Forum: Politik
Saudische Propaganda gegen Kanada: Die Wüstentrolle
REUTERS

Saudi-Arabien fährt eine Kampagne gegen Kanada - politisch, wirtschaftlich, diplomatisch. Auch in den Medien versucht das Königshaus, die Nordamerikaner zu diskreditieren. Das geht nach hinten los.

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Loewengrube 07.08.2018, 17:15
20. Häh?

Zitat von spontanistin
Warum überlässt man es nicht den Menschenrectsorganisationen oder der UNO, Saudi Arabien und seine Verbündeten in Sachen Ablehnung der Menschenrechte öffentlich bloß zu stellen? Es steht keiner Nation an, sich anderen Nationen gegenüber als (moralisch) überlegen darzustellen. Am deutschen Wesen sollte mal die Welt genesen. Ist nicht gut ausgegangen! Kanada hätte geschickterweise öffentlich die Menschenrechtsorganisationen stärken können, statt diesen direkten Affront zu starten!
Der von Ihnen beschriebene Weg über die "Uno" oder Menschenrechtsorganisationen ist der seit jeher von allen Staaten angewandte und vollkommen nutzlose Weg, moralische Distanz zu heucheln und gleichzeitig kein Profil zeigen zu müssen. Weder die Uno noch NGOs verfügen wohl über das nötige politische oder wirtschaftliche Kapital, um auch nur irgendetwas zu ändern und empören tut sich auch kein Mensch mehr über deren Enthüllungen, so abgestumpft ist die Weltbevölkerung bereits. Nun hat ein Staat, wohlwissend, einen diplomatischen Affront auslösen zu können, endlich mal die "Eier" politisches Profil zu zeigen und Sie stellen das als dummen Schachzug dar? Ich würde mir wünschen, wenn mehr Staaten Kanadas Beispiel folgen und gezielte Menschenrechtsverletzungen antiquierter Diktaturen oder Pseudodemokratien öffentlich verurteilen würden, anstatt zugunsten irgendwelcher Wirtschaftsdeals moralische Verpflichtungen kleinzuschweigen.

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Hermes75 07.08.2018, 17:17
21.

Zitat von mostly_harmless
In Trumps Welt ist Kanada böse und Saudi Arabien gut. Deshalb.
In Trumps Welt wohnen saudische Diplomaten in Trump Hotels und kauft der saudische Staat US-Waffen. Die Kanadier tun das nicht, also ist klar wen Trump mag und wen nicht. Da ist denn auch ganz schnell das Schreckgespenst des islamistischen Terrors vergessen, dessen Epizentrum immer noch in Saudi-Arabien liegt.

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enoughnow 07.08.2018, 17:18
22.

Zitat von spontanistin
Warum überlässt man es nicht den Menschenrectsorganisationen oder der UNO, Saudi Arabien und seine Verbündeten in Sachen Ablehnung der Menschenrechte öffentlich bloß zu stellen? Es steht keiner Nation an, sich anderen Nationen gegenüber als (moralisch) überlegen darzustellen. Am deutschen Wesen sollte mal die Welt genesen. Ist nicht gut ausgegangen! Kanada hätte geschickterweise öffentlich die Menschenrechtsorganisationen stärken können, statt diesen direkten Affront zu starten!
Was hat den das mit Nationalismus zu tun? Mal wieder schön wegschauen und wahrlich dummes Zeugs zur dtsch Geschichte schreiben. SA sollte öfter an die Menschenrechte erinnert werden. Hut ab vor den Kanadiern!

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nwz86 07.08.2018, 17:19
23. UNO etc.

Zitat von spontanistin
Warum überlässt man es nicht den Menschenrectsorganisationen oder der UNO, Saudi Arabien und seine Verbündeten in Sachen Ablehnung der Menschenrechte öffentlich bloß zu stellen?
Weil diese Organisationen komplett korrupt sind. Weil Saudi-Arabien im UN Menschenrechtsrat sitzt. Wieso sollte man die Klappe halten und diese, von Dritte-Welt-Despoten durchsetzten Quatschbuden reden lassen? Da kommt dann sowas raus wie die "Kairoer Erklärung der (islamischen) Menschenrechte".

