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Schäuble vor EU-Brexit-Gipfel: "Nichts ist umsonst. Das müssen die Briten wissen"
REUTERS

Kurz vor dem Gipfel über den EU-Austritts Großbritanniens plädiert Finanzminister Wolfgang Schäuble für eine harte Haltung gegenüber London. Für Deutschland dürfe der Brexit keine höheren Ausgaben bedeuten.

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juergen.albrink 29.04.2017, 08:12
1. Nicht nachvollziehbar

Warum prügelt man bereits im Vorhinein auf die Briten ein? Das ist ja schlimmer wie im Kindergarten. Die EU will die Briten bestrafen, weil sie eine demokratische Entscheidung über den Austritt beschlossen haben. Andererseits will man einem Erdogan weiterhin Mitgliedsverhandlungen anbieten. Der hat uns nicht nur aufs gröbste beleidigt und ein EU-unverträgliches Präsidialsystem eingeführt sondern liebäugelt auch noch mit der Todesstrafe. Die EU muss sich nicht wundern, wenn viele Bürger sich angewiedert von ihr abwenden.

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christerix 29.04.2017, 08:18
2. Och, diese bösen Europäer

Klar, die Europäer seien dabei, sich gegen Groß Britannien zu vereinen - und nun müssen die Briten kämpfen - das ist ja fast die Schlacht von Waterloo oder Trafalgar ...
Diese falsche Wahrnehmung ist abgefahren, da die Briten sich doch gegen Europa vereinigt haben. Einfach nur lächerlich, diese May-Sicht. Alle, die es anders sehen als sie, sind die Bösen - so auch die Schottische Regierungschefin Sturgeon, die ein erneutes Referendum forderte.
May ist resistent - nun verdummt sie das Volk, sie werde ein Super-Freihandelsabkommen mit Europa aushandeln.
Irgendwie sollten die Briten aus ihrer Traumwelt aufwachen - bei allem jetzt wieder künstlich geschürtem Patriotismus, ohne Europa würde es ihnen besser gehen. Sie haben ja noch die Möglichkeit, ihren Antrag auf Austritt zurüchzunehmen. Nun ja, angesichts der systematischen Volksverdummung vor dem Brexitreferendum angesichts der wahren Kosten des Brexits und seinen Folgen sollten sie nach einer ehrlichen Aufklärung über die Folgen dieses Referendum wiederholen. Vielleicht schaffen die Briten das auch mal, aus der Geschichte zu lernen, und Fehlentscheidungen rückgängig zu machen. Oder glaubt May am Ende, man werde sie ebenfalls ehren wie Nelson oder Wellington und ihr einen Platz in St. Pauls geben, als die Britin, die über Europa gesiegt hat? Langsam habe ich da so einen Verdacht ...

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tippfehler 29.04.2017, 08:24
3. Ach so

"Das Geld im EU-Haushalt muss reichen, es muss effizienter ausgegeben werden als jetzt", sagte er. "Da ist noch viel Luft nach oben."
Das heisst also dass Sie und Ihresgleichen in Brüssel das Geld bisher unnütz herausgeworfen haben.
Gut dass das mal einer so offen, wenn wahrscheinlich auch ungewollt, gesagt hat.
In diesem Sinne

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gammoncrack 29.04.2017, 08:27
4. Schämen Sie sich Herr Schäuble!

Ich hätte erwartet, dass Sie in diesem Zusammenhang auch einmal die SPD gelobt hätten. Immerhin haben diese durch den "Abzug" von Hernn Schulz und die damit verbundene Aufklärung zur Vetternwirtschaft schon zu Kostensenkung beigetragen.

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Pfaffenwinkel 29.04.2017, 08:29
5. Die harte Haltung

gegenüber den Briten, die Schäuble anspricht, ist m.E. richtig. Diese Rosinenpickerei der Engländer muss endlich mal ein Ende haben.

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karlheinz-hesse 29.04.2017, 08:33
6. ja Frau May,

wenn es in die Hose geht sind wieder die Anderen Schuld. Liebe AFD Anhänger, so geht es Denen die Populisten wählen. Schaut Euch das in aller Ruhe an und lernt was passiert wenn solche Leute wie Farage, Johnson, Gauland und Höcke an die Macht kommen. Ach Nee, der Farage hat sich schon aus den Staub gemacht.

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MütterchenMüh 29.04.2017, 08:37
7. Wahlkampfrethorik

Die Verlautbahrung, daß De nicht für Mehrkosten im EU-Haushalt geradestehen will und wird, kann man getrost als Wahlkampfrethorik abhaken. Selbstverständlich muss der Briten-Beitrag gegenfinanziert werden. Da wird sich ausser De keiner vordrängeln respektive opfern bei der Gegenfinanzierung.

Warum die EU immer die gleichen Selbstverständlichkeiten betont ist etwas irritierend.
Ich kann mir nicht vorstellen, daß GB davon ausgeht, dass es eine erfolgreiche Rosinenpickerei geben könnte.
Allerdings wird von der EU immer wieder vergessen, daß es beim Brexit um andere Dinge wie die eigene Rechtsgebung, Migrationssteuerung usw ging, und nicht nur um eine Beteiligung am Binnenmarkt um jeden Preis!

Hinsichtlich des Bestandschutzes für EU-Ausländer in GB wird es sicher einen Kompromiss geben.

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wopress1104 29.04.2017, 08:41
8. Wer's glaubt

Die Aussage von Schäuble kann man glauben oder auch nicht. Ich glaube die nicht. Deutschland wird, wenn auch nicht alles, zahlen was durch den Austritt der Briten fehlt.

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die-metapha 29.04.2017, 08:43
9.

Nun werden wohl gleich wieder die ersten kommen welche Schäuble, Deutschland und der EU vorwerfen werden, viel zu "hart" gegenüber einem Land zu sein, welches aus eigenem Antrieb die EU verlassen möchte. Eine Werte- und Wirtschaftsgemeinschaft, welche den Briten nichts zu "bringen" scheint und nur Nachteile und hohe Kosten verschafft - so zumindest das durch den BREXIT zum Ausdruck gebrachte Empfinden.
Und genau diese werden jetzt anprangern, dass die EU im Fall der BREXIT Verhandlungen umsetzen, GB in ein nicht EU Staat zu überführen und - logischerweise - auch so zu behandeln.
Die EU ist ein solidarisches System aus einzelnen Staaten und genau deshalb auch seinen einzelnen Mitgliedern verpflichtet. Das bedeutet im Umkehrschluss - Staaten, welche sich ganz bewusst daraus lösen nicht mit irgendwelchen Zugeständnissen oder Geschenken zu belohnen und sie an etwas partizipieren zu lassen, zu dessen Bestehen sie nicht Beiträgen bereit sind.
Das Beispiel BREXIT zeigt, wie schizoid und ambivalent die Diskussionen um die EU geführt werden. Einerseits wird "der EU" vorgeworfen viel zu lasch, andererseits doch viel zu hart zu sein.

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