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Schuldenstreit: Union empört über griechisch-russisches Anbandeln
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Griechenland kämpft gegen den Bankrott - und sucht Hilfe in Russland. In der Union ist man entrüstet: Statt Vertrauen und Zeit zu vergeuden, solle Premier Tsipras lieber seine Reformliste fertigstellen.

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ritterrippo 30.03.2015, 06:43
10. Na, wen wundert es

Als erstes hat Tsipras die EU gefragt. Ohne Ergebnis. Vielmehr wurden die Griechen als dümmliche naive Erpresser dargestellt. Bonn will die von vielen Seiten als ineffektiv erkannte Sparpolitik weiter durchsetzen. Und das Ganze treibt langsam seinem Höhepunkt zu. Ein Höhepunkt, der eine ratlos vor soviel wirtschaftlicher Ignoranz zurücklässt. Hurra, der hässliche Deutsche ist zurück.

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schlaubix 30.03.2015, 06:44
11. Von hier aus hat man gut reden

wenn Deutschland 15 Millionen Arbeitslose hätte, wäre man schon längst China, Russland und den Saudis in den Allerwertesten gekrochen. Schon bei 5 Millionen unter Schröder war man schon weit, also mal alle schön den Rand halten!

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Worldwatch 30.03.2015, 06:49
12.

"In der Union ist man entrüstet" - So, so ...

Scheinheiliges "Entruesten", denn Zaster, Bimbes wollen sie ja -vor allem- sehen.

Und, dass nun ein -sogar einst umgesetztes- Reformpaket aus dem Nichts entstuende, aber sofort eben diesen Zaster und Bimbes generierte, wie auch ueppig nach den Banken der "Entruestetenunion" fliessen liesse, so wahrscheinlich wie die Auffindung von gruenen Maennchen auf dem Mars mittels Marsmobil.

Und, anstatt in der "EU" selbst noch mehr "Vertrauen und Zeit zu vergeuden", koennte die "Union" Hellas ja so etwas wie wirklich "hilfreiche" Sofortmassnahmen anbieten.
"Angeboten" gleich, die Hellas nicht ablehnen mag. Aber eben nicht in weiteren Steuerzahler-Geldvers(ch)enkungen bestehen.

An aber ebensolcher Kompetenz, Vernunft wie Sachverstand in der "Union" -stark- zu zweifeln, ist eben schon nahezu als Wesensgleich in der "Union" zu bezeichnen.
Was -auch interessenferne- Buerger_innen in der "Union" zunehmend merken ist, dass diese "Union" ein ueberbuerokratisierter, extrem teurer, jedoch (bestenfalls) nutzloser Grossschwaetzerhaufen ist.
Gleichwohl; nicht nur in "Krisenzeiten"!

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h-i-2224 30.03.2015, 06:54
13. Erst behandeln die christlichen Politiker die Griechen wie Dreck,

in Hochmut und Arroganz kaum zu überbieten, besseren Wissens auch noch in Lüge diese Diskussion um die Schulden Griechenlands führen und wenn die Griechen versuchen ihre Misere zu ändern, während die Deutschen diese am ausgestreckten Arm verhungern lassen, dann spielt man mit vorgetäuschter Entrüstung.

Was für ein erbärmliches Schauspiel deutscher Politik.

Mehr Gedanken als über Griechenland, muss man sich aber mittlerweile über Deutschland machen. Deutschland ist auf dem Weg dazu, sich zumindest in der EU zu isolieren und die nächste Finanzkrise in Deutschland ist bereits im Anmarsch. Unsere großen Töne könnten also bald wieder in erbärmliches Gewinsel umschlagen, wenn dann die anderen Länder in ihrer Solidarität gebraucht werden und Deutschland die Hilfe verweigern. Dagegen ist das Problem Griechenland ein Klacks.

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ex-optimist 30.03.2015, 06:57
14. Drückerkolonne

Das Verhalten der EU erinnert immer mehr an jenes einer Drückerkolonne. Abstoßend.

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Korf 30.03.2015, 06:58
15.

Ich frage mich ernsthaft, wie realitätsfern man in Berlin und Brüssel unterdessen ist. Russland hatte seine Hilfsbereitschaft schon vor Monaten bekundet. Die Griechen haben der EU gegenüber stets hoch gepokert - das hätten sie sich niemals erlaubt, wäre diese Hintertür nicht immer offen gewesen. Jetzt nutzen sie diesen Weg. Und letztlich wurden sie dorthin getrieben.

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doubletrouble2 30.03.2015, 07:02
16. Er war jung und brauchte das Geld

Etwas derartiges wird man später zusammenfassend über die Annäherung zwischen der hellenischen Polis und der russischen Demokratur sagen .
Zudem wird man dann feststellen, dass die Mentalitäten der beiden Nationen gerade in Geldangelegenheiten viel besser zusammenpassen als angenommen. Schließlich wird man sich an den alten Schreckensruf der CDU unter Adenauer erinnern, wo es noch hieß : " Alle Wege führen nach Moskau ." Das wissen unsere linken Politiker allerdings schon längst.

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quark@mailinator.com 30.03.2015, 07:07
17. Der Weg ist das Ziel ...

Denn der einzige akzeptable Weg für GR ist natürlich, sich den nördlichen Großmächten zu unterwerfen, seine letzten rentablen Betriebe dorthin zu verkaufen, sich ansonsten deindustrialisieren und entsozialisieren zu lassen, so daß DE mit HartzIV nicht mehr so alleine am Schandpfahl steht und dann zusammen mit OstDE auf die blühenden Landschaften zu warten, während unsere gemeinsame Jugend in München die Bayern reich macht ...

Jegliche Abweichung von dieser Nummer ist völlig inakzeptabel, denn wir haben doch schon soviel investiert, um GR, RU und UA kunstgerecht gegen die Wand zu fahren.

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steviespeedy 30.03.2015, 07:07
18. Vielleicht

denkt jetzt die Union erst mal nach. bevor sie redet:"Griechenland ist auf einem guten Weg." Oder: "Wenn der Euro stirbt, dann stirbt Europa"
Beides dahergeplapperte Worthülsen ohne Sinn und Inhalt.

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fessi1 30.03.2015, 07:11
19. Varoufakis im Gastkommentar

"Wie viele von Europas Steuerzahlern, die die Zeche für diese Kredite zahlen, wissen, dass über 90 Prozent der 240 Milliarden Euro, die Griechenland aufnahm, an Finanzinstitute gingen und nicht an den griechischen Staat oder seine Bevölkerung?"
http://www.handelsblatt.com/my/politik/international/varoufakis-im-gastkommentar-das-schwarzer-peter-spiel-muss-aufhoeren/11573524.html

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