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Schäfer-Gümbel, Dreyer, Schwesig: SPD soll kommissarisch von Trio geführt werden
HAYOUNG JEON/EPA-EFE/REX

Thorsten Schäfer-Gümbel, Manuela Schwesig und Malu Dreyer: Diese drei sollen den kommissarischen Vorstand der SPD übernehmen. Das besagt ein Vorschlag der engeren Parteiführung.

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janos71 03.06.2019, 11:11
10. Es geht abwärts

Ob nun Nahles oder ein Dreigestirn mit den Dinosaurier Parteien CDU / SPD geht es stimmenmäßig bergab. Im Osten wählen die Menschen nach 30 Jahren CDU/SPD Führung schon deutlich anders und im Westen gewinnen die Grünen ordentlich dazu. Gründe dafür gibt es genügend unter anderem ist D längst nicht der Klimaschutzvorreiter wie einem die Medien gerne erzählen und der Lebensstandard verglichen mit West- und Nordeuropa (CH, A, IRL, NL, DK, LUX, S, NOR, ...) ist eher bescheiden. D hat in den letzten Jahrzenten den größten Niedriglohnsektor Europas aufgebaut. Wer meint über Niedriglöhne einen hohen Lebensstandard schaffen zu können irrt. Die Schweizer, Iren, Norweger, ... schaffen einen hohen Lebensstandard über hohe Löhne mit entsprechend gut ausgebildeten Menschen die eine Spitzenqualität schaffen. D geht eher den Weg des westeuropäischen Billigproduzenten.

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cosh 03.06.2019, 11:15
11. Schäfer-Gümbel?

Die SPD läuft tatsächlich Gefahr, in wenigen Jahren nicht mehr zu existieren. Vor diesem Hintergrund sollte die Partei endlich, endlich beginnen, Dinge von Grund auf zu verändern. Eine von den Parteimitgliedern gewählte Doppelspitze aus sieben, acht Kandidaten wäre ein erster Schritt. Dann hätte das elendige Gehabe der einflussreichsten Landesverbände vielleicht ein Ende. Wieso soll eigentlich Thorsten Schäfer-Gümbel noch in den kommissarischen Vorstand? Der dreimalige Wahlverlierer hatte doch im März seinen baldigen Abschied aus der Politik verkündet. Wäre schön, wenn bereits das Trio mit einer weniger verbrauchten Kraft besetzt würde.

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mullertomas989 03.06.2019, 11:16
12. Scheint, als ...

... würde die SPD langsam die Kurve kriegen (oder die Talsohle errreichen). Die älteren Herrschaften sagen ab - das halte ich für richtig, weil es m. E. etwas neues, auch junges braucht. Dann die Sache mit dem Trio und der Doppelspitze - auch gut, weil nur im Team wird das Schiff SPD wieder auf Kurs gebracht. Dann vielleicht noch raus aus der Groko - und dann könnte langsam Licht am Ende des Tunnel sichtbar werden...... :)

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stevens-82 03.06.2019, 11:20
13.

Zitat von Ein User
War das letzte Traumtrio nicht Scharping, Schröder und Lafontaine? Na da hat die SPD ja tolle Erfahrungen mit solchen Troikas. Immer weiter in den Untergang :-)
Na ja, die Situation damals war schon etwas anders als heute. Da kämpften mit Schröder und Lafontaine zwei Alphatiere um die Macht in der SPD als Schritt zur Kanzlerschaft. Man kann sagen, das hat durchaus funktioniert, ein überforderter Scharping wurde abgelöst und Schröder wurde letztendlich BK. Ich denke wir sind uns einig, keine der drei Personen heute, hat ähnliche Aussichten. Ich finde den Schachzug mit der Troika gar nicht so ungeschickt, so verteilt sich die Verantwortung für die absehbaren Wahlniederlagen im Herbst auf mehrere Schultern und die Person ist nicht bis auf alle Ewigkeit als Politiker verbrannt.

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rosinenzuechterin 03.06.2019, 11:26
14. Mal was anderes

Doppelspitze haben die anderen schon. Die SPD kann jetzt sogar Tripelspitze. Dass die drei so erschrocken gucken, werte ich als gutes Zeichen dafür, dass sie verstanden haben, wie es um die SPD steht.

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claudio_im_osten 03.06.2019, 11:28
15. Warten wir mal ab.

