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Schmidt und Putins Ukraine-Kurs: Der Altkanzler macht es sich bequem
DPA

Helmut Schmidt versteht nicht, warum man sich über die Annexion der Krim aufregen soll. Er hat Verständnis für den russischen Präsidenten Wladimir Putin. Das ist mehr als eine Sprachverwirrung.

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fatali2 27.03.2014, 12:40
340. er hat doch recht

was ist das völkerrecht denn schon wert, wenn es andauernd mit füßen getreten wird? der westen, angefangen mit den usa sind die letzten, die sich darüber aufregen dürfen.

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pelzfisch 27.03.2014, 12:42
341. Verständnis vs. Verstehen

Schaut man zurück hat sich der Weste durch eine maßlose Ost-Expansion hervorgetan. Nahezu jedes ehemalige Mitglied der ehemaligen Sowjetunion hat sich dem Westen zugewandt, ist Mitglied oder Beitrittskandidat der EU und / oder NATO-Partner. Aus Russischer Sicht habe ich dafür sehr wohl Veständnis, verstehe aber oftmals die Arroganz unserer Politiker nicht, welche meinen, dass ihre Perspektive das Maß aller Dinge ist. Die Situation ist nicht einfach aber die Geschichte ist voller ähnlicher Situation, von denen meines Wissens keine durch Eskalation gelöst werden konnte (Siehe mittlerer Osten, Zypern, etc...)

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Blaumännchen 27.03.2014, 12:42
342. Verstehen ist nicht das gleiche wie Verständnis...

Der Akt die Krim Russland einzuverleiben ist völkerrechtswidrig. Dafür gibt es keine Rechtfertigung. Weder die Ereignisse in Kiew noch die "Volksabstimmung" auf der Krim können dafür herhalten. Und das die Krim mal russisch war ist völkerrechtlich auch egal. Königsberg war ja auch mal deutsch. Und?? Der Punkt ist doch ein anderer: Russland wird nie eine Nato Mitgliedschaft der Ukraine akzeptieren, quasi mit Natotruppen vor der Kasernentür der Schwarzmeerflotte. Das hätte man im Westen wissen können. Ich glaube (wissen tu ichs natürlich nicht) das Putin uns vor allem eine Lektion erteilen will. Botschaft: Ihr verarscht mich nicht mehr. Natürlich sollte die Ukraine über ihr Schiksal selbst bestimmen. Aber wer bestimmt dort? Das Volk? Oligarchen? Klitschko? In der Beziehung unterscheidet sich die Ukraine von Russland nicht besonders. Und wenn Russland, sagen wir mal, Mexiko den Beitritt in ein Wirtschafts- und Militärbündnis antragen würde, was würde dann wohl passieren?? Würde da jemand nach der Meinung der Mexikaner fragen?

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Iggy Rock 27.03.2014, 12:42
343.

Zitat von sondevida
Wo werden Gegenmeinungen niedergewalzt? Herr Schmidt's Meinung ist doch ueberall praesent. Und es wird doch eine extreme Bandbreite an Meinungen diskutiert. So ist das in Demokratien, es gibt viele Meinungen, die oeffentlich gemacht werden koennen. Manchen stimmt man zu anderen nicht. Wenn Meinungen auftauchen, denen man nicht zustimmt heisst das doch nicht, das die favorisierte Ansicht 'niedergewalzt' wird. Sie muessen einfach Demokratie und Pluralismus verinnerlichen, dann regen Sie sich auch nicht auf ;).
Schauen sie einmal die deutschen Medien im Ganzen an. Wenn sie nicht explizit nach Helmut Schmidts Äußerung suchen, herrscht ein Grundtenor den man entweder merkwürdig einseitig empfinden oder als Meinungsmache bezeichnen kann. Putin ist der klare Bösewicht, der Diktator, Russland hat in dem Gebiet gar nichts zu melden, Natotruppen, inklusive US-Raketenabwehr gehören in die Ukraine und über die, im Verhältnis zu den Kosten jüngerer Konflikte, lächerlichen Finanzspritzen für die Ukraine sind indiskutabel.

