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Schulz und die Flüchtlingskrise: Eine notwendige Debatte
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In Italien kommen wieder Tausende von Flüchtlingen an, der Rest der EU schaut teilnahmslos zu. Doch gerade Deutschland kann sich kein Wegducken erlauben. Die Flüchtlingspolitik gehört in den Wahlkampf - AfD hin oder her.

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ekel-alfred 24.07.2017, 16:01
10. Was soll das?

"Andernfalls würden die Flüchtlinge wohl weiter nach Deutschland ziehen. Dann hätten die Rechten endgültig Grund zum Jubel."

Was soll diese Aussage? Es geht hier nicht um rechts, links oder geradeaus, sondern um die Tatsache, dass Deutschland keine weitere Massenzuwanderung stemmen kann. Das wissen alle, nur will es keiner anpacken. Unsere Ressourcen sind nun mal endlich.

Und nein, die Flüchtlinge müssen nicht auf ganz Europa verteilt werden. Erstens bekommt man den Strom damit nie gestoppt und zweitens wird es Wanderbewegungen innerhalb der EU geben. Und zwar dorthin, wo entweder schon Freunde & Familien sind oder wo es die meiste Unterstützung gibt.

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Willi Wacker 24.07.2017, 16:01
11. Wann, wenn nicht jetzt?

Im Wahlkampf sollen alle kritischen Themen ausgespart bleiben. OK?

Wann diskutiert Deutschland dann? Und zwar so, dass auch Resultate zustande kommen.

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fakenewser 24.07.2017, 16:02
12. Ohne die jeweils nationalen Anerkennungsquoten zu focusieren darf man

dieses Thema gar nicht abhandeln, egal in welchem Zusammenhang und in welche Stossrichtung.
Fakt ist, das kein anderes Land der EU eine solch hohe Anerkennungsquote hat wie Sch´land.
Und natürlich streben all diese Lawinenlosgetretenen Ihren finalen Handlungserfolg anstrebend dahin, wo Ihnen die grösste Chance auf Anerkennung zu winken scheint! Ganz egal über welche Routen
diese losgetretenen Lawinen herabbrechen, deren Ziel wird wegen der erfolgsversprechenderen Anerkennungsquote eben immer doch final Sch´land sein.

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martin10 24.07.2017, 16:02
13. .. das war vorhersehbar

das der Flüchtlingsstrom abbrechen würde war von Anfang an reine Augenwischerrei.
Kaum noch Berichte in der Presse, und die wenigen Artikel die man finden konnte haben die Flüchtlingszahlen "kleingeschrieben". In der Ausländischen Presse wurde nach wie vor darüber geschrieben. Auch wenn "nur" 10.000 Flüchtlinge pro Monat hier ankommen, dann ist das auf das Jahr gesehen auch mal eben eine Kleinstadt.
Abgeschoben wird wegen nach wie vor kaum (den Linken und Grünen sei Dank) und die Anzahl der Gefährder steigt und steigt.
Leider hat Merkel und die SPD schon gar nicht, ein Konzept gegen die (Wirtschafts-)Flüchtlinge.
Einzige Maßnahme: Balkanrout wieder dicht machen , Grenzen von Österreich und der Schweiz schließen und vor allen DIngen die Boote im Mittelmeer umdrehen und direkt an das andere Ufer schicken....
Die EU kann und darf , schon wegen unserer Kultur, keine weiteren Flüchtlinge aufnehmen !!!
Dieses Entwicklung wird der AFD wieder in die Hände spielen.... wenigsten hat diese Partei das Problem in den letzten Monaten nicht unter den Tisch gespült.
Schade das so Leute wie Höcke in der AFD sind.... daher im Moment kaum wählbar.

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besucher-12345 24.07.2017, 16:02
14. Der Kernaussage ist falsch

Die Kernaussage der deutschen Flüchtlingspolitik ("Wir müssen die Fluchursachen bekämpfen") hält einer Überprüfung nicht stand, da wir sie nicht bekämpfen können bzw. wollen. Abgesehen davon, dass sich die Ausgaben (also die Hilfen) trotz aller Ankündigung nicht gravierend erhöht haben, ist der Druck zur Migration einfach zu groß.
1. Ist die Bevölkerung in den Herkunftsländern allein von 2000 bis 2015 um über 100 Mio. Menschen angestiegen. Diese Menschen drängen jetzt nach und auf den Arbeitmarkt bzw. wollen eine eigene Wohnung. Dies ist lokal nicht machbar, wesehalb immer mehr ihre Heimat verlassen werden so wie es Deutsche im 19. Jhrd. auch taten (Auswanderung). So schnell und so umfänglich können wir gar nicht helfen.
2. Überweisen die Migranten bereits heute 500 Mrd. Dollar p.a. in ihre Heimat. D.h. sie sind ein wichtiger Devisenbringer und sparen ihrem Heimatland viel Geld wenn sie auswandern. Da können wir nur kleckern.
Fazit: Die Kernaussage ist falsch und hierüber sollte gesprochen werden. Merkel will dies nicht und will nur so Zeit gewinnen. Sarkozy hatte 2008 bereits eine Mittelmeer-Union vorgeschlagen um die drohende Migration mittels Aufbauhilfe zu verhindern. Merkel lehnte ab.

