Forum: Politik
Sarrazin-Debatte: Die Gegenwut

Wegen seiner polemischen Muslim-Schelte steht Thilo Sarrazin am Pranger, aber eines begreifen seine Kritiker offenbar nicht. Der Provokateur verkörpert etwas, das sich nicht ausgrenzen lässt: die Wut*von Leuten,*die es satt haben, für ihre Integrationsangebote beschimpft zu werden.

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ThomasF 06.09.2010, 17:59
240. Danke

Zitat von sysop
Wegen seiner polemischen Muslim-Schelte steht Thilo Sarrazin am Pranger, aber eines begreifen seine Kritiker offenbar nicht. Der Provokateur verkörpert etwas, das sich nicht ausgrenzen lässt: die Wut*von Leuten,*die es satt haben, für ihre Integrationsangebote beschimpft zu werden.
Auch von mir ein kleines Kompliment zu Ihrem Artikel, Herr Matussek. Ein großes Kompliment sogar, wenn Sie sich alleine aus dem Grunde erst jetzt geäußert haben, weil Sie das Buch noch nicht fertig gelesen hatten. Oder wenn Sie solch einen Artikel früher nicht veröffentlichen durften.

Ansonsten noch, ich war eigentlich schon soweit, mich dem Spiegel ( aber auch der Zeit und der Sueddeutschen ) finanziell für längere Zeit zu verweigern. Auch wenn das keine Drohung sein kann und natürlich sein darf, wenn der Spiegel nicht wieder zu mehr Objektivität zurückfindet, werde ich von der gedruckten Sonntagsausgabe verabschieden.

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Ossi Ostborn2.0 06.09.2010, 17:59
241. Immer noch keinen...

Zitat von zynik
Absehbar, dass Matussek, von Dohnanyi und Konsorten jetzt eiligst ihr Fähnchen in den angebräunten Wind hängen.
Es beruhigt mich ungemein, solche Kommentare wie den Ihren zu lesen.

Dieses ganze Geheule: "Endlich sagt mal einer wie es ist" geht mir auch tierisch auf den Senkel. Endlich dürfen sich mal alle braun-angehauchten Besser-Deutschen wieder aus den Schlupfwinkel wagen, denn ein Linker, ein Sozialdemokrat und Bundesbanker polemisiert hier und das kann ja dann wohl nicht rassistisch sein....zu brechen.

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zynik 06.09.2010, 17:59
242. ironie

Zitat von fmyller
Nichts zuende lesen, nichts zuende denken, nichts verstehen, aber laut losbrüllen. So wird das nix mehr, mein lieber Verbraucher und Rohstofflieferant. Wenn nachher wieder keiner mehr etwas gewusst haben will, glaub ich das sogar: Wir Deutsche sind so blöd.
Darin liegt ja die eigentliche Ironie. In einer Debatte, in der man Migranten angebliche Bildungsdefizite vorwirft wird pauschalisiert, werden Vorurteile bedient und völlig unreflektiert halbseidene Thesen übernommen.

Dank Thilo kann sich der Durchschnittsmichel jetzt mal so richtig clever fühlen. Doof sind ja hauptsächlich die Migranten.

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weghorn1 06.09.2010, 18:00
243. "Rassehygiene" - eine "jüdische" Erfindung

Unter der provokativen Überschrift „Die Legende vom jüdischen Gen“ (ttp://www.sueddeutsche.de/kultur/thilo-sarrazin-der-bundesbanker-und-die-staemme-israels-1.996208) polemisiert Michael Brenner in der SZ vom heutigen Tage gegen Sarrazins Behauptung der Existenz einer genetischen Prägung von Völkern, namentlich „der Juden“ und „der Basken“:

„Lange blieb es ruhig um die These einer biologistischen Definition der Juden. Eine angebliche jüdische Rasse oder jüdische Gene festzustellen erschien nicht mehr opportun.“

