Forum: Politik
Sarrazin-Debatte: Die Gegenwut

Wegen seiner polemischen Muslim-Schelte steht Thilo Sarrazin am Pranger, aber eines begreifen seine Kritiker offenbar nicht. Der Provokateur verkörpert etwas, das sich nicht ausgrenzen lässt: die Wut*von Leuten,*die es satt haben, für ihre Integrationsangebote beschimpft zu werden.

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Fordler 06.09.2010, 17:48
210. Vorsicht!!!

Hier ein Zitat von Dohnani:
Das Vermeiden dieser Debatte schadet am meisten den Kindern der Migranten. Wenn wir die Wahrheit nicht aussprechen, stützen wir jene Eltern, die sich ihren Kindern nicht ausreichend zuwenden und ihnen die Chance verweigern, Deutsch zu lernen und in der Schule voranzukommen. Wir unterstützen also die Benachteiligung dieser Kinder. Sarrazin führt also eine Debatte zugunsten der Migrantenkinder.

Das müsste für einen Parteiausschluss reichen. Wehe wenn Siggi das liest.

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Delmat 06.09.2010, 17:48
211. Integrations-Debatte

Hallo miteinander,

ich möchte hier mal zum Ausdruck bringen, wie sehr mich diese Heuchelei der so genannten Gutmeschen auf die Palme bringt, die jede Form von Kritik an den bestehenden Problemen bezüglich der Integration von bestimmten Gruppen der Gesellschaft, als rassistich bezeichnen. Diese Erfahrung musste ich schon als Mensch mit Migrationshintergrund im Abitur festellen, als ich es wagte, die Frage zu stellen, warum unterschiedliche Ethnien unterschiedliche Integrationserfogle erzielen. Das Ergebnis war, dass mir von meinem Lehrer und Mitschülern rechte Tendenzen vogeworfen wurden. Dieses Reflex spiegelt sich in allen Ebenen der Gesellschaft wieder. Besonders interessant fand ich jedoch den Auftritt von Frau Forotuan bei Maybrit Illner, die Behauptete, dass es in Berlin keine überproportionalen Delikte, im Verhältnis zum Bevölkerungsanteil, bei bestimmten Migrantengruppen gäbe. Interessant ist dagegen die Intensivtäterstatistik bei Jugendlichen in Berlin, die Aussagt, dass siebzig Prozent einen Migrationshinergrund haben. Es geht ja schließlich nicht darum ganze Volksgruppen pauschal zu verurteilen, sondern in erster Linie darum, die Probleme zu benennen und zu Lösen. In diesem Sinne!

http://www.faz.net/s/RubA24ECD630CAE...~Scontent.html

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markeg 06.09.2010, 17:48
212. Und wann hat uns Volkszorn je geholfen?

Was soll das für eine Logik sein?

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vater-gottes 06.09.2010, 17:49
213. zurück - wohin?

Wut ist im Zusammenhang der Sarrazin-Debatte der falsche Antrieb. Wichtig ist aber klar herauszuarbeiten, dass der ganze Sarrazinismus im Kern vergiftet ist. Er droht uns um viele Jahre zurückzuwerfen.[/QUOTE]

man mag um die wortwahl sarrazins endlose debatten entfachen, aber wohin zum geier kann man zurückgeworfen werden?

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ThomasF 06.09.2010, 17:50
214. Vorwand, Sarrazin mundtot zu machen

Zitat von semper fi
Die Aussagen, bei denen er irrt, werden als Vorwand genommen, die gesamten Aussagen zu diskreditieren. Weil nicht sein kann, was nicht sein darf.
Beim Vorwand, bin ich ganz bei Ihnen. Er sollte mundtot gemacht werden. Das kann nur als perfide bezeichnet werden.
Es ist jedoch noch schlimmer. Er irrt doch noch nicht mal bei den viel zitierten Aussagen über Gene und Intelligenz.
Höchstens kann man ihm begriffliche und semantische Unfeinheiten vorwerfen.
Peinlich wurde es, wenn Frau Elsbeth Stern in der Zeit sich von Aussagen zur teilweisen Vererblichkeit von Intelligenz distanzierte, inhaltlich aber dann nur sagen konnte, dass sich halt nicht Intelligenz sondern Intelligenzunterschiede vererben. Das sind Spitzfindigkeiten, die wissenschaftlich schon einen Unterschied machen, aber in der Sache dann letztlich überhaupt nicht.
Ebenso mir der angeblich so unsäglichen Aussage, dass Juden ein Gen teilen. Das ist wissenschaftlich falsch, weil sie sich nicht in einem Gen zum Teil unterscheiden, sondern in Genvarianten, oder liege ich hier falsch? Vielleicht wäre korrekter von DNA-Sequenzen zu sprechen?
Mein Gott, das sind Spitzfindigkeiten und zumindest die Judengen Debatte ist vorallem auch völlig am Thema vorbei.
Der Fehler Sarrazins war nur, das Wort Gen und das Wort Jude in einem Satz zu nennen.

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Neinsowas 06.09.2010, 17:50
215. Berlin ist nicht überall

Zitat von sysop
Wegen seiner polemischen Muslim-Schelte steht Thilo Sarrazin am Pranger, aber eines begreifen seine Kritiker offenbar nicht. Der Provokateur verkörpert etwas, das sich nicht ausgrenzen lässt: die Wut*von Leuten,*die es satt haben, für ihre Integrationsangebote beschimpft zu werden.