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RioTokio 24.07.2017, 16:03
15.

Zitat von donmeier
nö. Das Schicksal von Menschen gehört nicht in den Wahlkampf. Nur weil die Presse in der Sommerpause nichts zum Schreibseln hat, muss sich Politik nicht wie Schulz dazu herablassen, damit Stimmen zu erheischen
Die Öffnung der Grenzen, der Befehl jeden ob mit oder ohne Papiere ins Land zu lassen, hat gigantische dauerhafte Kosten von jährlich 30 Milliarden Kosten (Tendenz steigend) verursacht, Sicherheit gefährdet und Parallelgesellschaften geschaffen.
Alles ganz allein von Merkel entschieden ohne jeden Parlamentsbeschluss.
Nun steht die nächste Zuwandererwelle an mit unabsehbaren Folgen für dieses Land und die Gefährdung der Stabilität unsere Sozialsysteme und der Stabilität unserer Gesellschaft und Leute wie Sie wollen das weiter still und heimlich von "oben" entscheiden lassen?

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ingofischer 24.07.2017, 16:03
16. Bei dem Thema Einwanderung kann man nur verlieren.

Bei diesem Thema können die etablierten Parteien eigentlich nur verlieren. Deutschland und auch nicht Europa kann in absehbarer Zeit die Fluchtursachen eines ganzen Kontinents beheben, dessen Staaten zum Großteil gescheitert sind und dessen Bevölkerung sich in den nächsten 30 Jahren auf 2 Mia verdoppeln wird. Das moralische Dilemma ist, dass man einerseits keine hilfesuchenden Menschen kaltblütig ertrinken lassen kann, aber andererseits auch keine drastischen Veränderungen der Europäischen Gesellschaften und deren Wohlstand riskieren möchte.

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schreckgespenst 24.07.2017, 16:03
17. Blubb

Man sollte das Thema Flüchtlinge bzw. Asyl im Wahlkampf diskutieren. Unser Bundespräsident sieht die Notwendigkeit einer jahrzentelangen Integrationsanstrengung. Da sollte man schon diskutieren (dürfen), ob das deutsche Volk darauf Lust hat. Wieso müssen wir nach der Wiedervereinigung sowie der Energiewende ein weiteres "Projekt" auf uns nehmen, dass gigantische Anstrengungen und Kosten bringt?
Und man sollte auch die Situation der Flüchtlinge in Italien diskutieren und die Frage stellen, wieso Italien bereits mit 100.000 Flüchtlingen überfordert ist und ob wir deshalb weitere Aufnehmen sollten.
Deutschland hat 2015 ca. 1.000.000 Menschen aufgenommen und auch derzeit haben wir deutlich höhere Asyl-Zahlen als Italien. Es erschließt sich mir nicht, wieso ein Land, dass ca. 75% der deutschen Bevölkerung aufweist, mit einem Zehntel an Flüchtlingen und Asylbewerbern überfordert sein soll.

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tipsylaird 24.07.2017, 16:03
18. Diskutieren ja, aber mit welchem Ziel?

Was will Schulz - mehr Flüchtlinge aufnehmen? Dann wird die Diskussion mit einem Eigentor enden und den AfD-Stimmenanteil deutlich anheben. Ein Einwanderungsgesetz? Wir sind auf die Details gespannt. Viele Fallstricke lauern. Frau Merkel weiss: mit dem Thema kann man nicht punkten, es sei denn man plant Obergrenzen, Einreiseverbote und Grenzkontrollen. Deshalb ist Reden Silber und Schweigen Gold bei diesem Thema.

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Metternich 24.07.2017, 16:04
19. Fragen über Fragen

Flüchtlinge oder Migranten? Müssen Sie in Europa verteilt werden und für wie lange? Müssen sie integriert werden? Und was bedeutet Integration? Warum sollten sie auf alle Zeiten hier bleiben, wie eine bestimmte politische Gesinnung es anscheinend möchte? Sind die Kritiker der Migrationspolitik gleich auch Fremdenfeinde und rechtsnational? Wie gehen wir in Zukunft mit der Massenmigration um - wenn sie denn weiterhinauf uns zukommt - ? Wer leidet von der angestammten Bevölkerung u.U. darunter? Und wie können wir etwaigen Kulturkämpfen hierzulande entgegentreten?

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