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Schließung deutscher Grenzen: Kramp-Karrenbauer warnt vor Europas Ende
DPA

Angela Merkel, Horst Seehofer und Sigmar Gabriel treffen sich zum Krisengipfel: Wie lässt sich die Flüchtlingskrise lösen? Jedenfalls nicht mit dichten Grenzen, warnt die saarländische Ministerpräsidentin.

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paulpuma 28.01.2016, 07:39
1. Wie lässt sich die Flüchtlingskrise lösen?

Jedenfalls nicht mit offenen Grenzen

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kladderadatsch 28.01.2016, 07:40
2. Alle Fluchtursachen bekämpfen!

Was mir bei der Diskussion ist die alte Leier: "Sollen wir auf die Flüchtlinge an der Grenze schießen...". Darum geht es doch gar nicht. In den arabischen Ländern kursiert immer noch die Einladungsvorstellung Deutschlands mit den entsprechenden Zukunftschancen. Deshalb wollen auch alle nach Deutschland und nicht nach Frankreich. Deutschland sollte endlich mal die Zahl Flüchtlinge festlegen, für die es langfristig die finanzielle Verantwortung übernehmen will. Wenn die überschritten ist, würde es sich auch nicht mehr lohnen, hierher zu kommen.

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frank1980 28.01.2016, 07:41
3. Alternative

was ist denn die alternative ? Jeden Menschen aufzunehmen der sich vom Leben in Deutschland ein besseres Leben verspricht ? Das kann nur kurzfristig funktionieren, wir können nicht dutzende Millionen Menschen aufnehmen und gleichzeitig unseren Lebensstandard halten.

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dirk1962 28.01.2016, 07:45
4. Eine Meinung, mehr nicht.

Ich denke, es ist erlaubt es auch anders zu sehen und auf Widersprüche hinzuweisen. Wenn ich es richtig verstanden habe, hat Merkel lautstark verkündet, eine Einigung mit der Türkei erreicht zu haben. Dann stellt sich Frage doch gar nicht mehr, weil kaum noch Flüchtlinge kommen. Ist nicht so? Hat Merkel nichts erreicht? OK dann müssen wir entweder die Grenzen schließen, oder die Flüchtlinge endlich auch als Flüchtlinge behandeln und nicht als Zuwanderer, die sie ja nicht sind. Also nur Grundversorgung auf Zeit und das Gerede über Integration einstellen. Und zu den Kosten von denen die Dame sprach. Wenn ich gegen rechne, den Verlust der Wirtschaft und die Kosten für die Flüchtlinge, dann erscheint das Schließen der Grenzen geradezu als Schnäppchen.

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kladderadatsch 28.01.2016, 07:48
5. Merkels Polemik

Kramp-Karrenbauer spitzt zu wie Merkel es immer tut. Die Alternativlosigkeit zu offenen Grenzen und zum Euro. Damit hat man aber immer noch keine Lösung für die Probleme anzubieten. Bei dem EU-Binnenmarkt geht es vor allem um den Warenverkehr. Der wäre von einer Grenzschließung kaum beeinträchtigt. Wenn die Flüchtlingsströme anhalten wird aber eine Abschottung Europas sich nicht vermeiden lassen. Wenn Deutschland hier nicht mitmacht, werden sich die anderen Ländern von Deutschland abschotten. Die haben eh schon Angst, dass die vielen deutschen Flüchtlinge zu ihnen kommen könnten. Das wäre dann wirklich das Ende der EU.

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KuGen 28.01.2016, 07:49
6. Dichte Grenzen......

.....sind der Start in die Lösung, und nichts anderes.

Offene Grenzen : da wird sich nichts in der EU bewegen.

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alexzzz 28.01.2016, 08:02
7.

Das Problem an Merkels Politik ist, dass sie durch ihren humanitären Imperativ unilateral eine Entscheidung für die gesamte EU getroffen hat und nun nach einer europäischen Gesamtlösung verlangt.

Klar ist sie nicht an der Flüchtlingskrise Schuld, doch eine Lösung wird nicht gefunden werden, wenn man die Partner vor den Kopf stößt.

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JemanddessenNamenessch... 28.01.2016, 08:04
8. Das Ende . . .

Das Ende der Solidargemeinschaft ist ja bereits erreicht. Bisher konnte man zumindest annehmen, daß auch die ärmeren Länder prinzipiell zum Helfen bereit wären. Es zeigt sich aber, daß dies nicht der Fall ist sondern daß es sich um eine Gemeinschaft von Staaten handelt, die eine gute Geldquellen gefunden haben. Die finanziellen Hilfen für Griechenland waren noch nicht so ernüchternd wie dieses Thema jetzt. Ich habe die EU bisher nie in Frage gestellt und wäre bereit, jedes Problem gemeinsam anzugehen aber da ist bei 70% der Mitgliedsstaaten überhaupt kein Wille vorhanden. Alles was über das Hand aufhalten hinausgeht über fordert sie. Was sollen wir da noch?

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licorne 28.01.2016, 08:16
9. Frau Merkel hat jeglichen Verhandlungsspielraum in Europa verschenkt

Man mag es falsch finden, dass sich die europäischen Partner nicht beteiligen, allerdings hat sich die Regierung in eine Postion manövriert, in der sie diese Beteiligung nicht einfordern kann. Ich sehe es hier in Frankreich bei Presse und Politik, dass die Meinung vorherrscht, Merkel habe eine bewusste Entscheidung getroffen, um den demographischen Problemen Deutschlands entgegenzuwirken. Hier wird es so interpretiert, dass die Flüchtlinge sich größtenteils erst durch ihre Einladung auf den Weg gemacht haben. Die Aufnahme- oder Finanzierungsbereitschaft scheint mir gegen Null zu tendieren. Die Probleme in Calais eskalieren, dort wurde seit Jahren keine Lösung herbeigeführt, und da geht es nur um einige tausend Menschen.

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