Im darauf folgenden Satz schon informiert er uns darüber, dass es mit dieser „Ruhe“ nunmehr (!) vorbei sei: „In der letzten Zeit aber kann man wieder viel darüber hören: in naturwissenschaftlichen Fachzeitschriften, in israelischen Parlamentsdebatten (!) und in allerlei Blogs.“

Dass Herr Brenner erst „in letzter Zeit“ vom biologistischen Selbstverständnis „der Juden“ (http://profiprofil.wordpress.com/200...gentlich-jude/ ) gehört hat, muss allerdings damit zusammen hängen, dass er sich mit dem Thema nicht beschäftigt hat, entspricht doch die völkische Definition „des Juden“ dem „jüdischen“ Selbstverständnis, und dies seit mehr als 2500 Jahren (5. Mose 7, V. 2.)!

Dass dieses in Thora und Talmud gegossene rassistische Selbstverständnis also zumindest von keinem der „Juden“ bestritten wird, die darum kämpfen, dass der Staat Israel unbedingt ein „jüdischer Staat“ (Netanjahu) bleibt, sollte Herrn Brenner ebenfalls zu denken geben - wie es einen ja sowieso verwundert, dass er diese Polemik verfassen konnte, wo er doch selbst diese Information hier beisteuert: „In der Tat führten die Ansprüche mehrerer afrikanischer und asiatischer Volksstämme in den letzten Jahren zu heftigen Diskussionen in Israel, wer Jude ist und damit das Recht hat, sich dort auf der Grundlage des 'Rückkehrgesetzes' niederzulassen.“

Frage: Wie anders kämen diese „Volksstämme“ (sic) überhaupt auf die Idee, auch für sich das israelische „Rückkehrgesetz“ zu reklamieren, wenn dieses eben nicht genau auf der biologistischen Blut-und Boden-Definition des „rassehygienischen“ (S. Gabriel) Selbstverständnisses dieses „Volkes“ – genauer natürlich seiner herrschenden Oberschicht (Esra 10, V. 10f.) - gründete?!
Meine Frag: Was also ist am jüdischen Gebot der „Rassereinheit“ eine „Legende“?

Und berücksichtigen Sie bei Ihrer Antwort bitte auch diese Information, die zeigt, dass Esra 9, V. 12. nicht erst „in der letzten Zeit“ das absolute „Gesetz Gottes“ ist, sondern seit 2400 Jahren:
http://www.de.chabad.org/library/art...u-heiraten.htm

Gerd Weghorn, Bonn

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HalloKinder 06.09.2010, 18:01
244. Versagt hat sie, die Debatte

Zitat eines Users:

"Diesen Aufsatz, den sein Buch darstellt, würde ihm jeder Sozialwissenschaftler um die Ohren hauen."

Na Und? Die Zeiten der heilen Soziwelt sind vorbei, gucken Sie doch bitte mal auf die Straße, nichtmal die Menschen die von diesen Sozialwissentschaftlern in Schutz genommen werden nehmen ihre Fürsprecher ernst, deutsch wie "ausländer". Jetzt kommt Sarrazin und bricht mit diesem ganzen Unfug; ich will ihn nicht als Messiahs sehen, um Himmelswillen nicht aber dieser ganze Quatsch vorher fruchtet doch nunmal nicht. Die Debatte war beendet und die Sozialwissentschaftler und Politiker haben vor ihrer Angst etwas falsches Zusagen kapituliert! Es brauchte Sarrazin damit es jetzt weitergeht!
Und dafür wird der Mann gejagt; für einen Dienst an der Gesellschaft?

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PeterPen 06.09.2010, 18:01
245. Der Islam ist das Problem

Die Mär, dass nur eine angeblich winzige 'islamistische' (wohlgemerkt nicht 'islamische') Minderheit ein Problem darstellt, nicht aber der Islam an sich, ist die grundsätzliche Lebenslüge unserer sog. Eliten.

Der Islam ist die Wurzel vieler gesellschaftlicher Übel in Deutschland - ohne philosophisch zu werden, sondern (Sarrazin sei u.a. dank) aufgrund klarer statistischer Korrelationen belegbar.

