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Schäfer-Gümbel, Dreyer, Schwesig: SPD soll kommissarisch von Trio geführt werden
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Thorsten Schäfer-Gümbel, Manuela Schwesig und Malu Dreyer: Diese drei sollen den kommissarischen Vorstand der SPD übernehmen. Das besagt ein Vorschlag der engeren Parteiführung.

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Pless1 03.06.2019, 14:23
120.

Zitat von unixv
Hätte Nahles nicht auf die Seeheimer, unter anderen Steinmeier gehört, wäre die SPD jetzt noch in der Opposition und mit über 25% Rückhalt! Leider hat sie auf Leute wie Steinmeier gehört! 15% für diese SPD, ob Steinmeier Stolz darauf ist?
Herr Steinmeier ist Bundespräsident, nicht SPD-Vorstand. Seine Aufgabe war es, dass der Bundestag eine stabile Regierung hinbekommt und das ist ihm gelungen. In der Tat: er kann tatsächlich stolz sein auf diese Leistung.

Die SPD hätte übrigens auch nein sagen können. Nun dem Bundespräsidenten die Schuld für den Niedergang der Partei zu geben ist an den Haaren herbeigezogen.

Ob die SPD in der Opposition nun 25% Zustimmung hätte ist reine Spekulation. Durchaus möglich, dass viele potenzielle SPD-Wähler dann erst recht zu den Grünen abgewandert wären, wenn sie gesehen hätten, dass diese in Regierungsverantwortung ganz gute Politik machen, die auch Sozialdemokraten mittragen können.

Vermutlich wäre doch selbst in der Opposition die SPD als Juniorpartner wahrgenommen worden - bei Lautsprechern wie Wagenknecht bei den Linken und Weidel/Gauland bei der AfD.

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rolantik 03.06.2019, 14:25
121. Riesenfehler - ein Trio einzusetzen.

Es ist ein kapitaler FEHLER, gleich drei Leute als "Spitze", wenn auch nur vorübergehend, einzusetzen. Malu Dreyer alleine wäre ein gute Lösung, Schwesig, ein schwache Figur, und Gümpel, der ewige Verlierer bei Wahlen, das kann nichts werden. Was hat sich da das Gremium wohl dabei gedacht. Eine echte Lachnummer.
Der SPD ist leider nicht mehr zu helfen und wenn alle so traurig in die Welt schauen, wie Herr Scholz gestern bei Anne Will, dann ist das eine echte Untergangsstimmung!
Die SPD hat nichts gelernt.

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Das Grauen 03.06.2019, 14:29
122. @unixv Ach, Stegner und Co hätten es besser gemacht?

Zitat von unixv
Hätte Nahles nicht auf die Seeheimer, unter anderen Steinmeier gehört, wäre die SPD jetzt noch in der Opposition und mit über 25% Rückhalt! Leider hat sie auf Leute wie Steinmeier gehört! 15% für diese SPD, ob Steinmeier Stolz darauf ist?
Das klingt nur so lange wie ein ernsthafter Kommentar, bis man sich erinnert, wer die Gallionsfigur des linken Flügels in der SPD ist: Ralf Stegner! Der hat allerdings noch nie eine öffentliche Wahl gewonnen. Aber der und seine ebenso erfolglosen Gesinnungsgenossen sollen die SPD zu erfolgen führen? Den Bären lässt sich doch kaum jemand aufbinden! Wenn es wahr wäre, daß die Wähler nur auf Linke Politik a la Stegner warten würden, dann hätte die Linke ja in den letzten Jahren tolle Erfolge einfahren müßen. Davon kann aber überhaupt keine Rede sein.

Nein, was viele potentielle Wähler wollen, sind doch vor allem drei Dinge:
- Eine Partei, die engagiert ihre Interessen vertritt, anstelle sich in inneren Grabenkämpfen zu verausgaben, und die dabei ein unverkennbar sozialdemokratisches Profil zeigt (kein Abklatsch von CDU, den Grünen oder Linken).
- Ein realistisches Programm, das den Wählern echte Verbesserungen bringt. Dazu gehören sowohl "rechte" Elemente (innere Sicherheit) als auch "linke" (soziale Gerechtigkeit).
- Parteipolitiker, die Empathie für die Wähler zeigen und überzeugen, statt zu polarisieren. Wer mit erhobenem Zeigefinger fragwürdige moralische Positionen durchsetzen will und Andersdenkende ausgrenzt, ist da fehl am Platz!

Also, der miese Zustand der Partei hat mit grundsätzlichen Entscheidungen für Rechts und Links sehr wenig zu tun, sondern größtenteils mit unfähigen Politikern, die weder programmatisch noch wahlkämpferisch oder als Führungspersonen einen guten Job machen. Die gibt's sowohl bei den Seeheimern als auch bei der Stegner-Clique und die müssen weg vom Fenster.

