Forum: Politik
Schadet das Kunduz-Krisenmanagement dem Ruf des Verteidigungsministers?

Verteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg hat mit der Behandlung der Kunduz-Affäre erhebliche Probleme. Das kratzt am bisher glänzenden Bild des neuen Politstars. Schadet das Krisenmanagement dem Ruf des Verteidigungsministers? Diskutieren Sie mit!

Seite 80 von 535
hyperborea 13.12.2009, 19:41
790.

7. Gebot
Du sollst nicht stehlen!

Beitrag melden
kleiner-moritz 13.12.2009, 19:42
791.

Zitat von Bettelmönch
Wenn man hier so manche Beiträge liest und vielleicht insgeheim am Holocaust gezweifelt haben sollte, dann würde man hier blitzschnell eines Besseren belehrt. Da ist es nur noch ein kleiner Schritt bis zum Wahn.

Ihre klösterliche Abgeschiedenheit zeigt deutliche Spuren in Ihrer Wahrnehmung! Lassen Sie doch den Adolf in der Kiste, werter Bruder!

Beitrag melden
Alter_Reservist 13.12.2009, 19:43
792.

Zitat von jgb
Es ist keine kriegerische Auseinandersetzung. Es ist ein Wiederaufbauprogramm Wäre es eine kriegerische Auseinandersetzung würde sich Deutschland mit Afghanistan im Krieg befinden. Wäre es ein Krieg könnte man auch die Gefangenen in Quantanamo nicht vor ein Strafgericht stellen. Sie wären dan den internationalen Gerichtshof in Den Haag zu übergeben. Wäre es ein Bürgerkrieg hätten Deutsche Soldaten dort nichts zu suchen. Man kann sich nicht immer aussuchen was man will.
Lesen
- Beschlüße er Petersberger Konferenz
- UN-Mandat
- Auftrag an die NATO
- Vorlage der Bundesregierung für den ISAF -Einsatz
- GG

Überlegen

- Hab ich das ohne Hilfe verstanden ?
- Meinung bilden
- Sprechen / Schreiben

Beitrag melden
Hugo_Habenichts 13.12.2009, 19:44
793. Besonders hohe Gravitation in diesem Bereich ...

Zitat von doc 123
Nochmals, nochmals, nochmals! Ich habe mich bei einem Oberstaatsanwalt a.D. diesbezüglich ausdrücklich rückversichert!
Stellen Sie sich vor, dass interessiert mich nicht, was dieser Mensch sagt. In Deutschland entscheiden immer noch Richter. Wenn es anders wäre, bräucht man weder einen Richter noch einen Verteidiger. Und selbst Richter irren sich regelmässig oder warum gibt es so was wie Berufung oder Revision?

Tja, sie sind ja ein Studierter, der Oberstaatsanwalt auch. Ich fühle mich in meiner Kritik an den Studienprotesten nachträglich bestätigt, durch diese Ergebnisse einer akademischen Bildung.

Deutsches Polizeirecht kann gar nicht für die BW gelten, da in Deutschland die BW ausdrücklich keine Polizeifunktion hat.

Warum sollte in Afghanistan was gelten, was in Deutschland nicht gilt?

Beitrag melden
BillBrook 13.12.2009, 19:44
794.

Zitat von henningr
Etwa ab 40:50 Minuten live und in action. Aber Sie machen das schon richtig, erst abstreiten und dann nach der Quelle fragen.
Sehen Sie so hat er das nicht gesagt. Er hat die Verletzten mit einbezogen, vonn denen hier überhaupt keine Rede ist.

Beitrag melden
Hans58 13.12.2009, 19:44
795.

Zitat von doc 123
Nochmals, nochmals, nochmals! Ich habe mich bei einem Oberstaatsanwalt a.D. diesbezüglich ausdrücklich rückversichert! In Afghanistan gilt für die deutschen Truppen Polizeirecht!..
Diese unsinnige Rechtsauffassung wurde Ihnen im geschlossenen Forum nicht nur von mir, sondern auch von anderen widerlegt.

Beitrag melden
kleiner-moritz 13.12.2009, 19:44
796.

Zitat von jgb
Wenn die jetzt aufgetauchten Bericht stimmen und damit Taliban getötet werden sollen,ist eine strafrechtliche Auseinandersetzung unumgänglich. 1. Notwehr/hilfe lag nicht vor 2. Art 102 GG Die Todesstrafe ist abgeschafft. 3. Art 20 GG. Es ist dem einzelnen die Schuld nachzuweisen, vorher gilt die Unschuldsvermutung. Man hat Menschen getötet, von der Schuld man zwar vage überzeugt war aber deren Schuld nicht nachgewiesen war und hat dabei noch Andere getötet die damit garnichts zu tuen hatten. Das wäre so als wenn man in Deutschland mitten in der Stadt ein Auto mit mit vermeintlichen flüchtigen Bankräubern die von Schaulustigen umringt wären einfach in die Luft sprengen würde. Es scheint mir so, dass man wieder einen Menschen zweiter Klasse "einführen" will für die die Menschenrechte nicht gelten bzw. nur eingeschränkt gelten, oder das man einen "Feind entmenschlicht" um ihm sein Lebensrecht abzusprechen. Die Ratten kommen wieder aus Ihren Löchern.
Sind Sie wirklich so vernebelt oder waren Sie zu lange auf dem Weihnachtsmarkt?