Übrigens würde niemand in D auf die Idee kommen, "die Deutschen" von der Kriegsschuld freizusprechen, und nur einer kleinen radikalen Minderheit von "Deutschisten" oder Nazis die Verantwortung zu geben.

Das ist der perfideste Teil des institutionellen anti-deutschen Rassismus, der von unseren sog. politischen Eliten und dem Medienestablishment jeden Tag vorgelebt wird.

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lumool 06.09.2010, 18:01
246. Ein sehr guter Artikel. Tja, so ist die Chattering Class...

Der Autor spricht mir aus dem Herzen. Die schweigende Mehrheit wird als Rassisten beschimpft, OBWOHL SIE KEINE SIND! Die Deutschen sind ein weltoffenes Land. Gerade diejenigen, die Sarrazin zustimmen. Es geht Sarrazin nicht darum gegen Migranten "zu hetzten". Es geht Ihm darum, dass Sich ein Teil der Migranten integrationsunwillig ist aufgrund kultureller Defizite. Darüber zu reden ist keine Schande, und kein Rassismus.
Matussek hat übrigens absolut recht, dass es auch völlig berechtigt ist, über die eigene nationale Identität nachzudenken. In anderen westlichen Ländern tut man das auch. Die deutsche "Chattering Class", die linksliberalen Eliten, die jetzt Sarrazin verteufeln, müssten, Franzosen, Amerikaner, Engländer, und Dänen als Rassisten ansehen. Das ist absurd. Es zeigt sich mal wieder, dass jenen linksliberale Elite in Deutschland die Hegemonie besitzt. Diese Leute leben in Ihrer dämlichen Friedrichshain Kuschelwelt, wählen Frau Künast und fühlen sich weltoffen. Das ist nicht weltoffen, sondern schäbig. Aber so ist die Chattering Class!

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Der Markt 06.09.2010, 18:02
247. Wo denn?

Zitat von jolanda78
Das einzig beruhigende bei der ganzen Medienhetze gegen die Türken ist, dass die meisten Türken hier davon nichts mitbekommen. Die schauen ihre türkischen Sender und lesen türkische Zeitungen.
Sehen sie, genau dass ist das Problem...
Ansonsten: Wo wird denn hier gegen Türken gehetzt?
Viele Türken beschimpfen Deutsche als "scheiß Kartoffeln", "Christen", "Nazis", "Schweinefleischfresser" etc. DAS ist Hetzte. DAS ist Rassismus.

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sivosivo 06.09.2010, 18:02
248. Ein recht guter Artikel

der allerdings mindestens eine Woche zu spät kommt. Woran liegt's? An den gekündigten Spiegel-Abos?

Ich vermisse allerdings immer noch einen Bericht von spiegel online über das überaus merkwürdige Verschwinden und den noch merkwürdigeren Tod der Berliner Jugendrichterin Kirsten Heisig. Bis heute war dies Ihrer Plattform keinen einzigen Satz wert. Woran lag's denn?

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Durruti100 06.09.2010, 18:02
249. Thilo schafft sich ab und eine neue Rechte an, toll!

Egal ob Sarazins Bestandsaufnahme richtig ist oder nicht. Die Debatte wird nicht dazu führen, dass sich was ändert. Wie eine Foristin türkischer Herkunft schon sagte: Die meisten ihrer Landsleute interessieren sich gar nicht dafür und gucken lieber TRT in der Teestube.
Diese Menschen interessieren sich für überhaupt nichts was mit Deutschland zu tun hat. Das trifft übrigens für die meisten Deutschen genauso zu!
Deshalb können die Politiker ja auch alles schleifen lassen und müssen sich um nichts kümmern - weil´s allen "am Arsch" vorbeigeht.

Wetten wir bekommen was neues am rechten Rand der CDU!?
Danke Herr Sarazin, das hat´s nun wirklich nicht gebraucht!

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