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Schäfer-Gümbel, Dreyer, Schwesig: SPD soll kommissarisch von Trio geführt werden
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Thorsten Schäfer-Gümbel, Manuela Schwesig und Malu Dreyer: Diese drei sollen den kommissarischen Vorstand der SPD übernehmen. Das besagt ein Vorschlag der engeren Parteiführung.

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arvin 03.06.2019, 13:15
80. Sinkflug hält an.

Die SPD ist einer altbackene und unsoziale Partei der ewiggestrigen Besitzstandswahrerfunktionäre und somit wird sich nichts ändern. Du bekommst es nicht aus den Köpfen raus.
Somit wird der Sinkflug anhalten, denn Personalfragen standen bei der SPD immer vor Inhalt. Und das heuchlerische auf Wählerstimmen hechelnde Kalkül, wir nehmen eine Ossifrau mit ins Boot wird den Zulauf zur Afd nur noch beschleunigen. Leider! Hätten sie den Mut gehabt Kevin Kühnert ins Präsidium zu bringen, wäre ein kleiner Ansatz der Veränderung erkennbar.

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malcom1 03.06.2019, 13:20
81. Beitrag 16

Lieber Mitforist, Kevin Kühnert ist bereits Mitgleid im Präsidium. Bitte informieren.

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Dr. Kilad 03.06.2019, 13:21
82. Es sollte um Inhalte gehen.

Dieses Klammern an der Macht, war die Hauptursache für Nahles Absturz. Als CDU/CSU-Anhängsel kann das nicht funktionieren. Was will die SPD? Sind die Ziele noch in der Groko realisierbar? Es ist eben keine Personalfrage. Besser Ende der Groko als ewiges CDU/CSU-Anhängsel.

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Das Grauen 03.06.2019, 13:21
83. @phillip_hennecke Ja, vielleicht sehen genau so Sieger aus.

Zitat von philipp_henneke
[So sehen Sieger aus] TSG - er erzielte 2018 in Hessen das schlechteste Ergebnis seit 1946. Die SPD hat einfach keine Kultur darin leute mit Potential zu entwickeln.
Daß bei der SPD viel zu oft Typen nach oben kommen und als Kandidaten aufgestellt werden, die reines Wählergift sind, ist leider richtig und habe ich auch schon angeprangert. Aber ich finde nicht, daß der eher weniger ambitionierte TSG dazu gehört. Er ist eher ein Parteisoldat denn Karrierepolitiker. Trotzdem hat er zumindest 2013 ein recht gutes Ergebnis eingefahren. 2009 hat's nicht geklappt, wegen des Ypsilanti-Durcheinanders, und 2018 hat der miese Bundestrend auf die Landtagswahl durchgeschlagen. Also, es gibt schlechtere als TSG, z.B. Stegner und Kohnen. Zudem tritt er jetzt nicht als Kandidat an, sondern als Teil eines Führungstrios, und dafür ist er gerade mit seiner zurückhaltenden Art gut geeignet, um Ruhe in's schwankende Parteischiff zu bringen. Das jetzt schon schlechtzureden, finde ich unfair. Wir werden früh genug sehen, ob's funktioniert. Und bessere Alternativen sind sowieso nicht in Sicht.

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Hörbört 03.06.2019, 13:22
84. Sozen im Exil

Zitat von Emderfriese
Genau das wird "die engere Parteiführung" zu verhindern wissen, denn es geht um Kopf und Kragen aller, die diese Situation in der SPD zu verantworten haben. Und das wiederum sind alle, die den unsozialen, wirtschaftsfreundlichen Kurs der Partei guthießen. Die "engere Parteiführung" eben. Um einen Kühnert nach vorne zu bringen, bedarf es einer innerparteilichen Revolution von unten, die die alten Klüngel wegfegt.
Exakt meine Meinung. Allerdings gibt es da ein Problem: Die schärfsten Widersacher der Seeheimer Clique haben konsequenterweise die Partei verlassen. Ihre Stimmen fehlen nun bei der Palastrevolte. Auch das Mitgliedervotum für die erneute GroKo lässt erahnen, dass die Widerstandskräfte womöglich nicht ausreichen, bzw. keine Mehrheit hinter sich haben.

