Forum: Politik
Sarrazin-Debatte: Die Gegenwut

Wegen seiner polemischen Muslim-Schelte steht Thilo Sarrazin am Pranger, aber eines begreifen seine Kritiker offenbar nicht. Der Provokateur verkörpert etwas, das sich nicht ausgrenzen lässt: die Wut*von Leuten,*die es satt haben, für ihre Integrationsangebote beschimpft zu werden.

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duk2500 06.09.2010, 16:59
60. kritischer Journalismus

Man liest zweimal und ist immer noch erstaunt: Es gibt im SPON doch noch objektiven, mainstreamkritischen, aufklärerischen Journalismus.

Bravo, ich hätte das nach der von unserer gesellschaftlichen "Elite" wie Weber, Merkel, Wulff, Gabriel, Kühnast, diverser Talkschwafler und Co. veranstalteten Hexenjagd der letzten Tage nicht mehr erwartet!

Bitte weiter so! Wir werden doch noch eine offene und demokratische Gesellschaft.

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nurmeinsenf 06.09.2010, 16:59
61. Glasklar durch alle Nebelgranaten durchgeleuchtet

Ein wunderbarer Kommentar, der die Diskussion wieder auf den Punkt zurückholt. Bei gewissen Schlüsselformulierungen kommt eine gewaltige Betroffenheits- und Aufregungsmaschinerie in Gang, die mit purer Lautstärke jede sinnvolle Diskussion erstickt. Es geht nicht um ein "jüdisches Gen", sondern um die von Sarrazin beobachtete, gescheiterte Integration bestimmter Bevölkerungskreise, die dort, wo diese Kreise einen hohen Anteil an der Bevölkerung haben, Probleme machen.

Ich will nicht, daß meine Kinder auf dem Schulhof als "Christ" beschimpft und drangsaliert werden, und auch nicht, daß meine Töchter "Huren" und "Schlampen" sind, quasi Freiwild, mit denen man alles machen kann, weil sie nicht züchtig-verschleiert herumlaufen. Sonst jemand?

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thiber 06.09.2010, 17:00
62. ...

Ich habe immer noch nicht verstanden, was Sarrazin vor allem vorgeworfen wird. Sind es die Aussagen, bei denen er irrt oder jene, mit denen er vollständig richtig liegt?

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Ophelie 06.09.2010, 17:00
63. Sarrazin-Debatte

Eine Sternstunde!
Eines der wenigen Male, wo einem aus dem Herzen gesprochen wird und man sich verstanden fühlt.
Mein Kompliment. Bitte weiter so.

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Newspeak 06.09.2010, 17:00
64. ...

"Sollten die Repräsentanten geglückter türkischer Vorzeigebiografien nicht einwirken auf ihre Landsleute und Milieus, damit der Koran endlich sein Gesicht von Sanftmut und Nächstenliebe zeigt? Vor allem aber wäre es schön, wenn sie sich irgendwo zu Pluralität und Meinungsfreiheit ausließen."

Wieso sollten sie das? Diese Denkweise ist völlig absurd, denn die Türken mit Vorzeigebiographie haben mit den ihresgleichen ohne genausowenig zu schaffen, wie dies für Deutsche gilt. Es ist eigentlich schon wieder verdeckter Rassismus, die Türken mit Vorzeigebiographie als eigenständige Gruppe zu kennzeichnen, anstatt alle in diesem Land lebenden Menschen zuerst als Deutsche zu begreifen (mit oder ohne Vorzeigebiographie) und wenn dann nach ihrer Weltanschauung zu unterscheiden. Die auffälligen Türken sind nämlich auch erstmal Deutsche, nur eben kriminell, patriarchalisch orientiert, intolerant etc. genau so wie es Deutsche mit diesen Eigenschaften gibt. Bei den Deutschen schiebt man die Problematik aber auf die Bildung, bei den Türken auf ihren angeblichen Migrationshintergrund, was in der Zusammenschau völlig unlogisch ist. Außerdem sollte man bei allen Fragen nach der Integrationswilligkeit auch mal fragen, was wir eigentlich dafür tun, um Integration zu befördern. Wir glauben offiziell noch, eine staatliche soziale Vollversorgung würde schon reichen, dabei verhindern wir staatlicherseits selbst am meisten, daß Integration erfolgreich ist. Z.B. indem wir Bildungsabschlüsse nicht anerkennen, z.B. indem wir arbeitswilligen Migranten die Arbeit verbieten, z.B. indem wir Einwanderungswillige schlicht und einfach von Amts wegen wie Dreck behandeln (das war übrigens schon bei den Gastarbeitern so) und keine Perspektive bieten. Kann sich da noch einer wundern, wenn irgendwann niemand mehr Lust hat, sich zu integrieren?

