Forum: Politik
Schottland und der Brexit: Ohne uns
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Schottland will den Brexit nicht hinnehmen. Regierungschefin Nicola Sturgeon bringt ein Veto des schottischen Parlaments ins Gespräch - und treibt ein neues Unabhängigkeits-Referendum voran.

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silverhair 26.06.2016, 16:26
40. Feudalistische Vorstellungen

Zitat von hinschauen
Was mich bei der Diskussion über eine schottische Unabhängigkeit immer wieder irritiert ist, wie selbstverständlich Brexit-Gegner akzeptieren, dass hier eine Region sich unabhängig von einem Staat erklären will, zu dem es seit Jahrhunderten gehört - und das ernsthaft eigentlich erst, seit es glaubt, davon wirtschaftlich profitieren zu können. Das ist doch Nationalismus in Reinstform.
Tja, da müssen sie schon tief in die Philosophie greifen um zu erklären was ein "Staat" den ist. Faktisch sind eben die USA kein Staat sondern viele Staaten, und England + Schottland + Irland sind ebenso "viele Staaten" die zusammen nur GB bilden!

Dieses "diese Region gehört... " ist schon falsch, den Staaten gehören den Menschen die an derem Platz wohnen und die Staat erst entstehen lassen, und nicht umgekehr ein frei erfundes Konstrukt dem die Menschen gehören!

Kurz .. sie reden von feudalherrschaftlichen Zeiten wo Besitz von Land und Menschen eben massgeblich waren!

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_gimli_ 26.06.2016, 16:26
41.

Zitat von cromwelluk
in den Geschichtsbüchern tut Not schottischen Opportunismus zu verstehen. Schottland wie im übrigen auch Irland verstanden es traditionell noch nie eigenständig Wohlstand zu erwirtschaften. Sie folgen jetzt ihren katholischen, irischen Brüdern in die EU Abhängigkeit. Schon mein ehrenwerter Namensvetter Sir Oliver... wusste um die latente Ehrlosigkeit wenn es um Pfründe geht. Vom durchaus passablen Whisky mal abgesehen.....werden wir Engländer nicht viel vermissen. Das Dudelsackspiel und seine Folklore werden wir als bettelnde Strassenmusiker wohl weiter ertragen müssen. Have a good trip !
Einfach mal die Außenhandelsbilanz von GB anschauen. Knapp -170 Mrd. € im vergangenen Jahr.

Die Schotten haben Öl und Gas, die Engländer haben nichts. Keine funktionierende Industrie und nach dem Brexit abwandernde Banken. Super Zukunftsaussichten.

Latente Ehrlosigkeit der Schotten. Dass ich nicht lache.

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In Vino Veritas 26.06.2016, 16:27
42.

Zitat von hinschauen
Was mich bei der Diskussion über eine schottische Unabhängigkeit immer wieder irritiert ist, wie selbstverständlich Brexit-Gegner akzeptieren, dass hier eine Region sich unabhängig von einem Staat erklären will, zu dem es seit Jahrhunderten gehört - und das ernsthaft eigentlich erst, seit es glaubt, davon wirtschaftlich profitieren zu können. Das ist doch Nationalismus in Reinstform.
Schottland ist bei diesem Ölpreis ein Sorgenkind und die Transferunion mag es wohl, wenn man sich wirtschaftlicher Problemfälle annimmt (Georgien und Ukraine sind ja auch im Gespräch). Toll, sage ich - die Schweiz und Norwegen (Prosperity-Index Platz 1 und 2 weltweit) machen gar keine Anstalten, da mitzuspielen. Und Deutschland spielt weiter bei Nullzinsen den Exportweltmeister, freut sich der schwarzen Null und verspielt die Altersvorsorge von Millionen von Staatsbürgern.

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quark2@mailinator.com 26.06.2016, 16:31
43.

