Forum: Politik
Saudi-Araber in Syrien: Einmal Dschihad-Entzug und zurück
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Ahmed al-Schajia ist Saudi-Arabiens bekanntester Terror-Aussteiger: Er überlebte ein Attentat, an dem er beteiligt war, danach schien er sich von den Radikalislamisten abgewandt zu haben. Doch nun kämpft er wieder für sie, diesmal in Syrien.

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AnnaLena77 12.01.2014, 08:39
1. Frontkämpfererholungsheim

Oh ein Forum... wie selten.

Naja.. schon nach dem Lesen vor ein oder zwei Jahren der ersten Berichte über diese Therapiezentren konnte ich es mir nicht vorstellen, dass diejenigen diese Einrichtung durchlaufen sich großartig vom Pfad des Terrorismus abwenden.

Mir kam eher der Gedanke, dass dies wohl eher ein Frontkämpfererholungsheim ist. Offizielle Zahlen wird es sicher nicht geben. Aber diese Zentren dienen doch eher dazu nach dem Jihad die Kämpfer wieder in die saudi-arabische Gesellschaft zu re-integrieren als tatsächlich ein Umdenken der islamischen Doktrin zu fördern.

Die Staatsdoktrin in SA, also der islamische Wahabismus, ist schließlich nicht für seine Toleranz und Aufgeschlossenheit bekannt. Viel mehr werden Christen und Juden exakt wie es auch der Koran beschreibt als niedere Wesen beschrieben, die man mittels Steuern ausnehmen darf aber niemals als Gleichberechtigt ansieht. So dürfen SA Bürger keine Andersgläubigen sein, da dies einTodesurteil nach sich zieht (entweder durch Staat oder die Familie, die dann keine Saktionen zu fürchten hat) .
Schlimmer sind natürlich nach dem Islam und der SA Staatsdoktrin Nichtgläubige, Häretiker (in diesem Fall Schiiten (im Iran ist es dann natürlich die jeweils andere Glaubensrichtung und andere 'fehlgeleitete' Mohammedaner) oder Vielgötterreligionen und so weiter. Deren Lebensberechtigung ist nahezu null. Und so wird es ja auch in SA praktiziert und an den Schulen gelehrt und eingetrichtert.

Schade das der Autor des Artikels dies nur andeutet und nicht offen beschreibt.
["Unschuldige darf man nicht töten." Doch was genau heißt das? Auch Terroristen glauben nicht, dass sie Unschuldige töten. Wer schuldig ist, ist Ansichtssache.]

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tonybkk 12.01.2014, 08:55
2. ......

Zitat von sysop
Ahmed al-Schajia ist Saudi-Arabiens bekanntester Terror-Aussteiger: Er überlebte ein Attentat, an dem er beteiligt war, danach schien er sich von den Radikalislamisten abgewandt zu haben. Doch nun kämpft er wieder für sie, diesmal in Syrien.
Ja was soll es die Saudis auch interessieren wenn die Extremisten nach Syrien ausreisen?
Erstens finanziert das Feudalreich jeden Fanatiker von Pakistan bis Mali und ganz besonders die radikalsten syrischen Fraktionen, zweitens sieht man den Muddschaheddin Tourismus als wunderbares Ventil um die heimischen Regime-Gegner beschaeftigt zu halten.
Das ganze hat jetzt eine lange Tradition, immerhin hat die mittelalterliche Diktatur den Mudschaheddin Tourismus ganz offiziell im afghanischen Kampf gegen die Sowjets erfunden. Damals wurden Aber-Tausende wirrer Krieger in das Bergland exportiert und die Keimzelle der heutigen Al-Quaida Bewegung gelegt. Danach hat man sie auf Welttournee geschickt (Tschetschenien, Bosnien, Russland, Irak, Lybien, Syrien, Mali, etc.., etc...) damit sie auf gar keinen Fall mehr nach Hause kommen und gleichzeitig die hehren saudischen Ideale von Ganzkoerperverschleierung, Steinigung, Folter und Feudalismus in alle Welt tragen.

Die Sauds haben kein Problem mit Terrorismus (solange er in den Staaten der Unglaeubigen bleibt) und noch viel weniger mit den abartigsten unmenschlichen Gesetzen a la Taliban (ist doch eh wie Zuhause ;-)), alles wovor die korrupten 1000 Wahabbiten (die religioese Richtung von 99 % der sunnitischen Extremisten) - Prinzen Angst haben ist, dass die Rueckkehrer eine schlagkraeftige Truppe bilden koennten und sie selbst wegfegen koennten.
Aber macht ja nix den groessten Extremisten-Foerderern auf diesem Planeten will ja die Merkel extra fuer Urban-Warfare modifizierte Leopard Panzer verkaufen. Wir muessen ja unsere lieben Extremisten-Foerderer-Verbuendeten davor bewahren, dass sie von den von Ihnen erschaffenen Geistern weggeputscht werden.....

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narko1 12.01.2014, 10:18
3. Grund dafür, ums die Mörder Offiziell in die Freiheit zu entlassen

Ich stelle hier die Frage, haben diese Terroristen Menschen getötet? Wenn ja, warum dürfen diese einfach wieder frei kommen?
Dieses Programm ist die Legitimation die Mörder zu belohnen.
Ein Land wo in der Steinzeit lebt , darf man nicht glauben!
Sie liefern in Europa gekaufte Waffen und liefern diese nach Syrien, Irak, Lybien...
Wir regen uns über die geringe Toleranz den Homosexuellen gegenüber auf aber was wir durch Waffenlieferung unterstützen, können wir uns in den dunkelsten Träumen nicht vorstellen!