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spiegelneuronen 03.06.2019, 13:25
85. Ego-Shooter versus ein Ziel - großer Unterschied

Zitat von Ein User
War das letzte Traumtrio nicht Scharping, Schröder und Lafontaine? Na da hat die SPD ja tolle Erfahrungen mit solchen Troikas. Immer weiter in den Untergang :-)
Schröder-Lafontaine-Scharping waren die erste Schredder-Kombi mit Grandmaster Schredder-Gerd.

Wie Zusammenarbeit geht zeigten Brand-Wehner-Schmidt. Drei unterschiedliche Charaktere und Zielgruppen aber immer eine Politik und ein Ziel: Sozialdemokratie und zwar mit sozial dabei.
Wehner hatte auch schon damals hellseherische Fähigkeiten. Er sagte: Der Herr badet gern lau - und besser kann man den Rücktritt des Verteidigungsministers Scharping -jahrzehnte später- nicht hellseherisch kommentieren.

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m.breitkopf 03.06.2019, 13:25
86. Änderung nicht möglich

Es gibt an der Spitze der SPD nicht einen einzigen Politiker, der einen echten Richtungswechsel verkörpern würde. Der Wille zu einem Richtungswechsel ist auch gar nicht vorhanden (mit Ausnahme der Enteignungsgedankenspiele einiger weniger). Was jetzt als 'Änderung' verkauft werden soll, ist die Absicht, noch mehr Grüne Inhalte kopieren zu wollen.
Dass in den letzten Jahren beinahe die gesamte konservative Wählerschaft der SPD weggebrochen ist, scheint niemanden aufzufallen: Jene, die früher Helmut Schmidt gewählt hätten, die heute vergeblich nach etwas vergleichbaren Ausschau halten und die sich in keinster Weise vom Seeheimer Kreis vertreten fühlen. Und sollte deren Abkehr von der SPD doch aufgefallen sein, so setzt die Parteiführung alles daran ihnen deutlich zu machen: Solche Wähler wie euch wollen wir gar nicht...

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norobato 03.06.2019, 13:27
87. nochmal Trio

War sehr lange SPD-Wähler, sogar mal Mitglied. Was ich jetzt sehe, finde ich eher traurig, kann es aber nicht mehr unterstützen. Eine Doppelspitze mal ja noch eine sinnvolle Übergangslösung sein, ein Trio riecht mir zu sehr nach Aufteilung von Verantwortlichkeiten und viel zu kompliziertem Absprache-Aufwand. Nachher hat wieder gar keiner die Verantwortung. Schwach.

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fx33 03.06.2019, 13:30
89. Gerade einmal 4 Tage ist es her...

Gerade einmal 4 Tage ist es her, dass bei SPON eine Kolumne von Thomas Fricke erschien ( https://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/spd-und-agenda-selbstzerstoerung-dank-gerhard-schroeder-a-1270001.html ), die den Zusammenhang zwischen der Schröder/Fischer-Politik und dem Beginn der wirtschaftlichen Spaltung der deutschen Gesellschaft belegt. Wieso lernt die SPD nichts daraus? Es reicht nicht mehr, eine weitere Spaltung zu verhindern, sondern der Schalter muss wieder umgelegt werden, damit die Verteilung nicht mehr von unten nach oben, sondern umgekehrt stattfindet. Die Reichen haben sich doch ausreichend fettgefressen, jetzt dürfen sie gerne mal den Gürtel enger schnallen. TSG ist zwar als Ministerpräsidentenkandidat in Hessen gescheitert. Aber das lag nur zum Teil an seinem fehlenden Charisma, sondern an seiner linken Grundposition. Diese liegt den Seeheimern in der SPD, die von ihrer Ideologie her viel besser in die FDP passen würden, nämlich sehr schwer im Magen und sie bekämpfen innerparteilich alles, was ihnen auch nur ansatzweise links vorkommt, bis aufs Blut. So haben sie auch schon den Kanzlerkandidaten Schulz sabotiert. Solange die SPD sich von diesem wirtschaftsliberalen Haufen nicht trennt, wird sie nichts mehr gewinnen können. Die drei kommissarisch Berufenen gehören jedenfalls nicht zu den Seeheimern, deshalb ist das schon mal ein guter Anfang.

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