Forum: Politik
Schadet das Kunduz-Krisenmanagement dem Ruf des Verteidigungsministers?

Verteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg hat mit der Behandlung der Kunduz-Affäre erhebliche Probleme. Das kratzt am bisher glänzenden Bild des neuen Politstars. Schadet das Krisenmanagement dem Ruf des Verteidigungsministers? Diskutieren Sie mit!

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vdh. 13.12.2009, 11:30
350. Ardennen-Offensive 16. -. 27. 12. 1944

Zitat von nocheinbuerger
Genauso wie diejenigen, die angesichts der Opfer der Bombardierungen nun aller Welt ihre moralische Überlegenheit kundtun und ihre im Kaffeehaus entwickelte Strategie und Taktik empfehlen, wie man es hätte besser machen können. Alles in allem eine widerliche Melange aus Unwissenheit, Ignoranz, Weigerung der Übernahme von Verantwortung und arrogantem Anspruch auf moralischer Höherwertigkeit.
Man stelle sich vor, ein US-Colonel hätte während der Kämpfe ein deutsches Camp bombardieren lassen, obwohl von dort gerade mal nicht geschossen wurde: glaubt irgendein Gutmensch "in diesem Lande" dafür wäre er alsbald von seiner Regierung in Washington oder von seinem obersten Befehlshaber General Eisenhower zur Rechnung gezogen worden?

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dayo 13.12.2009, 11:33
351.

Zitat von Knalltüte
Ja, aber nur wenn man ihn begonnen und dann auch noch verloren hat. Es wurden auch schon Kriege gewonnen - gerechte sogar.
dieser gehört wohl in die kategorie, begonnen und verloren.

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dehnübung 13.12.2009, 11:39
352.

Zitat von wowirom
Auch wenn man Trittin nicht mag: Er bleibt seinen Stamokap- Überzeugungen treu. Ein wahrer Überzeugungstäter! Er will nämlich seinerzeit bei Rot-Grün nur aus Fraktionszwang für den Afghanistan-Einsatz gestimmt haben, also, wie man in Bayern sagen würde, den "Schwur abg'leitet" haben! Es war der Wunsch der Grünen, den Soldaten die aberwitzigen Papp-Kärtchen mit sog. Verhaltensregeln auf den Weg zu geben, woraus sie dann gegebenenfalls (wohl nachträglich?) ableiten durften, warum sie sich an- oder erschießen lassen mußten (s.a. Heike Groos, Ein schöner Tag zum Sterben). An dieser demokratischen Weichwäscherei wird dieser Einsatz bis zu seinem vorhersehbar traurigen Ende à la Vietnam zu leiden haben. (Die russische Armee leidet übrigens heute noch unter ihrem schimpflichen Abzug.)
Es gibt in der Geschichte soviele Beispiele und besonders für Afghanistan trifft das zu, dass solche Kriege nicht gewonnen werden können, es sei denn es wird mit brutalsten Mitteln gekämpft, diesen Versuch werden die Amerikaner nun letztmalig machen.
Sich in der Kaserne verschanzen wegen ein paar Taliban, die sich mit im Sand steckenden Lastern abmühen, die Frauen und Kinder ranholen die schieben helfen sollen, deswegen Luftunterstützung anfordern, feige, Bomben werfen lassen, wird nicht zum Erfolg führen.
Ohnehin ist nach dem Abzug, früher oder später, alles wieder wie vorher, oder glaubt hier jemand, dass sich dieser korrupte Karzai lange an der Macht hält?
Ein demokratisches System Bestand hat??

In der Sache Afghanistan ist deshalb die Lösung ganz einfach.
Die Frage an das deutsche Volk muß lauten:

"WOLLT IHR DEN TOTALEN KRIEG?"

Die Antwort ist NEIN!!
Also Abzug und zwar sofort!

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Michael O. 13.12.2009, 11:39
353.

Zitat von atzlan
Halten Sie das für hilfreich und Kritik daran für Miesmacherei?
Ich halte das fuer kritikloses Glauben an nirgends bestaetigte Sensationsheischerei. Verschwoerungs-Stuss, halt !

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Alter_Reservist 13.12.2009, 11:40
354.

Zitat von dehnübung
Meinst Du das Kriegsverbot im Grundgesetz wurde geschaffen, damit wir Bomben werfen (werfen lassen), obwohl die Mehrheit dagegen ist? Bist Du wirklich stolz auf verbrannte Zivilisten? Bist Du stolz auf Soldaten die den Vorschlag der Piloten ablehnen, erstmal eine Warnung zu geben, bevor Bomben fallen? Solange Du nichts gegen die Verschleierung von Frauen in Deutschland tust, um Deine weiteren Argumente aufzugreifen, brauchst Du keine Bomben dagegen in anderen Ländern zu werfen. Dann solidarisiere Dich lieber öffentlich mit Sarazzin, wenn Du hier etwas bewirken möchtest. Da könnte ich Dir sogar zustimmen.
Auch das ist nicht richtig.
Die Beteiligung an einem Sicherheitskollektiv (ISAF /NATO / UN) sowie die Teilnahme an deren Maßnahmen ist durch das GG gedeckt.
Die Übernahme der Befehlsgewalt durch den / die Bundeskanlzer (in) ist nur für einen Fall des Angriffs auf die Bundesrepuplik eindeutig geregelt.