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satissa 12.01.2014, 11:21
4. Wildes Halbwissen

Die meisten Leute in diesem Forum werden wieder Kübel voll Halbwissen offenbaren und über ein Land und eine Gesellschaftsform urteilen, die sie nie gesehen oder erlebt haben und kommen dann zu Schlüssen, die bar jeder Logik sind.
1. Eine Rückfallquote von 1.5% ist hervorragend und liegt damit weit über der Resozialisierungsquote in D oder anderen westlichen Ländern
2. Der saudische Weg ist der einzig gangbare und damit auch erfolgreich. Der Bericht ist einseitig, lückenhaft und tendenziell. Er soll eine Art Luxus-Senatorium darstellen. Worüber überhaupt nicht berichtet wird, ist die Einbindung der Personen in die Stammesgemeinschaft und die Familie. Die saudische Gesellschaft ist und bleibt eine tribale Gesellschaft. Aus dieser Logik heraus hat nicht der einzelne versagt, sondern die ganze Familie und der ganze Stamm. Die tribale Ordnung wird von den Stammesangehörigen höher geschätzt und bewertet als die polizeiliche Macht, daher wird der ganze Stamm vor der Wiederaufnahme betreut und geschult. Insofern erklärt dies die geringe Rückfallquote, denn diese Jungs obliegen einer besonderen Kontrolle.
3. Saudi Arabiens Königshaus unterstützt viele, aber mit Sicherheit nicht Al Qaida. Was man allerdings gerne tut ist, eine Vormachtstellung des Iran im Nahen Osten zu verhindern. Schon vergessen: 3 Milliarden für Waffen an die reguläre libanesische Armee, um die Terrorgruppe Hizbollah zu bekämpfen.
4. Der wahhabitische Auslegung des Islam ist vom Grossteil der Bevölkerung gewollt und wird aktiv gelebt. Er gibt einer Nation Sicherheit bei einem Wechsel von der Steinzeit in die Neuzeit. Bis in die 60er wohnten die meisten noch in Zelten und die primäre Sorge war es, Wasser zu finden. Die wahabitsche Auslegung ist an Jahrhunderte lange Traditionen geknüpft, die das Überleben in einer der menschenfeindlichsten Umgebungen der Welt gesichert haben. Die wirft man nicht von heute auf morgen über Bord. Wenn Modernisierung von oben verordnet wird, klappt es in dieser Gesellschaftsform nicht, siehe Schah und Iran.
5. Die saudische Gesellschaft im Wandel begriffen. Die Leute reisen und kommen besonders gerne nach Deutschland. Was sie dort sehen und erleben ändert nachhaltig ihr Bild, meistens zum Guten. Der durchschnittliche Saudi ist risikoscheu und liebt bequemes Leben, die Anzahl der gewaltbereiten ist nicht höher als in jeder anderen Gesellschaft. Die einen gehen zum Krawall machen nach Hamburg oder zu Borussia, die anderen nach Syrien.

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emeticart 12.01.2014, 11:22
5. Die wirklichen Hetzbacken, ...

... sitzen doch in Saudi-Arabien. Der Wahabismus, unterscheidet sich doch nur marginal von dem Fundamentalismus, den Al-Quaida u. a. vertreten. Der Radikalismus, den die Saudis als "Staatsreligion" bezeichnen, ruft überall junge Radikalislamisten auf den Plan. Schauen sie sich doch mal im Kosovo oder in Bosnien um! MfG

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nawid36 12.01.2014, 11:37
6.

Saudi Arabien soll stattdessen die Hassprediger verhaften, die in Moscheen junge Männer manipulieren und das alles wird von der Gesetzgeber toleriert.

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erdogan-r 12.01.2014, 11:44
7. Saudis säen Terrorismus

Jeder Mensch der sich einigermaßen informiert weis, dass Saudi-Arabien den Ak l Qaida Terrorismus auf der ganzen Welt unterstützt Wenn man die Bilder von der"Entzugsanstalt" anschaut, ist es mehr ein fünf Sterne Lazarett für die Mörder. Dort werden sie schnellstmöglich für den nächsten Mordanschlag fit gemacht.

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DeeKay 12.01.2014, 23:41
8. An Absurdität kaum zu überbieten

Zitat von sysop
Doch die Ausreise junger Saudis in den syrischen Bürgerkrieg scheint die Regierung nicht zu stören.
Ach?? Ja, so kann man es natürlich auch formulieren, dass Saudi Arabien (genau wie Katar) die Terrortrupps in Syrien mit MILLIARDEN unterstützt! Die "stören sich nicht", wie absurd kann eine Formulierung eigentlich noch werden?

Gottseidank ist das bald vorbei, jetzt wo Katar raus ist (nach dem Rückzug der Amis) und Saudi Arabien auch keinen Bock mehr hat beharken sich die islamistischen Terrortrupps gegenseitig und bald sind sie Geschichte. Bzw. werden von den Saudis abgezogen um woanders Terror zu machen, Bandar Bush hat dem Putin da ja schon mal was in Aussicht gestellt wegen Sotschi:
http://www.telegraph.co.uk/finance/n...ops-Syria.html

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Miere 12.01.2014, 23:45
9. Wenn das alles so stimmt ...

... dann hat der Mann entweder noch übler einen an der Klatsche als andere Terroristen, oder irgendwer mit Einfluss sitzt ihm im Nacken und hat ihn dorthin gescheucht.
Ich meine: Wer schließt sich denn freiwillig wieder denselben Leuten an die ihn so gelinkt haben und verheizen wollten? Wenn er zudem mit Rache rechnen muss, weil er welche verpfiffen hat?
Oder aber da muss einiges falsch sein an den dargestellten Hintergründen.

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