Forum: Politik
Schottland und der Brexit: Ohne uns
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Schottland will den Brexit nicht hinnehmen. Regierungschefin Nicola Sturgeon bringt ein Veto des schottischen Parlaments ins Gespräch - und treibt ein neues Unabhängigkeits-Referendum voran.

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stefan1904 26.06.2016, 15:16
1. Bitte nicht!

Es würde dem Rest der EU massiv schaden, wenn es jetzt eine jahrelange Hängepartie und Schlammschlacht zwischen Brexit-Gegnern und Anhängern gibt. Profitieren würden davon einzig und alleine die Rechtspopulisten und andere Feinde der EU.

Wer soll denn in das Land investieren ohne Planungssicherheit?

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hinschauen 26.06.2016, 15:16
2. Nationalistisch

Was mich bei der Diskussion über eine schottische Unabhängigkeit immer wieder irritiert ist, wie selbstverständlich Brexit-Gegner akzeptieren, dass hier eine Region sich unabhängig von einem Staat erklären will, zu dem es seit Jahrhunderten gehört - und das ernsthaft eigentlich erst, seit es glaubt, davon wirtschaftlich profitieren zu können. Das ist doch Nationalismus in Reinstform.

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Watschn 26.06.2016, 15:22
3. Schottlands Bürger sind leider nicht mehr so EU-freundlich...dank der EU..

Schottland u. UK wussten um die Bedeutung des Brexits.
Es ist absolut lächerlich wenn nun die Verlierer-Seite hier nun offensichtlich Zeter u. Mordio schreien. Die Jugendlichen hätten stattdessen viel mehr an die Wahlurnen gehen können, als nun zu jammern.

Nein, dieses Votum mit ca. 1,2 Mio Vorsprung an Befürwortern eines Brexits ist glasklar u. unmissverständlich. Was Schottland anbetrifft, Schottland befindet sich nun einmal im Verbund des Vereinigten Königreichs, und man sollte abwarten wie das Brexitverfahren nun gestaltet wird. Das wird gewiss verträglich ausfallen. Alles andere wäre nicht im polit. Interesse GB's, England & Wales, Schottlands & Nordirlands, und der Rest-EU selbst.

Sogar in Schottland wäre ein allf. Austritt aus dem vereinigt. Königreich umstritten, da die wirts. Faktoren für eine Eigenständigkeit sehr ungünstig für das wirts. äusserst schwache Schottland sind. Die Gefahr einer Behandlung des wirts. schwachen Schottlands als eine Manövriermasse in der EU wäre gross...(Massiv gefallener Ölpreis, eine dünne - von London subventionierte Wirtschaft, Übernahmepflicht des Euro). Ob neben der EU (insbes. DE), - die das... dann anstelle Englands subventionieren muss, - ...das auch Mme Sturgeon tatsächlich dann so schmeckt, ist zu bezweifeln. Auch sie taktiert also...

Was in Europa gar nicht so wahrgenommen wurde:
Auch in Schottland ist aus Folge der vehementen Ablehnung der EU des Unabhängigkeitsbegehrens Schottlands vor fast zwei Jahren (und deren Abblocken einer Aufnahme Schottlands seitens der EU...); ....noch in "schlechter" Erinnerung, ..was die positive Stimmung in Schottland gegenüber der EU merklich abkühlte. So stimmten bereits einzelne schottische Countys fast für einen Brexit.., was vor ein paar Jahren ziemlich undenkbar war.
Vorsicht ist geboten, panta rhei (alles fliesst)....

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Sepp1966 26.06.2016, 15:24
4. Sehr gut

Im Rahmen dessen löst sich Schottland nach mehreren hundert Jahren Besetzung von Großbritannien. Als nächstes löst sich Nordirland und vereinigt sich mit Irland. Übrig bleibt England und Wales. Hervorragend. England und Wales können dann als 51 und 52 Staat den USA beitreten. Die ehemalige Kolonialmacht als Appendix der ehemaligen Kolonie. Naja wahrscheinlich werden bei diesem letzen Schritt wieder britische Extrawürste gebraten, so dass die USA dankend ablehnen. Die Politiker im Vereinigten Königreich müssen endlich verstehen, dass das Vereinigte Königreich keine Weltmacht mehr ist, sondern zur Bedeutungslosigkeit geschrumpft ist.