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docuhirsch 06.09.2010, 17:01
65. Wohl wahr

Zitat von D50
Was unsere politische Elite unter Meinungsfreiheit versteht ist ungeheuerlich. Ich hoffe, dass wir noch sehr viel mehr von Sarrazin hören werden.
Dem kann ich mich vorbehaltlos anschliessen.
Eine kleine Gruppe beschliesst jemanden ins negative Rampenlicht zu stellen. Weil er seine Meinung sagt, vertritt, und nicht nur seine sondern die der breiten Bevoelkerungsschicht. Schluss mit der Bevormundung einzelner Interessensverbaende. Schoen wenn Hr. Sarrazin mehr zu sagen hat.

Danke.

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only_for_test 06.09.2010, 17:02
66. Politische Euthanasie

So bezeichne ich dass, was mit Herrn Sarrazin derzeit geschieht.
Die Väter des Grundgesetzes würden sich im Grabe rumdrehen, wenn sie wüssten wie das Recht der MEinungsfreiheit mit Füssen getreten wird.

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harrybr 06.09.2010, 17:02
67. ist nicht unser Job

Zitat von johnpowell69
Deutschland ernährt uns sehr gut, aber macht uns dadurch nicht besonderes glüklich

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JayMAF 06.09.2010, 17:02
68. Lesen heißt nicht unbedingt verstehen

Zitat von kiu77
gewissermaßen intelektueller Dünnpfiff. Matussek versteht sich ja als "positiver Deutscher", will im Klartext heißen: Neu-Deutschnationaler, der darauf besteht, dass man das auch noch gut finden können soll. Seine Art von Integration ist das beten von Rosenkränzen auf das Gefühl des Stolzes ein Deutscher sein zu können. Wie immer also oberpeinlich. Da schämt man sich dann Deutscher zu sein. Stolz wäre ich auf andere Aspekte statt dem Bewundern eines fies berechnenden Demagogen wie Sarrazin.
Haben Sie den - in meinen Augen sachlichen - Artikel nicht nur gelesen, sondern auch verstanden ?

Nach dem, was Sie jetzt mehrfach von sich gegeben haben, habe ich daran so meine Zweifel.

Und dieses Nazi-Gejaule interessiert mittlerweile sowieso niemanden mehr. Mich kann es eh nicht treffen, da ich mit 'der Gnade der späten Geburt' gesegnet bin (LOL, den Spruch finde ich immer wieder Klasse).

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idealist100 06.09.2010, 17:02
69. Leider

Zitat von random42
Ein einfach toller Artikel, den ich so unterschreiben könnte. Toll, dass es auf Spiegel Online auch solche Stimmen gibt. Meinen Respekt und mein Kompliment.
kommt der Artikel zu spät. Erst draufschlagen und wenn man merkt das eine Vielzahl dem Spiegel Abbo den Rücken kehren, zurück rudern. Lieber Spiegel / Spiegel online der Bürger merkt, wenn etwas Faul ist im Staate. Das S Buch mag verschroben sein aber es hat etwas aus dem Untergrund an die Oberfläche gespült. Das wollte aber niemand, auch ihr nicht.

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