Es wird viel über Freiheit geredet, dabei geht es dem Westen um Gas, Erdöl und um fragwürdige Oligarchen und jede Menge Dollars, folglich um Machtausweitung. Die wirft man natürlich nur Putin vor, ist ja auch praktisch, dass die Krim im "Unrechtssystem" der Sowjetunion an die Ukraine angegliedert wurde. Völkerrechtsbruch, wird gerne gesagt. Ob eine, von Russland und dem Westen, kontrollierte erneute Volksabstimmung auf der Krim den Ausgang hätte, dass die dortige Bevölkerung ukrainisch bleiben will, sei dahingestellt. Ich glaube es nicht.

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gerd.menges 27.03.2014, 12:42
344. Unverständnis

Zitat von jossele.hidegkuti
es ist erschreckend mit welch hohlem Pathos dieser Artikel den Altkanzler ankanzelt. Die westliche Propagandamaschine läuft auf Hochtouren und Gegenmeinungen werden niedergewalzt. So einfach ist das!
Für solche Äußerungen des Altkanzlers kann man als freiheitlich und auf Frieden hin orientiert denkender Mensch kein Verständnis haben. Diese Logik weitergedacht bedeutet, dass es zu rechtfertigen ist, dass sich ein Land ehemalige Gebiete mit Militärgewalt zurück erobert.

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themistokles 27.03.2014, 12:44
345.

Zitat von fluxus08
Alaska gehörte ebenfalls mal zu Russland, bevor sie es verkauften. Ebenso Kalifornien, welches zu Mexiko gehörte.
Und? Sowohl Alaska als auch Californien wollen aber nicht von der USA weg. Wohl aber Schottland von Großbritantien, Quebec von Kanada, Venedig von Italien und in Afrika gab es auch schon die eine oder andere Staatenteilung. Das ist der Lauf der Geschichte. Warum denken wir eigentlich heutzutage, das Staatsgrenzen in Stein gemeißelte Gesetze sind?

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frequenz11 27.03.2014, 12:44
346. Herr Altkanzler Schmidt

...verliert mit diesen unüberlegten Äußerungen zur Krim immer mehr seinen guten Ruf, nachdem er u.a. vorher einen inakzeptablen Kanzlerkandidaten empfohlen hatte.
Er sollte diese eitlen Interviews vermeiden, seine Worte sind nicht mehr up-to-date.

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freedomfighter86 27.03.2014, 12:45
347. Herr Blome,

es ist doch wohl eher die aggressive NATO-Osterweiterung, die diese Krise hervorgerufen hat! Das sollten Sie zur Kenntniss nehmen!
P.S.: was denken Sie würde passieren, wenn die deutsche Regierung aus dem Beweggrund, sie missachte die Grundrechte ihrer Bürger (NSA), geputscht würde..? Ich denke, innerhalb von Stunden würden amerikanische Panzer durch dieses Land rollen, um ihre Militärbasen und Atombomben zu schützen, oder?

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Albedo 27.03.2014, 12:45
348. Völkermord?

"zu 8 - Im Kosovo fand Völkermord statt..." und auf der Krim wurde Völkermord verhindert. Wenn FrauTimoschenko und ihre "rechte Hand" die zur Zeit Ministerpresident von der Ukraine spielt, Atomwafen hätten, würden die auf die Krimrussen, die seit Generationen(seit über 200Jahren) die Insel bewohnen, mit Atomwafen schießen.

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spielelvult 27.03.2014, 12:46
349. Auf Blomes Text gern verzichtet

Der Altkanzler macht es sich keineswegs bequem, sondern mahnt zur Besonnenheit. Sollte man lieber Leuten wie Blome folgen, die alles ganz genau wissen? Konsequenzen, Streit, zu den Waffen? Mit Herrn Blome an der Spitze?

Das würde er selbst dann doch nicht wollen, Ritter des Wortes. Insofern, Herr Blome: bitte die Worte Schmidts einfach mal auf sich wirken lassen - wer weiß, was dabei herauskommt. Als Journalist muss man halt etwas schreiben, das stimmt schon - und das ist insofern ein Problem...

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