Forum: Politik
Saudische Propaganda gegen Kanada: Die Wüstentrolle
REUTERS

Saudi-Arabien fährt eine Kampagne gegen Kanada - politisch, wirtschaftlich, diplomatisch. Auch in den Medien versucht das Königshaus, die Nordamerikaner zu diskreditieren. Das geht nach hinten los.

Seite 7 von 15
Reinhold Schramm 07.08.2018, 18:25
60. Die Beseitigung des SA-Regime und der IS-Monarchien ist überfällig!

Die sozialrevolutionäre Bewegung der arabischen Welt sollte sich vor allem auf die Beseitigung der Regime der Golfmonarchien der Islamischen Staaten, insbesondere auf Saudi-Arabien, Katar, VAE und Kuwait, konzentrieren. Der Erlös aus den Öl und Gasvorkommen sollte allen arabischen Staaten zugute kommen. Damit könnten die sozialen und materiellen Probleme der arabischen Völker nachhaltig gelöst werden. Es bedürfte auch kein gigantisches Aufrüstungsprogramm von mehreren Hundert Milliarden US-Dollar mehr. Die hierfür bisher verschleuderten Multimilliarden könnten zukünftig für den Wiederaufbau des Jemen und Syriens zum Einsatz kommen, ebenso für die palästinensischen Siedlungsgebiete und für die Rückführung der Flüchtlinge und für die (zukünftige) Sanierung ihrer vom Krieg zerstörten Regionen.

Auch die Vermögenswerte, Beteiligungen und Dividendengewinne der arabisch-islamischen Oligarchien, deren Prinzen, Clans und Monarchisten, so in den Vereinigten Staaten von Amerika und in der Europäischen Union, einschließlich in der Bundesrepublik Deutschland (Deutsche Bank, Daimler etc.), bedürften der Beschlagnahme und deren Einsatz für den Wiederaufbau und der Beseitigung der Armut in den arabischen Regionen.

Mit der Enteignung der angehäuften Vermögen in Höhe von Billionen US-Dollar, heute noch in den Händen der arabischen Monarchisten und Familienclans, könnten die Völker im sog. Nahen Osten einen Lebensstandard vergleichbar dem der Europäischen Union erreichen und wirtschaftliche und soziale Fluchtgründe würden entfallen [eine nachhaltige Entlastung für Deutschland und EU-Europa].

Mit dieser Perspektive einer künftigen friedlichen Entwicklung haben aber nicht nur die saudischen Monarchisten, korrupten Familienclans und Prinzen ihre psychologischen Probleme, so auch ihre westlichen und fernöstlichen Geschäftspartner. Lukrative Rüstungsaufträge für die nordamerikanische und westeuropäische Rüstungsindustrie würden entfallen. Aber auch die nuklearen Bauprojekte für sechzehn Atomkraftwerke in Saudi-Arabien würden entfallen, an denen vor allem auch die VR China, Frankreich, Russland, Südkorea und Japan beteiligt sind. Von daher wäre es nicht auszuschließen, dass auch die westlichen militärischen Aufrüstungspartner und Nato-Staaten mit weiteren Militäraktionen gegen die arabisch-antimonarchistische und anti-islamistische Befreiungsbewegung vorgehen würde. Steht doch auch der terroristische 'Islamische Staat' SA - Katar den westlichen Geschäftspartnern näher, als eine antiislamische und antifeudale sozialrevolutionäre Befreiungsbewegung in der arabisch-muslimischen Welt.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
robr 07.08.2018, 18:27
61. Es wird leider wohl noch länger...

Es wird leider wohl noch länger dauern, bis die Wüstentrolle bemerkt haben, dass sie bis zur Freiheit noch einen sehr langen Weg vor sich haben.
Den Motorosten die meinen, Kanada hätte sich zurückhalten sollen, sei gesagt dass Meinungsfreiheit und Menschenrechte für Alle gelten und nicht verhandelbar sind

Beitrag melden Antworten / Zitieren
AlBundee 07.08.2018, 18:28
62. @5, spontanistin

Die Kanadische Aussenministerin fordert die Freilassung von Frauen, deren Verbrechen es ist, sich für Menschenrechte in Saudi-Arabien einzusetzen und bekommt als Reaktion eine öffentliche Terrordrohung für ihr Land praktisch direkt aus dem Königshaus. Und das bewegt sie dazu, die KANADIER mit den Nazis zu vergleichen und für Nationalismus anzuprangern? Wann, frage ich mich, hat das deutsche Bildungssystem den Kontakt zu ihnen verloren? Ich schlage ganz dringend das Nachschlagen der Definitionen von "Terror", "Nationalismus", "Menschenrechte", "Frau" und "Nationalsozialismus" vor. Dann bitte noch die Verbrechen von "Samar Badawi" nachlesen, zB bei Amnesty International.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Hermes75 07.08.2018, 18:33
63.

