Forum: Politik
Schadet das Kunduz-Krisenmanagement dem Ruf des Verteidigungsministers?

Verteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg hat mit der Behandlung der Kunduz-Affäre erhebliche Probleme. Das kratzt am bisher glänzenden Bild des neuen Politstars. Schadet das Krisenmanagement dem Ruf des Verteidigungsministers? Diskutieren Sie mit!

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capu65 14.12.2009, 08:38
1060.

Zitat von doc 123
Und die damit verbundene Frage: MUSS MERKEL ZURÜCKTRETEN!
Und die damit verbundene Frage: "Sind Sie immer noch CDU-Mitglied und somit ein Unterstützer für Ihre Mutti Merkel?"

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diefreiheitdermeinung 14.12.2009, 08:39
1061. Voellig unwichtig

ob der Ruf angeblich beschaedigt wird. Viel wichtiger ist doch wie es in A. uberhaupt weitergeht. Die Taliban reiben sich die Haende ueber die Selbstzerfleischung der Deutschen. Die BW ist wie gelaehmt, da wird keiner mehr wagen, ohne einen Rechtsanwalt zur Seite, zu schiessen. Die Taliban sind nicht doof und werden sich die Kriegsmuedigkeit und das deutsche Feingefuehl zu Nutze zu machen. Ein paar Dutzend BW Soldaten wird der Dolchstoss aus der Heimat das Leben kosten. Danach fordert die SPD den Rueckzug und der wird dann auch kommen und die A. Aktion wird dann anschliessend als toller Erfolg fuer den Westen verkauft werden. Selten so gelacht ueber die deutsche Unfaehigkeit einen bewaffneten Konflikt zu gewinnen. Bitte die BW abschaffen ! Dann brauch man auch keinen Vert. Minister mehr und Herr G. kann wieder ein anderes Resort bekommen.

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Alter_Reservist 14.12.2009, 08:44
1062.

Zitat von marvinw
Ich weiß nicht welches Verhalten sie damit meinen, etwa das Verhalten der Wähler die die Linken mit Kommunisten assoziirt haben? Oder glauben sie in regierendem Adel den Freund des deutschen Volkes gefunden zu haben? Genau das halte ich für gefährlich sich selbst auf den Leim zu gehen, sich blind stellen und es anscheinend auch ernst meinen.
Lasst doch einfach diese alle Kommunisten / alle Aristokraten weg und seht einfach die Realitäten.

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Mike Mail 14.12.2009, 08:45
1063.

Zitat von Jochen Binikowski
Bin während der "goldenen Zeit" 1975 für 9 Tage quer durch Afghanistan gereist. Also kurz bevor die Russen kamen. Schon damals war das Land völlig unregierbar. Jeder der es sich leisten konnte ist ausgewandert. Die Leute dort sind schlichtweg nicht zu einem geordneten Zusammenleben fähig. Eine Ansammlung von Millionen hirntoten Kriminellen. Seit meiner Reise scheint sich dieser Trend noch massiv verstärkt zu haben. Was da hilft ist Ausländer raus, kein Geld mehr schicken und dann eine 20 Meter hohe Mauer um diese Hölle auf Erden bauen.
Aber, aber!
Wie können Sie nur?!
Deutschland muss doch die ganze Welt retten!
Schließlich verteidigen wir unsere Grenzen am Hindukusch (aber bitte mit Platzpatronen).

Ich beneide die Schweizer immer mehr.

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JupiterIII 14.12.2009, 08:45
1064.

Zitat von Pazifist
Sie wissen mehr als wir alle. Solange unklar ist, ob es sich um Kombattanten oder Zivilisten handelt, darf eben nicht bombardiert werden.
Es steht außer Frage, daß sich dort zwei Tanklaster befanden, und damit durfte nach Völkerrecht auf jeden Fall bombardiert werden. Die freiwillige Selbstbeschränkung der NATO bedingt sich aus politischen Gründen - nicht aus völkerrechtlichen.

Es gibt bei uns immer noch Träumer, die der Meinung sind, man können in Afghanistan die Bundeswehr als eine Art bewaffnetes THW einsetzen. Das funktioniert nun einmal nicht. Entweder man entschließt sich dazu die Taliban massiv zu bekämpfen, oder man sagt den Verbündeten: ohne uns. Letzteres wäre die sinnvolle Lösung, da die Häßlichkeiten bei einer effektiven Bekämpfung der Taliban für die Öffentlichkeit nicht auszuhalten wäre.

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Sapientia 14.12.2009, 08:47
1065. Guttenberg lehnt Rücktritt ab

Zitat von sysop
Verteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg hat mit der Behandlung der Kunduz-Affäre erhebliche Probleme. Das kratzt am bisher glänzenden Bild des neuen Politstars. Schadet das Krisenmanagement dem Ruf des Verteidigungsministers? Diskutieren Sie mit!
Es geht doch nicht um die Sache, sondern darum, dass im Rahmen von reiner Parteipolitik oppositionelle Politiker der 2. oder 3. Wahl jetzt aus ihren Löchern gekrochen kommen, um auf sich und ihre Partei aufmerksam zu machen.
Die Presse wirkt kräftig beim Aufschäumen mit.

