Forum: Politik
Schulz und die Saarland-Wahl: Ärgern, abhaken, weitermachen
Getty Images

Die Union kann noch Wahlen gewinnen - und Martin Schulz hat keine magischen Kräfte: So viel steht fest nach dem klaren CDU-Erfolg im Saarland. Die SPD muss sich auf einen schwierigen Kampf einstellen.

Seite 23 von 25
serbskisokol 27.03.2017, 12:08
220. ...mal was neues wagen! .. und gewinnen.

Zitat von lemmy01
Der SPD-Jesus ist ins Wasser eingebrochen. Vielleicht liegt es auch daran, dass das Volk und nicht die Presse wählt. Bei der ersten "realen Messung" zumindest konnte kein Schulz-Effekt nachgewiesen werden.
serbsksisokol bei der Medien "Nachlese" vom Sonntag, Wahlen im Saarland. Also da stund unter anderem:
Abgefahren war der Schulz Zug nur medial - Die große KRAFT- Probe kommt in NRW und ich glaube dort wird Die SPD a bisserl mehr verlieren als 1%!. Lasse ich erst mal so stehen. Nicht nur rein rechnerisch.Und ein anderer , um mal im Luther-Jahr 2017 dessen Worte zu gebrauchen, "nimmt das Maul sehr voll" meint da: Hach Gott ....das Saarland, das sind 800.000 Wahlberechtigte, etwas über ein Prozent der Wahlberechtigten in ganz Deutschland, man soll´s nicht übertreiben mit der Bedeutung. Aber eines zeigt es mal wieder ganz deutlich, die Wahlprognostizierer sollten langsam ihren Job an den Nagel hängen.... :) Abwarten auch hier. Lustig fand ich aber auch den Bezug zum sogenannten
"Schulz-Effekt" wozu es auch eine herrliche Comic-Karrikatur gibt -Der SPD-Jesus ist ins Wasser eingebrochen. Vielleicht liegt es auch daran, dass das Volk und nicht die Presse wählt. Bei der ersten "realen Messung" zumindest konnte kein Schulz-Effekt nachgewiesen werden... Na und so weiter und so fort.
serbskisokol hat das doch gleich gesagt und auch im SPON kund getan, auch auf meiner eignen Homepage geschrieben.Zwar ist die "Schulzitis" ausgebrochen, aber es ist ja noch eine Weile hin. Freilich bin ich nicht so gemein und töne wie ein poster: 100% Sankt Martin Eigenbrand führt zu 100% Kater - wer hätte das gedacht. Dabei hat die mit 100% gewählte Flasche null Inhalt. Bis jetzt. Bewiesen ist damit nur, daß sich gemeine Parteimitglieder (jeder Partei) nur zu gern berauschen lassen, ohne je den Inhalt der jeweiligen Flasche vorab zu prüfen. . tss tss tss.Bitte etwas mehr Contenance, die Herrschaften.
Serbskisokol sieht aber auch die unverwüstliche, wohl ewig nicht ausrottbare Angst vor den Linken, den "Pöhsen" - einmal gegen die Wand gefahren, immer gegen die Wand. Nur keine Chance nicht geben! Ich kenne sie aus dem Umfeld einer newgroup älterer Menschen, Tenor: D i e wollen ja nicht selber arbeiten! Nur weg nehmen, immer nur u n s, den anderen ihren wohlerarbeiteten Besitz, Reichtum (mein Boot, mein Pferd, meine Villa) weg nehmen..Ich denke mal, die LINKE, das sind heute nicht mehr die zu "Honnis's" Zeiten, auch nicht nur linke Chaoten - sondern junge, im Leben stehende Menschen, denen man eine Chance geben sollte! Ja, aber wenn das so ist, liebe Leute, ist Hopfen und Malz verloren. Erinnert mich ein bissel an die Siege von Donald, dem Trump.Lach! Schönen Tag noch.