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siryanow 07.08.2018, 17:20
24. Canada - Saudies

Bravo Canada. Scheiss auf exclusive Gier auf Profit durch Militaerexporte und business. Koennen wir eigentlich stolz sein auf unsere Werte , wenn wir diese permanent durch Profitgier ausserhalb unserer Grenzen wegen deals billigen und foerdern ?

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aurichter 07.08.2018, 17:23
25. Im Schlepptau

von Trump und der scheinbar hervorragenden Verbindungen nach dem großen Einkauf um Militärgüter kann ein Salman größere Töne spucken. Diese ganze Aufmachung um Öffnung und Veränderung ist m.E. nur eine Showveranstaltung. Es wird sich in den Ländern nichts ändern, solang diese Ölfürsten die Strippen ziehen.

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der schon wieder 07.08.2018, 17:23
26. Wie schrieb Hamed Abdel-Samad dazu …

"Ich bin Muslim, also bin ich beleidigt" (aus: Der Untergang der islamischen Welt, 133). Dafür, dass sich die Araber stets als stolze Wüstensöhne darstellen, kommen sie ganz schön weinerlich um die Ecke. Dass diese hysterische Überreaktion gegenüber Kanada (also ehrlich …) den Rest der halbwegs denkenden Welt eher fremdschämend zurücklässt, bekümmert sie ebenso wenig, wie den knallverrückten Twitteremitter auf der anderen Seite des Ozeans.
Können die Medien nicht endlich die Dauersatiresendung stoppen und wieder richtige Nachrichten bringen? Dann werde ich mich auch nie wieder über langweilige Pressemitteilungen beschweren.

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n.strohm 07.08.2018, 17:24
27. Ich hoffe

niemand ist scharf darauf Saudi Arabien zu destabilisieren.
Man sollte MBS Zeit geben...… die ersten Frauen dürfen ja Autofahren....solange dort keine Atomwaffen entwickelt werden können/zur Verfügung stehen sollten wir uns raushalten.

MBS muss einerseits die religiösen Hardliner im Griff haben und andererseits sein Land für die Zeit nach Öl vorbereiten, dass wird ein Ritt auf's Messer's Schneide.

Wenn Iran und KSA den ultimativen Glaubenskrieg - Schiiten gegen Sunniten - starten, dann halten wir für sehr lange Zeit den Atem an. Welche Flüchtlingsströme sich dann in Bewegung setzen kann ich mir kaum vorstellen.

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hugahuga 07.08.2018, 17:26
28.

Zitat von frankfurtbeat
warum springt man den Saudi´s mit ihrer aggressiven wahabistischen Auslegung des Korans hinterher? Das sind politische Bombenleger wie die engen Freunde aus dem Westen. Europa und die BRICS sind aufgerufen dieses Land und dessen Freunde zu meiden.
Das wird nicht so einfach sein, denn immerhin kann KSA sich darauf berufen, auf der gleichen Seite zu stehen, wie USA und Israel - zumindest, wenn es gegen Iran geht.
Und wie wir z.Zt. erleben, fallen bereits die ersten um und richten sich nach dem, was Israel, KSA und USA für Iran vorgesehen haben: Daimler verzichtet vorläufig auf eine Lastwagenproduktion in Iran. Ob nun Erpressung durch ein "befreundetes" Land irgendwie etwas anderes ist, als die "normale" Erpressung durch Gangster, Banditen oder Terroristen? Ich glaube nicht.

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rhedeko 07.08.2018, 17:26
29.

Zitat von fixik
Zum Thema politische Gefangene. Nun hier macht Saudi Arabien nichts anders als das was der Westen seit einer Ewigkeit täglich macht.
Ist das Ihre Realität?

Saudi Arabien:
Rangliste der Pressefreiheit in 2017 — Platz 169 von 180 (Reporter ohne Grenzen)

Infos von Amnesty International
https://www.amnesty.de/jahresbericht/2017/saudi-arabien

Die Menschenrechtssituation in Saudi Arabien mit jener in unseren westlichen Staaten gleichzusetzen ist eine grobfahrlässige und irreführende Desinformation! Wissen Sie es tatsächlich nicht besser? Oder wollen Sie es nicht wissen?

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