Zunächst ist es vernünftig, wenn die SPD keinen Schnellschuss draufsetzt, und das ist der derzeitigen Lage dieser Partei auch angemessen
Was allerdings das Verhalten von Andrea Nahles angeht, fehlt mit jedes Verständnis. Statt nach einer solchen Wahlkatastrophe zunächst einmal innezuhalten und in einen Diskurs mit ihrer eigenen Partei erstmal die Probleme aufzuarbeiten und Erklärungen anzuhören, gab es nichts anderes als Hinterzimmerstrategie und - als das wohl nicht in ihrem Sinne funktioniert hat - den Versuch eigener Durchsetzung über Machtpolitik und schlichte Nötigung ohne jede inhaltliche Diskussion. Nichts anderes ist der Versuch, sich innerhalb einer Woche in einen vorgezogenen Wahlgang zu retten und einen schmerzhaften Diskurs nicht aushalten zu wollen.
Es ist gut, dass sich die Partei so etwas nicht mehr gefallen lässt. Diese Art von Führung ist seit dem unseligen Agieren eines Schröders untragbar und völlig aus der Zeit geraten. Frauen hin, Frauen her - hierzu war eine sachbezogen agierende Merkel in ihren ersten Jahren ein erholsamer Gegenpol, Nahles - und vor ihr im Übrigen auch Schulz - waren es nicht.

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urbanism 03.06.2019, 11:29
16. warum nicht Kevin Kühnert

Schäfer-Gümbel??!! SPD wann wachst du endlich mal auf!? Ein Mann der in Hessen seit Jahren nur 2te Geige spielt braucht niemand im Vorstand.
Ich bin dafür das man Kevin Kühnert in den Vorstand beruft. Schlechter als seine Vorgänger kann er es nicht machen, aber er würde gegenüber die Jugend dieselbe Sprache sprechen und vielleicht sogar die selben Probleme thematisieren.

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M. Vikings 03.06.2019, 11:29
17. "den kommissarischen Vorsitz" übernehmen, muss es heissen.

Der Vorstand besteht aus aktuell aus 35 Mitgliedern.
Jedenfalls ist das auf der aktuellen Webside der SPD nachzulesen.
Aber wer weiß schon, was bei denen gerade aktuell ist.

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Das Grauen 03.06.2019, 11:31
18. Eine gute Übergangslösung, finde ich.

Ein Triumvirat ist mal was neues für die SPD, und auch wenn dies aus der Not geboren ist, etwas Neues zu wagen kann für das Image der als festgefahren wahrgenommenen Partei sehr positiv sein. Zudem reduziert es den Druck auf und die Kritik an einzelnen, wenn die Verantwortung gemeinsam getragen wird. Die "Schwarmintelligenz" der kleinen Gruppe wird auch hilfreich sein, Fehler zu vermeiden, die Einzelpersonen mangels Kontrollinstanz passieren können. Zudem wird der kleine Supervorstand, gestützt durch die Hausmacht gleich dreier Landesverbände, die Macht des bisherigen, aufgeblähten Vorstandsclubs effektiv reduzieren, und dies kann nur positiv sein. Wählergift wie Stegner und Kohnen dürfte in der SPD überhaupt keine Führungspositionen innehaben und wenn diese nicht einfach aus dem Vorstand entfernt werden können, ist eine teilweise Entmachtung zumindest ein Schritt in die richtige Richtung.

Natürlich hat so eine Konstruktion aber auch Nachteile:
- Die Reaktionszeit auf aktuelle Ereignisse verlängert sich, da immer erst eine Abstimmung erfolgen muß.
- Sollte es zu Neuwahlen kommen, müßte ein Kanzlerkandidat bestimmt werden, und dies würde zwangsläufig zu Machtkonflikten mit den beiden anderen Mitgliedern führen. Die gemeinsame Führung kann also nur bei Fortführung der Koalition gut funktionieren.
- Falls das Teamplay der Gruppe nicht funktioniert und sich regelmäßig diesselbe 2:1 Aufteilung einstellt wird dies zu einer inneren Sprengkraft führen, die das Triumvirat zerstören wird.
- Die Außenwirkung der neuen Führung ist entscheidend davon abhängig, ob sich Einzelne zugunsten der Partei zurücknehmen können. Individueller Ehrgeiz und Profilierungsstreben können zu Gezänk führen, was das Image der SPD als streitsüchtiger Intrigantenverein weiter erhärten würde.

Also, nicht einfach, so eine Konstellation. Aber in einer Situation, wo dringend Änderungen erforderlich sind, hat das spannende Experiment die richtige Signalwirkung. Ob dies dann zu besseren Wahlergebnissen führt, wird entscheidend davon abhängen, ob das Trio sich traut, dringend nötige Parteireformen in die Wege zu leiten. Denn eins sollte klar sein: Mit einer neuen Dreierspitze allein kann es nicht getan sein, die Ursachen der Krise der Sozialdemokratie sind deutlich weitgehender. Nur wenn diese angegangen werden, kann es eine Zukunft geben, ansonsten droht das gleiche Schicksal der Bedeutungslosigkeit wie etwa bei den Sozialdemokratischen Parteien Griechenlands und Frankreichs. Die mutige Entscheidung zu einer Neuerung bei der Parteiführung gibt aber Hoffnung, daß eine umfassende Neuaufstellung der SPD möglich ist. Ich drücke die Daumen.

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Paule Paulson 03.06.2019, 11:33
19. Personalfrage schnell klären

Die SPD muss dringend wieder wirklich sozialdemokratische Konzepte entwickeln. Jetzt ein langes Theater um Personalfragen wären ganz genau das falsche Signal.

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