Zitat von adieu2000
Saudi Arabien ist einer unseren wichtigsten Handelspartner und Freunde, da kann man sich mit dem Schimpfen etwas zurück halten.
Saudi-Arabien ein Handelsparter? Ja.
Saudi-Arabien ein Freund? Nein, bestimmt nicht.
Für eine Freundschaft braucht es verbindende Gemeinsamkeiten über das Geschäftliche hinaus und da sehe ich nichts.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
hersp58 07.08.2018, 18:33
64. Wüstensöhne

Sie kamen aus der Wüsten und sie leben in der Wüste. An ihrer Mentalität hat sich bis heute nicht viel geändert. Daran ändert sich auch nichts, wenn sie in Petrodollars schwimmen, europäische Luxuskarrossen durch den Sand schieben oder in Europa Dagobert Duck spielen. Sie bleiben was sie sind: Clan-Herrscher aus dem Mittelalter. Gerade hat der Kronprinz entdeckt, dass Frauer auch Auto fahren können. Welch ein Fortschritt.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Watschn 07.08.2018, 18:33
65. Weise Diplomatie ist hier gefragt

Der deutsche Ansatz ist hier richtig, direkt u. ohne Medienöffentlichkeit, Probleme miteinander zu besprechen und sie diskret versuchen zu lösen. Man muss ja nicht alles schreierisch auf dem Marktplatz einander an den Kopf werfen. Natürlich soll man es sich nicht verbieten, Menschenrechte einzufordern bzw. darauf anzusprechen. Das Vorgehen Kanadas ist jedoch undipl. wie unverständlich, und auf diese Weise eher der Sache schädlich und bestimmt nichtzielführend.

Aber besser tut man es bei kleineren Vorfällen diplomatisch. Bei China getraut sich der Westen ja auch nicht, vor der Weltpresse lautstark u. gross inzeniert, ein Fass aufzumachen. Dann sollte man es auch nicht bei den Saudis tun. Obendrein fährt die betroffene Familie auch noch besser, wenn man den Gegenüber das Gesicht wahren lässt.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
obersterhofnarr 07.08.2018, 18:35
66. Was für ein Geschwafel

Zitat von PJanik
Ignorieren ist die beste Strategie. Und manchmal haben sie auch recht. Was jetzt die Verhaftungen nicht rechtfertigt. Aber das hier ist eine Katastrophe mit Ansage. Beide Seiten schützen nur ihre internen Interessen. Das Canada mit dem Tweet auch nur etwas hätte erreichen können indem sie die Saudis verbal angreifen, ich weiss nicht ob es da überhaupt einen Hauch einer Chance gegeben hätte. Ich denke eher nicht. Hätte man den im Urlaub weilenden Botschafter fragen können. Ach nee, der hatte Urlaub und dann Twittern man lieber was. Gibt auch 2 Accounts Privat und Foreign Policy: Privat "Very alarmed to learn that Samar Badawi, Raif Badawi’s sister, has been imprisoned in Saudi Arabia. Canada stands together with the Badawi family in this difficult time, and we continue to strongly call for the release of both Raif and Samar Badawi." Hier steht nichts von "sofort" Hier steht auch nichts von anderen Aktivisten. Canadas Außenministerium "Canada is gravely concerned about additional arrests of civil society and women’s rights activists in #SaudiArabia, including Samar Badawi. We urge the Saudi authorities to immediately release them and all other peaceful #humanrights activists." Das letztere impliziert das Saudi Arabien "friedliche Menschenrechtsaktivisten" einsperrt. Sofort freilassen heisst ja auch das ist ungesetzlich auch in Saudi Arabien.
Menschen ins KZ zustecken, weil diese ihre Freiheitsrechte einfordern ist durch nichts aber wirklich gar nichts zu rechtfertigen oder schön zu reden oder überhaupt zu diskutieren. Vielleicht sollte man zu Abwechselung so friedliche Aktivisten wie die Schlangenzunge Bannon mal einlochen, oder Nigel Verarsch oder Putsch-dämon.
Es ist eine Schande für die gesamte westliche Welt hier nicht mal im Ansatz mit Kanada solidarisch zu sein, bzw. MDF in Saudi-Arabien eindeutig klar zu machen was er für ein A..loch ist.
Aber Flinten und Luxuswaren zu verticken und billiges Öl einzukaufen macht schwach und korrumpierbar. Einfach nur widerlich.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
**Kiki** 07.08.2018, 18:39
67. Merkwürdiger Zufall.

Daß das, was da gerade abgeht, eigentlich eher zu Donald Trump passen würde. Besteht da womöglich irgendein Zusammenhang? Trumps erste Auslandsreise führte zu den Saudis, und er wurde dort wie ein Sultan hofiert. Und die Kanadier gehören ja mit zu seinen Lieblingsfeinden. Die Saudis sind keine Chorknaben, aber ich habe gewisse Zweifel daran, daß das wirklich auf ihrem eigenen Mist gewachsen ist.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
asedky 07.08.2018, 18:40
68. ein politischer paradox und eine farce

kanada hat mit anderen westlichen staaten den saudis seine stimme fuer den vorsitz des menscherechts kommitees gegeben.
diese widersprüchliche politische haltung die kanada und andere wedtliche regierungen gegenüber den saudis haben, hat die saudis zu dem gemacht was sie heute sind.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
zaunreiter35 07.08.2018, 18:42
69. Die katholischen Schiiten

des Iran sind mir eh lieber als die protestantischen Sunniten Saudi-Arabiens oder der Türkei. Hier ist es der Max Weber und da unten ist es der Wahabismus. Und mittendrin ein Kronprinz, der jeden Tag seine Meinung zu ändern scheint.
Würde ich der Bundesregierung angehören, zeigte ich meine Solidarität mit Kanada. Aber erst kommt ja das Fressen und dann die Moral...

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Seite 7 von 15