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Schartin Mulz 03.06.2019, 14:29
123. Ich würde ja gerne

mal wissen, was eigentlich die ganzen Kommentatoren wählen, die pausenlos auf die SPD eindreschen und einen Kurswechsel fordern.
Mehrheitlich wohl Parteien, die entweder bei Agenda und co mitgemacht haben wir die Grünen oder die Parteien, die damals Opposition waren und immer noch mehr Sozialkürzungen gefordert haben. Oder gar die Blauen, die noch neoliberaler sind als dis FDP.
Da sind die Ex-CDU-Wähler konsequenter, denen die CDU zu weit nach links gerückt ist. Die wählen folgerichtig rechts von der CDU. Aber die Ex-SPD-Wähler, denen die SPD nicht weit genug links ist, wählen mehrheitlich rechts von der SPD:
Das muss man nicht verstehen.

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yabba-dabba-doo 03.06.2019, 14:33
124.

@100 Havel Pavel
Es stört, weil die SPD gegen Privatschule und für die staatliche Schule ist. Dieses inkonsequente Verhalten ist typisch SPD. Frau Schwesig ist ihr Kind mehr wert als das des gemeinen Bürgers. Verständlich. Nur lt. der SPD nahen Friedrich Ebert Stiftung erweisen sich die Unterschiede zwischen Privat und staatlicher Schule als marginal oder nicht vorhanden. Nur Frau Schwesig traut ihrer Partei wohl selber nicht und will das Beste für ihr Kind. Der Schulweg alleine ist wohl kaum der Grund für die Entscheidung zur Privatschule. Soviel zu Glaubwürdigkeit der SPD und Frau Schwesig. Egal welches Thema, die SPD ist unglaubwürdig.

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polza_mancini 03.06.2019, 14:33
125. Sorry,

Zitat von fx33
Sorry, aber Sie interessieren sich doch überhaupt nicht für die Inhalte der SPD.Sie wählen sie ja sowieso nicht. Sie bashen hier einfach nur, weil sie im Internet so schön einfach rumpöbeln können.
aber da hat Ihre Kristallkugel wohl versagt oder waren Sie beim letzten mal mit mir in der Wahlkabine, Sie Schlaufuchs? Ich war über 10 Jahre Mitglied in diesem Clübchen, auch aktiv und glauben Sie mir: ich kann auch außerhalb des Intenets bashen und pöbeln oder wie ich es nenne: Meinung äußern...

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appendnix 03.06.2019, 14:36
126. Das Damen-Duo wär ja ganz nett,

aber dass dieser Schäfer-Gümbel recycelt wird, das zeigt dass die SPD in Punkto Selbstvermarkung nichts dazugelernt hat. Für mich sind allein schon Leute mit Doppelnamen, Leute die sich offensichtlich nicht entscheiden können. Und dann noch Schäfer-Gümbel und zusätzlich noch dieser abgehalfterte Funktionär, brrrr - bei Selbsvermarktung ist bei der SPD wirklich Fehlanzeige angesagt!

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kodu 03.06.2019, 14:40
127. Als ehemaliger SPD-Wähler...

Zitat von cobaea
Wieso hab ich hier im Forum oft den Eindruck, dass Leute kommentieren, die sich zuvor monatelang in selbstgewählter Isolation in einem Iglu am Nordpol befunden haben müssen? Einer fordert von der SPD eine Grundrente von gegen 1000 Euro für alle ohne Bedürftigkeitsüberprüfung, der andere kommt mit der Forderung, die SPD müsse sich von Hartz 4 lossagen. Obwohl die SPD unter der hier viel gescholtenen Andrea Nahles beides längst getan hat. Offenbar meckert es sich leichter, wenn man sich zuvor nicht mit dem Thema befasst hat.
...sitzt der Stachel der Enttäuschung eben auch nach fast 20 Jahren noch tief. Aber weder habe ich Andrea Nahles gescholten, noch habe ich ihre Ankündigung überhört, Hartz4 zu überwinden.
Nur: bis jetzt ist - was die AGENDA2010-Abwicklung betrifft, wenig passiert. Man stellt noch nicht mal eine Diskussion zwischen den neoliberal-konservativem "Seeheimern" und der Parteilinken in der SPD fest. Das halte ich für bedenklich.
Und so lange das so ist und die SPD nicht deutlichere Signale setzt, wie z.B. klare Distanzierung von Müntefering oder Schröder, muss man davon ausgehen, daß es sich eher um "heiße Luft" handelt, als um signifikante Verbesserungen der gesellschaftlichen Position der nichtelitären Bevölkerungsmehrheit.
Ich habe einfach keine Lust, wieder jemanden zu wählen, der genau das Gegenteil von dem macht, was er versprochen hat. Deshalb bin ich auch - ganz im Sinne von Frau Nahles - dafür, die GroKo nicht aufzulösen, sondern die Regierungsmacht für Veränderungen i.d.S. zu nutzen.

