Forum: Politik
Schaden die Plagiats-Vorwürfe Minister Guttenberg?

Vor vier Jahren erhielt Karl-Theodor zu Guttenberg seinen Doktortitel, jetzt kritisiert ein Juraprofessor dessen Dissertation. Dann wurden gegen den Verteidigungsminister Guttenberg weitere Fußnotenvorwürfe laut. Schaden diese nachhaltig dem Minister?

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translucent 18.02.2011, 18:12
3400. Wenn sie...

Zitat von freeagent
Was haben Sie denn? Der Spiegel hat Ihn doch auch hochgejubelt? Darüber beschweren Sie sich nicht. Da hilft wohl nur eine umfassende Medienzensur. War er da nicht auch ein Befürworter, der Herr Gutenberg? Zumindest was das Internet betrifft. Zwar nur mit fadenscheinigen Argumenten, aber das kennen wir ja von ihm.
...nicht einmal den Namen der Person richtig schreiben können, über die sie schreiben, sollten sie es vielleicht ganz bleiben lassen.

Die Quoten während der Mubarak-Geschichte müssen wohl ziemlich atemberaubend für die Medienbranche gewesen sein, wenn man jetzt krampfhaft versucht, so eine Lappalie im Vorhinein zum Skandal zu stilisieren.

Nur der Uni-Bayreuth ist es möglich, objektiv und fair über dieses Geschehen Auskunft zu geben - alles andere BLEIBT Spekulation.

Meines Erachtens nach hat Herr z. G. lediglich Fußnoten nicht gesetzt - was nichts außergewöhnliches ist bei Texten von über 1k Seiten.
Des weiteren entwerten ein paar Wörter oder Sätze in einem Werk diesen Ausmaßes nicht den Inhalt.

Aber v.a. die Linken können sich ja nicht anders helfen als sich über das angebliche Versagen anderer zu profilieren.

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jerome_kerviel89 18.02.2011, 18:12
3401. Betrug

Der Sinn einer Doktor Arbeit besteht darin selber wissenschaftlich zu arbeiten,das ist der Sinn!Daher halte ich das was unser Herr zu Guttenberg gemacht hat, als nichts anderes als Betrug.Er trägt einen Titel den er nicht verdient,er täuscht was vor,das das andere Leute auch machen ist kein Grund etwas zu verharmlosen.

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vHayekFan 18.02.2011, 18:12
3402. und?

Zitat von louis1453
Die Macht der Medien ist mittlerweile eine ernstzunehmende Gefahr für die öffentliche Diskussion. Es werden einvernehmlich, über die unterschiedlichsten Medien, Hexenjagden durchgeführt, ohne Rücksicht auf das Bedürfnis nach Aufklärung. Journalisten stürzen sich wie Geier mit verhohlenen Parolen auf Querdenker wie Sarrazin oder Assange und diskreditieren ihre Arbeiten, um Vorurteile des Boulevard zu schüren und Oberflächlichkeiten zu bedienen, welche alleine der Erhaltung ihres Arbeitsplatzes dienen. Kaum ein Kritiker hat Sarrazins Buch gelesen und nachvollzogen. Von Wikileaks und Guttenbergs Doktorarbeit mal ganz zu Schweigen. Wer kann sich erdreisten, diese Menschen zu kritisieren, ohne ihre Arbeit im Zusammenhang mit ihrem universalen Wirken zu betrachten ? Bedauerlicherweise ist der unaufgeklärte Journalismus die Grundlage für jegliche Verdummung. Denn wie soll universales Denken gefördert werden, wenn 95% der Informationen, welche über die Medienkartelle transportiert werden, den Grobfilter verstopfen ?
Interessant ist daran lediglich, dass dies die selbsternannten Bürgerlichen, die dieses Prinzip mit ihrem Drecksblatt Bild auf die Spitze getrieben und schon oft massiv angewandt haben (ob bei Ypsilanti, oder Porsche-Ernst), jetzt plötzlich bemerken.

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berther 18.02.2011, 18:12
3403.

Zitat von louis1453
Kaum ein Kritiker hat Sarrazins Buch gelesen und nachvollzogen. Von Wikileaks und Guttenbergs Doktorarbeit mal ganz zu Schweigen. Wer kann sich erdreisten, diese Menschen zu kritisieren, ohne ihre Arbeit im Zusammenhang mit ihrem universalen Wirken zu betrachten ?
Ehrliche Menschen , für die Moral und Anstand KEINE leeren Begriffe sind. Im Gegensatz zu Sarrazin und zu Guttenberg.

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dborrmann 18.02.2011, 18:13
3404. Hat Herr von Guttenberg überhaupt geschrieben?

Vielleicht wußte er gar nicht, dass er ein Plagiat als Dissertation eingereicht hat. Irgendwie wirkt das Ganze auf mich, als sei da noch mehr dahinter.
Das wäre eigentlich das Ding überhaupt, wenn er nicht mal selbst copy and paste klickte sondern hat klicken lassen. Dann könnte er jetzt dem Lümmel Abschreiber nicht einmal die Ohren lang ziehen.

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the_big_isi 18.02.2011, 18:13
3405. Aus Guttenberg wird Guttenzwerg

Minister Guttenberg hat sich auf das Niveau des gemeinen Volkes herabbegeben. An und für sich ist das nichts, wofür man sich schämen braucht. Einige würden dazu möglicherweise begeistert sagen: "Der Guttenberg... einer von uns!"

