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Saudi-Arabiens Kronprinz und der verschwundene Journalist: Der wüste Sohn
REUTERS

Angela Merkel preist Saudi-Arabien gern als Stabilitätsanker im Nahen Osten. Nicht erst das Verschwinden des Journalisten Jamal Khashoggi zeigt, dass dieses Bild überholt ist. Schuld daran trägt Kronprinz Mohammed bin Salman.

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der_rookie 08.10.2018, 15:47
1. Hm

Trump mag autoritäre Führer

Saudi-Arabien startete das Katarembargo wenige Tage nach Trumps Staatsbesuch in Riad. In der arabischen Symbolwelt deutet dies auf Einverständnis von Trump hin (offizieller Tenor: es geht darum die Katarische Unterstützung von Terroristen zu beenden)

Trump klassifiziert die Washington Post als Fake News und Journalisten als Looser

Ich bezweifel, dass Trump sich hier einsetzt.

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sven2016 08.10.2018, 15:48
2. Problemland

Noch Einer im Club der harten Männer.
Der weiß, genau wie Putin, dass die Energiekundschaft und Wirtschaftspartner viele Dinge schlucken, solange Öl und Investment stimmen.

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hilfe2018 08.10.2018, 15:49
3. Hat Deutschland wirklich immer

die besten Freunde? Denkt alle mal nach.

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tomxxx 08.10.2018, 15:50
4. wie verlogen...

den Jemenkrieg wollte der Westen haben und hat ihn unterstützt! Nur jetzt will es keiner gewesen sein!

Ansonsten: Stabilitätsanker! Sie sagt ja nicht, dass dort Menschenrechte etwas gelten, sonder nur, dass es stabil ist. Wenn es hart auf hart kam, war das selbst immer ein Argument der Friedensbewegung. Saddam Hussein war ein Schlächter, garantierte aber Ruhe (für den Rest der Welt). Dann hat man ihn entfernt.... und alle regen sich auf, dass es schlechter geworden ist (oder das man jetzt die Opfer auch sieht).

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menefregista 08.10.2018, 15:53
5. Der war gut

"§Angela Merkel preist Saudi-Arabien gern als Stabilitätsanker im Nahen Osten."
Besseren Witz über den Nahen Osten hätte man nur in der "Jerusalem Post " noch lesen können. :=)
Sie wollte vielleicht sagen; "Ein guter und zuverlässiger Dauerkunde für Deutsche Wehrtechnik mit prall gefüllter Kriegskasse der
auch cash bezahlt. Das sollte man in der Deutschen Außenpolitik schon zu schätzen wissen ".

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halfbrain 08.10.2018, 16:00
6. Das ist mehr als ein Witz:...

... "Er geht auf Konfrontation zum religiösen Establishment und treibt gesellschaftliche Veränderungen an. So lockert er die Bekleidungsvorschriften für Frauen und gibt ihnen das Recht, selbst Auto zu fahren." Die Aussage erfüllt sogar die Bedingungen, den Comedy-Preis 2018 zu erhalten!
Und dass Frau Merkel ahnungslos in Sachen Vorderer Orient ist, das zeigt nicht nur die beschriebene Haltung zu der Lagebeurteilung des BKA - die mehr als zutreffend ist.
Und was den Merkelschen 'Stabilitätsfaktor' anbetrifft, so garantiert JEDES autokratische System - welcher Couleur auch immer - eine Stabilität durch Unterdrückung mit Gewalt. Hat Sie verdrängt, dass Saudi-Arabien der eigentliche Hort des Terrorismus in der Region war und noch ist (s. IS-Unterstützung .......).

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eizboks 08.10.2018, 16:13
7. cui bono?

Fassen wir mal kurz zusammen: 7 Tage Vorlaufzeit zur Planung, 15 Mann als Hitteam, 2 auffällige Privatflugzeuge, Personen die auf Khashoggi vor dem Konsulat warten .... ? Nein! Das ist wie mit Ansage. So eine Operation läuft anders (wenn sie geheim bleiben soll) . 4-6 Mann, Einreise aus verschiedenen Richtungen etc. Die Vorkommnisse in Istanbul sind eher ein Staatsstreich auf Raten und Bin Salman soll, nachdem man es im Frühjahr nicht schaffte, von innen ausgehebelt werden.

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Vogel VT 08.10.2018, 16:16
8. Warrum teilt ganz offensichtlich auch der Spiegel

die Ansichten der Frau Merkel in Bezug auf Saudi Arabien? Alles ist gut und Ordnung. Die Menschenrechte und die demokratischen Freiheiten, inclusive religiöser Toleranz, sind gegeben, kurz: Alles ist Bestens und könnte gar nicht besser sein. Nur ein einziger böser böser Mensch ist schuld daran, dass es hin und wieder kleine Problemchen gibt.
Sorry, aber den Bockmist können sich die politisch korrekten Gutmenschen und gut die geschmierten Profiteure der Großzügigkeit des Regimes gegenseitig verkaufen. Wer Augen und ein Hirn im Kopf hat weiß dass es sich bei Saudi Arabien um die Wiege des islamistischen Terrors handelt. Ein echter Schurkenstaat, der isoliert werden muss.

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HorstOttokar 08.10.2018, 16:16
9. Richtig.

Zitat von der_rookie
Trump mag autoritäre Führer Saudi-Arabien startete das Katarembargo wenige Tage nach Trumps Staatsbesuch in Riad. [...] Ich bezweifel, dass Trump sich hier einsetzt.
Trump hat seinen Antrittsbesuch in Saudi-Arabien damals sichtlich genossen. Bespaßungsprogramm pur, Schwerttänze etc., um die Politik haben sich die unteren Ebenen gekümmert.

Danach musste er nach Europa, an Konferenzen in Brüssel und Sizilien teilnehmen, Reden zuhören etc. Das zu Tode gelangweilte Gesicht habe ich noch bestens in Erinnerung.

Ab da war eigentlich klar, dass Trump und MBS Best Buddies sein würden. Ich vermute, dass auch die massive Anti-Iran-Haltung von Trump mit darauf zurückzuführen sein dürfte. (Die Saudis haben halt jahrzehntelange Erfahrung damit, gelangweilte und politisch uninteressierte Despoten zu bespaßen, und haben diesen Vorsprung gegenüber uns Europäern weidlich ausgenutzt.)

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