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Saudi-Araber in Syrien: Einmal Dschihad-Entzug und zurück
AP

Ahmed al-Schajia ist Saudi-Arabiens bekanntester Terror-Aussteiger: Er überlebte ein Attentat, an dem er beteiligt war, danach schien er sich von den Radikalislamisten abgewandt zu haben. Doch nun kämpft er wieder für sie, diesmal in Syrien.

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KerKaraje 13.01.2014, 00:04
10. Ihr Halbwissen ist kaum besser

Zitat von satissa
3. Saudi Arabiens Königshaus unterstützt viele, aber mit Sicherheit nicht Al Qaida.
Offiziell nicht. Genau so wenig wie der Mossad jemals offiziell irgendjemanden ermordet hat.
Sie wollen aber nicht allen Ernstes behaupten, dass Saudi Arabien nicht die Mittel hat, die Einreise saudischer Jihadisten nach Syrien zu verhindern. Es ist ein offenes Geheimnis, dass Youtube und ähnliche Medien überquellen vor Hass-Clips von Saudischen Extremisten. Genau so ist es bekannt, dass diverse saudische Privatiers kaum verhohlen Spenden für salafistische Gruppen in Syrien sammeln und bereitstellen.

Zitat von satissa
Was man allerdings gerne tut ist, eine Vormachtstellung des Iran im Nahen Osten zu verhindern.
Nebelkerzen, sorry. "Vormachtstellung" des Iran...was soll das denn heissen? Die armen Saudis angeblich nur in Defensivhaltung oder was? Seit über 30 Jahren spriessen überall wahhabitische und von Saudis finanzierte "Madrassas" aus dem Boden, in Afghanistan, Pakistan, Nordafrika, sogar in Bosnien. Und wo man keine Koranschulen errichtet überwältigt man die "Konsumenten" mit entsprechend gehirnwaschenden Sat-Sendern. Das Geld dazu hat Saudi Arabien ja.
Im Gegensatz zum Wahhabismus betrachtet die iranische "Staatsideologie" die "Gegenseite" (also die Sunniten) nicht als "Apostaten", "Häretiker" oder sonstwie "Ungläubige", deren Blut "halal" ist.
Die angebliche Verhinderung der iranischen Vormachtstellung sieht so aus, dass in Ländern wie Bahrain oder Irak die schiitische Mehrheitsbevölkerung entweder systematisch unterdrückt oder tagtäglich mit Selbstmordanschlägen und Autobomben dezimiert wird.

Zitat von satissa
Schon vergessen: 3 Milliarden für Waffen an die reguläre libanesische Armee, um die Terrorgruppe Hizbollah zu bekämpfen.
Die "reguläre" libanesische Armee feuerte im Krieg von 2006 keinen Schuss auf israelische Flugzeuge und sah zu, dass weite Teile des Landes mit Bomben und Streumunition belegt wurden, während die "Terrororganisation" Hisbollah kämpfte. Hisbollah ist bei der grössten Einzelgruppe des Landes, den Schiiten, sowie bei weiten Teilen der Christen, Drusen und sogar Sunniten des Landes weiterhin beliebt.
Die drei Milliarden sind dafür da, dass die 14. März-Fraktion künftig systematisch eine schleichende Wahhabisierung der Armee betreibt.
Oder glauben Sie, das Geld ist dafür da, dass die Armee ihrer Hauptaufgabe nachkommt, nämlich das Land vor äusseren Gefahren zu schützen?

Zitat von satissa
4. Der wahhabitische Auslegung des Islam ist vom Grossteil der Bevölkerung gewollt und wird aktiv gelebt.
Nein, sie wurde den Menschen vom Haus al-Saud mit Waffengewalt auferlegt, als die Sherifen von Mekka beseitigt wurden. Seitdem folgten Jahrzehnte systematischer Indoktrination und historischer Fälschung, um davon abzulenken, dass die angeblichen Vorzeigeverfechter der Sunna nach Lust und Laune gegen sie verstossen und ihren Schutz mit Petrodollars und daraus bezahlten amerikanischen Militärbasen erkaufen.

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Miere 13.01.2014, 00:21
11. Geschichte

Zitat von satissa
Der saudische Weg ist der einzig gangbare und damit auch erfolgreich. Die tribale Ordnung wird von den Stammesangehörigen höher geschätzt und bewertet als die polizeiliche Macht, daher wird der ganze Stamm vor der Wiederaufnahme betreut und geschult. Insofern erklärt dies die geringe Rückfallquote, denn diese Jungs obliegen einer besonderen Kontrolle. 4. Der wahhabitische Auslegung des Islam ist vom Grossteil der Bevölkerung gewollt und wird aktiv gelebt. Er gibt einer Nation Sicherheit bei einem Wechsel von der Steinzeit in die Neuzeit.
"Diese Jungs" haben Menschen zerbombt oder totgeschossen. Das ist ein bisschen ein anderes Kaliber als wenn sich Fußballfans prügeln, meinen Sie nicht?
In manchen Ländern sitzt man dafür lebenslänglich. Gut, in manchen Ländern darf man auch in der Bibel lesen, ohne dafür geköpft zu werden ...

Steinzeit? Beleidigen Sie damit nicht jeden Saudi? Die Schrift war dort eher bekannt als hier. Schon in der Bronzezeit ging da der Weihrauchhandel durch. Spätestens nach Einführung des Islams müssten mit den Pilgerströmen eigentlich Kenntnisse aus der halben Welt Einzug gehalten haben.

