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Schlacht um Aleppo: Der Vier-Fronten-Krieg
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Der Kampf um Aleppo entscheidet über die Zukunft Syriens. Vier große Interessen prallen aufeinander - gewinnen dürften die Radikalen.

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freddygrant 16.02.2016, 22:52
120. Die Schlacht ...

... um Syrien hat begonnen! Das Schwein (Syrien) was
es zu schlachten gibt liegt auf dem Schlachtertisch und scheint noch die Kraft zu haben dem Messer der
Türken und dem IS zu entwischen. Um das jedoch zu verhindern müssen die Hyänen und Hunde jetzt langsam mit ran sonst entgehen ihnen die Filets und schinken des blutenden Schweines. Wir werden dann aber mal sehen wer und wie groß die Meute ist und welche "Tierfreunde" dem Schwein dann noch beistehen.

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torquemada13 16.02.2016, 22:52
121. Syrienkunde Grundlagen ctd'

Zitat von bazingabazinga
In den wohlhabenden, guten Gebieten am Meer lebten Alawiten, Christen und Schiiten. Das nannte man im Westen "alle werden unter Assad gleich behandelt". Naja und die vielen sunnitischen Muslime hat man irgendwie übersehen.
Historisch gesehen waren die Gebiete im Westen Syriens weder wohlhabend noch sonst was. Ganz im Gegenteil: Wohlhabende sunnitische Syrer kauften sich vom Militärdienst frei, was die ärmeren alawitischen Syrer erst gar nicht konnten. Darüber hinaus reicht die Nutzung von Minoritäten zur Beherrschung der sunnitischen Bevölkerungsmehrheit noch viel weiter zurück. Bis in die französische Kolonialzeit. Gerade die Franzosen nutzen Alawiten, Christen aber auch sogar Tscherkessen (durch den Zaren vertriebene Russischstämmige) zur Unterdrückung von Sunniten und den aufsässigen Drusen. Das Alawiten eine starke Präsenz im Offizierschor der Syrischen Armee vor Hafiz al Assad hatten kommt nicht von ungefähr. Und der militärische Arm der Baath Partei hat sich gegenüber dem Politischen Arm der Baath Partei vor 1970 durchgesetzt. Die Grenze zum Libanon wurde Seitens Syriens nie akzeptiert. Das geht bis weit in die Kolonialzeit zurück und setzt sich bis in dieses Jahrhundert fort. Noch Anfang diesen Jahrhunderts standen 70.000 Syrische Soldaten im Libanon. Das Sykes Picot Abkommen ist eine Abgrenzung der Kolonialmächte Großbritannien und Frankreich aus dem 19. Jhrdt. Libanon, Syrien, Irak, Jordanien etc. haben rein gar nichts mit muslimischen Ansätzen zu tun. Das sind postkoloniale Grenzziehungen. Beschäftigen sie sich lieber mitr dem Land Sham, welches im Quran Erwähnung findet. Beschäftigen sie sich lieber mit Stammes und Clan Strukturen, die in dieser Region eine größere Bedeutung haben als die Religion oder der Staat/ die Ethnie. Beschäftigen sie sich lieber damit, dass ein Kalifat ein muslimisches Gesellschaftsmodell ist und eine Demokratie ein Gesellschaftsmodell der "Kuffr" der Ungläubigen ist. Beschäftigen sie sich lieber mit einer ideologischen Bedrohung durch den IS. Alles, was der Abu Bakr al Bagdadi aka Kalif Ibrahim macht, hat historischen und ideologischen Bezug. Die Gefahr durch den Is lauert in der Ideologie!

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herjemine 16.02.2016, 22:53
122. 30 jähriger Krieg

Kommt mir vor wie der 30jährige Krieg.
Alle gegen alle, und die Zivilbevölkerung geht drauf.
In dem Sinne ihr "Putin ist gut und unter Assad war alle besser"-Beter:
Ja, es werden weniger Flüchtlinge in Deutschland ankommen, die Menschen werden ja schon vor Ort massakriert.
Und Ihr redet von europäischen Werten?
Eine Schande ist das!

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2Fast4U 16.02.2016, 22:59
123. Der NATO Bündnisfall tritt nicht ein...

nur weil ein 'geduldetes' Mitglied einem anderen Land den Krieg erklärt das nicht Bündnispartner ist!!! Schwachsinn! #5

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deglaboy 16.02.2016, 23:01
124. Wieder einmal, wie damals im Irak...

nach dem ersten Irakkrieg, haben die USA ihre Verbündeten verraten. Der islamische Dschihadismus wird seine Lehren ziehen, und mit umso mehr Verachtung und Überzeugung gegen die westlichen Staaten vorgehen. Sein Sieg über die freie Welt ist in den nächsten 15-20 Jahren zu erreichen, wenn unsere Political Correctness-Fraktion in Medien und Politik den Islamisten weiter so zuarbeitet, wie bisher.