Aber so einfach ist das bei ihm nicht. Er ist gnadenlos, was seine Karriere angeht und feuert jeden, der im Wege steht. Nach dem Generalinspekteur der Bundeswehr, dem ehemaligen Staatssekretär und auch dem ad hoc enthobenen Kapitän der Gorch Fock drückt er sich um klare Äußerungen.

Keine Dissertation auf dem politischen oder juristischen Gebiet kommt ohne Zitate aus. Es kommt bei diesen Dissertationen jedoch drauf an, dass man einen eigenen Schluss zieht, eben etwas Neues bringt. Es wird zu prüfen sein, ob dies bei der Dissertation des Herrn Guttenberg überhaupt der Fall ist. Wer bereits eine Einleitung abkupfert, die eine Art Programmatik für die gesamte Dissertation sein muss, von dem ist nicht viel zu erwarten.

Bei all den vielleicht verzeihbaren Vorwürfen des Herrn Guttenberg muss ich jedoch eins anmerken. Sein Umgang mit den Vorwürfen ist schlicht mies. Er hört und sieht sich an, als wäre er ein ertapptes und bockiges Kind. Noch schlimmer ist es, dass er den Tod eines Bundeswehr Soldaten zum Anlass nimmt, um von seinem Verhalten ablenken zu wollen.

Er meint, dass der Tod eines Bundeswehr Soldaten die politische Diskussion wieder auf den richtigen Weg bringen soll.

Ein toter Soldat als Schild gegen journalistische Aufklärung - gegen bohrende Fragen nach dem Plagiat? Wie perfide ist das denn?

Richtig ist, dass der Tod des Soldaten zunächst einmal etwas anderes ist und nichts mit den Vorwürfen in Bezug auf mögliche Plagiate gegen Herrn Guttenberg zu tun hat.

Er wirft allerdings vielmehr die Frage auf, ob Herr Guttenberg nicht auch in Bezug auf den Afghanistan Einsatz Fehler gemacht hat - oder unsere Volksvertretung, die uns immer noch weismachen möchte, dass unsere Demokratie am Hindukusch verteidigt wird.

Herr Guttenberg wird - so prophezeie ich - sich noch vielen kritschen Fragen stellen müssen. Für mich ist er jedoch ein Grund mehr, diese Koalition abzuwählen.

bis denne

Don Isi

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namibian 18.02.2011, 18:13
3406. Wenn die Vorwürfe stimmen,

... dann muss er den Titel abgeben und mit einer sehr großen Blamage leben.
80 fehlende Quellenangaben ist schon eine ganze Menge. Letztendlich müssen Fachleute beurteilen, ob er lediglich schöne Formulierungen abgekupfert hat, oder ob er fremde Erkenntnisse als eigene angegeben hat. Vielleicht ist das bei den Juristen völlig normal, dann sollte die Aufregung jetzt abklingen. Sollte es nicht normal sein, dann ist das keine Lapalie, sondern ein ernstzunehmender Verstoß.
Die Juristen in meinem Umfeld haben sich bei ihren Dissertationen sehr viel Mühe gegeben und immer wieder betont, wie wichtig Quellenangaben sind. Das muss respektiert werden, indem man Verstößen nachgeht.

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RioTokio 18.02.2011, 18:13
3407. xxx

Zitat von infoseek
Es ist beeindruckend, aber mittlerweile auch beängstigend, mit welcher Verve sich die Guttenberg-Verteidiger - nicht nur hier - dagegen sperren, zur Kenntnis zu nehmen, dass der Kern der Vorwürfe schon lange jenseits auch des letzen möglichen Zweifels ist. Wie ist so etwas möglich? Die "Lichtgestalt" Guttenberg bewirkt bei nicht wenigen offenbar eine deutliche Trübung des Verstands. Das ist zwar nachvollziehbar, aber gefährlich - und ein weiterer Kollateralschaden für den Rest an Moral, Ehrlichkeit und echter Demokratie in diesem unsererm Lande.
Erschreckend ist vielmehr mit welchem inquisitorischen Eifer sich die Internetgemeinde über den Herrn hermacht.
Es geht um läppische Fußnoten einer Exotenliteratur und Sie tun so als würde das Abendland untergehen.

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joblack 18.02.2011, 18:13
3408. Arroganz zahlt sich nicht aus

Der Mann hat bis jetzt noch nie "richtig gearbeitet" und jetzt bekommt "Cheatenberg" die Quittung.

Er kann eigentlich nur noch abtreten.

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mitwisser 18.02.2011, 18:13
3409. gefährlich

Meine Wahrnehmung eines adeligen Blenders schenke ich mir hier einmal, obwohl ich mich bestätigt sehe.

Was mich aber alarmiert ist, wie er selber mit zweierlei Maß misst (Absetzung von Kommandanten).
Wie abgehoben er die Erklärung ("ich betone: wissenschaftliches Fehlverhalten") abgab, wie fehlerhaft seine juristische Einschätzung bzgl. der eidesstattlichen Versicherung (als summa cum laude Jurist) ist und wie selbstverständlich er davon ausgeht, den Titel - nach Prüfung - an der er selbstverständlich aktiv mitwirkt - wieder zu führen.
Dazu das arrogante Lächeln.

Ich denke, der Mann ist gefährlich und überschätzt.
Gefährlich aber auch, dass er offensichtlich von den Transatlantikern in diesem Ministerium implementiert wurde.
Und vermutlich glaubt er auch genau deswegen, man könne ihm nix.

Die Presse - also die Öffentlichkeit - wird darüberhinaus auch noch brüskiert.
In der Tat, eine bizarre Veranstaltung, die er da abliefert.

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