Forum: Politik
Schafft die neue SPD-Spitze die Wende?

Nach dem für die SPD desaströsen Ergebnis bei der Bundestagswahl stellte sich die Partei neu auf um schnell wieder Tritt zu fassen. Hat die neue SPD-Spitze um den designierten Vorsitzenden Sigmar Gabriel das Zeug, die Wende zu schaffen?

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hgwenke 25.11.2009, 11:24
3350. Bitte nicht aufregen. Es normalisiert sich wieder.

Leute, bitte keine aufgeregten Dabatten. Das Problem wird sich wieder legen, die 18 Prozent, die jetzt zuviel sind, werden schon bald wieder weg sein, so dass die Zielmarke «1 Prozent über dem Nichts» sicher erreicht wird. Drückt alle fest die Daumen !

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christiane006 25.11.2009, 11:25
3351.

Wie glaubwürdig ist man, wenn man nach einer Landtagswahl mit den Schwarzen fusioniert, wie dies in Thüringen der Fall ist.
Dies ist kein Aufbruch, das ist ein weiter so.
Der Beobachter sieht hier genau, dass es nicht um Leidenschaft und Programm geht, sondern darum, mit welcher Konstellation, man für sich selbst am meisten herausholt.
Ich vertraue den Sozis erst dann wieder, wenn sie in der Lage sind, ein soziales Programm zu formulieren, hinter dem alle Sozen sich vereinigen. Es sollte ein Programm sein, dass die Wunden dieser Gesellschaft heilt.
Flügelkämpfe helfen dem Wahlvolk wenig. Keiner weiß wirklich was diese Leute vertreten.
Wenn ich nur an Schröders oder Clements Distanzlosikeit zu den Interessenverbänden denke, bekomme ich schon bei dem Begriff SPD, schlechte Laune.
Genauso geht es mir bei Herrn Gabriel, er ist ein toller Verkäufer, steht aber für alles und nichts. Ich habe den Verdacht, dass er kein Problem hätte, den Matjes als Buntbarsch zu verkaufen.
Was ich an dieser Partei vermisse, ist die Leidenschaft und die Redlichkeit.
Sollte diese nutzlose Generation allerdings einmal so klug sein und sich zurückziehen, sehe ich in jungen Menschen, wie Franziska Drohsel oder Manuela Schwesig, durchaus eine Perspektive.
Man muss das, was man sagt, auch glauben, sonst kommt man beim Wahlvolk einfach schlecht an.
Nach Schröders Kahlschlag sind die Wunden tief.

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Kurt2 25.11.2009, 11:26
3352. #3344

Zitat von pythagoras
Der Sozialstaat geht dem Ende entgegen, erst langsam, dann mangels Masse immer schneller, und die Nutznießer glauben, durch Wahl der Ganzlinken dies zu ihren Gunsten aufhalten zu können. Ich glaube, dass sie sich irren. Aber es gibt noch Hoffnung. Jeder Zorn ist irgendwann .....
Ich kann Ihren Ausführungen nur zustimmen. Allerdings sind die Gelben schon übermütig geworden und Schwarz hat es nicht verhindert. Das Solidarprinzip wurde soeben aufgekündigt und beerdigt. Das merkt hier aber offensichtlich niemand. Stattdessen träumt man von der 30 h Woche bei vollem Lohnausgleich.

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Roter Teufel 25.11.2009, 11:28
3353.

[QUOTE=pythagoras;4607281]Der Sozialstaat geht dem Ende entgegen, erst langsam, dann mangels Masse immer schneller, und die Nutznießer glauben, durch Wahl der Ganzlinken dies zu ihren Gunsten aufhalten zu können. Ich glaube, dass sie sich irren. Aber es gibt noch Hoffnung. Jeder Zorn ist irgendwann einmal verraucht und auch die Unterschicht wird merken, dass Illusionen und Wahl der Linken ihnen nicht helfen können.QUOTE]

Ganz richtig.

Auch die GanzLinken und die Befürworter des BGE werden irgendwann lernen, dass das Geld nicht zwangsläufig aus dem Geldautomaten kommt.

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Roter Teufel 25.11.2009, 11:33
3354. Die Reformen waren und sind schon richtig

Zitat von Günter Bodendörfer
Die SPD hatte ihre letzte Chance, sie hätte einfach nur zugeben müssen, dass die sogenannten Reformen ein Fehler waren.
Schließlich muss die wachsende Arbeitslosigkeit bezahlbar bleiben, und einigen hat sich schon erschlossen, dass das Geld nicht zwangsläufig aus dem Geldautomaten kommt.
Der Zorn über Schwarz-Gelb wird die SPD automatisch von Wahlsieg zu Wahlsieg tragen.