Die Sache in Afghanistan muss endlich zu Ende gebracht werden, weil die Bevölkerung dieses Landes ein Recht hat, sich (frei) zu entwickeln! Das ist aus unserer Sicht deren Menschrecht und Typen wie die Taliban nehmen es ihr! Insofern haben die Taliban ihrer Grundrechte verwirkt!

Etwas anderes wäre es, die Bevölkerung würde entscheiden, so leben zu wollen. In diesem Fall wäre ich dafür, das gesamte Land vollständig abzuriegeln und jeden Außenkontakt zu unterbinden!

Was ich übrigens nicht verstehe, wie man dort auf die Idee kommen konnte, ein öffentliches Mobilfunknetz aufzubauen. Dann sollte man dieses dazu nutzen, die Typen zu orten!

Beitrag melden
derflieger 13.12.2009, 19:45
797.

Zitat von jgb
Das war nicht Fahrlässigkeit. Das war Vorsatz.
Oberst Klein wollte vorsätzlich bewaffnete illegale Kämpfer und Terroristenunterstützer töten lassen, die potentielle Terroristenwaffen "erobert" hatten und um einen möglichen Anschlag zu verhindern. Schlimm, schlimm.

Er wollte dabei nicht seine eigenen Soldaten opfern. Stellen Sie sich vor, er hätte eine seiner Kompanien losgeschickt um zu erkunden und zu kämpfen. Wie groß wäre erst der Aufschrei gewesen, wenn dabei ein Dutzend Bundeswehrsoldaten gefallen wären? Was hätte er also machen sollen? Unternehmen einstellen nach dem Motto "ein bißchen Schwund ist immer"?

Nicht das mich jemand mißversteht, ich finde, das dieser Vorfall untersucht gehört und Klein ggf. zur Rechenschaft gezogen wird. Bis es aber soweit ist, gilt auch für ihn die Unschultsvermutung.

Beitrag melden
prandtner 13.12.2009, 19:46
798. Strategie und Taktik

Zitat von derflieger
Wie unschuldig sind Menschen, die auf Aufruf der Taliban und gemeinsam mit Ihnen nachts in der Einöde Sprit klauen?
Es mag in der Logik militärischer Taktik liegen, den Tod nicht ganz unschuldiger Zivilisten (andere haben Gelegenheitstaliban bzw. Taliban-Sympathisanten gesagt) in Kauf zu nehmen. Aber es ist eben strategisch falsch und deshalb waren ja auch die Amerikaner sauer. Die haben selbst vor einiger Zeit eingesehen, dass man so die Bevölkerung den Taliban in die Arme treibt. Das führt langfristig zur Niederlage, wie damals in Südvietnam, wo man in ähnlicher Weise nicht sehr sauber zwischen Kämpfern und Dorfbewohnern unterschieden hat.

Der Kampf ist mittlerweile hauptsächlich einer um die Sympathien der afghanischen Bevölkerung geworden. An dieser Frage wird er sich entscheiden und die höchsten ISAF-Kommandeure wissen das. Klein hat im Eifer des Gefechts daran nicht gedacht und wegen dieser mangelnden Kaltblütigkeit halte ich ihn für keinen sehr guten Kommandeur.

Es ist eine andere Frage, dass das Mandat der BW für die gegenwärtige Situation tatsächlich zu wenig robust ist. Das mag Oberst Klein und seine Berater bewogen haben, das Mandat zu überschreiten. Die Entscheidung zur Bombardierung mag taktisch sogar zu rechtfertigen sein, aber im Zusammenhang gesehen schadet sie eben doch der eigenen Seite.

Beitrag melden
Coldplay17 13.12.2009, 19:46
799.

Zitat von Quagmyre
................ Vielleicht hat ja auch die härtere Gangart der Bundeswehr gegenüber den Taliban mit den nicht enden wollenden Forderungen unserer Freunde zu tun, doch mal etwas mehr Engagement zu zeigen. Jetzt wurde Mist gebaut, und Klein stirbt als Bauernopfer.
Dies stimmt eben nicht. Der tragisch mißlungene
Kunduz-Einsatz der Deutschen hat die neue zurückhaltendere Kriegs-Strategie der Amerikaner gründlich vermasselt.

Beitrag melden
Seite 80 von 535
Diskussion geschlossen - lesen Sie die Beiträge!