Forum: Politik
Sarrazin-Debatte: Die Gegenwut

Wegen seiner polemischen Muslim-Schelte steht Thilo Sarrazin am Pranger, aber eines begreifen seine Kritiker offenbar nicht. Der Provokateur verkörpert etwas, das sich nicht ausgrenzen lässt: die Wut*von Leuten,*die es satt haben, für ihre Integrationsangebote beschimpft zu werden.

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semper fi 06.09.2010, 18:19
320. -

Zitat von Christiane Schneider
Wie verhalten sich eigentlich Deutsche Auswanderer im Ausland? (z.B. Australien) - lernen sie die Sprache?
Sicher. Ohne Sprachkenntnisse kein Job, ohne Job kein Lebensunterhalt.

Zitat von
- wollen sie von Sozialhilfe dort leben?
Ob die wollen, weiss ich nicht. Ich weiss aber, dass sie nicht könnten, selbst wenn sie wollen. Das gibt es nämlich nicht.

Zitat von
- wollen Sie sich äußerlich von Australiern abheben?
Nö.

Zitat von
Wie würden die Australier wohl reagieren, wenn die Deutschen das machen würden???
Nach Deutschland schicken.

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harrold 06.09.2010, 18:20
321. Sadismus?

Zitat von SIBO
Das sehe ich ähnlich. Nicht Integration, sondern vollständige Aufgabe der Kultur wäre denen das Liebste. Schlimm, das Ganze.
Da kommt mir gerade ein Gedanke:
Könnte es sein, dass es sich dabei um eine Projektion seitens dieser Millionen handelt? Sie wollen, dass die Migranten ihre Kultur aufgeben, genau wie sie sich dazu zwingen oder gezwungen werden, alles "Deutsche" in sich zu unterdrücken.
Sie sehen das Kulturselbstbewußtsein der Muslime und wollen es abtöten, weil sie im Gefolge der 68er und Reeducation nach 45 das, was in ihnen nach Kulturbrauch strebt, hassen.
Als Ersatz für diesen Hass gegen den Hang zum Brauchtum in sich selbst hassen sie nun die Muslime.

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nocheinbuerger 06.09.2010, 18:21
322. Linke Wähler denken ähnlich wie Sarrazin

Zitat von Guillermo Emmark
Und wo die Linke?
Die Linke dürfte das Problem haben, daß ein Großteil ihrer Wähler, ähnlich wie bei der SPD, die Positionen von Sarrazin vertritt, da sie mit den Folgen der Einwanderungspolitik tagtäglich konfrontiert sind. Da helfen auch die verbalen Hiebe der Oberlinken in Richtung des pöhsen Sarrazin nicht.

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gaunerix 06.09.2010, 18:21
323. Schonmal so gesehen?

Langsam ödet es mich an, dass immer wieder auf die deutsche Geschichte verwiesen und man in diese Ecke gestellt wird, nur weil man teilweise mit den Ansichten des Herrn S. einverstanden ist.
Es gehört mal ganz klar gesagt, dass es die meisten Menschen im Klartext einfach nur ankotzt, wie sich einige
- nicht alle-
hier aufführen!
Keiner hat was dagegen, wenn ein Einwanderer hier glücklich werden und seine Religion auch leben will. Nur kann es einfach nicht sein, dass einige der Meinung sind, dass sie hier tun und lassen können, was sie wollen; sogar der Meinung sind sie stehen über unserer Gesellschaft, unseren Gesetzen, etc.
Es gebietet schon der Anstand, dass man sich den Gepflogenheiten, der Kultur, der Gesellschaft in der man leben möchte anpasst und nicht andersrum. Das ist einer der Knackpunkte, den ich immer wieder in Diskussionen um dieses Thema höre und auch selber so sehe. Nicht wir müssen uns der Gepflogenheiten der jeweiligen Migrantengruppen anpassen, sondern andersrum!
Natürlich müssen auch wir Toleranz und Respekt zeigen, aber es muss uns auch ebenso zugebilligt werden, wie es erwartet wird!
Ich selber lebe in einer Mittelstadt mit dreißig Prozent Ausländeranteil. Na und?
Mich ärgert es nur, wenn sich manche aufführen, als ob sie die Elite der Menschheit sind, von uns Toleranz, Akzeptanz und Respekt erwarten, aber selber nicht bereit sind diese Werte auch entegegen zu bringen.

