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Schleppende Brexit-Verhandlungen: In der Sackgasse
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Runde drei im Brexit-Ringen ist vorbei - doch Europäer und Briten kommen nicht voran. Immer klarer wird, dass London den ganzen Verhandlungsablauf in Frage stellen. Entsprechend genervt reagiert die EU.

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Sandlöscher 31.08.2017, 19:29
1. Blair war heute

nicht zufällig in Brüssel. Entweder er wird bald als neuer Sondergesandter präsentiert oder es gibt bald den Exit vom Brexit.

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theodtiger 31.08.2017, 19:42
2. Vertragstreue

Der EU Vertrag (Artikel 50) sagt eindeutig, dass über die Modalitäten des Austritts verhandelt wird, wobei der RAHMEN der zukünftigen Beziehungen berücksichtigt werden soll. Die Briten wollen mal wieder eine Extrawurst, indem sie eine andere - auch noch unlogische - Abfolge fordern. Auch ist es nur richtig, wenn sie ihren Beitrag zu allem leisten, was sie verbindlich mit beschlossen haben.

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ortibumbum 31.08.2017, 19:42
3. ...Rausschmiss

Ohne Nachsicht den Rausschmiss betreiben. Sonst gar nichts. Nicht die Briten treten jetzt aus der EU, nein - Sie werden 'rausgeschmissen. Sie haben es so gewollt. Nachsicht - für wen, für was. Boris ist mittlerweile Außenminister der Briten. So ticken die dummen Briten, schade aber nicht zu ändern.

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viwaldi 31.08.2017, 19:49
4. Dead government walking

Die Briten hatten keinen Plan, haben keinen Plan und weigern sich auch, einen Plan zu entwickeln. Es wird immer deutlicher, dass die Austrittsverhandlungen die Regierung intellektuell überfordern. Ein Referendum wurde abgehalten über eine wage Idee, nicht über einen politischen Plan. Jetzt sitzen sie in der eigenen Falle weil sie selbst in der Regierung und der Spitzenwirtschaft nicht einig sind, was sie eigentlich wollen. Bei den Verhandlungen hoffen sie auf Mitleid, - die letzte Karte die es zu spielen gilt. Es wäre ehrlicher, ein neues Referendum abzuhalten mit drei Optionen: A) Remain, B) Soft Brexit (vgl. Norwegen), C) Hard Brexit. Dann wüsste die Administration hinterher immerhin, was das Ziel der Verhandlungen sein soll. Britain - ein Land zerlegt sich selbst.

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vliege 31.08.2017, 19:49
5. Was ist das für eine Kindergarten Taktik

Die anderen Mitglieder so lange nerven bis man seinen Willen bekommt? Die Briten wollten den Brexit von alleine und müssen ihn mit allen Konsequenzen tragen. Die EU sitzt am längeren Hebel und muss auf jeden Fall hart bleiben alleine schon deshalb , potenzielle Nachahmer abzuschrecken. GB legt es auf eine dreckige Scheidung an und möchte Gleichzeitig eine "Freundschaft mit gewissen Vorzügen".

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rudig 31.08.2017, 19:53
6. naja,

ich kann schon verstehen, daß die Briten nur für die Zeit bezahlen,
der sie dem Verein EU angehören,
Nach Austritt wird nicht mehr bezahlt, das ist eigentlich logisch.
Aber dieser EU Verein war noch nie logisch, wenn ich nur an die
Umzieherei zwischen Brüssel und Straßburg denke.

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Zaunsfeld 31.08.2017, 20:00
7.

Es ist eindeutig geregelt, wie die Verhandlungen abzulaufen haben. Diese Regeln haben die Briten einst mit unterschrieben.
ERST wird über die Austrittsmodalitäten verhandelt, DANACH über die künftigen Beziehungen.

Und wenn die Briten das nun nicht mehr akzeptieren wollen, dann soll man sie einfach am langen Arm verhungern lassen. Die EU sitzt eindeutig am längeren Hebel und endlich hat die EU mal genug Rückgrat, um sich dieser Stellung auch bewusst zu sein und sie das Gegenüber spüren zu lassen.
Die Briten wollen etwas von der EU und nicht umgekehrt. Die Briten wollen und BRAUCHEN existenziell ein Wirtschaftsabkommen mit der EU.
London ist derzeit der größte Handelsplatz der Welt für Euro- und EU-Anleihen. Wenn die Briten ausscheiden, wird das komplett wegfallen und die britischen Banken, die fast 50% ihres gesamten Umsatzes in der EU machen, werden ohne ein Austrittsabkommen von einem Tag auf den anderen den Zugang zum größten zusammenhängenden Wirtschaftsraum der Welt verlieren. Davor haben die Briten riesige Angst. Deswegen werden sie irgendwann einknicken. Und wenn nicht, dann haben sie eben Pech gehabt. Die EU muss nur endlich mal hart bleiben und ihren Prinzipien treu bleiben.

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rudig 31.08.2017, 20:04
8. komisch,

ich frage mich ob dieser französische Verhandlungsführer der EU
der richtige Mann für diese Aufgabe ist.
Natürlich ist Flexibilität gefragt, beide Seiten müssen aufeinander zugehen wenn was ordentliches dabei rauskommen soll.
Man kann nicht verhandeln, indem man stur auf seine Positionen besteht. Das weiß doch jeder!

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palettenpit2014 31.08.2017, 20:07
9. Fantasie und Flexibilität...

Die Briten ERWARTEN also von der EU mehr Fantasie und Flexibilität - das ist amüsant, denn SIE wollen uns (der EU) ja "den Hintern zudrehen". Kann man machen - aber dann wird man auch nix mehr fordern können: schließlich gehen sie ja, weil Ihnen die EU missfällt. Dann also "fort mit Schaden" - bestrafen muss man die Brits nicht explizit, das machen die schon alleine: wer meint, in der gegenwärtigen Weltlage im Alleingang gehört zu werden, hat irgendwie "den Schuss nicht gehört". Willkommen in der Traumwelt der Populisten !!!

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