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Scheidender CSU-Chef: Das war der größte Fehler von Horst Seehofer (sagt Horst Seehof
DPA

Kurz vor seinem Ende als CSU-Vorsitzender zieht Horst Seehofer in einem Interview Bilanz. Er spricht über Fehler - und sein Verhältnis zur Partei, die er "vor dem Irrweg des Neoliberalismus bewahrt" habe.

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AuslaenderDesDaseins 12.01.2019, 17:39
1. Neoliberalismus

Es wäre wirklich schön, wenn der Begriff des Neoliberalismus' irgendwann mal wieder in der richtigen historischen Bedeutung benutzt würde: nämlich als Ansatz, die Exzesse des Manchester-Liberalismus zu unterbinden, indem die ungezügelte wirtschaftliche Machtausübung durch Unternehmen durch das Kartellrecht unterbunden wird. DAS ist Neoliberalismus. Böhm, Eucken, Biedenkopf, Säcker und andere werden oder würden wohl am liebsten Amok laufen, wenn sie wieder und wieder diese Verdrehung mitbekommen.

https://www.wiwo.de/politik/deutschland/der-oekonom-franz-boehm-gilt-als-vater-des-deutschen-kartellrechts/5440462.html

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RuprechtNikolaus 12.01.2019, 18:04
2. Seehofer über Seehofer

Herr Seehofer hat viel Gutes für die Bayern und für die CSU geleistet. Man darf Horst Seehofer als "Politiker der Alten Schule" bezeichnen! Dies ist nichts Ehrenrühriges! Auch in der Bundespolitik ist es gut, wenn jetzt Jüngere Verantwortung übernehmen! Diese Menschen müssen in der Lage sein, Ehrlichkeit, Fleiß, Sozialkompetenz und Führungsverantwortung "vorzuleben"! Herr Seehofer sollte jetzt einmal an sich selbst und seine Familie denken! Hallo Horst: Willkommen im "Club" - wir sehen uns!

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floedy 12.01.2019, 18:07
3. Erstaunlich,

wie groß der Unterschied zwischen Außen- und Selbstwahrnehmung sein kann; aus meiner Sicht gibt es weitaus gravierendere Fehlentscheidungen Horst Seehofers, zum Beispiel aus seiner Zeit als Gesundheitsminister. Auch sein Auftreten als Parteivorsitzender der CSU (darum geht es im Artikel ja vorrangig) bietet genügen Anlass zu ernsthafter Kritik; das Ende einer Amtszeit zu verkünden ist dagegen geradezu etwas Ehrenhaftes.

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Phildemos 12.01.2019, 18:19
4. Re: Neoliberalismus

+++ Es wäre wirklich schön, wenn der Begriff des Neoliberalismus' irgendwann mal wieder in der richtigen historischen Bedeutung benutzt würde +++
Genau. Die Verunstaltung des Begriffs Neoliberalismus ärgert mich jedesmal. Selbst bekannte Politiker scheinen keine Ahnung von der Bedeutung des Begriffs zu haben.
Großen Dank an @AuslaenderDesDaseins.

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Phildemos 12.01.2019, 18:24
5. Re: Neoliberalismus

Es wäre wirklich schön, wenn der Begriff des Neoliberalismus' irgendwann mal wieder in der richtigen historischen Bedeutung benutzt würde. Genau. Die Verunstaltung des Begriffs Neoliberalismus ärgert mich jedesmal. Selbst bekannte Politiker scheinen keine Ahnung von der Bedeutung des Begriffs zu haben.
Großen Dank an @AuslaenderDesDaseins.

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Deep Thought 12.01.2019, 18:33
6. Wer arbeitet, macht Fehler...

