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Schröder-Besuch in SPD-Fraktion: "Man wird ja im Alter weiser"
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Klatschende Genossen, ein heiterer Gerhard Schröder, muntere Geschichten - es war fast wie früher: Zum ersten Mal seit seiner Abwahl hat der Altkanzler die SPD-Fraktion besucht. Doch Schröders Besuch zeigte auch, was sich alles verändert hat bei den Sozialdemokraten.

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jamesbrand 12.03.2013, 20:48
40. Nein

Zitat von deppendorfswoche
Nun verstehe ich durchaus Ihren Frust, kann Ihnen aber versichern, daß Ihre Strategie nicht aufgehen kann aufgrund der Wahlgesetzgebung. Beispiel: 90% gehen nicht zur Wahl. Davon wählen 5,01% eine beliebige Partei. Diese wird dann mit absoluter Mehrheit bestimmen. Nun stellen Sie sich bitte vor, daß 6,7% eine beliebige Partei wählen. Diese ändert dann gemütlich das Grundgesetz. Nichtwählen ist demnach eine ganz blöde Idee.
der Meinung bin ich nicht, da ich nun aktiver Nichtwähler bin und keine Lust mehr habe das angeblich kleinere Übel zu wählen oder glauben Sie wirklich das 30 Millionen Wähler mehr zu sagen haben als 500 Lobbyisten? Ich beneide die Schweizer um ihre echte Demokratie.

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CA-Fire 12.03.2013, 20:50
41. Welche Verdienste?

Zitat von audumbla
Altbundeskanzler Schröder steckt alle noch in die Tasche. Er hat sich um Deutschland wirklich verdient gemacht. Solch ein weitschauender Kanzler ist nicht vergleichbar mit Merkel Co. Doch die stecken jetzt den Erfolg von Schröder als ihre Politik ein. Wer das nicht durchschaut muss CDU/CSU FDP Mitglied sein!
Die Agenda 2010 vielleicht?
Die Wende zum Abbau der Menschenwürde?
Die Öffnung von Minijobs und Zeitarbeitssklaverei?
Oder Elche "Verdienste" meinen Sie?

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Frank Zappa 12.03.2013, 20:51
42.

Zitat von nouwo
aber insbesondere um die russische und seine eigene sehr verdient gemacht. Wirklich verdient gemacht. Aber nicht um den Teil der Wirtschaftsteilnehmer, die seine Partei vorgibt zu vertreten. Somit ein Verräter, ein Wolf im Schafspelz. Ich sage heute noch immer: wer als Arbeiter die SPD wählt, ist dumm und hat es nicht besser verdient.
Sie können ja ruhig die LINKE und ihre "Schickimickivorstandschaft" wählen.

Und Sie können natürlich alljährlich an ihrer größten politischen Leistung teilnehmen:
19. Januar Kranzniederlegung am Grabe von Rosa Luxemburg und Karl Liebknecht.

Das bringt den deutschen Arbeiter so richtig nach vorne.

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Spiegelkritikus 12.03.2013, 20:58
43. Der Genosse der Bosse und seine seltsame Partei

Zitat von sysop
Klatschende Genossen, ein heiterer Gerhard Schröder, muntere Geschichten - es war fast wie früher: Zum ersten Mal seit seiner Abwahl hat der Altkanzler die SPD-Fraktion besucht. Doch Schröders Besuch zeigte auch, was sich alles verändert hat bei den Sozialdemokraten.
Es ist schon grotesk, wenn eine SPD aufgrund der negativen Konsequenzen der Agenda 2010 einen Wahlkampf für mehr soziale Gerechtigkeit führt und gleichzeitig diese Agenda samt ihrem Urheber feiert. Daran ist klar ersichtlich, dass diese Partei keinen Boden mehr unter den Füssen hat - die Umfragen fallen entsprechend bescheiden für sie aus.

Die neoliberale Wende unter Schröder und Fischer hat der SPD die Substanz genommen, da hilft kein Kopf-in-den-Sand stecken. Als tatsächlichen "Erfolg" kann die Regierung Schröder allenfalls anführen, dass sie ihre Auftraggeber: Großfinanz und Großindustrie, in kurzer zeit enorm reich gemacht hat, während Millionen Menschen in prekäre Verhältnisse getrieben wurden. Für eine ehemalige Volkspartei ist das ein absolutes Armutszeugnis!

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mps58 12.03.2013, 20:59
44. Belohnung für Wohlverhalten?

Bei kritischer Betrachtung könnte man auf den Gedanken kommen, dass Schröders Führungsposition bei Gazprom ein Dankeschön von Putin für Schröders Wohlverhalten gegenüber Russlands Interessen während seiner Amtszeit war. In dieser Sichtweise würde sich auch das Nein zum Irakkrieg in einem ganz anderen Licht zeigen.

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Frank Zappa 12.03.2013, 21:01
45. Warum merken?