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stranger68 13.12.2009, 11:41
355.

Zitat von ThomasGB
Wenn jemand in Deutschland in eine Kaserne eindringt, meinetwegen um Munition zu rauben, dann geht er das Risiko ein, von der Wache erschossen zu werden. Ganz ohne parlamentarischen Auftrag ! Aber wenn in Afghanistan ein paar geistig völlig verkorkste Taliban Tanklastwagen rauben um auf ein Bundeswehrcamp einen Anschlag zu verüben und dafür zwei Bomben auf den Kopf kriegen (Frage: Wer hat angefangen ?), dann ist das ein Politikum. Hey - Leute, die bedrohen ihre Mitbürger, daß wenn sie zur Wahl gehen ihnen den Finger oder die Hand abzuhacken ! Aber die Taliban sind doch so süß, und das mit der Burka sieht ja so niedlich aus ... Summa summarum: Da hat's halt so ein paar Drecksäcke gekostet. Ob mit Absicht oder nicht spielt überhaupt keine Rolle. Recht war's. Und der Herr Trittin hat ja nicht umsonst die Nebenbezeichnung "tritt Ihn !". Das ist ein eingebildeter Opportunist, dem wir beginnend über einen Ministerialerlass zum Dosenpfand bis hin zu nutzlosen Windmühlen nur Blödsinn zu verdanken haben. Sorry - SPD, GRÜNE und SED sind für die nächsten 20 Jahre für mich nicht mehr wählbar. Und tschüß ...
Ich schreibe heute nichts mehr zu diesem Thema. Sie haben alles treffend gesagt. Danke!

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vroni1505 13.12.2009, 11:42
356.

Afghanistan ist Krieg. Auch wenn Frau Merkel das nicht wahrhaben möchte. Und im Krieg sterben Menschen und der Gegner wird angegriffen.
Dazu kommt, dass Herr zu Guttenberg noch gar nicht Verteidigungsminister war, als dieser "Vorfall" passierte. Wir wissen alle nicht, was da genau gelaufen ist (weder die Bürger, noch die Politiker). Der Einzige, der wirklich sicher weiß, was da gelaufen ist, ist Oberst Klein und der scheint mit der Wahrheit nicht herausrücken zu wollen.
Das sieht mir verdammt danach aus, dass die Politik (ganz allgemein und keine bestimmte Person) das als Chance nutzt um Herrn zu Guttenberg abzusägen.
Vielleicht, weil er in vier Jahren sonst eine Chance aufs Kanzleramt hätte?

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maan 13.12.2009, 11:43
357. Ausstiegskonzept muss her!

Zitat von atzlan
"Im Norden Afghanistans wirft die Bevölkerung ihrem Provinzgouverneur, Atta Mohammed, systematische Morde und "ethnische Säuberungen" vor. Die dort stationierte Bundeswehr kooperiert mit dem Politiker." (dlf) ... Halten Sie das für hilfreich und Kritik daran für Miesmacherei?
Hier reden wir leider aneinander vorbei. Die Meinungen sind fest.
Das Hauptproblem der Bundeswehr ist wohl, dass ihr niemand mehr abnimmt, für eine "gerechte Sache" zu kämpfen.

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blücher 13.12.2009, 11:44
358. Kunduz-Fall und v.Guttenberg etc.

Ich möchte mich hier auf die neueste Äußerung des Oberlügners Trittin einlassen:
Er (Trittin) hat mit seinen Grünen damals dem Einsatz deutscher Soldaten unter dem Täuschungmanöver " Deutschland wird am Hindukusch verteidigt" im Parlament zugestimmt, während er gleichzeitig auf der Straße persönlich gegen die Vereidigung genau jener Soldaten demonstriert hat.
Die ganze Verlogenheit wird jetzt durch seine Angriffe auf die Ausführenden seines eigenen "Befehls" deutlich.
Was gibt es dazu noch zu sagen ?
Trittin und Genossen sollten besser ihre Republik selbst und eigenhändig am Hindukusch verteidigen. Aber dazu sind sie zu feige und zu überheblich in Ihrem intellektuellen Übermut. Allesamt. Und schuld hat wieder einmal "das Militär"

Peter Schack

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maan 13.12.2009, 11:45
359. Ausstiegskonzept muss her!

Zitat von atzlan
"Im Norden Afghanistans wirft die Bevölkerung ihrem Provinzgouverneur, Atta Mohammed, systematische Morde und "ethnische Säuberungen" vor. Die dort stationierte Bundeswehr kooperiert mit dem Politiker." (dlf) ... Halten Sie das für hilfreich und Kritik daran für Miesmacherei?
Hier reden wir leider aneinander vorbei. Die Meinungen sind fest.
Das Hauptproblem der Bundeswehr ist wohl, dass ihr niemand mehr abnimmt, für eine "gerechte Sache" zu kämpfen.

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