Forum: Politik
Schottische Unabhängigkeit: Es wäre schade um Großbritannien
REUTERS

Das Warten ist vorbei, die Wahlkämpfe sind ausgefochten: Heute stimmen die Schotten in einem Referendum über die Abspaltung von Großbritannien ab. Sie sollten Nein sagen.

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mwroer 18.09.2014, 06:54
1. Nicht aus dem Bauch heraus ?

Die Schotten sollten nicht aus dem Bauch heraus entscheiden? Nein, dafür ist es in der Tat zu wichtig. Warum allerdings, frage ich mich dann, glaubt dann der Autor des Artikels aus dem Bauch heraus einen Ratschlag geben zu dürfen.

Denn mehr steht da nicht - es wäre 'schade um England'. Wäre es nicht. England wird weiter bestehen. In anderer Form, sicher. Na und? Die Welt wird nicht untergehen, Europa wird nicht untergehen und auch nicht schwächer werden.

Wäre der Autor seinem eigenen Ratschlag gefolgt hätte er gesehen dass es handfeste Gründe für eine schottische Unabhängigkeit gibt und dass man ein Land gewinnt dass dem europäischen Gedanken sehr begeistert gegenübersteht - im Gegensatz zu England.

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cococ1 18.09.2014, 06:56
2. An Herrn Volkery

was genau haben die Briten uns anzubieten?

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Lampenluft 18.09.2014, 06:56
3. Ach nein ....

Die Zeiten haben gelehrt, dass kleinere Einheiten nicht besser durch die Groesseren vertreten werden. Es gibt mehrere EU-Staaten dieser Groesse.
Ich wuensche den Schotten den Mut, die Chance zur Eigenstaendigkeit zu nutzen. Es waere ein Gewinn fuer Europa.

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matbhmx 18.09.2014, 06:56
4. Sorry, aber ein Beitrag, der ...

... an Unqualifiziertheit kaum zu überbieten ist. Er zeigt im Übrigen wunderbar das grundlegende Problem der Briten. Der Auto sitzt in London - und genau das ist das Problem in Großbritannien, ähnlich wie Paris in Frankreich.

Großbritannien ist im Wesentlichen London. Die Stadt saugt einfach alles auf. Und sie saugt alles auf mit im Grunde genommen völlig sinnlosem Tun. London brummt herausragend wegen der Finanzwirtschaft. Dort wurden und werden wie in New York die Anlageformen, Finanzaktion ersonnen, die die Welt bereits schon einmal an den Rand des wirtschaftlichen Untergangs geführt haben - wobei es die einfachen Leute getroffen hat. Die Manager, Finanzjongleure usw. haben fett abgesahnt. Und unter diesem Aspekt gibt es verdammt gute Gründe für die Schotten, sich abzuspalten. Und die Weltuntergangsstimmung, die von Gegnern der Abspaltung gemalt wird, ist einfach nur lächerlich. Dänemark hat in etwa dieselbe Einwohnerzahl, das BIP Schottlands ist beachtlich. Es gibt überhaupt keine wirtschaftlichen Gründe, der Abspaltung entgegenzutreten. Richtig ist, dass vor allem Restgroßbritannien ein herausragendes Interesse an dem Erhalt der "Nation" hat. Mögen vor allem die Engländer den übrigen Mitgliedern Großbritanniens vernünfte Angebote über eine bessere Verteilung der Ressourcen unterbreiten - doch dafür ist England viel zu londonzentristisch - und arrogant!

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rwkmc 18.09.2014, 06:57
5. Kleinstaaterei

Wenn sich Länder wie die Sowjetunion oder Jugoslawien in unzählige Kleinstaaten aufteilen dann ist es ein Sieg der Demokratie. Bei Völkern mit wesentlich älteren Wurzeln und Traditionen wie den Schotten, Venetiern, Katalanen oder Basken auf einmal ein Rückschritt ins Mittelalter.

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ottosobaj 18.09.2014, 06:59
6. weg mit den Kleinstaaten!

Wenn die heute zur Wahl stehende Sezession Schottlands soo schrecklich ist und europafeindlich ist, wie viele ihrer Gegner behaupten, dann müssten sich dieselben Gegner - um kohärent zu sein - auch für das Verschwinden aller Kleinstaaten in Europa einsetzen! Also z.B. Liechtenstein zur Schweiz, Luxemburg zu Belgein und dann beide zu Frankreich, Monaco ebenso, und last but not least der schon einmal exerzierte Anschluss Österreichs an Deutschland! Logisch, oder?

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PTerGun 18.09.2014, 07:14
7. Liberal und weltoffen?

Also, wenn ausgerechnet London als Aushängeschild für eine liberale und weltoffene Gesellschaft herangezogen wird, denke ich gleich an Camerons Anti-Rumänen-und-Bulgaren-Kampagne. Das haben auch friedlich dort lebende Migranten zu spüren bekommen.

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reznikoff2 18.09.2014, 07:17
8. Naja

Wie immer das ausgeht. Die Briten haben jetzt mal am eigenen Leib mitbekommen wie es ist, wenn jemand ständig quertreibt. Vielleicht ziehen sie ja bei einem No selbst mal mehr mit in Europa.

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captainpetrov 18.09.2014, 07:34
9. Den einzigen....

Liberalismus den ich von den Engländern kenne ist der Neoliberalismus. Außerdem sind die Engländer die Bremser in der EU. Ohne sie gäbe es vielleicht schon eine enge Union, da könnten sich andere Regionen sich unabhängig machen. Würde keine Rolle spielen wenn alle Teil der EU sind.

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