Zitat von CompressorBoy
Ach Quacke! In der SPD bleibt man so bescheuert wie eh und je. Da kann man so alt werden, wie man will. Nicht die Weisheit nimmt zu, sondern nur die Vergesslichkeit. Ich frage mich nur, wann die Wähler das merken.
muss auch nicht sein und macht auch nichts, wir haben doch Sie als das Übergenie, von dem wir jeden Tag in die richtige Richtung geleitet werden.

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psycheciety 12.03.2013, 21:05
46. ...

Zitat von megamekerer
Solange er sich für Soziale Unruhe und Ungerechtigkeit der letzte 10 Jahren nicht entschuldigt hat, vergibt ihm keiner. SPD sollte ihn raus schmeißen, denn sonst wird niemand SPD wählen. Unter das Bilder der Schröder in Kanzleramt sollte vermerkt werden: Hartz IV
Wenn (Gesamt-) Deutsche Vollhorste 16 Jahre lang einen gewissen Herrn Dr. Helmut Kohl wählen, dann ist die SPD also an dem "Ergebnis" davon "schuld". Interessante These. Zeugt aber nur davon, wie sehr die "geistig-moralische Wende" diese ganzen "geistigen Tiefflieger" hierzulande (wohl hauptsächlich mittels freiwilligem "Fernsehen") hervorgebracht hat. Danke, Herr Dr. Helmut Kohl. Ganze Arbeit!! - psy

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heidi1-preiss 12.03.2013, 21:05
47. Na ja,

Zitat von Frank Zappa
Sie können ja ruhig die LINKE und ihre "Schickimickivorstandschaft" wählen. Und Sie können natürlich alljährlich an ihrer größten politischen Leistung teilnehmen: 19. Januar Kranzniederlegung am Grabe von Rosa Luxemburg und Karl Liebknecht. Das bringt den deutschen Arbeiter so richtig nach vorne.
Wo wir jetzt stehen, das braucht Ihnen wohl niemand zu sagen. Es muss Schluss sein mit diesem Euro-Wahn und das hat mit Ros-Luxemburg und Karl Liebknecht nunmal nichts zu tun. Ich denke nunmal, so einen Volksverrat, wie er in jüngster Vergangenheit stattgefunden hat, haben diese beiden nicht zu verzeichnen.

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schnuffschnuff 12.03.2013, 21:05
48.

Zitat von loncaros
Wäre die SPD noch die SPD, hätte sie Gasgerd für seinen Verrat am kleinen und mittleren Mann wieder vor die Tür geschickt. Aber Gasgerd wird wie ein Freund empfangen. Das zeigt eigentlich nur, wie sehr die SPD am Ende ist.
Die sog. SPD ist aber schon lange nicht mehr die SPD, schon ganz lange. Das wusste schon Tucholsky:

Zitat von
Es ist ein Unglück, daß die SPD Sozialdemokratische Partei Deutschlands heißt. Hieße sie seit dem 1. August 1914 Reformistische Partei oder Partei des kleinern Übels oder Hier können Familien Kaffee kochen oder so etwas –: vielen Arbeitern hätte der neue Name die Augen geöffnet, und sie wären dahingegangen, wohin sie gehören: zu einer Arbeiterpartei. So aber macht der Laden seine schlechten Geschäfte unter einem ehemals guten Namen.
Ob diese Partei aber heute noch als das kleinere Übel gelten kann, wage ich mal zu bezweifeln.

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ossimann 12.03.2013, 21:07
49. Es gibt Ausnahmen .

Zitat von nouwo
......... Ich sage heute noch immer: wer als Arbeiter die SPD wählt, ist dumm und hat es nicht besser verdient.
Es sei denn man ist ist ein gutbezahlter Stammarbeiter in einen gut florierenden Grossbetrieb mit einer mächtigen Gewerkschaft . Der klingelt es noch ordentlich in der Lohntüte . Ausserdem sind das die Lieblingsvorzeigekinder der SPD , die nicht zum nörgelnden Prektariat gehören , ebend die Vorzeigeklientel für Wohlergehen in unserer Gesellschaft . Da lächelt man gern mit den Gewerkschaftsbossen in die mediale Linse . Leider sind das zunehmend Ausnahmen denn bei Opel wackelt es auch gewaltig , dann wird medienwirksam in Gutmenschmanier gern Millionen oder Milliarden zur Rettung reingeblasen , gehen diese als Strohfeuer flöten , tja , dann ist die SPD nicht mehr für das Schicksal der Betroffenen zuständig ..... denn mit Verlierer kann man ja wahrlich keine Erfolge der SPD Politik feiern .
Fehlt nur noch das der Clement seinen Senf dazu gibt , das ist doch ein knallharter Vertreter der Arbeitgeberlobby , ein FDPler in roten Mantel , diesen brauch er jetzt nicht mehr , jetzt macht er Kasse mit seinem zweiten "Ich" .

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