Beitrag melden
pygmy-twylyte 27.03.2017, 12:11
221. Entscheidung aus dem Bauch heraus

Zitat von merrailno
"und man sich so viele Langzeitarbeitslose, Hartz-4-Empfänger und Aufstocker leisten könnte." die Konservativen leisten sich Langzeitarbeitslose und Aufstocker, die es nicht gäbe bei einer intelligenten und fortschrittlichen Politik. Sie benutzen die Erwerbslosen, Hartz4 als druckmittel die arbeitende Bevölkerung bei der Stange zu halten. Konservative Politik erzeugt Umstände die hohe Erwerbslosigkeit begünstigt, die Aufstocken zur Regel machen möchte, die Wirtschaft weiter von Kosten zu entlasten zugunsten von privatem Kapital. konservative Politik braucht Armut braucht prekäre Bedingungen sonst ist es nicht möglich konservative Doktrin zu leben. Dabei wird perfide gegen die "Freigestellten" gehetzt, Ihnen die Schuld für die unverschuldete Situation eingeredet und die Lüge vom allgemeinen über alle Branchen bestehenden Fachkräftemangel erzählt. Somit die Verantwortung für die Erwerbslosigkeit individualisiert. Was das gutgehen betrifft, wurde früher im Elternhaus erzogen weil das Einkommen locker ausreichte eine Familie zu ernähren, wird heute unter dem Vorwand einer besseren Bildung und Erziehung die Ganztagesschule propagiert und durchgesetzt, die Kinder schon in U3 Kitas ageschoben, damit sich die Pseudoelite den 2ten SUV und das neuste iphone leisten kann.
Ein Blick auf die Welt genügt, um zu sehen, dass nur in modernen, hoch industrialisierten Ländern ein allgemein hoher Lebensstandard anzutreffen ist. In Deutschland ist oft vom "Jammern auf hohem Niveau" die Rede - im Vergleich mit europäischen, vor allem aber asiatischen und afrikanischen Ländern und dort herrschenden Lebensbedingungen, wo die Armut nicht selten so groß ist, dass ihre Wucht uns erschlagen würde, würden wir sie nur mal zur Kenntnis nehmen. So aber schauen wir einfach weg! - Lassen wir also die Kirche im Dorf, soll heißen: Seien wir froh, dass es uns noch (!) so gutgeht, und geben wir an der Wahlurne der Partei die Stimme, die ein Thema wie z.B. das der sozialen Gerechtigkeit authentisch rüberbringt. Jeder muss selbst dahinterkommen, welche Partei das ist - und sei es durch eine Entscheidung aus dem Bauch heraus. Zumindest behaupten Psychologen, dass es manchmal besser ist, seiner Intuition zu folgen, zumal unser Unterbewusstsein notfalls unglaublich schnell entscheiden und die richtigen Schlüsse ziehen kann.

Beitrag melden
klugscheißer2011 27.03.2017, 12:11
222. Oscar enttäuschte

Ich hatte den Linken unter Oscar Lafontaine mehr Potenzial zugetraut, aber die populitische Ankündigung, keine
türkischen Wahlkämpfer auftreten zu lassen, obwohl sich im Saarland gar keine angekündigt hatten, gab der CDU nochmal einen kräftigen Schub. Sonst wären diese Stimmen wohl bei der AfD gelandet.
Die Grünen? Denen weine ich keine Träne nach, auch wenn sie auf Bundesebene für einen Kanzler Schulz schon noch wichtig wären. Im Saarland werden sie offensichtlich trotz der Nähe zu Frankreich mit seinen maroden Akw nicht mehr gebraucht.

Beitrag melden
michael.meyer 27.03.2017, 12:12
223. Die Erkenntnis in Punkten

1. Das Saarland hat gewählt, ok. Man könnte nun gut und gern den Trend ableiten, dass "die paar Leute dort" ängstlich oder warum auch immer an ihrer reglerung festhalten wollen. Meinetwegen.
2. Schon wird "das bißchen Saaland" wieder mit der SPD und ihrem Heiland verkuddelt. Das ist aber Quark bzw. nicht nötig wegen 1. Und außerdem bleibt es dabe: Eine Agenda-2010-Partei kann und wird trotz des "Heiland-Effektes" nun mal nichts mehr bewirken. Auch nicht bundesweit. So sehr die Genossinnen und Genossen auch davon träumen.
3. Die Grünen und FDP sind raus? Geschichtlich korrekt. Weg damit.
4. Die Umfragen und alles Mediengetue zu und nach den Wahlen suggerieren verdächtig ein gewisses Festhalten an Merkel & Co: "Nur Merkels CDU ist die Beste und D geht es gut." NUR DAS sollte Anlaß zum Nachdenken geben.