Der Wahhabismus ist dagegen ziemlich jung und lehnt (laut Wikipedia) gerade viele Traditionen und Elemente des Volksglaubens ab.

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SysLevel 13.01.2014, 00:42
12.

Zitat von sysop
Ahmed al-Schajia ist Saudi-Arabiens bekanntester Terror-Aussteiger: Er überlebte ein Attentat, an dem er beteiligt war, danach schien er sich von den Radikalislamisten abgewandt zu haben. Doch nun kämpft er wieder für sie, diesmal in Syrien.
Mal wieder ein typischer Salloum-Artikel. Dass Frau Salloum offensichtlich eine Schwäche für islamistische Terroristen und Mörder hat, ist ihr Problem. Dass SPON ihr dafür aber auch noch eine Verbreitungsplattform bietet, ist abscheulich und ärgerlich. SPON sollte solche gefährlichen Gruppierungen nicht in dieser Form unterstützen.

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topodoro 13.01.2014, 09:27
13. Seltsame Affinität

Zitat von SysLevel
Mal wieder ein typischer Salloum-Artikel. Dass Frau Salloum offensichtlich eine Schwäche für islamistische Terroristen und Mörder hat, ist ihr Problem. Dass SPON ihr dafür aber auch noch eine Verbreitungsplattform bietet, ist abscheulich und ärgerlich. SPON sollte solche gefährlichen Gruppierungen nicht in dieser Form unterstützen.
Ich sehe das genau so wie Sie.

Nun, Frau Salloum hat wohl eine Affinität zu diesen Leuten.

Haben Sie ihren Bericht vom Anfang des letzten Jahres gelesen ?

Am 23.2.2013 schrieb hier Frau Salloum unter dem Titel : "Krieg in Syrien - Rebellenkämpferinnen ",

einen verharmlosenden und romantisierenden Bericht über extremistische islamistische Frauen von Al Qaida, die syrische Regierungssoldaten aus dem Hinterhalt abknallen.

Hier eine wortwörtliche Wortprobe:

"Vor zwei Jahren hat Umm Dschafar noch in einem Friseursalon gearbeitet. Nun hat der Krieg die junge Mutter zur Rebellenkämpferin gemacht. Ihr Mann hat ihr gezeigt, wie man nachlädt und schießt."

Für Frau Salloum sind Al Qaida Terroristen eben mutige "Rebellenkämpferinnen".
Das war kein Versehen und vertan hat sie sich auch nicht, denn jeder weiß wie Al Qaida Terroristen gekleidet sind: Schwarz mit weisser Schrift des islamischen Glaubensbekenntnisses.

Und Frau Salloum schreibt denn auch weiter im selben Artikel:

"Die Rebellenkämpferinnen (sic!) sind kaum als Frauen zu erkennen. Ganz in Schwarz (sic!) sind sie gekleidet. Ein eng anliegendes Kopftuch verbirgt ihre Haare. Mit ihren langen Mänteln würden sie an Ninjas erinnern, wenn da nicht das islamische Glaubensbekenntnis wäre, das sie weiß auf schwarz (sic!) als Stirnband tragen."

Denn an ihren Worten kannst Du sie erkennen, wie den Ölbaum an seinen Früchten !

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buntemische 13.01.2014, 13:48
14. RS: von der Rebellenversteherin zur Terroristenversteherin

erstaunlich - nachdem RS sich in 2012 regelmäßig als Rebellenversteherin blamierte und man in 2013 eine leichte Abkehr von diese Kurs wahrnehmen konnte, präsentiert sie sich uns hier nun auf einmal als Terroristenversteherin: jaja, die morden natürlich auch nur aus subjektiv guten Gründen, diese Terroristen und einige von ihnen wurden in ihrer Kindheit sogar geschlagen... Der Informationsgehalt diese Geschreibsels ist auf der rein inhaltlichen Ebene mal wieder gering und schlampig recherchiert - so kämpfen in Syrien einer Studie des britischen Verteidigungsministeriums zufolge derzeit ca. 100.000 Paramilitärs (darunter mindesten 5.000 Europäer) in ca. 1000 verschiedenen Gruppen gegen das syrische Volk und die Regierung. Hatten die alle eine schlechte Kindheit?

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ehrlicher-bürger 19.06.2014, 20:44
15. Wer dort kämpft

muß sich im Zweifel gefallen lassen bei der Rückkehr nach Deutschland wegen Mord bestraft zu werden. Leider ist dem nicht so. Also kann man nur hoffen, dass die "Kämpfer", egal in welchem Zustand.

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meier_7 08.09.2014, 16:25
16.

Eigentlich ein doppelter Skandal. In Saudi Arabien werden Dieben die Hände abgehackt, Ehebrecherinnen gesteinigt, aber Terroristen bekommen einige Monate oder ein paar Jahre Luxusknast und werden dann auch noch belohnt, das kann doch niemand Anti Terror PÜolitik nennen. Die 1,5 % sind mit Sicherheit auc gelogen, und das man nicht nur Terroristen nach Syrien und in den Irak ausreisen lässt, sondern dafür sogar Menschen aus Gefängnissen lässt, dafür gehören eigentlich die Paläste der Königsfamilie und der wahabitischen Geistlichen bombardiert.

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