Forum: Politik
Schottland und der Brexit: Ohne uns
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Schottland will den Brexit nicht hinnehmen. Regierungschefin Nicola Sturgeon bringt ein Veto des schottischen Parlaments ins Gespräch - und treibt ein neues Unabhängigkeits-Referendum voran.

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KingTut 26.06.2016, 16:09
30. Verständnis

Ich verstehe die Haltung der schottischen Regierung vollumfänglich, denn die Schotten bekommen unter anderem enorm viele Gelder aus den Strukturfonds in Brüssel. Gerade in den strukturschwachen Regionen, in den Highlands, könnten viele Farmen ohne die Gelder aus der EU gar nicht überleben, wie eine Korrespondentin der Tagesschau vorgestern aus Edinburgh berichtete. Warum sollen sich also die Schotten schlechter stellen als bisher, nur weil eine Mehrheit der Engländer und Waliser das so will? Inwieweit ein Unabhängigkeitsreferendum Aussicht auf Erfolg hat, ist schwer zu beurteilen. Cameron hat ja vor der Wahl geäußert, dass man ein solches Begehren im Falle eines Brexit nicht zulassen werde. Auf der anderen Seite dürfte dies die Kluft zwischen Schotten und der Zentralregierung nur noch weiter verstärken. Ich wünsche den Schotten jedenfalls viel Glück und Erfolg.

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serhatmashaddy 26.06.2016, 16:10
31. Nur keine Panik!

1. GB wird nicht austreten. Es gibt Hintertürchen, und die EU wird sich, wie immer, einen Verbleib irgenwie zurechtbiegen. Der Bürger wird's schon irgenwie schlucken (müssen).
2. Führende deutsche und EU-Politiker, allen voran Herr Schulz, verhalten sich so unprofessionell, wie es zu erwarten war. Erst um den Verbleib flehen und für den Fall des Austritts alle möglicheh Horrorszenarien beschwören, jetzt (beleidigt, weil man sich nie vorstellen konnte, dass es Staaten gibt, die nicht zur großartigen EU gehören wollen) wie ein trotziges Kind darauf bestehen, dass die Briten so schnell wie möglich gehen. Lächerlicher geht es ja kaum noch. Dilettantismus in Reinkultur und wieder einmal ein Beweis dafür, dass nicht die besten und souveränsten in hohe politische Ämter kommen, sondern diejenigen, die am besten ihr Fähnchen in den Wind hängen können.

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INGXXL 26.06.2016, 16:14
32. Aber die Rahmenbedingungen

Zitat von Putin-Troll
Ein demokratisches Votum ist zu akzeptieren. Punkt. Jetzt juristische Winkelzüge auszupacken ist ein gefährliches Spiel mit dem Feuer. Zwar gibt es in Schottland eine Mehrheit für den Verbleib in der EU, doch haben die Schotten erst vor kurzem dafür ausgesprochen ein Teil des Vereinigten Königreichs zu bleiben und dieses will nun mal mehrheitlich den Austritt. Mit gefangen, mit gehangen.
sich geändert. Damals hätte eine Abspaltung zu einem Austritt aus der EU geführt. Warum soll jetzt nicht eine neue Abstimmung erfolgen. Auch in Nordirland wird dies kommen. Auch das sind demokratische Voten. Vom Empire ist dann nicht mehr viel übrig.

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derBob 26.06.2016, 16:16
33. Wieso

Zitat von ddorfer_
Dieses Referendum hätte nie abgehalten werden dürfen. Wenn der Willen der Mehrheit ignoriert wird, dann hat man kurzfristig Ruhe, den EU-Gegnern aber Argumente für eine "undemokratische EU" gegeben. Setzt man den Brexit um, werden Volksabstimmungen bis zur Handlungsunfähigkeit abgehalten.
Wieso ist die EU undemokratisch, wenn das britische Parlament den Willen der britischen Bürger nicht umsetzt?

Man merkt deutlich, wie sich den Rechtspopulisten und ihren Parolenwiederkäuern langsam die Buxe füllt.

Und jetzt tun sie das, was sie am besten (als einziges?) können: Anderen die Schuld in die Schuhe schieben.