Beitrag melden
2623 27.03.2017, 12:17
224.

Zitat von bstendig
Das Saarland macht es sich mit 500 Millionen Länderfinanzausgleich gemütlich. Wäre das nicht der Fall, wäre es auch reichlich ungemütlich. Unabhängig von der Parteifarbe geben eben aller gerne anderer Leute Geld aus. Vielleicht sollte der Rest der Republik noch spenden. Dann reicht es vielleicht auch für die so kleine "Lokalschule", nur wegen der Bequemlichkeit eben.
Soweit ich es überblicken kann, ist die Schullösung dort nicht mit ökonomischen Synergieeffekten versehen. Das war mein erster Einwand, die entsptrechenden Unterlagen zeigen eher einenKostenzuwachs neben den angedeuteten inhaltlichen Verlusten.

Zu Ihrer anderen Überlegung fällt es mit schwer fundiert etwas zu sagen, das Saarland hat es industriepolitisch eher schwer nach Beendigung oder Reduzierung der Montanindustrie, das gilt es anzuerkennen. andererseits erinnere ich mich daran, dass der Agrarstaat Bayern über Jahrzehnte enorme Mittel erhielt und daraus etwas gemacht hat, wieso soll dass dem Saarland nicht gelingen. Mit einem vereinten, offenen Europa glaube ich, wird diese Region deutlich reüssieren. So gesehen sind die Zuschüsse Investitionen und weniger Konsumausgaben, wie Ihre Überlegungen zur "Bequemlichkeit" suggerieren.

Beitrag melden
k.hand 27.03.2017, 12:20
225. Das Hemd

Zitat von Duggi
Wenn die SPD sich noch den Hauch einer Chance auf Wiedererlangung von Glaubwürdigkeit und in ferner Zukunft vielleicht auch von politischer Mehrheitsfähigkeit bewahren will, dann tritt sie im Saarland nun nicht in eine Groko ein und überträgt einer CDU-Minderheitsregierung die alleinige Verantwortung für deren Tun.
ist denen aber näher als die Hose. Was Sie vorschlagen, hat etwas mit Größe zu tun.

Beitrag melden
clearglass 27.03.2017, 12:26
226. Alle Umfragen belegen die herausragende

Bedeutung der Flüchtlingspolitik und Innere Sicherheit.
AKK hat hier eindeutig Stellung bezogen, Merkel ihre Politik um 180 Grad gedreht.

Schulz schwafelt. Grün brabarisiert.

Die Parteien, die klare Stellung in der Flüchtlingspolitik beziehen, Eingeständnis von Merkel hin oder her, haben über 11% Zugewinn erzielt.

Die Einmal-hin-und-einmal-her Politik von SPD, Grünen und Linken in der Flüchtlingspolitik ist abgestraft.

Insofern muss Merkel froh sein, dass sie Seehofer und auch deMaizière in die richtige Richtung gepeitscht hat.

Offensichtlich werden Geschwafel, Serengeti-Politik und Klatschmohnwiesen-Tralala nicht honoriert.
Erdogan, Integration, Innere Sicherheit, restriktive Flüchtlingspolitik sind im Brennglas der Bürger.

Immerhin ist Fakt, dass die beiden Parteien mit eindeutiger Haltung über 11% hinzugewonnen haben.
Mag sich Merkel zieren wie sie will, sie wurde gewendet, der Seehofer-Kurs hat sich in der CDU voll durchgesetzt.

Beitrag melden
mac4me 27.03.2017, 12:29
227. Mediale Säue...

Zitat von mostly_harmless
Ihr Beitrag ist ein schönes Beispiel dafür, was real hierzulande das Problem ist: Politische Ahnungsloskeit der Wähler und der fehlende Wille, sich zu informieren. Die Passage der Programms der Grünen, aus der die konservative Kampfpresse einen Skandal machte lautet: "Öffentliche Kantinen sollen Vorreiterfunktionen übernehmen. Angebote von vegetarischen und veganen Gerichten und ein „Veggie Day“ sollen zum Standard werden. Wir wollen ein Label für vegetarische und vegane Produkte" Was man da NICHT findet ist irgend etwas von dem Nonsens, den Sie behaupten. Und selbstverständlich gibt es in der reaktionär-ewiggestrigen Ecke dieses Landes Hass gegen die Grünen. die Grünen standen und stehen dafür, dass der Mensch für das was er tut Verantwortung hat, und dass die Art zu leben Leben Effekte hat. Und das ist für gewisse Teile der Bevölkerung ausreichend für die Hasskappe. Achja: Ich mag die Grünen auch nicht. Und seit sie Abschiebungen nach Afghanistan befürwortet haben, sind sie für mich aus aus den wählbaren Parteien
...werden doch allenthalben neu durchs Dorf getrieben. Das geht von ganz links bis ganz weit nach rechts. Reduziert man diese Aufreger auf ihren sachlichen Kern, so bleibt sehr wenig davon übrig.