Ginge es nur um die Sache, würde man diese 142 Zivilisten erst einmal in Relation bringen zu all´ den weiteren afghanischen Ziviltoten und sich daher wiederum die Sinnfrage des Unternehmen ansich stellen, wenn man noch dazu beitragen kann, Tote durch Passivität/Nichtteilnahme zu verhindern.
Fehler werden immer gemacht, ob es in Kundus aus milit. Sicht einer war weiß niemand, geschwiegen gegenüber dem Volk gehört zum täglichen politischen Ablauf, daran muss man sich unter Strafandrohung gewöhnen.

Wer in den Krieg zieht tötet.
Wer dazu bestimmt wird an der Front zu entscheiden, ist von harter Gesinnung - auch zum Schutz unserer Soldaten.
Die Taliban agieren partisanenmäßig und intelligent. Da ist es zum Schutz der Soldaten geboten, Präventivmaßnahmen zu ergreifen.
Das hat die dekadente Wohlstandsgesellschaft noch nicht begriffen.

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BerndSchirra 14.12.2009, 08:48
1066.

Zitat von Schlabund
Ein Latein sprechenden Feldwebel gab es zu meiner Zeit in der BW nicht. Die hatten eher Lese und Rechtschreibeschwächen. ;-)
Das ist heute auch nicht viel besser. Die lesen alle die Landser Heftchen und denken das ist die Realität. Beim Kreta Tag glänzen dann die Augen. Was das Latein angeht,dass können sie auch. Goggle: Latein für Angeber.
Bei Youtube können sie auch sehen da abgeht. Es lohnt sich.

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la borsa 14.12.2009, 08:48
1067. Realistischs Mandat?

Zitat von justicus
...indem sie nicht rechtzeitig dafür gesorgt haben, dass die Soldaten ein bekommen...
Was ist das?

Sie kennen wohl nicht die Artikel 24,25 und 26 des Grundgesetzes. Es geht in diesen Artikeln um die Einbindung der BRD in kollektive Systeme (Kampf in kollektiven Sicherheitssysteme,Regeln des Völkerrechts als Bestandteil des Bundesrechts)
Also nochmals: Was ist bei diesen Randbedingungen ein realistisches Mandat?

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Roque Spiegel 14.12.2009, 08:50
1068. ...

Ich empfinde es als ziemlich durchschaubar und peinlich, wie die Opposition versucht einen im Volk beliebten Politiker zu demontieren. Mich stößt es ab und ich empfinde es ähnlich ärgerlich wie die Demontage von Professor Kirchhof, die wie am Schnürchen geklappt hat.
Einfach nur unappetitlich.

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aspng 14.12.2009, 08:52
1069. Die Medien bauschen das Thema auf - KSK abschaffen?

1. Ich glaube, obwohl die Medien kritisierten, dass die Politik der K (Kampfeinsatz / Kriegszustand) Frage bis zu dem Tag, an dem zu Guttenberg diese nutzte, auswich, scheinen sie immer noch nicht realisiert zu haben, welche Zustände in AFG herrschen. Solche Dinge wie mit dem Tanklastzug sind nicht optimal, sind aber nur bedingt zu vermeiden. Krieg ist niemals sauber. Auch die Amerikaner oder Briten haben in den vergangenen 8 Jahren ähnliche Fehlentscheidungen getroffen.

2. Vielleicht sollten die Personen, die bei der SPD und sicher auch den Linken eine Abschaffung des KSK, der deutschen Spezialeinheit, einmal nachdenken bevor sie solche Forderungen äußern. Die nächste Befreiung von Personen im Kongo, Somalia (abgesagt) oder Ägypten (angeblich auch abgesagt), kommt bestimmt. Sollen wir dann wieder die NATO Partner um Hilfe bitten. Wir leben in einer teilweise unfreundlichen globalisierten Welt. Aufwachen!

3. Wenn wir unseren Soldaten die beste Einsatztechnik und den Schutz verweigern, den Deutschland ihnen zu Verfügung stellen könnte (z.B. Panzer Leopard 2; Panzerhaubitze 2000; nicht nur Aufklärungstornados), weil die Politik und zusätzliche auch vielen Journalisten (letztere indirekt) diese für zu Kriegsnah hält und weiter meint, die Bevölkerung würde nicht verstehen, dann finde ich das äußerst beschähmend. Es erinnert mich zudem an Vietnam, wo man lange Zeit fernab der Front Entscheidungen über die Soldaten vor Ort meinte entscheiden zu können, welches unnötige Leben gekostet hat.

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