Ich wundere mich. Über den SPIEGEL. Über das Hin-und Hergehopse. Und über diesen o.g. Artikel. Man kann ein Volk auch stimulieren. Das passiert hier.

Wut - ja, Wut haben wir! Aber auf die paar Ausländer, in Berlin, die perspektivelos umherpöbeln, nachdem ihre Väter und Grossväter nun mal in der BRD gelandet sind? Nachdem sie zwischen 2 Kulturen hin-und hergerissen sind?

Nein, unsere Wut (meine Wut) beginnt vor Jahren, als man von bildungs-wie sozialpolitischen Seite nicht reagiert hat auf Bedürfnisse ausländischer Mitbürger. Man hat sie hergeholt. Für die Dreckarbeit, zu der der Deutsche nicht mehr bereit war.
Dass man es bis heute nicht geschafft hat, für Kleinkinder Integrationsprogramme zu schaffen, die ja auch H4 Menschen benötigten! Insbesondere Frauen!
Auch bei den Ausländern sind die Frauen die wirklich Benachteiligten! Türkische Frauen haben offenbar (der Mann denkt und lenkt) es schwerer, als z.B. Sri Lankische Frauen, Deutsch lernen "zu dürfen". Das liegt nun mal in ihrer Kultur. Wollen wir Kulturen abschaffen??? Wollen wir jedem Ausländer vorschreiben, wie er zu leben hat, welche Gedanken er zu haben hat, wonach er zu streben hat?
Stehn wir wieder da, wir, die Deutschen?

Anstatt die Besonderheiten anderer Kulturen als interessante Aspekte zu tolerieren, wollen wir nun wieder "eingreifen" und "bestrafen"...

Unsere politische Kaste hat nichts begriffen. Die soziale Intelligenz scheint auszusterben. Und der Prozess wird durch solch dumme Artikel beschleunigt.

Herr Sarrazin mag manches ein Anliegen sein. Leider zeigt er sich nicht befähigt, in einer vorurteilsfreien und von seinem Gemütszustand relativierten Sprache seine Gedanken zu äussern.
Das macht ihn demagogisch, wie man sieht. Mit ihm das ge-BILD-ete Volk...

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kingston007 06.09.2010, 17:50
216. Ja sicher endlich mal Klartext!

Die Frage ist jetzt ganz klar, mit dem Politischen Einheits Brei lässt sich nichts verändert und die Integrationsdebatte vorantreiben, das zeigte sich aber schon in der Finanzkrise, als man die Banken Kompetenzen abringte in Form von Schuld Eingeständnisse und Kostenbeteiligungen, aber die Kanzlerin ist wie ich festellen musste bei Sarrazin sehr schnell in die Pedalen gekommen, wie ist das nun zu Bewerten?!

Und nun müssen klare Alternativen folgen, warum jetzt eine neue Partei geschaffen werden soll verstehe ich aber nicht ganz???, die Rechts liegenden Parteien kämpfen schon seit Jahrzehnten gegen diesen Trend, wer Klarheit haben möchte sollte sich mal verschiedene Parteiliche Alternativen Anschauen, die nächsten Wahlen kommen...

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herb2309 06.09.2010, 17:50
217. Armes Deutschland

Es ist so weit!!

Du darft alles machen in Deutschland.Du darfst nur kein Deutscher sein.

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Baikal 06.09.2010, 17:51
218. Ja, genau..

Zitat von jolanda78
Die Mittelschicht in Deutschland dreht durch und will ihre Babys auf zweisprachige Kitas schicken, aber den Migrantenkindern Deutsch beizubringen, das fällt niemandem ein. Das sollen die Eltern machen!
... das sollen die Eltern machen und deshalb sollten auch nur noch Eltern einwandern dürfen die das auch können, die nicht mehr per Familiennachzug importiert werden und dann sofort in H4 landen. Alle anderen Länder bestimmen nach Punkt- oder anderen Systemen die genehmen Einwanderer, nur in hier wird eine Art Reservetürkei aufgeschlage, die Worte und Forderungen Erdogans sprechen dafür und für sich.

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emdemuc 06.09.2010, 17:52
219. Es ist nicht so leicht, aber es gibt einen Prozess

Zitat von Willi Wacker
Nein, könnten Sie beim besten Willen nicht. Eine jüdische MUTTER gibt das Judentum weiter. (was im weiteren Sinne durchaus genetisch interpretiert werden kann...). Man kann Christ oder Moslem aufgrund von Einsichten werden oder auch umgekehrt, nicht aber Jude.
Natürlich gibt es eine Konversion zum Judentum. Sie gestaltet sich schwieriger als die zum chritlichen oder muslimischen Glauben, aber sie ist möglich. Einige orthodoxe Juden werden das natürlich nicht anerkennen, aber das wird immer so sein. Es gibt ja auch ein Rabbinatsgericht in Jerusalem, das die Konversion letztendlich anerkennt und bestätigt. Wenn die Konversion an sich unmöglich wäre, gäbe es wohl auch eine solche Stelle nicht.
Außerdem weisen ja auch Stellen im Alten Testament (z.B. das Buch Ruth) daraufhin, dass man zum Juden werden konnte.

Letztlich ist es aber so, dass man sich mit genetischen Vergleichen keinen Gefallen tut, wenn man über ethnologische Fragen und Verhalten debattieren möchte.

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