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mulli3105 26.06.2016, 15:26
5. Ich hoffe

die Schotten gehen diesen Schritt, auch wenn es schon aufgrund der mit Sicherheit nicht erfolgenden Zustimmung durch das engl. Parlament zum Scheitern verurteilt ist. Aber es ist an der Zeit, dass London mit voller Breitseite die Zähne gezeigt werden, damit solche Amateure wie Cameron nie mehr an die Hebel der Macht gelangen.

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gmv-meldet-sich 26.06.2016, 15:30
6. Kann die EU solche Länder gebrauchen?

Wie wird sich künftig ein selbständiges Schottland in der EU bei Mehrheitsentscheidungen verhalten, wenn die Schottischen Interessen nicht berücksichtigt sind? Solidarisch?

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h.hass 26.06.2016, 15:30
7.

Jetzt geht den Brexitern wohl so langsam die Düse.

Die jetzigen Entwicklungen waren allerdings problemlos absehbar. Pfund-Absturz, angekündigter Arbeitsplatzabbau, Einkassierung von Wahlversprechen, Separationsbestrebungen und und und... wer nicht so blöd war, den Versprechungen der Populisten zu trauen, der konnte wissen, was passieren würde. Statt den bekannten Problemen mit der EU würde sich das Land neue, viel größere Probleme aufhalsen, die es nun zu zerreißen drohen.

Ist aber natürlich einfacher, den üblichen Rattenfängern mit ihren billigen Lösungen zu glauben, statt sich damit abzufinden, dass man in einer komplizierten Welt lebt, in der man hart um Kompromisse ringen muss.

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_gimli_ 26.06.2016, 15:34
8.

Dass Schottland im Falle eines Brexit Großbritannien verlassen wird, war allen Experten klar, auch in GB. Das ist sicher ein Grund der Bedenken, die Experten bzgl. der wirtschaftlichen Zukunft BGs haben.

Bzgl. Nordirland liegt die Sache etwas anders. Hier birgt eine eventuelle Wiedervereinigung mit Irland zwar politischen Sprengstoff, aber wirtschaftlich würde GB in diesem Fall viel Geld sparen und Irland ein Sorgenkind geschenkt bekommen.

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gersco 26.06.2016, 15:34
9. Bewundernswerte Einstellung! Überzeugte Europäer kann

es gar nicht genug geben. Schade, daß man bei unseren Parteien eine offensive Vertretung Europas bzw. der euopäischen Idee merklich gar nicht mehr antrifft. Die Medien schreiben seit zehn Jahren alles aus Brüssel in Grund und Boden und neuerdings wird über jeden noch so geistig dünnschissigen Pups der rechten Spinner (egal woher aus Europa) berichtet, als wenn die allein Europa vernichten könnten. Bemerkenswert, daß die Alten in UK die Chancen der Jungen mit dem Brexit ernsthaft torpediert haben. Schottlands Weitsicht ist genauso zu begrüßen wie die rückwärtsgewandten (und praktizierten!) Lügen der rechten Demagogen zu verurteilen sind. Wer weiß, wenn die Geschichte es gut meint, kommt Schottland zur EU und Irland/Nordirland vereinigt sich wieder. Das wäre doch mal Europa as its best. Und die verbitterten Rentner in Rest-England und Wales geben sich ihren vergangenen Folkloregefühlen hin und wundern sich warum die Rente sinkt und der NHS auf unerklärliche Weise nicht wöchentlich mit 110-350 Millionen aufgewertet wird. Das Leben könnte so schön sein...

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