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Spr. 03.06.2019, 14:46
128.

Zitat von w.diverso
Kevin Kühnert in die Führung? Mit seinen brillanten Ideen die schon vor 50 Jahren in diversen Ländern kläglich gescheitert sind, würde er der SPD sehr schnell zum Ruhestand verhelfen. Es ist ja auch bezeichnend, dass die SPD, eine sicher für Deutschlands unselbständig Erwerbstätigen sehr wichtige Partei, mit den wirren Ideen eines Studienabbrechers mehr in den Medien ist, als mit dem was die SPD in der Vergangenheit für die arbeitende Bevölkerung erreicht hat. Öffentlichkeitsarbeit ist scheinbar keine Stärke der Sozialisten. Das gilt auch für Österreich.
Und noch einer, der Sozialdemokratie nicht von Sozialismus und/oder Kommunismus unterscheiden kann! Dann fällt es natürlich nicht auf, dass die vermeintlich so klugen Vergleiche heftig hinken.

Inwiefern soll die Seeheimer Partei für unselbständig Erwerbstätige wichtig sein? Und was haben die Seeheimer in Ihrer Parallelwelt für die arbeitende Bevölkerung getan? Den größten Niedriglohnsektor Europas installiert, Tür und Tor für Finanzspekulanten geöffnet, die Sozialsysteme für die Versicherungsbranche geöffnet (Riester, Rürüp), die Zeitarbeit dereguliert u.v.m., und damit Millionen Arbeitnehmer und deren Familien ohne Not in die Armut getrieben? Von welchen Sozialisten schwafeln Sie da plötzlich im nächsten Satz? Und was hat Österreich mit all dem zu tun?

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Das Grauen 03.06.2019, 14:49
129. @polca_mancini Klar, der Weisheit letzter Schluß ist der Dreier nicht

Zitat von polza_mancini
deswegen hat der bescheidene Herr TSG auch kein Problem damit, ab Oktober eine mit 200.000 Euro p.a. dotierte Stelle bei der GIZ anzutreten, für die er ähnlich qualifiziert ist wie für die Leitung eines Teilchenbeschleunigers. Schlimmer geht immer, da haben Sie recht, aber das kann doch (nicht mal für den Übergang) ein Kriterium sein, auf solche Leute zurückzugreifen. Und meine Kritik an der fleischgewordenen Mutlosigkeit Malu Dreyer (Stichwort Aufarbeitung Nürburgring/ Flughafen Haan) wurde eben schon "wegadministriert"...außerdem interessiert mich doch einen Sch..., wer diese Partei im Jahreswechsel führen darf - ich will wissen: wer sind die wählbaren Köpfe und was sind die künftigen Inhalte???
Ich finde, Sie dramatisieren da etwas. Daß TSG, mit 49, noch eine neue Aufgabe sucht statt in die radikale Frührente zu gehen, möchte ich ihm nicht vorwerfen. Ob er so idesl qualifiziert für die Position wäre, bezweifele ich auch, aber soll der den gut bezahlten Job deshalb ablehnen? So selbstlos ist doch kaum ein Politiker, so hoch sollte man die moralische Meßlatte nicht hängen, sonst kommt kaum noch einer durch.

Was sich in letzter Zeit in Sachen Nürburgring und Flughafen Hahn getan hat, weiß ich ehrlich nicht, aber ich erinnere mich, daß diese Problemfälle ursprünglich nicht auf Dreyers Mist gewachsen sind, sondern daß sie diese geerbt hat. Schon früher hatte ich das Gefühl, daß es eine ideale Lösung dieser Fragen nicht geben kann. Das darf man nicht einfach nur der Minksterpräsidentin vorwerfen, finde ich.

Und ob die Troika nun das Gelbe vom Ei ist - sicher nicht. Aber ein sinnvoller Kompromiß, angesichts der Tatsache, daß der Schleudersitz wenig attraktiv ist und gute Kandidaten sehr rar. Die Dreierspitze sehe ich auch nicht so sehr als Chance für Wahlerfolge, sondern hoffe in erster Linke darauf, daß diese innere Reformen der SPD in die Wege leitet. Insbesondere an dem Problem des Nachwuchsmangels, des Fehlens einer ausreichenden Zahl von überzeugenden Politikern, muß dringend gearbeitet werden. Ich denke, da stimmen Sie mir zu. Eine Partei lebt schließlich von ihren Persönlichkeiten. Und da hat die SPD großen Nachholbedarf. Vielleicht schafft das neue Führungsteam, daran etwas zu ändern. Drücken wir die Daumen!

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