Faszinierend ... Erst macht man ein Referendum und dann findet man 1000 Möglichkeiten, sich nicht daran zu halten. Naja, mich würde es bei jedem anderen Land massiv stören, aber wenn dieser Überwachungs- und Atomwaffen-Staat etwas geschwächt wird, reicht vielleicht das Geld nicht mehr für Flugzeugträger etc. Teile-und-Herrsche mal anders rum.

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spon-facebook-10000699655 26.06.2016, 16:31
44. Pay-Driver Schottland

Die Vorstellung, Schottland würde sich mittels eines Referendums nun einfach so von Grossbritannien lösen, verkennt eine wesentliche Tatsache: Schottland war ein Pay-Driver in der EU. All die grosszügigen Zahlungen der EU an Schottland waren Sponsoring-Beiträge des Nettozahlers England. Inwieweit diese Referendumsandrohung ernst gemeint ist oder von der schottischen Politik nur zwecks Aufbau von Verhandlungsdruck für einen "innerbritischen Finanzausgleich" eingesetzt wird, wird sich weisen.

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slaritbartfass 26.06.2016, 16:34
45.

... okay der Brexit ... alles andere ist aber bestens in Europoa? Mal sehen wie die Deutschen und Schotten stimmen wenn weitere Milliarden in ein ( jetzt nicht genanntes Land) transferiert werden sollen :-)

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thrashmail 26.06.2016, 16:34
46.

Zitat von gmv-meldet-sich
Wie wird sich künftig ein selbständiges Schottland in der EU bei Mehrheitsentscheidungen verhalten, wenn die Schottischen Interessen nicht berücksichtigt sind? Solidarisch?
Demokratisch und EU Gesetzeskonform, würde ich sagen.

Sich solidarisch erklären hat nicht immer unbedingt etwas mit Demokratie zu tun.

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Izmir..Übül 26.06.2016, 16:35
47.

Zitat von der-stratege
Was für ein lächerliches Theater dabei haben die Briten überhaupt nichts zu befürchten, denn GB bekommt die gleichen Verträge wie Norwegen und Schweiz und ist am Ende besser dran, weil sie nicht mehr an die Bevormundungsbeschlüsse (z.b. Flüchtlingsverteilung) der EU gebunden sind.
Ganz offensichtlich kennen Sie die bilateralen Verträge nicht, die Norwegen und die Schweiz mit der EU abgeschlossen haben, um Zugang zum EU-Binnenmarkt zu erhalten. Darin müssen diese nämlich viele Vorgaben der EU (u.a. Arbeitnehmerfreizügigkeit) akzeptieren, ohne jedoch bei der Ausgestaltung dieser Regelungen das geringste Mitspracherecht zu haben.

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b.toennies 26.06.2016, 16:36
48. Nun mein lieber cromwelluk

da darf die Frage erlaubt sein ob es die Engländer in den letzten Jahrhunderten aus eigener Leistung auch selber zu etwas gebracht hätten... wie gesagt Kolonien auszubeuten und dort ungestraft über 10 Mio Menschen abzuschlachten ist auch nicht die berühmte feine "englische" Art. Fragen Sie doch mal in Indien nach ;-) Und in den letzten Jahrzehnten wäre ohne die Börse und die EU in England auch nicht viel passiert.. (Ich erinnere mich noch gut an Zeiten da hatten auf den königlichen Elektroloks der Eisenbahn die Heizer ein recht angenehmes Leben...;-) So gesehen kann Europa auf England aber nicht aber auf Schottland und Irland verzichten...

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Rikyu 26.06.2016, 16:36
49. Seltsamer Sinneswandel

Es ist doch seltsam, wie der Frust über eine verlorene Wahl gegensätzliche Positionen zusammenschweißt: Glühende EUropäer begrüßen nun den Rückfall in Separatismus und Kleinstaaterei, dargeboten von schottischen Nationalisten. Ob das wohl auch so sein wird, wenn es der Lega Nord gelingt, Italien zu spalten?

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