Wenn ALG II Empfänger, Homosexuelle, schlecht Gebildete, Alleinerziehende in den Medien wie die Sau durchs Dorf getrieben werden.....da kräht kein Hahn danach, solang der/ die Betroffenen deutscher Herkunft sind!
Dann ist Diskriminierung in Ordnung.....

Und was noch total interessant ist ( so nebenbei)
Läuft jemand in einer deutschen Tarnhose oder BW- Stiefeln rum wird er oftmals sofort in die rechte Ecke gestellt,
wurde eine Tarnhose bei einer Modekette gekauft, dann ist das völlig in Ordnung, weil der Mode der Masse entsprechend.
Die Doppelmoral lässt grüßen.

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rama-6 06.09.2010, 18:21
324. Ich kann Ihnen helfen.

Zitat von emdemuc
Nicht mal Herr Sarrazin streitet ab, gesagt zu haben, dass „alle Juden ein bestimmtes Gen teilen“. Wenn Sie diese Information nicht finden, kann ich Ihnen auch nicht helfen.
Das wird nun der Herr Friedmann nicht gerne höhren wollen,da es ja Rassistisch ist.

Aber ein Artikel über den Judengen wurde Veröffentlich,
schon vor dem Artikel im Tagesspiegel,am 17.06.2010 in der
Zeitung,als Leitartikel,

www.juedische allgemeine.de

unter dem Titel " Kinder Abrahams "

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globallynaive 06.09.2010, 18:22
325. Es gibt aber auch ein Gros der Leute, die sich keinen Deut um Bildung scheren

Zitat von thiber
Sie denken nicht weit genug. Die Frage ist doch, was eine Diskriminierung darstellt. Sind die Lebensumstände von vielen bildungsfernen- und -feindlichen Mitbürger diskriminierend oder ist es die Feststellung, dass eine solche Benachteiligung besteht. Sarrazin trifft letztere und weist noch daraufhin - leider ebenfalls zutreffend -, dass weder die äußeren noch die internen Umstände ein Ausbrechen aus dem sozialen Teufelskreis begünstigen. Im Gegenteil, es wird sogar verhindert. Denken Sie wirklich, bildungsferne und -feindliche Mitbürger erfüllt die eigene Rückständigkeit mit Glück? Haben Sie schon einmal die Neugier, Lernbegierigkeit und Freude von Menschen erlebt, die lange Zeit aus verschiedensten Gründen von der eigenen Bildung abgehalten wurden und dann alle Möglichkeiten erhielten? Offensichtlich nicht, sonst würden Sie nicht mit dem Zitieren des GG das Unglück Anderer einzubetonieren versuchen.
Ich arbeite mit türkischen Familien - auch mit streng gläubigen in einem Problemviertel in der Schweiz. Ich lebe auch in diesem Quartier, freiwillig. Leider ist es oft so, dass sich die ungebildeten Eltern den wissbegierigen Kindern in den Weg stellen. Diese Kinder erfahren nicht nur einen Mangel an Unterstützung, sondern oft auch klare Behinderung ihrer Wissbegierde, da die Eltern Angst haben an Autorität zu verlieren (was eben leider auch oft passiert, wenn der 12 Jährige plötzlich die Bank- und Amtsgeschäfte abwickeln muss, weil er alleine gut genug Deutsch spricht). Das betrifft im übrigen nicht nur die Mädels, welche in solchen Familien sowieso nur als Währung zur Zementierung der Familienehre gesehen werden, sondern auch die Jungs.

Wo wir Sozialarbeiter, die tagtäglich an dieser Kriegsfront arbeiten müssen, intervenieren können ist bei jenen Familien, wo der Wille zur Bildung da ist, aber das Bewusstsein über die aufzuwendende Energie für den Bildungserfolg nicht da oder utopisch ist. Im Vergleich zu einer Marie oder Julia, die rundum gefördert wird, wird eine Aishe, deren Eltern kaum Schreiben können, immer benachteiligt sein.

