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Schäubles Pläne: Regierung will Kindergeld erst 2016 erhöhen
DPA

Die geplante Erhöhung des Kindergelds kommt später, soll dafür aber umso großzügiger ausfallen. Finanzminister Schäuble will bis 2016 auf eine Anhebung verzichten - und dadurch 425 Millionen Euro sparen. Das berichtet die "Süddeutsche Zeitung".

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gazettenberg 11.03.2014, 10:08
100.

Zitat von Kurt300
Na Gott sei Dank, dass vor kurzem noch genug Geld für die Diätenerhöhung übrig war.
Maßstab für die Höhe der Politiker-Diäten sollte allein die Qualität der geleisteten Arbeit sein.

Es ist bezeichnend, dass Sie nur über die Höhe der Diäten klagen und sich nicht die Frage stellen, ob diese angemessen sind oder sich durch höhere Diäten vielleicht sogar die Qualität der politischen Arbeit steigern ließe.

Aber so denkt halt der deutsche Geiz-ist-Geil-Michel: So lange es billig ist, wird's gekauft, völlig egal, ob der Preis angemessen ist.

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michi_ 11.03.2014, 10:12
101. Geld nur für Rentner...

eben wurde Milliarden in Rentenerhöhung investiert... und die Beträge für Familien mit Kinder erhöht... das ganze kommt sowieso schon einer Kindergeldkürzung gleich... dafür gönnt sich der Bundestag einen satten Bonus!

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sagmalwasdazu 11.03.2014, 10:20
102. Klientelbedienung ...

Zitat von gazettenberg
Wenn man Subventionen abschafft, sind doch die Bürger die Ersten die dagegen Sturm laufen: Kilometerpauschale, EEG-Fördermittel, vergünstigte Hausbaukredite, Agrar-Subventionen für unsere Landwirte, Steuerrabatte bei der KFZ-Steuer, etc. Trotzdem gebe ich Ihnen in der Sache recht: Auf Dauer sind die meisten Subventionen kontraproduktiv und gehören nach einiger Zeit wieder abgeschafft. Die meisten Bürger als (wissentliche oder unwissentliche) Profiteure von Subventionen werden das aber anders sehen, sobald es sie selber trifft.
Seltsamer Weise, vertreten wir ja doch ab und an dieselbe Ansicht.

Mit Subventionen lassen sehr gezielt die jeweilig bevorzugte Klientel
bedienen und bauchpinseln. (Gilt für alle Arten der Subventionen)

Zurück zum Thema:
Mit der Gießkanne werden alle gleich Nass,- außer natürlich die Ärmsten. Die bleiben trocken.

Kinder der arbeitenden Aufstocker, und erst recht die der jeweils von zuwenig Arbeitsplätzen betroffenen.
Nämlich die der Arbeitslosen.

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doedel f 11.03.2014, 10:26
103. Willkommen in der Zukunft

Demografischer Wandel, die Deutschen sterben aus, die Fachkräfte versiegen. Was sind die politischen Konsequenzen daraus:

1. Kindergeld -> braucht man nicht.
2. Kinderbetreuung (damit Mami schaffe gehen kann) -> nur gegen üppiges bares.
3. Rentner bitte ganz abschaffen, arbeiten bis zum Lebensende, die Fachkräfte müssen ja bleiben. Aber bitte, bitte, ganz viel privat vorsorgen, vor allem bei der Gesundheit, weil ein ergonomischer Arbeitsplatz und Gesundheitsvorsorge der Alten Fachkräfte ja soooo viel Geld kostet.
4. Studiengebühren rauf, die Leute sollen gefälligst früher arbeiten, deswegen auch G8 und Bolognäse an den Unis - beisst sich mit dem Fachkräftemangel, aber den gibt es ja eh nur am Fließband für unter 8,50 h
5. Sämtliche Staatsleistungen abschaffen, auf zum Umlagen finanzierten Staat: Rauf mit den Gebühren, überall, die Leute haben es ja auch unsere Mutti sagt ja ständig wie wunderbar es uns allen geht. Hat hier jemand was von Nettorealeinkommen gefaselt, papalapapp Mega-Schäubi kommt und wird die Inflation aufhalten! Beim Kindergeld fängt er damit gleich mal an und macht mit den Versicherungen weiter!

Ich könnte jeden Tag Kotzen wenn ich dieses ekelhafte korrupte Land sehe. Leider komme ich hier nicht mehr weg, meinen Kindern gebe ich noch eine gute Ausbildung auf dem Weg und den Rat ihre Zukunft woanders zu suchen.

Mein Vorschlag: Offen dazu stehen, das wir uns einfach abschaffen und aussterben, dann hätte man wenigstens ein Ziel auf das man hin arbeiten könnte.