Wer für Deutschland arbeitet (wie bspw Seehofer) , macht Fehler - wer NICHT für Deutschland arbeitet (wie Merkel), der macht auch "keine Fehler"... ich habe eine ambivalente Meinung zu Seehofer, aber er hat - im Gegensatz zu Merkel - wenigstens eine eigene Meinung, die doch erstaunlich oft zu deutlich besseren Verhältnissen geführt hätte, als der Kurs Merkels, der sich lediglich bestenfalls an den Meinungsumfragen anstatt dem Sachstand orientierte und rückblickend als katastrophal, im günstigsten Fall erratisch (siehe bspw die wende der Wende der Energiewende, die mehrere Mrd € kostete) bezeichnet werden kann. Merkel hat uns in die Billionen teure Transfer-EU geführt und Generationen von Bürgern werden dafür in die Altersarmut fallen, die nachfolgende Generation wird eine infrastrukturell desolate Situation unserer Republik als einzige existente kennen - von Geburt bis zum Tod.

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euro-eddi 12.01.2019, 18:41
7. Interessant, was Seehofer sich alles zutraut

Bei der Menge von großen Fehlern mal eben den größten zu benennen ist schon ziemlich größenwahnsinnig, ohne vorher die Hilfe eines Chronisten/Historikers in Anspruch zu nehmen.

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claus7447 12.01.2019, 18:45
8.

Zitat von Deep Thought
Wer für Deutschland arbeitet (wie bspw Seehofer) , macht Fehler - wer NICHT für Deutschland arbeitet (wie Merkel), der macht auch "keine Fehler"... ich habe eine ambivalente Meinung zu Seehofer, aber er hat - im Gegensatz zu Merkel - wenigstens eine eigene Meinung, die doch erstaunlich oft zu deutlich besseren Verhältnissen geführt hätte, als der Kurs Merkels, der sich lediglich bestenfalls an den Meinungsumfragen anstatt dem Sachstand orientierte und rückblickend als katastrophal, im günstigsten Fall erratisch (siehe bspw die wende der Wende der Energiewende, die mehrere Mrd € kostete) bezeichnet werden kann. Merkel hat uns in die Billionen teure Transfer-EU geführt und Generationen von Bürgern werden dafür in die Altersarmut fallen, die nachfolgende Generation wird eine infrastrukturell desolate Situation unserer Republik als einzige existente kennen - von Geburt bis zum Tod.
Da hätte ich ganz gerne Fakten. Können sie liefern?

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pygmy-twylyte 12.01.2019, 19:05
9. Möge er den Ruhestand genießen!

Es wäre höchst interessant zu erfahren, welcher hochrangige CSU-Politiker für "Neoliberalismus" (im Sinne eines ungezügelten Liberalismus) stand bzw. steht. Wäre Horst Seehofer wirklich selbstkritisch, müsste er sich eingestehen, sich nicht heftig genug gegen Merkels Politik gewehrt zu haben, bzw. immer dann, wenn von ihm, dem brüllenden bayerischen Löwen, mehr Beharrlichkeit und Stehvermögen erwartet worden war, dann doch wieder nachgegeben zu haben. Diese Rückgratlosigkeit sowie die ständigen plumpen Attacken des Bundesinnenministers und CSU-Vorsitzenden gegen Merkel waren neben der Ratlosigkeit der CSU hinsichtlich des richtigen Umgangs mit der rechtsnationalen AfD und der Unterschätzung von Themen, die dem Bürger auf den Nägeln brennen, wie beispielsweise dem Klimawandel, dem Dieselskandal und der Zerstörung unserer natürlichen Lebensgrundlagen durch den Einsatz von immer mehr Chemie in der Landwirtschaft, mit ein Grund für das schlechte Abschneiden der CSU bei den Landtagswahlen. Da gibt es nichts schönzureden. - Nachtrag: Als Gesundheitsminister hatte es Seehofer sehr schwer, war er doch der Übermacht der Pharmaindustrie und ihrer Lobbyisten nicht gewachsen, wie viele seiner Vorgänger und Nachfolger.

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