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Schulz-Kurs: Bedenken in der SPD zur Urwahl-Idee
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Martin Schulz will die SPD-Mitglieder in einer Urwahl über den Parteichef abstimmen lassen. Nicht alle Spitzengenossen sind begeistert.

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kael 06.11.2017, 17:48
10. Ich trete an, sagt Schulz

Was bleibt ihm auch anderes übrig? Die SPD kann sich einen erneuten Wechsel der Parteiführung nicht leisten.
Die von Scholz, Hamburg, kritisierte Wahlkampagne 2017 ist Schnee von gestern. Interessiert jetzt niemanden mehr. Jetzt geht es um die Zukunft der SPD, um ihre Konsolidierung, ein überzeugendes Programm und um die Profilierung ihres Vorsitzenden. Dafür stehen ihr (falls Merkel kein SOS funkt) voraussichtlich 4 Jahre Zeit in der Opposition zur Verfügung. Die Union ist sichtbar abgewirtschaftet. Für Merkel gibt es keine überzeugende Nachfolge, die CSU hat ähnliche Probleme. Die SPD hat die Chance, 2021 - vielleicht sogar früher - Regierungspartei zu werden. Es liegt ganz bei ihr.

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stefan.albrecht@virgilio. 06.11.2017, 17:49
11. Wen wunderts...

Das kann ich mir vorstellen, dass so mancher Spitzengenosse mehr schwitzt als spitzt, wenn er sich einer Urwahl stellen soll. Da wird so mancher nach hause gegangen..

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jetbundle 06.11.2017, 17:54
12. Zwei Möglichkeiten

1) Es wird eine Wahl wie in der DDR. Dann kann man sie sich gleich ganz sparen.
2) Es wird eine Freakshow wie bei Labour in Großbritannien oder bei den Vorwahlen in den USA. Dann bekommt man die Trumps, Sanders und Corbyns. Ob das besser ist wage ich zu bezweifeln.

Die dritte Möglichkeit: Man spaltet die Partei in zwei bis drei Flügel und die stellen jeweils einen Kandidaten auf. Aber dann könnten die Realos gleich der Union beitreten und die Sozis der Linkspartei, und das Drama hat sich erledigt.

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post.scriptum 06.11.2017, 17:55
13. Die Beharrungskräfte des ...

... bei den Bundestagswahlen verheerend gescheiterten Schulz sind stark, man könnte auch sagen penetrant. Das schlechteste Wahlergebnis für die Sozen seit Bestehen der Bundesrepublik hat er eingefahren, der Martin. Dennoch erkennt Schulz mit seiner sich im europäischen Parlament angeeigneten Bauernschläue, dass er bei einer SPD-Urwahl zum Vorsitzenden gute Chancen hätte, gegen Olaf Scholz, den in der Partei eher Ungeliebten, zu obsiegen. Allerdings wird Martin Schulz für seine Partei keine Siege einfahren, mit ihm geht es für die Sozen weiter bergab. Er hat sich als Spitzenkandidat als komplett untauglich erwiesen und ist erst nach den Wahlen aus seinen Kanzlerträumen erwacht. Ein bizarrer Auftritt von ihm in der Elefantenrunde, wo er die Dauerkanzlerin erstmalig deutlich attackierte. Für Europa hat sein intellektuelles Niveau gereicht, für eine Spitzenposition in Deutschland reicht es nicht.

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nesmo 06.11.2017, 17:57
14. Wieder kündigt Schulz nur mehr Gerechtigkeit an

Jetzt mehr innnerparteiliche Demokratie. Aber bloß allgemeine Grundsätze predigen, bringt die Partei nicht weiter. Schulz führt nicht, sondern macht viele Vorschläge zu diesem und jenem, ohne eine Linie erkennbar zu machen. Die Partei ist aber verstört und sucht nach einer Linie, offenbar gibt es keinen in der Partei, der sie anbieten kann, außer die Einführung bundesweiter Gesprächskreise.

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leichtmatrose70 06.11.2017, 17:57
15. Weg Frei Für Populisten

Was man für tolle Kandidaten durch Urwahl bekommt sieht man in Amerika. Der Wahlprozess alleine würde eine tolle Schlammschlacht. Für die CDU eine Garantie die nächsten 40 Jahre den Kanzler zu stellen. Manchmal ist schweigen besser....

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manicmecanic 06.11.2017, 18:01
16. Kommentar 8 trifft ins schwarze

Genauso sehen es viele exWähler die ich kenne.Ausgerechnet die gefühlt eigene Partei hat die soziale Marktwirtschaft quasi abgeschafft mit Änderungen die tatsächlich die feuchtesten Träume der schwatzgelben waren und eiert seitdem irgendwie orientierungslos in den politischen Sphären herum.Ich sehe keine echte Änderung solange die Architekten dieses unglaublichen Republikumbaus weiter das sagen haben.

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whitewisent 06.11.2017, 18:07
17.

Wenn es denn wirklich eine Wahl gäbe, in der wie in Frankreich alle führenden Köpfe der SPD sich der Legitimation durch die Basis stellen, wäre es ein guter Einfall. Solange aber Leute wie Nahles, Heil, Gabriel, Oppermann und Scholz kneifen, ist das keine Wahl, sondern nur schlecht kaschierte Proklamation des EINEN, weils schlicht kein anderer machen will.

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schreckgespenst 06.11.2017, 18:11
18.

Zitat von friedrich_eckard
Da dürften bei dem Gedanken an den Corbyn-Effekt wohl einige marktkonforme Är...e auf Grundeis gehen... gegen Schulz würde Marco Bülow ja wohl nicht antreten, aber gegen den Schultheissen von Kahrsistan oder Frau Titularlinke Nahles würde er doch jede Urwahl deutlich gewinnen. Ein Sozialdemokrat an der Spitze der SPD: grausige Vorstellung, nicht wahr, sehr geehrte Seeheimer/innen?
Ein Berufs-Politiker, der keinen Tag außerhalb der Politik gearbeitet hat. Genau so jemand wie Marco Bülow passt zur ehemaligen Arbeiter-Partei SPD.
Die SPD sollte realisieren, dass sie Mehrheiten in der Bevölkerung braucht. Und nicht bei Feuilletonisten oder Berufsaktivisten. Diese sind laut und meinungsstark, bringen aber keine Stimmen. Das erlebt auch Labour mit Corbyn, die gegen eine extreme schwache Tory-Partei keine Regierungsmehrheit errungen haben.

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tomxxx 06.11.2017, 18:15
19. Eine Zukunftskonzeption für das Land

hat nichts zu tun mit den Wahlmodi des Spitzenpersonals. Schulz will damit nur Zeit gewinnen damit er jetzt nicht abgelöst wird. Dann kann er immer sagen er bereite die Abstimmung nur vor, und wenn sich das ein Jahr hinzieht findet er bis dahin wieder Gründe warum er selbst unverzichtbar ist.

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