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schneewolf 25.11.2009, 11:34
3355.

Zitat von Kurt2
Ich kann Ihren Ausführungen nur zustimmen. Allerdings sind die Gelben schon übermütig geworden und Schwarz hat es nicht verhindert. Das Solidarprinzip wurde soeben aufgekündigt und beerdigt. Das merkt hier aber offensichtlich niemand. Stattdessen träumt man von der 30 h Woche bei vollem Lohnausgleich.
Dagegen steht aber der Deutsche Beamtenbund. Er hält eine verdoppelung der Arbeitszeit für unzumutbar!

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Schwede2 25.11.2009, 11:34
3356. Und wenn sich der linke Flügel auf den Kopf stellt, ...

Zitat von sysop
Nach dem für die SPD desaströsen Ergebnis bei der Bundestagswahl stellte sich die Partei neu auf um schnell wieder Tritt zu fassen. Hat die neue SPD-Spitze um den designierten Vorsitzenden Sigmar Gabriel das Zeug, die Wende zu schaffen?
...außerhalb der Mitte sind in diesem Lande keine Wahlen zu gewinnen. Zu glauben, man müsse nur heftig genug nach links abdriften um wieder Wähler zu mobilisieren, ist Illusion.

Was ist denn Fakt? Unter Schröder war die SPD in der Mitte, ganz sicher aber rechts vom heutigen Status. In dieser Position war man Wahlerfolgen näher, hat sogar gewonnen.

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seiwol 25.11.2009, 11:41
3357.

Zitat von Schwede2
Was ist denn Fakt? Unter Schröder war die SPD in der Mitte, ganz sicher aber rechts vom heutigen Status. In dieser Position war man Wahlerfolgen näher, hat sogar gewonnen.
Gewonnen hat man nur, weil die Stammwähler der SPD noch nicht gemerkt hatten, dass sie von Schröder und seinen Kumpanen betrogen werden.
jetzt weiß man es, und Dank Internet ist das Gedächtnis des Wählers heute lang, sehr sehr lang.
Neuester Stand 19%. Bald seid ihr auf FDP-Niveau meine lieben, gut so.

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skruffi 25.11.2009, 11:53
3358. So ist es

Zitat von dementi
... auch noch weiter abwärts gehen - nicht nur mit der 'SPD'. Ich jedenfalls treffe immer mehr leute, die nie mehr 'SPD' wählen werden. Die meisten davon waren 1972 noch für Willy Brandt auf die strasse gegangen ...
und so war es auch für mich.
Solange ein Herr Steinmeier, der maßgeblich an den Arbeits-
marktreformen u. Rente 67 beteiligt war, weiterhin die Ge-
schicke dieser SPD leiten und ein Herr Gabriel, der genau
diese Reformen aggressiv verteidigt hat, Parteichef werden
wird, wird sich auch die "neue" SPD der ehemaligen Marke
der FDP, nämllich 18 %, weiter nähern. Es sind nicht nur
neue Köpfe gefordert, sondern vor allem neue Inhalte.
Viele Aussagen der Steinmeiers, Gabriels, Münte usw.
sind einfach absurd. Elf Jahre Regierung u. Beteiligung
haben zu Armut (alles nachzulesen) und Entwürdigung von
Arbeit(ern)- Leiharbeit- u. vielen anderen negativen
Einflüssen (Hedgefonds, Privat-Equity usw.) geführt.
Und diese Tabuisierung der Linkspartei ist in die Hose
gegangen. Und nur, wenn die Linkspartei mit in der Regierung steht, ist sie zu entzaubern. Brandenburg hat
das erkannt.
Die ehemals stolze SPD ist keine Volkspartei mehr und
steht erst Recht nicht mehr für Soziales und Frieden
(siehe Afghanistan).
Wenn Steinmeier und Gabriel die SPD führen, kann ich nur
sagen: "Um Bebels willen"

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Rainer Daeschler 25.11.2009, 12:04
3359.

Zitat von Roter Teufel
Der Zorn über Schwarz-Gelb wird die SPD automatisch von Wahlsieg zu Wahlsieg tragen.
Sie meinen, der Wähler wählt dann einen Partei, die sich vormals damit zu profilieren suchte, dass sie Schwarz-Gelb imitierte? So wie es aussieht, entscheiden sich die Stammwähler der SPD entweder dafür, gleich das Original zu wählen, oder eine andere Partei.

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