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dieter.weller 26.06.2016, 16:17
34. Länder die Geld bekommen, bleiben gerne in die EU

Warum ist das reiche Norwegen nicht in der EU, warum nicht die Schweiz, usw.?

Die Antwort ist einfach: Sie müssten die Rolle von Deutschland als Nettozahler übernehmen.

Da viel EU-Geld nach Schottland geflossen ist, ist doch klar, dass man lieber in der EU bleiben würde.

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der-stratege 26.06.2016, 16:18
35. Was für ein lächerliches Theater

dabei haben die Briten überhaupt nichts zu befürchten, denn GB bekommt die gleichen Verträge wie Norwegen und Schweiz und ist am Ende besser dran, weil sie nicht mehr an die Bevormundungsbeschlüsse (z.b. Flüchtlingsverteilung) der EU gebunden sind.

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Roßtäuscher 26.06.2016, 16:19
36. Wer den Schaden hat, muss den Spott ertragen können

Mir gefällt, wenn Regierungschefin Nicola Sturgeon postwendend, auf dem Fuße folgend, sofort ein neues Austrittsreferendum vom Königreich einleiten will. Bei dem hohen Verbleib der Schotten in der EU. Nordirland soll ebenfalls die Abspaltung und Rückkehr zu Irland betreiben.
Es ist schon lustig, wenn alle Welt über Putin mault, weil er die Krim annektierte, weil die Ukraine gerade seit 1991 unabhängig geworden ist. Über GB regt sich keiner auf, als die Nordirland annektierten. Oder sich Gibraltar unter den Nagel rissen, Malta.
Wenn UK seit dem verhängnisvollen Brexit als Folge zerfällt, dann sollen sich die Politiker Cameron, Johnson und Farage warm anziehen, falls sie von der Bevölkerung dafür verantwortlich gemacht werden mit allen Konsequenzen. Politikerfehler werden nie geahndet, im Gegenteil, sie belohnen sich auch noch fürstlich dafür.

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Teddi 26.06.2016, 16:20
37. Och bitte!

Och bitte, Beitrag 16! Merkel schon wieder! Am Ende wird die auch noch am einstigen Weltuntergang schuld sein. Sie wird in der Hölle brennen! Die Arme! Dann werden die Merkelgegner ein Fest feiern. Alles wird gut. Aber der Schwachsinn stirbt trotzdem nicht aus.

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Izmir..Übül 26.06.2016, 16:21
38. Geschichtsklitterung hoch drei

Zitat von cromwelluk
Lektüre in den Geschichtsbüchern tut Not schottischen Opportunismus zu verstehen. Schottland wie im übrigen auch Irland verstanden es traditionell noch nie eigenständig Wohlstand zu erwirtschaften. Sie folgen jetzt ihren katholischen, irischen Brüdern in die EU Abhängigkeit. Schon mein ehrenwerter Namensvetter Sir Oliver... wusste um die latente Ehrlosigkeit wenn es um Pfründe geht. Vom durchaus passablen Whisky mal abgesehen.....werden wir Engländer nicht viel vermissen. Das Dudelsackspiel und seine Folklore werden wir als bettelnde Strassenmusiker wohl weiter ertragen müssen. Have a good trip !
Ihr "ehrenwerter" Namensvetter hat mit seiner New Model Army die Iren gewaltsam für das UK unterworfen und damit die Grundlage für einen jahrhunderte langen, blutigen Konflikt gelegt. Wir wollen doch mal schön bei der historischen Wahrheit bleiben!

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e.pudles 26.06.2016, 16:22
39. Das wird sich die EU zwei mal überlegen

Sollte sich Schottland von England trennen und ein eigenständiger Staat werden und dann noch der EU beitreten wollen, dann Prost für die EU. Schottland (das nicht öffentliche genannte Armenhaus von Grossbritannien) wird sehr hohe finanzielle Unterstützung brauchen denn ausser Petrol, hat es praktisch keine Resourcen, oder Industrie. Was bedeuten würde, die jetzigen Nettozahler der EU müssten noch tiefer in die Tasche greifen. Ein weiteres Land das massiv unterstützt werden muss, wird sich die EU und vor allem Deutschland schwer überlegen. Deshalb wäre es für Schottland besser die Füsse still zu halten und bei England zu bleiben.

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