Forum: Politik
Schengenraum: EU-Kommission will längere Grenzkontrollen ermöglichen
DPA

Grenzkontrollen im Schengenraum könnten künftig Regel statt Ausnahme werden: Wegen der anhaltender Terror-Bedrohung will die EU-Kommission sie langfristig ermöglichen - nachdem Länder wie Deutschland Druck gemacht hatten.

spmc-12355639674612 14.09.2017, 21:37
1. Wegen Terrorgefahr?

Offensichtlich fahren die EU-Kommissionsmitglieder und die meisten unserer Politiker selten über die Grenzen, sonst wüssten sie nämlich, dass man dort so gut wie nie richtig kontrolliert wird und dass es leicht ist, den Kontrollen auszuweichen. Das war auch schon zur Zeit vor Schengen so. Für wirkliche Terroristen oder Kriminelle stellen solche Grenzkontrollen keinerlei Hindernis dar.

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hugahuga 14.09.2017, 21:45
2.

Richtig - das Leben und die - durch Kontrollen - größere Chance auf Unversehrtheit, ist höher zu werten, als die Möglichkeit ohne Zollschranken von einem Land in ein anderes zu wechseln. Punkt.

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Gottloser 14.09.2017, 21:46
3. Dieser populistische Schwachsinn aus Bayern und Österreich

Die Folge: Wieder stundenlange Staus an einigen Grenzübergängen. Kommt man auf der Autobahn bei Salzburg nach Deutschland, steht man häufig eine Stunde im Stau. Fährt man bei Bischofshofen in A von der Autobahn ab, dann kann man ohne Grenzkontrollen über verschiedene Routen nach D kommen. Anscheinend halten die bayerischen Behörden die Schlepper für blöd. Könnte es sein, dass die Politiker der bayerischen Landesregierung blöd sind?

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spmc-12355639674612 14.09.2017, 22:17
4. Falsch!

Zitat von hugahuga
Richtig - das Leben und die - durch Kontrollen - größere Chance auf Unversehrtheit, ist höher zu werten, als die Möglichkeit ohne Zollschranken von einem Land in ein anderes zu wechseln. Punkt.
Da kann ich nur Benjamin Franklin zitieren: "Wer wesentliche Freiheit aufgeben kann um eine geringfügige bloß jeweilige Sicherheit zu bewirken, verdient weder Freiheit, noch Sicherheit."
Mehr ist dazu nicht zu sagen.

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Daueronline 15.09.2017, 23:48
5. Irgendwie verstehe ich die Diskussion nicht

Ich war dieses Jahr 4 mal südwärts über die Grenze mit dem Auto unterwegs: nach Italien, nach Österreich und in die Schweiz. Ich habe schweizer Grenzbeamte gesehen und italienische, aber keine österreichischen und keine deutschen Beamte. An einem Übergang waren die Häuschen auf deutscher Seite komplett abgebaut. Also welche Grenzkontrollen?

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spmc-12355639674612 15.09.2017, 23:53
6. Franklins Zeit

Zitat von hugahuga
Wenn sie dann diese "geringfügige bloß jeweilige Sicherheit" auch den Opfern eines Herrn Amri erklären könnten. Im übrigen - Herr Franklin lebte in einer anderen Zeit. Diese ist mit dem, was heute möglich und machbar ist, nicht zu vergleichen.
Franklin lebte in einer anderen Zeit, das ist wahr, einer wesentlich unsichereren Zeit als der unsrigen. Umso mehr sollten wir uns seine Worte zum Vorbild nehmen.
Auch mit dem, "was heute möglich und machbar ist", sind perfide Attentate nicht zu verhindern. Mit dem, "was heute möglich und machbar ist", kann man aber auch totalitäre Regime aufbauen und am Leben erhalten und genau das scheint das Ziel dieser Terroranschläge zu sein: nämlich uns die Freiheit zu nehmen.

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frenchie3 15.09.2017, 23:57
7. Na klar

Grenzkontrollen bringen gar nix, Terroristen sind eh superschlau, nur keine persönlichen Freiheiten aufgeben bla bla bla. Und wenn man nur einmal im Jahr im ganzen Schengenraum einen "LKW-Fahrer" erwischt hat sich die Sache gelohnt. Mir geht es auch auf den Keks wenn ich in Lyon - aus Frankfurt kommend - durch die Kontrollen muß. Mal 10 Minuten verloren, und?

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hasselblad 15.09.2017, 03:05
8.

"Anhaltende Terrorgefahr", ach Gottchen. Und der unvermeidbare Verweis auf irgendwelche Hinterbliebenen gleich auf der ersten Seite der Kommentare, als seien die Restfamilien von Terroropfern höher zu bewerten als die Restfamilien von Straßenverkehrs-, Herzinfarkt- oder Lungenkrebsopfern. Aber Politik gegen Rauchen, Saufen, Fressen und Rasen gewährleistet wohl nicht die Wählerstimmen der Besorgten. Vergleicht halt die Zahlen und überlegt euch selber, ob die Aufmerksamkeit auf Anschläge als gefühltem Lebensrisiko Nr. 1 (und die damit einhergehende Geldverschwendung durch den Staat und Aufgabe wesentlicher Freiheitsrechte durch die Bürger) wirklich objektiven Realitäten entspricht. Selbst an Pilzvergiftung sterben regelmäßig mehr Menschen in Deutschland. Wenn jeder erstmal unter Generalverdacht steht und im öffentlichen Raum latent überwacht und kontrolliert wird, dann haben die Terroristen gewonnen, und das nur, damit ein paar Paranoiker und Angsthasen besser schlafen können.

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tuedelich 15.09.2017, 09:35
9. Freizügigkeit

... und doch wieder Grenzkontrollen, die eigentlich überhaupt nichts bringen. Warum lassen wir eigentlich zu, dass uns Bürgern das wenige Positive an einem vereinigten Europa von irgendwelchen durchgeknallten Innenministern auch noch weggenommen wird? Dieses Europa der nationalistischen Eitelkeiten der Nationalstaaten kann mir inzwischen gestohlen bleiben. Schade drum!

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