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wll 16.02.2016, 23:01
125. Kein Titel

Zitat von shopper34
Nun wird es Zeit, dass Erdogan dem syrischen Assad den Krieg erklärt. Dann ist der Nato-Bündnisfall da. Und Russland der Gegner. Und dann muss auch Obama Farbe bekennen . Und Israel. Und Iran .... Ähnliches Domino-Spiel hatten wir doch schon mal.... 1914, 1939 etc. Wenn uns Angela und der dicke Erzengel in den Krieg führen, dann wirds nix mit der Wiederwahl.
Völliger Quatsch! Der Bündnisfall wäre nur dann gegeben, wenn Syrien die Türkei angreifen würde. Wenn Erdogan einen Krieg anzettelt, ist das allein sein Privatvergnügen...

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2Fast4U 16.02.2016, 23:04
126. Der Russe nimmt der USA den letzten ...

syrischen Verbündeten weg... Das ist wirklich Ihr Ernst? Wirklich? Ich dachte naiver Weise immer das ganze Fing an als sie USA dem Russen den letzten Verbündeten + Basis im Mittelmeerraum wegnehmen wollten. Aber ich kann mich auch Irren. Aber das wird mir gleich der große Spon-Zensor beweisen. ..

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Wolf_45 16.02.2016, 23:05
127. Bündnissfall

"shopper34 heute, 20:42"

"Nun wird es Zeit, dass Erdogan dem syrischen Assad den Krieg erklärt. Dann ist der Nato-Bündnisfall da. Und Russland der Gegner."

Seit wann hängt der Bündnisfall davon ab, dass ein einzelner Nato-Staat jemanden den Krieg erklärt?

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hugahuga 16.02.2016, 23:09
128.

Zitat von bazingabazinga
Das Gebiet zwischen den Kantonen Efrin und Kobane ist nicht kurdisch. Die Bevölkerung besteht überwiegend aus sunnitischen Arabern und im Norden an der türkischen Grenze Turkmenen. Die Türkei greift nicht nur ein weil sich direkt vor deren Grenze die PKK etabliert, sondern weil die PKK (YPG) eroberte Gebiete besetzt und jene die sich nicht ihrer linken und kurdischen Ideologie verbunden fühlen vertreibt oder tötet. Die Kurden wollen einen Kurdenstaat namens Rojava schaffen. Auf Gebieten die nicht kurdisch sind. Die meisten Menschen die dort leben teilen die Ideale der PKK nicht. Und Russland nutzt die Wünsche der PKK um mit weiteren Flüchtlingen die Türkei zu belasten und Assad zu stärken. 2014 waren 74% der Syrer Sunniten. Nur etwa 13% Alawiten (Assad) und 2,5% Schiiten. Assad waren sunnitische Araber deshalb ein Dorn im Auge. Bei freien Wahlen wäre Assad sein Amt und Russland die Militärstützpunkte und Einfluß losgewesen. Letzteres gilt auch für den Iran. Durch die ethnischen Säuberungen flüchteten bisher mehr als 5Millionen meist sunnitische Araber. Davon ein Großteil wegen Assad und nun Russland und PKK (YPG). Gerade die an der Grenze lebenden Turkmenen wird die Türkei beschützen. Deshalb hat die Türkei eingegriffen! Im Moment werden allerdings nur Verletzte in die Türkei gelassen. Damit die Welt aufwacht! Die Türkei hat mit der Aufnahme von Millionen Flüchtlingen seit 2011 Millionen Leben gerettet. Übrigens flüchten auch syrische Kurden in die Türkei - allerdings versucht die PKK (YPG) das gerade massiv zu unterbinden. In Städten wie Afrin werden Kurden die flüchten wollen statt zu kämpfen hart bestraft.
Die türkischen Militärs ermorden nicht nur Kurden - ja auch Zivilisten - im eigenen Land, sondern sie beschießen und bombardieren auch Kurden, die auf dem Gebiet des souveränen Irak und des souveränen Staates Syrien zu Hause sind. Alles, was Sie uns hier erzählen, kann nicht von den türkischen Verbrechen ablenken.

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al3x4nd3r 16.02.2016, 23:15
129.

Die syrische Armee durchschneidet gerade den Sektor des IS westlich von Raqqa, südlich vom See. Damit kann der IS keine neuen Truppen nach Aleppo von Raqqa schicken bzw. müsste schon im Norden durch kurdisches Gebiet. Ich hoffe, die Türken halten sich dort zurück.

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