Forum: Politik
Sarrazin-Debatte: Die Gegenwut

Wegen seiner polemischen Muslim-Schelte steht Thilo Sarrazin am Pranger, aber eines begreifen seine Kritiker offenbar nicht. Der Provokateur verkörpert etwas, das sich nicht ausgrenzen lässt: die Wut*von Leuten,*die es satt haben, für ihre Integrationsangebote beschimpft zu werden.

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semper fi 06.09.2010, 16:43
20. -

Zitat von Hartmut Dresia
Wut ist im Zusammenhang der Sarrazin-Debatte der falsche Antrieb. Wichtig ist aber klar herauszuarbeiten, dass der ganze Sarrazinismus im Kern vergiftet ist. Er droht uns um viele Jahre zurückzuwerfen.
Eher das Gegenteil ist der Fall. Dadurch, dass Sarrazin so viel Aufmerksamkeit bekommt - und wohl überwiegend Bestätigung aus allen Kreisen der Bevölkerung - setzt sich endlich einmal die Politik in Bewegung. Hoffentlich hält der Bewegungsdrang an.

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peterpaul11 06.09.2010, 16:43
21. Rebell Mattussek ist zwei Wochen zu spät

Na Sie sind ja ein ganz kesser Rebell, Herr Mattussek!

Erst beschimpft der Spielgel Sarrazin als "Westentaschen Wilders", dann folgt eine zwei wöchige political correctness Belehrung an die Bevölkerung und dann kriechen Sie aus irgendeinem Stein hervor und schreiben, dass die FAZ und die Zeit die PC-Propagandisten sind. Und warum kommen Sie erst jetzt? Wo waren Sie vor zwei Wochen, Sie Held?

Erst mal abwarten, was die anderen sagen und wohin die Debatte führt, bevor man eine Stellung bezieht, nicht wahr? das nenn ich rückgratlos und heuchlerisch, Herr Mattussek.

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Bikkje 06.09.2010, 16:44
22. -

Das Traurige ist einfach, dass das Negative immer auffällt und das Positive einfach so hingenommen wird. Es gibt auch viele Migranten, die sich um die Integration bemühen und hervorragend integriert sind. Leider werden diese ebenso in ein schlechtes Licht gerückt.
Trotz alledem finde ich diesen Artikel recht gut und bin auch der Meinung, dass sich etwas ändern muss. Besser gesagt, wir brauchen endlich mal eine Einwanderungspolitik und kein Wegschauen mehr!

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tomtomtomtomtom 06.09.2010, 16:44
23. geht doch...

Dieser Artikel war überfällig, verehrte SPON-Redaktion. Die unreflektierte Anti-Sarrazin-Polemik der letzten Woche war größtenteils journalistisch unter aller Kanone.

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Spinatwachtel 06.09.2010, 16:44
24. Vielen Dank

Zitat von sysop
Wegen seiner polemischen Muslim-Schelte steht Thilo Sarrazin am Pranger, aber eines begreifen seine Kritiker offenbar nicht. Der Provokateur verkörpert etwas, das sich nicht ausgrenzen lässt: die Wut*von Leuten,*die es satt haben, für ihre Integrationsangebote beschimpft zu werden.
für diesen Artikel, Herr Matussek! Ich kann dem nichts hinzufügen, ausser der Hoffnung, dass nun auch in diesem Land ehrlich und ernsthaft diskutiert wird.

Weiter die Missstände unter den Teppich zu kehren führt m.E. zu einer Katastrophe. Das möchte ich uns und unserem Land ersparen.

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baloo55 06.09.2010, 16:44
25. Mit Abstand

das Beste was bisher zu dem Thema von der Presse, wie auch der Spiegel bisher überwiegend zu denen gehörten die uns Toleranz "einbimsen" wollte, veröffentlicht wurde. Nun das geht so nicht mehr, auch Merkel, Gabriel, Wowereiet (Wowereit wer?)werden das mittlerweile gemerkt haben.

Glückwunsch Herr Matussek

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adam68161 06.09.2010, 16:44
26. Nachdenken ist schwer, polemisieren leicht...

