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Schlechtes CDU-Ergebnis: Kretschmer kritisiert Wahlkampf als "inhaltslos", Oettinger
Monika Skolimowska/ DPA; Christoph Schmidt DPA

Nach dem schlechten CDU-Ergebnis bei der Europawahl kritisieren Parteigranden nun den eigenen Kurs: Sachsens Ministerpräsident Kretschmer fehlen Inhalte, EU-Kommissar Oettinger wünscht sich eine coolere Union.

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bristolbay 28.05.2019, 16:16
50. Und noch eins will keiner mehr

Zitat von fred_m
Die CDU hat jahrzehntelang automatisch die Stimmen von denjenigen bekommen, die aus Furcht vor der Hölle unbedingt eine Partei mit einem "C" im Namen wählen mussten. Viele von diesen Wählern - jetzt im Rentenalter - fürchten sich zwar nicht mehr vor der Hölle, aber haben nie gelernt, sich für eine Partei zu entscheiden. Daher wählen sie nach wie vor CDU. Für den Nachwuchs reicht das "C" im Namen nicht mehr. Und der Nachwuchs hat auch erkannt, dass das "D" reine Heuchelei ist. Die CDU muss endlich lernen, ihre Wähler zu ÜBERZEUGEN. Und die Partei hat in den vergangenen Monaten gezeicht, das sie lernunfähig und unbelehrbar ist.
Das Stamm-Gen der CDU ist "dieser Staat gehört uns", wir sind Deutschland und niemand kann und darf dies in Frage stellen. Es ist dieser arrogante Selbstverständnisanspruch, der nicht mehr akzeptiert wird.
Wie der Sonnenkönig, der Staat sind wir. Wir, die der Staat sind, akzeptieren dies nicht mehr.

Mit dem jetzigen Führungspersonal, ähnlich wie bei der SPD, wird dieser Prozeß beschleunigt nach unten führen.

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ditta 28.05.2019, 16:35
51. Zu kurz gesprungen

sind die CDU-Typen Oettinger und der Herr Kretschmer, und mit ihnen die Masse der Anhänger dieser Partei, die allesam nicht erkennen (wollen/dürfen), daß die CDU-Politik im Grunde in den zurückliegenden langen bleiernen Jahren durch die Kanzlerin, Frau Merkel, nahezu im Alleingang mehr oder weniger formuliert und mehr oder weniger durchgesetzt wurde. Natürlich schockiert dann das Ergebnis. Das hätte man aber auch füher ahnen können, wenn man nicht so hündisch am Macht-Leckerli klebend immer den Schwanz eingezogen hätte statt den Mund aufzumachen.

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menton 28.05.2019, 17:40
52. Wahlkampf inhaltslos?!?

Ja genau!
Ich kann mich noch an die Anfänge der Grünen erinnern. Damals wurden einfache (aus dem Kopierer) Wahlplakate aufgehängt, die konkrete Ziele, Vorschläge und Forderungen der Partei formulierten.

Das ist aber auch bei den Grünen längst vorbei. Auf nahezu allen Wahlplakaten finden sich neben gephotoshopten Bildern der Kandidaten nur noch hohle Phrasen, wie "für ein starkes Deutschland/Europa/NRW" oder ähnlichen Quatsch. Da weiß man wirklich nicht, wozu man diese Leute wählen soll - so schön sind die trotz Photoshop nicht!

Im Grundgesetz heißt es, "Die Parteien wirken an der politischen Willensbildung des Volkes mit". Nur dafür werden ihnen Wahlkampfkostenerstattungen in erheblicher Höhe bezahlt. Tatsächlich wirken die aber mit ihren Wahlkampfmitteln nicht mehr an der politischen Willensbildung mit, wie die Werbeindustrie.

Ich habe schon häufiger ganz auf die Teilnahme an Wahlen (jetzt gerade bei der EP - Wahl nicht...) verzichtet, weil ich mich ernsthaft veräppelt fühle durch solche Wahlwerbung.

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tempus fugit 28.05.2019, 17:58
53. So sind sie halt, die....

Zitat von stefan.horender
"Die Bürger fragten sich, ob das Land auf Strom aus Atomkraft und Braunkohle wirklich verzichten könne." ... und die CDU hat fälschlicherweise Jahrzehnte lang erzählt, dass es eben nicht ginge. Man muss eben auch richtige Antworten geben, um als kompetent zu gelten. Ich kann mich noch an Diskussionen von ca. 1999 erinnern, wo (es waren fast immer CSU/CDUler) stännig behauptet wurde, zuviel Photovoltaik ginge aufgrund der Netzstabilität nicht, und sie meinten damit eine ca. 10%-Anteil. Und jetzt haben wir im Sommer mittags über 50% und es fällt nichts aus, sondern der Strom kommt dann, wenn ihn die vielen Klimaanlagen verbrauchen.
...Schwärzler in BW:

der damalige MP Kiesinger meinte, wenn der Atommeiler Wyhl nicht gebaut würde (gleich gegenüber von Fessenheim...) würden die Ferseher dunkel bleiben.
Oettinger hat man aus Stuttgart nach Brüssel 'weggelobt' und als Energiekommissar war der eine pure Pleite.
Von jährlich 130 Milliarden Stromerzeugersubvention gingen 100 Milliarden an Kohle und Atom, 30 Mia. an die gerade einsetztende
EE-Technik. Weil er da mal mit Wahrheit glänzte, hat man (wer wohl?) ihn dann zurückgepfiffen und die Zahlen schwärzen lassen. Nur waren die schon im Netz...
Sein Nachfolger Mappus hat dann - in bester Tradition - von EdF obsolete Atommeiler zurückgekauft was die 'Schwobe' so rund 4 Milliarden Verlust kostete - aus der Staatskasse.
1999 sagten die EVU-Päpste, dass mehr als 4% EE-Strom nie ins deutsche Netz eingespeist werden könne... Keine 10%!

Ausser dass Oettinger & Co. kein Deutsch kann, Wirtschaft noch
weit weniger.
Siehe S21 - da lässt sich einiges ahnen, auch wenn das totgeschwiegen wird.

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Klimagas 28.05.2019, 18:32
54. Und heute,

Zitat von tempus fugit
1999 sagten die EVU-Päpste, dass mehr als 4% EE-Strom nie ins deutsche Netz eingespeist werden könne... Keine 10%!
20 Jahre später sieht man es geht doch und dir EVU-Päpste haben dazu gelernt, eine wichtige Eigenschaft der menschlichen Spezies. Nur einige bedauernswerte Individuen wühlen ständig in der Vergangenheit und sind überhaupt fakten-und lernresistent.

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