die Meinung zu geigen. Die Integrationsdebatte existiert doch überhaupt nicht.

So macht Herr Sarrazin Rassismus hoffähig. Glückwunsch!

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