Ein Beispiel:
Eine türkische Familie stellt die Kinder (4 Kinder von 3-12) jeden Nachmittag auf die Strasse, weil die Mutter telefonieren will und schliesslich macht man das in ihrem Dorf ja auch so. Da spielen die Kinder mit den Ziegen oder was auch immer. Das jüngste Kind ist 3 Jahre alt. Die Kinder verbringen mehrere Stunden draussen. In dieser Zeit werden keine Aufgaben gemacht, die Kinder verwahrlosen auf der Strasse. Trotzdem ist der Anspruch der Eltern da, dass aus diesen Kindern Ärzte und Zahnärzte werden sollen. Hier muss man die Eltern in die Pflicht nehmen, dass wenn diese schon unfähig sind, sich um ihre Kinder zu kümmern, diese zumindest die kostenlose Hausaufgabennachhilfe des Quartiers besuchen dürfen. Das dürfen die Kinder jedoch nicht, da die Betreuung durch Fremde und keine Muslime /bzw nicht familienintern ist. Die meisten moderaten Türken die ich kenne, gruseln sich auch vor Leuten mit einer so kaputten Einstellung. Aber leider haben wir immer mehr von diesen Leuten im Quartier und der Gruselfaktor steigt!

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mantriur 06.09.2010, 18:22
326. ...

Zitat von Strichnid
Und warum ist jeder für "seine Landsleute" verantwortlich?
Die offensichtlich Antwort auf diese Vorlage ist: Weil die Deutschen heute noch verantwortlich für ihre lange verstorbenen aber leider schwer durchgeknallten Vorfahren sein müssen.

Persönlich sehe ich das allerdings genauso: Sippenhaft war noch nie eine gute Idee. Das sollte dann aber für jeden gelten.

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flanke 06.09.2010, 18:23
327. Eine neue Partei wird kommen!!!!!!

Ich nehme folgende Wette an:

Wir bekommen in Baelde eine neue Partei rechts der CDU. Die Zugpferde:

Merz
Clement
Sarrazin

evtl. auch noch Steinbrueck

Wer hält dagegen?

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Strichnid 06.09.2010, 18:23
328. ...

Zitat von sivosivo
der allerdings mindestens eine Woche zu spät kommt. Woran liegt's? An den gekündigten Spiegel-Abos?
Vermutlich. Der Spiegel knickt ein vor der geballten Meinungsmacht der Leserschaft. Auf diese Weise werden gegensätzliche Meinungen, die sicherlich viele Redakteure immer noch haben, mundtot gemacht und tabuisiert. Schlimm das.

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Michael Giertz 06.09.2010, 18:23
329. Interessanter Ansatz

Zitat von christian.stuermer
Integrierte Türken haben ein vorwiegend deutsches Umfeld. Wieso sollen sie auf die Türken einwirken, die sich nicht integrieren wollen? Das machen wir ja auch nicht. Sehr beängstigend finde ich die Vorstellung vieler Politiker, Integration könnte wie ein Schulfach in Kursen gelehrt und abgefragt werden. Aber das liegt sicher daran, dass die meisten Politiker Lehrer sind.
Interessanter Denkansatz. Wie integriert man einen Ausländer, der eigentlich in irgend ein "Ghetto" abgeschoben wird, also in ein Viertel wo er weitestgehend unter seinesgleichen lebt? Wie integriere ich z.B. einen Türken, einen Iraner, einen Russen, einen Vietnamesen, wenn derjenige kurzerhand im "Türkenviertel", im "Russenviertel" usw lebt, dort arbeitet, die religiöse Einrichtung besucht usw?

Gar nicht! Weil nämlich der Migrant dann kurzerhand nicht wirklich die Notwendigkeit erkennt, sich sprachlich und kulturell an die Gesellschaft anzupassen - er ist ja in einer Parallelgesellschaft.

Wenn wir also wollen, dass unsere Mitbürger mit Migrationshintergrund wirklich voll integriert sind, dann wäre der erste Schritt diese "Clusterbildung" von Parallelgesellschaften zu unterbinden. Statt Türkisch-Klassen an Berliner Hauptschulen sollten lieber die Türken auf alle Klassen gleichmäßig verteilt werden, damit sie eine sprachliche Minderheit darstellen und deutsch lernen MÜSSEN (Türkisch-Unterricht darf aber gern angeboten werden). Das gleiche gilt eben auch für Russen, Italiener ...

Ich könnte auch sagen: es liegt nicht nur am "integrationsunwilligen Migranten", wenn er nicht in unserer Gesellschaft ankommt, sondern auch an unserer Integrationspolitik, welche die Bildung von Parallelgesellschaften überhaupt erst ermöglicht hat. Hier müssen wir anfangen.

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