Das Ziel ist immer dasselbe: der Wähler soll emotionalisiert werden und von einem rationalen Pfad der Politikbeurteilung abgebracht werden. Das gelingt aber immer nur teilweise und ist auch gar nicht so schlimm, da meistens nur die Ohnehin-Gegner sich über diese medialen Luftschlösser aufregen.

Langfristig kontraproduktiver ist für mich die Tatsache, dass es kaum noch Parteien gibt, die eine vernünftige Kombination in den einzelnen Politikfeldern anbieten. Beispielsweise die Grünen: ihre Umweltpolitik ist, von einigen Übertreibungen abgesehen, im Wesentlichen vernünftig. Von ihrer Gesellschafts-, Verteidigungs- und Wirtschaftspolitik und auch der Bildungspolitik kann man das aber überhaupt nicht sagen. Da geht es teilweise 180° in die falsche Richtung.

Gleiches gilt für die SPD, CDU, und für die Linke. Und das ist das eigentliche Problem: keine der etablierten Parteien, die AfD eingeschlossen, liefert auch nur ansatzweise ein Politikkonzept, das man guten Gewissens unterstützen könnte. Jedenfalls geht mir das so. Und das gilt erst recht für Koalitionen. Das ist dann nur noch ein Durchwursteln.

Beitrag melden
Watschn 27.03.2017, 12:30
228. @148; 10:12 p.hummler

Sie sind da evtl. viel zu blauäugig. Die deutsche Exportbonanza wird durch quasi ein Überziehen des Buba-Dispos von uns -auf Risiko des dt. Steuerzahlers-, zugunsten südl. Euroländer fremdfinanziert. (Das sind die Bundesbank-Targetforderungen von aktuell wahnwitzigen
814 Milliarden Euro gegenüber anderen Eurogegenparteien). Glauben sie tatsächlich, diese Salden werden vollständig vom Ausland abgetragen, (oder im schlimmsten Falle... überhaupt abgetragen)?

Und glauben sie auch, das diese Anschreibungen z.B. die US-Seite o. China weiterhin so billig durchgehen lässt, zumal sie die staatl. Haushalte/Defizite im Euroraum gegenüber anderen globalen Ökonomien durch Nichtverrechnung obendrein massiv verfälschen u. unfair bevorzugen?
Wenn es im Euroraum knallt, dann knallt es spätestens hoch10 auch bei uns, und diese Targetforderungen sind dann samt Dumping-Euro obsolet, niente, nada...

Sie können das auch mit einem unter höchster Stufe brodelnden, ventilgeschlossenen Dampfkochtopf vergleichen, wo Merkel/Schäuble stolz sind u. weiter zufrieden zuschauen..., wie doch das Wasser so schnell kocht...

Beitrag melden
pygmy-twylyte 27.03.2017, 12:34
229. Glaubwürdigkeit?

Zitat von Duggi
Wenn die SPD sich noch den Hauch einer Chance auf Wiedererlangung von Glaubwürdigkeit und in ferner Zukunft vielleicht auch von politischer Mehrheitsfähigkeit bewahren will, dann tritt sie im Saarland nun nicht in eine Groko ein und überträgt einer CDU-Minderheitsregierung die alleinige Verantwortung für deren Tun.
Sie übersehen, dass sich Anke Rehlinger vor den Wahlen weder für eine Fortsetzung der GroKo noch für eine Rot-Rot-Grün-Koalition ausgesprochen hat. Sie hat die Zusammenarbeit mit Annegret Kramp-Karrenbauer sogar gelobt.

Beitrag melden
Seite 23 von 25
Diskussion geschlossen - lesen Sie die Beiträge!