PS: Wer glaubt das "Gutverdiener" das Geld nicht brauchen können: Ich verdiene gut, muss aber für meine 2 Kinder mittlerweile 800 Euro Netto Monat an Kinderbetreuung abdrücken, die "Förderung" bestimmt jeder Landkreis selbst und bei uns bekommt man ab 50 TD Euro Haushaltseinkommen nix mehr dazu!
Warum wurde das gemacht? Ganz einfach: Es gibt zu wenige Betreuungsplätze und man will verhindern dass sich Eltern einklagen. Ergo, wer nun will der bekommt einen Platz - kostet dann halt mal 400 - 500 Euro netto im Monat.
Dazu noch den tollen Fehler begangen in jungen unwissenden Jahre in die PKV zu gehen mit der Konsequenz dass für mich Elternzeit gestrichen wurde (da darf man dann seine Beiträge selber zahlen) und mich meine beiden Töchter jeden Monat 320 Euro PKV kosten.

Aber ich will nicht jammern, mir geht es ja (sagt Mutti immer) super gut.

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f._aus_kleefeld 11.03.2014, 10:28
104. Bitte etwas mehr Respekt vor dem Alter

Zitat von ich-sach-ma
Die Renten sind gerade um Milliarden angehoben - da sparen wir doch schnell mal 425 Mio. bei den Kindern. Das sagt alles über das Selbstverständnis dieses Landes. Die greisen Wähler werden es danken.
Es ist völlig unangebracht, Junge und Alte gegeneinander auszuspielen, auch wenn "Rentner-Bashing" iimmer mehr in Mode zu kommen scheint. Es gibt genügend andere Ansatzpunkte zur Kritik. Zwei Euro Erhöhung sind sowieso lächerlich und die Frage stellt sich, ob wirklich alle unabhängig von ihrem Einkommen das gleiche Kindergeld beziehen müssen. Hier wäre eine Staffelung m. E. sinnvoller.

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schelmig13 11.03.2014, 10:30
105. Hauptsache...

die Diäten wurden rechtzeitig erhöht!
Warum das Kindergeld erhöhen? uns gehts doch gut; wieso überhaupt Kindergeld? Lebensmittel und Klammoten gibts doch Laut Discounter fast umsonst, also Raute zeigen und weiter so.

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novasun 11.03.2014, 10:31
106. Na ja wer

Schwarz wählt muss sich ja nicht wundern.

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neanderspezi 11.03.2014, 10:35
107. Das Jahr 2016 ist im Hinblick auf die nächste Bundestagswahl wesentlich günstiger

Der Finanzminister will auf die Anhebung des Kindergelds bis 2016 verzichten. Dieser Verzicht soll vermutlich positiv interpretiert werden, denn wenn der Finanzguru auf etwas verzichtet, hier handelt es sich ja um Geld, dann muss es sich doch vermutlich um eine finanzielle Entlastung für Kindegeldempfänger handeln, denn nach der Semantik hat "Verzicht leisten" selbst für einen Schäuble immer noch die Bedeutung Enthaltsamkeit, Entsagung, Opfer. Nur sollte dies klar hervortreten, es sei denn Fafnir für Bundesgelder hat sich in einen Verzicht leistenden Kindergeldempfänger hineinversetzt oder positive Denke wird durch entsprechende Wortwahl den gefoppten Bürgern induziert.

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f._aus_kleefeld 11.03.2014, 10:36
108. Differenzieren

Zitat von egal
in er jetzigen Form ist Unfug. Jeder bekommt dasselbe, was selbst mir als liberalem Menschen nicht schlüssig erscheint. Die Wohlhabenden brauchen es nicht und legen es meist für die Kinder für später an. Der gemeine Mob braucht es, die Kinder sehen es aber nicht, da Papi und Mami es bei Aldi in .....
Ihr Beitrag wäre wirklich lesenswert, wenn da nicht dieses Klischee vom "gemeinen Mob" wäre, der das Kindergeld versäuft. Natürlich gibt es solche Menschen, aber zwischen denen und den Wohlhabenden, die es für ihre Kinder anlegen, gibt es noch ganz viele andere, die auf das Geld angewiesen sind und es sicher auch vernünftig verwenden. Die haben Sie mal so eben unterschlagen.

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gazettenberg 11.03.2014, 10:36
109.

Zitat von sagmalwasdazu
Zurück zum Thema: Mit der Gießkanne werden alle gleich Nass,- außer natürlich die Ärmsten. Die bleiben trocken.
Stimmt, für die haben wir eine andere Gießkanne - nennt sich Transferleistungen. Und wenn Sie jetzt klagen, dass das damit verknüpfte Prinzip des Forderns und Förderns nicht recht funktioniert, gebe ich Ihnen sogar recht. Warum ist das so? Weil die Interessen des Staates und speziell der AfA einerseits und die der Arbeitslosen auf der anderen Seite schlecht in Deckung zu bringen sind. Also arbeiten die Beteiligten größtenteils gegeneinander und nicht miteinander. Aber das nur am Rande.

Zitat von sagmalwasdazu
Kinder der arbeitenden Aufstocker, ...
Kinder wären auch eine falsche Zielgruppe, schließlich dienen Subventionen vorzugsweise dem Ziel, beispielsweise Arbeitsplätze zu sichern oder ökologisches Verhalten zu fördern. Und dass Kinder Mitarbeiter einstellen und bezahlen und so Arbeitsplätze schaffen, dürfte doch eher die Ausnahme sein.

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