Zitat von Hartmut Dresia
Der stellvertretende Vorsitzende der SPD-Grundsatzkommission, Thomas Meyer, hat darauf hingewiesen, dass Sarrazin “auf der Grundlage einer verkürzt rezipierten Genetik rassistisch” argumentiert. () Wut ist im Zusammenhang der Sarrazin-Debatte der falsche Antrieb. Wichtig ist aber klar herauszuarbeiten, dass der ganze Sarrazinismus im Kern vergiftet ist. Er droht uns um viele Jahre zurückzuwerfen.
Der gute Forist - wohl einer der immer mehr in Unterzahl befindlichen Gutmenschen - hat nichts verstanden. Bildungseinrichtungen funktionieren doch nur dann, wenn sie auch genutzt werden, und das scheint ja viel zu oft nicht der Fall zu sein. Statt nachzudenken, und endlich hier anzusetzen, wird wieder einmal gehetzt. Jeder pflegt halt seine Vor-Urteile so gut er kann.

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so_isses_halt 06.09.2010, 16:45
27. Na also!

Endlich mal ein Artikel, der Politik und Journalismus deutlich macht, was der Grund für Sarrazins Rückhalt in der Bevölkerung ist.
Endlich wird klar, dass es hier nicht allein um Integration oder gar Zuwanderung geht, sondern primär um ein gesellschaftliches und kulturelles Problem, das es nicht nur in Deutschland gibt, sondern in ganz Europa, und das sich in einem Wort ausdrücken lässt: Islam.
Die Menschen haben wohl eher als die Politik kapiert, dass Integrationsunwille und kriminelle Parallelgesellschaften in direkter Linie mit einem muslimischen Kulturhintergrund zusammenhängen, und zollen Sarrazin ihren Dank dafür, das medienwirksam ausgesprochen zu haben.
Die Leute haben die Nase voll von Sonderbehandlungen für lautstarke Muslim-Verbände und kulturellem Relativismus. Sie wollen selbst bestimmen, welche Regeln in ihrem Land gelten, und sehen es nicht mehr ein, warum sich die Politik ständig einer Minderheit beugt, anstatt die Wünsche der Mehrheitsgesellschaft zu respektieren.
Danke für diesen Artikel, Pflichtlektüre für alle Politiker!

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mbschmid 06.09.2010, 16:45
28. Ein etwas seltsamer Artikel

Ich stelle mir gerade vor, ich wäre gut integrierter türkischer Einwanderer, zahle hier Steuer, bin noch nie dem Staat zur Last gefallen, meine Kinder machen Abitur. Warum soll ich mich mit irgendwelchen dummen Leuten beschäftigen blos weil sie meine Landleute sind? Und natürlich werde ich sauer, wenn mich jemand mit denen genetisch in einen Topf wirft und behauptet ich mache das Land kaputt in dem ich lebe.
Das Problem ist doch wo anders. Das Problem besteht darin, dass man die Einwanderer nichts rauswirft, welche die wirklichen Probleme machen.
Wenn ein Jugentlicher, wie schon geschehen über 50 Straftaten ansammelt, dann hat man den Zeitpunkt längst verpasst, wo man nicht nur ihn, sonder auch die für ihn verantwortlichen Eltern hätte ausweisen sollen.

Die Frage ist auch auch, warum lässt man jeden rein. Ich kann auch als gut ausgebildeter Europäer nicht einfach nach Australien auswandern. Dort wird genau geprüft, wer rein passt und wer nicht. Ich möchte einmal wissen, wie viele arabische und türkische Einwanderer es in Australien gibt.

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semper fi 06.09.2010, 16:46
29. -

Zitat von Strichnid
Und wieder ein Sarrazinenbeitrag, der ohne jegliche sachliche Auseinandersetzung oder gar praktikablen Vorschlägen etwas zur Debatte beiträgt. Wie lange will man sich (in dem Fall Mattusek) eigentlich noch auf der angebliche Tabuisierung der Thematik ausruhen? Was folgt aus der merkwürdigen Erkenntnis, ganze Volksgruppen hätten "bestimmte Merkmale gemeinsam"? Folgt daraus irgendetwas? Oder geht es tatsächlich nur ums Einfordern des Rechts, das zu formulieren - was im Grunde dann tatsächlich nichts anderes als Vulgärsozialdarwinismus ohne folgen wäre.
In einem Punkt gebe ich Ihnen Recht: Bei dem Genetik-Thema hätte Sarrazin besser die Klappe gehalten. Aber es ist wiederum typisch für die Herrscher der Political Correctness, dass sie genau dieses Thema aufgreifen, um vom eigentlich Problem - von Sarrazin sehr gut beschrieben - abzulenken.

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